jede Tuete ist eine zuviel

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jede Tuete ist eine zuviel

Beitragvon orkdaling » 02.02.2017, 08:39

Moin moin,
seht mal diese Bilder. Ein kranker Wal musste getøtet werden und wurde untersucht. Seht selbst
https://imbo.vgc.no/users/vgno/images/5 ... 949048e82a
der Magensack
https://gfx.nrk.no/m4P_r7jUCBU6W2SqtHsD ... d_pZ45es3w
und der Inhalt ausgebreitet
https://gfx.nrk.no/2Tt5fLYzLiD2eOe77wg8 ... kbpMu4S4yA
der gesamte Darmtrakt war leer, das Tier ist also verhungert.
Gruss Hendrik
orkdaling
 
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Re: jede Tuete ist eine zuviel

Beitragvon maggo » 02.02.2017, 14:43

Hallo Hendrik,

nicht nur jede Tüte, sondern sehr vieles, was aus Plastik hergestellt wird und nur wenig genutzt wird - Shampoo, Deo, Kaffeebecher, Einweggeschirr etc. pp.

Daher versuche ich auch meine Fliegen in Zukunft ohne Plastik zu binden - und meine Fliegenboxen stelle ich mir selbst her, komplett ohne Plastik. Denn ich finde, es fängt bei jeder Entscheidung an, ob es nicht auch plastikfreie Alternativen gibt.
Klar, eine Wathose ohne Kunststoff ist auch für mich nicht denkbar - aber auch da versuche ich herauszufinden, ob es nicht Anbieter gibt die zumindest etwas aus recyceltem Kunststoff erzeugen.
Es gibt da (leider) sehr, sehr wenige, die auf diesen Zug aufspringen. Leider.

Ich finde diese Aktion ja sehr interessant:
https://www.wissenschaftsjahr.de/2016-17/mitmachen/junge-wissenschaftsinteressierte/plastikpiraten.html
Da wird von Schulklassen untersucht, wieviel Plastik in den Flüssen schwimmt und irgendwann im Meer landet.

Viele Grüße,
Marco
Zuletzt geändert von maggo am 02.02.2017, 16:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: jede Tuete ist eine zuviel

Beitragvon Hardy » 02.02.2017, 15:22

moin,

sehr traurig, so etwas sehen zu müssen. Die Vermüllung der Meere mit Plastik und Mikroplastik ist ein großes Problem, das uns alle angeht. Der weitgehende Verzicht auf Plastik ist hier sicher der richtige Weg, den ich auch im Rahmen meiner Möglichkeiten nutze.

Ich sehe aber auch für den einzelnen nur sehr wenig Möglichkeiten der Einflussnahme, außer wie oben geschildert, auf Plastik und Kunststoff zu verzichten. Da fangen die Schwierigkeit jedoch schon an. Ich wohne relativ ländlich. Zum Einkauf von Lebensmitteln bleibt mir nur der Einkauf im Supermarkt im nächsten größeren Ort. Tante Emma-Laden, Metzger oder Bäcker gibt es bei uns leider nicht mehr. Der Supermarkt bietet aber nur eingeschränkt die Möglichkeit, Lebensmittel ohne Verpackung zu kaufen. Bei Salat, Gemüse und Obst funktioniert das noch, da man es lose mitnehmen kann. Aber bei Wurst und Käse z.B., selbst wenn man sie an der Theke direkt mitnimmt, wird zum Einpacken Papier mit Folie verwendet. Aus dem Regal ist das meiste in Plastikfolie eingeschweißt.

Andererseits wird bei uns lt. Statistik aus dem Jahre 2014 99,5% der Kunststoffverpackungen recycelt. An den Zahlen wird sich 2015 und 2016 nicht viel verändert haben. Daher denke ich, dass wir hier mit unserer relativ hoch entwickelten Abfallwirtschaft nicht der große Verursacher der Meeresverschmutzung sind. Kein Grund jedoch, nicht über die Problematik nachzudenken und etwas dagegen zu tun.

Schwieriges Thema...

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Hardy
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