Vorfall an der Lenne

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Vorfall an der Lenne

Beitragvon Dennis 1990 » 18.08.2017, 22:22

Guten Abend zusammen,
ich bin der Dennis und bin seit ein paar Tagen hier angemeldet. Vielleicht habt Ihr meine Vorstellung gelesen.


Ich habe etwas gezögert folgendes zu schreiben. Letztes Jahr am 6.06.2016 genau war ich in Werdohl an der Lenne zum fischen. Nach ein paar Würfen entschloss ich mich ein Stück zur Stadt zu waten. Der Weg durchs Wasser führte unter einer Brücke lang. Als ich auf der anderen Seite war, bemerkte ich das meine Rute weg ist. Ich wusste nicht wann ich sie losgelassen habe und warum. Ich bekam Panik und wollte stromabwärts die Rute suchen. Die Strömung war stark das Wasser aber nicht hoch,sodass ich dachte ich könnte über einen Stein gehen der nicht allzu groß schien. Leider war er größer als ich gedacht habe. Ich rutschte weg verlor das Gleichgewicht und fiel ins Wasser. Da ich keinen Wasserdichten Rucksack hatte, war alles sofort nass. Sofort ging ich ans Ufer und legte alles raus. Ich war etwas verstört und merkte dann erst was eigentlich passiert ist. Die Rute suchte ich dann vom Ufer aus da das Wasser zur Stadt hin seichter wurde. Leider fand ich sie nicht wieder. Es ist nicht nur das ich meine Rute verloren habe, sondern fehlen mir auch 1-2 Minuten in meinem Gedächtnis. Ich machte mir vorwürfe ich könnte nicht auf meine Sachen aufpassen und hätte einen Kollegen im Stich gelassen. Etwas Trost fand ich indem mir klar wurde, dass ich den Unfall überlebt habe. Dennoch kam immer wieder die Erinnerung an den Sturz. Im Internet habe ich diesbezüglich nichts gefunden, bis auf einen Artikel worin stand, dass man totes Material ersetzen kann ein Menschenleben aber nicht. Dieser Satz machte mir etwas Mut doch mit dem Fliegenfischen weiter zu machen. Es tut mir grade gut mich an gleichgesinnte zu wenden. Ihr versteh es besser als ein aussenstehender.
Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit.

Viele Grüße Dennis
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Re: Vorfall an der Lenne

Beitragvon Kudu » 19.08.2017, 08:04

Hallo Dennis,
Da Du wie Du selber schreibst einen kleinen wenn auch kurzen "Filmriss" hattest, solltest Du der Sache auf den Grund gehen !

Ich meine einen gründlichen Check beim Facharzt, da kann dir der Kreislauf oder sonst was ein Bein gestellt haben.

So ein Blackout ist nicht zu unterschätzen. Vielleicht wäre es nicht schlecht, zu zweit das Fliegenfischen zu genießen.

Weiterhin toi toi toi

Andreas
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Re: Vorfall an der Lenne

Beitragvon Dennis 1990 » 19.08.2017, 18:41

Hallo Andreas,

ich bin zu dem Zeitpunkt in ärztlicher Behandlung gewesen. Ich nehme auch Medikamente gegen Bluthochdruck. Vielleicht kam da alles zusammen. Du hast Recht, es wäre besser wenn noch jemand dabei ist. Ich werde mich mal umhören wer eventuell mitkommen kann und möchte.

Danke.


Dennis
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Re: Vorfall an der Lenne

Beitragvon orkdaling » 19.08.2017, 20:13

Moin moin,
ich bis mehrfach unfreiwillig baden gegangen aber eine Rute ist mir dabei noch nie aus der Hand gefallen.
Wenn ich aber in Behandlung sein sollte und Medikamente nehmen muesste, dann ist nix mit waten oder Auto fahren.
Zur Erinnerung, jæhrlich ertrinken Lachssfischer, mal wegen schlechten Watschuhen und dann rein in die Strømung aber der letzte Fall war ein 70jæhriger der nicht schnell genug an sein Spray kam und ausserdem allein unterwegs war.
Schon mal an solche Sachen gedacht?
Gruss Hendrik
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Re: Vorfall an der Lenne

Beitragvon Dennis 1990 » 20.08.2017, 19:44

Hallo Hendrick,

vom Kreislauf her ging es mir nicht schlecht. Der Tag war eh nicht der Beste. Ich hatte auch nicht den Kopf frei. Mit den Medikamenten bin ich gut an sich gut eingestellt. Gerne hätte ich auch noch jemanden dabei, aber einige trauen sich ans Fliegenfischen nicht ran. Ich habe mir auch die Grenze gesetzt nicht weiter zu waten wenn das Wasser über der Hüfte steht. Das jährlich viele Fischer verunglücken habe ich auch gehört, kurz nach mir ertrank ein Angler in einem Altarm der Weser. Er wollte seiner Rute hinterher. Irgendwie kam auch alles zusammen. Meine Unerfahrenheit wurde mir dann zum Verhängnis.Ich gehe die Bereiche in denen ich fische jetzt vorsichtiger ab.


