von Dietmar0671 » 29.11.2011, 11:37
Also, in der Nähe meines Wohnortes gibt es einen kleinen See der direkt neben der Nahe in Rheinland-Pfalz liegt. Von dem See weiß ich, dass er früher von einer Privatperson von der Stadt gepachtet war. Durch Umstände, die ich hier nicht näher erklären möchte, fiel der See an die Stadt zurück. Die Stadt hat dann nach meinem Wissen den See im Frühjahr an zwei Ortsanssässige Angelvereine verpachtet.
Der See ist offen zugänglich. Parkbänke sind rumherum angebracht. Eine alte Mühle steht am Ufer...ist aber nicht mehr in Betrieb. Am See herrscht normaler Betrieb, d.h. Spaziergänger, die die Wasservögel füttern, Kinder die am Ufer im Wasser spielen, kein Zaun, kein Schild das durch die Angelvereine auf ein Verbot hinweisen.
Ich war 6-7 Mal dort und habe selten Angler gesehen, Fliegenfischer überhaupt nicht.
Nun, ich dachte mir, dass der See ideal für mich sei um meine anfänglichen Fähigkeiten im Zweihandwerfen zu verbessern. Seit Juni war ich dann in unregelmäßigen Abständen am See und übte, Rute, Schnur, Polyleader....keine Fliege. Ich wurde angesprochen, von Passanten, die mich fragten was ich mache. Ich erklärte, dass ich das Werfen mit der Zweihandrute übe und das keine Fliege/Köder am anderen Ende sei und somit das Gerät nicht fangfähig ist.
Dann kam das erste Oktober WE. Am 1.10. war ich wieder am See. Irgendwann kam ein junger Mann auf mich zu und erklärte sich mir, d.h. stellte sich als Fischereiaufsicht vor, zeigte seine Berechtigungen. Er fragte was ich mache. Ich ihm erklärt das ich übe...holte freiwillig die Schnur ein und zeigte ihm das leere Ende vom Tippet.
Ok sagte er, alles klar und verabschiedete sich von mir. Ich übte weiter und es gab keine weiteren Störungen.
Am Tag darauf, Sonntag, ich wieder an meine Stelle am See. Am gegenüberliegenden Ufer hatten ein paar Angler ihr Camp aufgebaut...hatten sich wohl auf ein längeres WE eingerichtet. An einer anderen Stelle war ein andere, kleinere Gruppe.
Ich baute mein Gerät auf und übte. Nach ca. 1 1/2 Stunden kam jemand auf mich zu und fragte mich:"Was machen Sie da". Ich drehte mich um und sagte:" Guten Tag, wir kennen uns doch, vom Vorbereitungslehrgang zur Fischereiprüfung Frühjahr 2010. Sie waren bei den Ausbildern. Ich übe das werfen mit der Zweihandrute. Das Gerät ist nicht fangfähig". Er: "Das dürfen Sie nicht!" Ich antwortet: "Der junger Mann von gestern, von der Fischereiaufsicht, hatte keine Einwände dagegen!" "ich bin auch Fischereiaufseher, um hier zu fischen müssen Sie im Verein sein!" "ich fische nicht, ich übe mit nicht fangfähigem Gerät, und vorgestellt und ausgewiesen haben Sie sich auch nicht obwohl das Ihre Pflicht ist" Kurzum, ich hatte sowieso genug geübt und packte mein Gerät zusammen.
Abends daheim, rief ich den Vorsitzenden von einem der Vereine, die den See bewirtschaften an, erklärte mich. Er hätte bereits von mir gehört. Wir unterhielten uns, und in Hinsicht auf meinen fischenden Sohn und im Sinne der Ruhe fragte ich ihn, ob ein Beitritt im Verein möglich wäre. Ich solle die Anträge ausfüllen etc. Zum Schluß fragte ich ihn, ob ich am See weiter üben könnte. Er hätte nix dagegen.
Am 30.10. war ich dann mit einem Fischerfreund wieder am See. Wir übten ein wenig...eine Stunde später braust ein Auto heran, ein aufgebrachter Mann stieg aus, stellte sich als Herr... vor, Vorstand des Angelvereins ..., Fischereiaufsicht zeigte seine Papiere in ungestühmer Geste.
Was wir hier tuen würden...Üben mit nicht fangfähigem Gerät. Er meinte das Angeln mit Kunstködern sei am See verboten. Wir:" wir fischen nicht, wir üben ohne Köder" Das wäre ihm egal, er hätte die Schnauze voll ständig von Vereinsmitgliedern angerufen zu werden, "Der" wäre schon wieder da und würde mit Kunstködern angeln. Er sagte er würde denen erklären, das wir ohne Köder üben, aber hätte jetzt genug. Er wäre jetzt, nach dem 3. Anruf, von der Gartenarbeit weg, in den Jogginganzug und hierher. Es reicht ihm und er erteilt uns Platzverbot. Mit welchem Recht fragte ich ihn? Auf welcher Grundlage. Er habe keinen Bock auf Diskusionen mit den Vereinsmitgliedern auf den Sitzungen. Eine solcher Punkt kommt meisten unter Sonstiges...und Sonstiges ist immer am Ende der Tagesordnung....und bis dahin sei einiges an Bier in die Kehlen gelaufen. Wir sollen doch zum üben an die Nahe gehen....und am Besten, um Ärger zu vermeiden, eine Tageskarte kaufen.
Ich erklärte, dass ich mit dem Vorsitzenden des anderen Vereins telefoniert habe...und er es mir erlaubt hätte. Ist ihm egal, wir haben jetzt Platzverweis.
Nicht fangfähig interessiert ihn nicht....wäre ja genauso wie wenn ein Jäger mit ungeladenem Gewehr durch ein fremdes Revier geht...tja, das ging danaben, der dabei stehende Kollege von mir ist Jäger...und klärte dann energisch auf, das der Gesetzesgeber wesentlich striktere Gesetze in Bezug des auf das Mitführens von Jagdwaffen erlassen hat.
Wir haben dann aber eingelenkt weil es zu nichts geführt hätte. Der Vorsitzende beruhigte sich nach und nach...meinte ich solle dem Verein beitreten (was ich nach dem Erlebnis aber so was von gar nicht tuen werde) dann könne ich auch alles Weitere im Rahmen des Erlaubten tun.
Tja...und nun meine Frage: Was haltet ihr von dem Vorgehen der beschriebenen Herren? Alles so stattgefunden in .... im Oktober 2011
Viele Grüße
Dietmar