Döbel

Fisch auf den Tisch. Etwas für den Magen, wie der Titel schon ausagt. Hier fachsimpeln alle Köche/-innen und Freunde der Gaumenfreuden. Natürlich mit Kernpunkt rund um den Fisch.

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Aitel-Fischstäbchen

Beitragvon NÖFischer » 06.11.2009, 19:30

Hallo,

Inspiriert von einigen Threads hier im Forum wollte ich nun auch mal probieren Aitel mittels Fleischwolf(Mixer) zuzubereiten.

Mein Ziel war es Fischstäbchen zu produzieren.

Also bin ich heute Nachmittags kurz los und hab zwei große Döbel (~50cm) gefangen.

Danach sofort in die Küche folgende Prozedur durchgezogen:

01.) 1/8l Wasser im Topf aufgekochen und 1/3 Suppenwürfel hinein
02.) 2 weiße Toastbrotscheiben in den Topf hineingekrümeln
03.) 2 Eigelb in den Topf
04.) Topfinhalt ordentlich durchmischen und kaltstellen
05.) Fische filetieren (nur Bauchkräten entfernen)
06.) Haut von den Filets abziehen
07.) Filets kleinschneiden (Streifen + halbieren)
08.) Fischfleisch mit Salz und Pfeffer würzen
09.) Fischfleisch in den Topf geben, durchmischen
10.) Topfinhalt mit dem Pürierstab zu homogener Masse verarbeiten (der Mixer ist dabei heißgelaufen - stärkereres Modell wäre von Vorteil gewesen)
11.) Masse ins Gefierfach kaltstellen
12.) Teller mit Mehl bereitstellen
13.) Teller mit vermischten Ei bereitstellen
14.) Teller mit Mischung aus zerbröselten Chips und Semmelbrösel vorbereiten (für eine knupsrige Panier)
15.) mit trockenen, mehligen Händen (damit es nicht so klebt) etwas Masse aus dem Gefrierfach greifen und Fischstäbchen formen und auf Mehl ablegen.
16.) Fischstäbchen fertig Panieren (Mehl + Ei + Brösel)

Ich hab ca. 20 Fischstäbchen in Tupperware gestapelt (Backpapier dazwischen) eingefroren.

Die 3 unförmigsten hab ich sofort in der Pfanne mit viel Olivenöl rausgebraten:
Bild

Geschmeckt hats für einen Erstversuch sehr gut, aber für 2 Fische werde ich mir diese 2-stündige Prozedur wahrscheinlich nichtmehr alleine antun.

Wünsch euch viel Spaß und "Guten Appetit" beim Aitel-faschieren.

