Vorstellung mit Cypriniden-Erlebnis.

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Vorstellung mit Cypriniden-Erlebnis.

Beitragvon Martl » 05.04.2004, 15:56

Hallo Gemeinde,
bin schon ewig aktives und zu oft auch passives Forummitlglied. Ich möchte mich mit einem schönen Erlebnis, das ich gestern an meinem Vereinsgewässer hatte vorstellen ;-)

Ich wünsche euch allen auch solche Erlebnisse, die man nie vergisst und für die man einfach nur dankbar ist.

TL, Martl aus Oberbayern.

Cypriniden-Erlebnis

Gestern war einer der wenigen Tage, an denen ich spürte, dass ich etwas versäumen würde, wenn ich nicht an mein Vereinsgewässer zum Fliegenfischen fahre. Und mein Gefühl wurde durch folgendes Erlebnis bestätigt.

Es passte alles: Das Wetter war noch stabil und der vorhergesagte Regen war Gott sei Dank noch in Ferne. Es war etwas relativ warm und der vorher frische Wind legte sich langsam. Das Wasser war relativ klar und ich konnte sehr gut sehen, was und ob sich etwas bewegt.
Es war schon fast 18.00 Uhr, als ich die Nymphe zu Wasser ließ - dank der Zeitumstellung war es aber noch sehr hell. Nach einigen Metern flussaufwärts verscheuchte ein krachender Ast eine scheue Regenbognerin am Rand. Etwas weiter flussaufwärts sah ich einen relativ großen Friedfisch das Wasser flussaufwärts ziehen. Ganz rote Flossen – ein Aitel (Döbel)? Das war zu kurz, um ihn genauer zu bestimmen.
50 Meter weiter. Ah, das ist ein schöner Platz. Ich verstecke mich hinter einem abgebrochenen Baumstamm und sehe ein Schule schöner Cypriniden im flachen Wasser am gegenüberliegenden Ufer. Mal sehen, ob sie meinen grünlichen Bachflohkrebs nehmen. Zuerst keine Reaktion. Dann strippe ich ihn langsam zu mir und schon geht ein schöner Fisch nach. Anhieb – kurz darauf ist sie am Haken. Ich traue meinen Augen nicht. Eine gut pfündige kapitale Rotfeder in ansehnlicher Länge liegt im schönen Schuppenkleid vor mir im Gras. Die Freude ist groß.

Nächster Rollwurf, nun mit grünlicher Goldkopfnymphe, um etwas tiefer an die Fische ran zu kommen. Gleiches Spiel, Anhieb und nach kurzem kräftigen Drill liegt die nächste mindestens einpfündige Rotfeder vor mir. Ein Traum! So geht es noch drei Mal und nach einer knappen Stunde habe ich fünf kapitale Rotfedern überlistet. Solch ein Glück ist einem nur selten beschieden.

Ich war gestern einfach nur glücklich und ich hatte in diesem Moment das Gefühl, eins mit der Natur zu sein...

Wenn man nur öfter solch einen guten Riecher hätte... Aber dann würde das Fischen wahrscheinlich keinen Spaß mehr machen ;-)
Mit dem Element Wasser - durch das Fliegenfischen auf ewig verbunden -- So verschmelze ich mit der Natur...
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Beitragvon Dirk Janßen » 05.04.2004, 16:15

Hi Martl,

ich gehe (notgedrungen) oft auf Rotfederjagd und es macht Freude.

Ich finde auch sehr interessant dabei, dass Rotfedern einen nicht
zu unterschätzenden Raubfischblutanteil haben.
Ich habe des öfteren Rotfedern auf kleinste Fischchenimis, schnell
und knapp unter der Oberfläche geführt, gefangen.

Gruß
Dirk
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Beitragvon Andreas aus B » 05.04.2004, 16:33

Hallo Dirk,

Welche Fischchenimis verwendest du denn? Ich habe mir ein paar Minnowflies besorgt, bisher aber kein Glück damit gehabt...

Andreas
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Beitragvon Dirk Janßen » 05.04.2004, 17:29

Welche Fischchenimis . . .[/B]

12er Haken 2x lang, weißer Leib, rote Brust, Fasanenfibern als Rücken und Schwanz, nach vorne klappen und mit Monofil rippen.
Vom Aufbau ähnlich einer Pheasant Tail, aber größer und mit anderen Materialien.

Gruß
Dirk
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Beitragvon Templedog » 05.04.2004, 19:53

@martl

Super, für deine Geschichte gibs nur drei Worte " Das ist Fliegenfischen"
Gruß Td
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Beitragvon NeckarFliFi » 06.04.2004, 15:23

Hi Martl,

freut mich für Dich - ein tolles Erlebnis. Darauf warte ich noch :( , aber das Jahr ist noch lang.

Viel Spass hier

Cu Uli
NeckarFliFi
 


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