Grüße Dennis
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Re: Vorfall an der Lenne

Beitragvon Harald aus LEV » 21.08.2017, 19:57

Hallo Dennis,

ich würde das trotzdem vom Arzt abklären lassen. Das kann auch andere Ursachen als Blutdruck haben.
Überlege mal, ob Du beim waten einen Watstock benutzen möchtest oder gfs. auf eine automatische Schwimmweste zurückgreifst. Die trägt sich wie ein Kragen, stört nicht und löst automatisch bei Wasserkontakt aus.

Gruß
Harald
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Re: Vorfall an der Lenne

Beitragvon Dennis 1990 » 21.08.2017, 22:37

Hallo Harald,

danke für den Tipp mit der Weste ich werde mich mal erkundigen.


Gruß Dennis
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Re: Vorfall an der Lenne

Beitragvon Philzlaus » 22.08.2017, 07:51

Wenn ich das richtig verstanden habe war die Rute schon vor dem Sturz weg, also eigentlich noch alles normal schien.. Also auch vor dem Blackout. Eventuell hast du die aber öfter sonst wäre die Rute nicht weg gewesen.. Bitte "geh" sofort zum Arzt und lass das gründlich ansehen. Sowas ist nicht normal und muss von einem Facharzt angesehen werden.
gruss
Philipp
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Re: Vorfall an der Lenne

Beitragvon Dennis 1990 » 22.08.2017, 21:10

Die Rute hatte ich in der rechten Hand, den Watstock in der linken. Ich war sehr konzetriert wo ich langwate. Als ich merkte das sie weg ist, dachte ich mir das sie ja nur Flussabwärts liegen muss. Ich bin dann hinterner naja unüberlegt, weil ich die Gefahr nicht kannte, das war mein erstes Fischen an der Lenne alleine. Jetzt gehe ich da auch nicht mehr fischen, ich habe eine andere Stelle wo ich besser zurechtkomme. Ja das werde ich machen.

Gruß Dennis
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Re: Vorfall an der Lenne

Beitragvon Hans. » 23.08.2017, 13:40

Kudu hat geschrieben:Hallo Dennis,
Da Du wie Du selber schreibst einen kleinen wenn auch kurzen "Filmriss" hattest, solltest Du der Sache auf den Grund gehen !

Ich meine einen gründlichen Check beim Facharzt, da kann dir der Kreislauf oder sonst was ein Bein gestellt haben.

So ein Blackout ist nicht zu unterschätzen. Vielleicht wäre es nicht schlecht, zu zweit das Fliegenfischen zu genießen.

Weiterhin toi toi toi

Andreas



Volle Zustimmung! Aus meiner bescheidenen Sicht: Hirn und Herz vom Facharzt durchchecken lassen.

Und, lieber Dennis, vielen Dank für Deinen Bericht. Du hast Dich überwunden und hier davon erzählt. Das ist großartig. Wir Männer sind durchweg Muffel in solchen Dingen und zum Arzt gehen kann man später noch....

Männers, seid keine Memmen und kümmert euch!!!! (Oh ja, ich sage es auch zu mir...!!!)

Viele Grüße,
Hans
Gefühlsmäßig ist der Unterschied zwischem einem Fisch und keinem Fisch eine der weitesten Entfernungen im Universum. David Profumo
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Re: Vorfall an der Lenne

Beitragvon Dennis 1990 » 23.08.2017, 21:22

Guten Abend Hans,

Vielen Dank. Mir war das auch wichtig. Vielleicht war jemand von uns auch schonmal in einer ähnlichen Situation. Ich wollte damit auch deutlich machen, dass schnell etwas passiert. Dieser Vorfall hat mein weiteres Vorgehen auch geprägt. Heute war ich wieder an der Lenne und ich wate nurnoch vorsichtig und überlege jeden Schritt zweimal . Es ist sehr schön mit der Fliege zu fischen, aber auch gefährlich. Vielleicht animiert das auch andere Fischer ihr tragisches Erlebnis zu erzählen. Ich habe mich hier überwunden weil wir hier unter uns sind und ich mich verstanden fühle.

Danke

Viele Grüße Dennis
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