mfg NoeFi
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Döbel

Beitragvon Bäschwatz » 13.11.2009, 22:30

Hallo Freunde von Fisch , Filettiermesser und Fleischwolf
Ich bin schon länger dazu übergegangen alles was ich fange abzuziehen.
Kopf ab, Schwanz ab , Bauch fast weg , Längsschnitt am Rücken und an der Aterflosse vorbei bis auf die Wirbelsäule und mit der Spitzzange Flossen raus.
Anschließend waschen und die Nierenreste ausbürsten.
Das was dann noch übrig ist für ein paar Minuten in sprudelnd kochendem Wasser ankochen bis das Fleisch sich anfängt zu lösen.
Mit der Scheppkelle raus und abkühlen lassen.
Aber nicht aufm Haufen. Sondern nebeneinander.
Anschließend von den Hauptgräten lösen und mit ebbes, in Viertel geschnittenem Toastbrot durch den Wolf leiern.
Kleingewürfelte Zwiebel, Schnittlauch Dill und Petersilie kleingehackt hinzu.
Salz Pfeffer und Fischgewürz nach Belieben hinzu, und in Kinderbadewanne, von egal wem o.ä mit Quirl, oder bei größeren Mengen mit Bohrmaschine gut vermengen.
Rechteckige Behälter sind tückisch da sich Salz und Gewürz in den Ecken sammeln kann. Aus dem Grund das Ei für die Bindung erst zum Schluß.
Trocken mischt sich besser.
Dannach auf Kunststoffunterlage mit VA-Ring 120iger `` Deutsche Normpuffer`` mit Kelle spachteln, oder die Masse etwa 1.5 cm dick rechteckig auf den Unterlagen verteilen.
Dann ab in die Gefriertruhe.
Nach etwa einer Stunde die rechteckig verteilte Masse zu Fischstäbchen schneiden und weiter frosten lassen.
Wenn alles steinhart gefroren ist Mehl , Milch und Ei quirlen, Paniermehl mit ebbes Pommes-Gewürz mischen und den gefrorenen Fisch aufm Tisch von den Unterlagen kloppen.
Mit zwei Gabeln, oder einfacher Spitzzange, in die Milchpampe tunken, sofort ab ins Paniermehl, etwas schütteln und wenns fest iss raus damit.
Friert nähmlich gleich fest.
Dann in Portionsbeutel packen und verschließen und ab in die Gefriertruhe.
Da der Fisch eh gekocht war, braucht er unaufgetaut zum frittieren nur etwa 6-8 Minuten bei 160 Grad. Je nach Dicke mehr oder weniger.
Was nicht gleich gegessen wird kann im Toaster zusammen mit Toastbrot aufgewärmt werden.
Wohl bekomms
Gruß Thilo
Zuletzt geändert von Bäschwatz am 19.11.2009, 22:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon derflow » 15.11.2009, 09:22

Hört sich nach selfmade Fischstäbchen an - aber interessant !
Gruß

Florian

zwei Hände sind besser als eine :-)
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Hallo,

Beitragvon Martin110 » 07.05.2010, 17:39

den Döbel kann man auch zu einem Brathering machen.
Dadurch werden die Gräten so Mürbe das man sie nicht mehr merkt.

Rezept.

Filets aus dem Fisch lösen.

Filets in Mehl welzen und in der Pfanne braten.

Danach dan Fisch abkühlen lassen.

Jetzt in Essig, Wasser, Zucker, Salz, Pfeffer, Waholderbeeren und Lorbeerblätter einlegen.

2-3 Tage in der Gewürzmarinade ziehen lassen.

Mahlzeit
gruß Martin
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Marinade

Beitragvon Bäschwatz » 07.05.2010, 22:05

Hallo Martin
Da ich Essig nicht im mindesten mag, hab ich das auch schon mit Zitrone probiert.
Iss halt Geschmacksache.
Mit Zitrone wird das Fleisch ebbes fester und trockener und die Gräten auch weich.
Aber net so wie mit Essig.
Daher die Methode mim Wolf.
Danach sinn se alle gleich.
Gruß Thilo
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Beitragvon Olaf Kurth » 07.05.2010, 22:20

Moin Martin,

Rezept ist vollkommen in Ordnung!
Ich lege da allerdings noch Nelken (4-5 Stück) und Zwiebelringe zu und wirklich ordentlich Essig (weil der Essig sich im Laufe der Zeit verflüchtigt). Das Ganze lasse ich auch 4 Tage durchziehen, dann ist es einfach nur noch leggga.......

Gruß, Olaf
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
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Beitragvon Baitcaster » 01.10.2010, 20:38

Moin,

Das Brathering-Rezept kann ich auch sehr empfehlen !!

Ich selbst bereite so öfter Plötzen und Güstern zu, habe es aber auch schon mit Döbeln probiert.

Der Vorteil ist, dass die Gräten weich werden, bzw. sich auflösen und man damit keine Probleme mehr hat.

Allerdings sollten die Döbel dafür nicht zu groß sein, falls man sie als ganzes zubreiten will, würde sagen maximal 25 cm...

Aber ist Geschmacksache !!!

Liebe Grüße und Guten Appetit,

Christoph
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Re: Döbel

Beitragvon Bäschwatz » 18.05.2012, 21:43

Hi
Zum Thema Döbel, und ob die genießbar sind, kann ich berichten das räuchern auch taugt.
Allerdings ist Döbel etwas feuchter als zB. Forelle.
Plattfisch ist noch etwas feuchter.
Nach dem Einlegen über Nacht im Kühlschrank abhängen lassen erscheint mir angezeigt.
Frisch nach dem Räuchern war der erste ganz gut, aber noch nicht so wie ich ihn wollte.
So habe ich ihn in Kunststoffdose im Kühlschrank gelagert, und jeden Tag etwas davon gegessen.
Nach etwa einer Woche war er dann all.
Mit zunehmender Austrocknung wurde er zunehmend besser.
Salz , Gewürz und Einlegezeit, wie immer bei so spontanen Aktionen über`n Daumen.
Sicherlich verbesserungsbedürftig.
Die nächsten liegen schon im Gefrierfach.
Mit Döbeln um 50 cm sind wir grad gesegnet.
Warum nicht essen.
Gruß Thilo
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Re: Döbel

Beitragvon Tegernsee-rebel » 19.05.2012, 12:29

weissfisch klassiker auf indisch

filets in streifen schneiden, in einer curry paste 24 std marinieren, im wok kross anbraten oder fritieren, dazu reis, nan-brot, und eine masala sauce kochen,
http://www.chefkoch.de/rezepte/18427712 ... Curry.html für die massala sauce
als dip
http://www.daskochrezept.de/rezepte/pak ... _37786.htm
und indische mixed pickles reichen
Tegernsee-rebel
 

Re: Döbel

Beitragvon FlyfishingTom » 09.05.2013, 11:48

Hallo Zusammen,

angeregt durch die vielen lecker klingenden Rezepte habe ich gestern mal einen Döbel mit ca 45 cm entnommen. Ich habe ihn am Wasser ausgenommen, allerdings kam mir direkt ein unangenehmer Geruch entgegen. Es roch etwas faulig, so wie wenn die Innereien schon etwas länger liegen.
Ist das bei Döbeln normal und ich kann ihn verarbeiten?
Oder ist das ein Zeichen, dass das Wasser an der Stelle nicht gerade sauber ist oder ähnlich.
Gefangen habe ich ihn an einer Stelle im Fluss wo das Wasser an der Oberfläche zu stehen schien.

Gruß
Thomas
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Re: Döbel

Beitragvon AlexWo » 09.05.2013, 13:33

Fliegenfreak hat geschrieben:Hallo Zusammen,

angeregt durch die vielen lecker klingenden Rezepte habe ich gestern mal einen Döbel mit ca 45 cm entnommen. Ich habe ihn am Wasser ausgenommen, allerdings kam mir direkt ein unangenehmer Geruch entgegen. Es roch etwas faulig, so wie wenn die Innereien schon etwas länger liegen.
Ist das bei Döbeln normal und ich kann ihn verarbeiten?
Oder ist das ein Zeichen, dass das Wasser an der Stelle nicht gerade sauber ist oder ähnlich.
Gefangen habe ich ihn an einer Stelle im Fluss wo das Wasser an der Oberfläche zu stehen schien.

Gruß
Thomas


Hi Thomas, kannes sein, dass Du eine sehr empfindliche Nase hast? Aitel riechen schon etwas stärker als Forellen, aber wenn der Fisch gesund aussah, hätte ich keine Bedenken! Filetieren, einschneiden, ausbacken, fertig!

Schönen Feiertag und Guten Appetit

Alex
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Re: Döbel

Beitragvon FlyfishingTom » 09.05.2013, 14:28

Hi Alex,

das kann ich jetzt nicht sagen, dass ich eine besonders empfindliche Nase hätte, aber es kann zu sein, dass ich es einfach durch die Forellen nicht gewohnt bin.
Dann werde ich mich mal ein Rezept probieren.

Vielen Dank, wünsche ich dir auch.

Gruß
Thomas
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