Muss eine frische Forelle "blau" kaputtgehen?

Fisch auf den Tisch. Etwas für den Magen, wie der Titel schon ausagt. Hier fachsimpeln alle Köche/-innen und Freunde der Gaumenfreuden. Natürlich mit Kernpunkt rund um den Fisch.

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Muss eine frische Forelle "blau" kaputtgehen?

Beitragvon alexbuch » 07.05.2010, 13:30

Hallo zusammen!

Ich dachte immer, wenn eine Forelle "blau" kaputtgeht, ist sie zu stark gekocht worden. Jetzt habe ich gehört, dass eine ganz frische Forelle immer ein Trümmerhaufen wird. Was stimmt nun?

TL
Alex :(
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Re: Muss eine frische Forelle "blau" kaputtgehen?

Beitragvon Hardy » 07.05.2010, 14:00

alexbuch hat geschrieben:Hallo zusammen!

Ich dachte immer, wenn eine Forelle "blau" kaputtgeht, ist sie zu stark gekocht worden. Jetzt habe ich gehört, dass eine ganz frische Forelle immer ein Trümmerhaufen wird. Was stimmt nun?

TL
Alex :(


moin

Forelle blau kann man eigentlich nur mit ganz frischen Fischen zubereiten. Die Schleimschicht darf nicht beschädigt sein, sonst wird die Forelle nicht blau.

Natürlich darf sie auch nicht "gekocht" werden, sonst fällt sie auseinander.
Ausgestreckt im langen Topf ganz leise im Sud vor sich hinziehen lassen.
Dann klappt das auch mit der Farbe.

Groetjes
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Beitragvon Rötsch » 08.05.2010, 12:33

Eine zerrissene Forelle ist eine frische Forelle.
Immer schön knapp unter dem siedepunkt halten; ja nicht kochen!
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Beitragvon Olaf Kurth » 08.05.2010, 14:24

Moin Alex,

die Kollegen haben vollkommen Recht - gesotten heißt das Zauberwort!
Die frischen Edelfische aus Juwelgewässern bitte ungewürzt unterhalb der Siedetemperatur (bei zu großer Hitze zerreißt das zarte Forellenfleisch) in einem Essig-Gewürzsud einige Minuten ziehen lassen, so bleibt der Eigengeschmack erhalten und die Seele lacht!

Gruß, Olaf
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
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Beitragvon mike77 » 09.05.2010, 18:45

Hai!
Eine richtig frische geht immer "kaputt", wölbt und biegt sich. Ein richtiges blau bekommst du, wie man es kennt von Karpfen und Schleien , nicht hin, da eine Forelle eine kleinere Schleimschicht besitzt. Um eine schöne Färbung hinzubekommen , gib einfach einen Tl Essig ins Wasser. Lass das Wasser aufkochen, Essig rein und den Herd runter drehen. Wenn es aufgehört hat zu Blubbern, die Forelle rein, nach ein paar Minuten (je nach Größe) machst du einen kleinen Schnitt hinterm Kopf (wo das Fleisch am dicksten ist) und siehst dann wann sie fertig (zur Sicherheit, nach ein paar hundert läufts dann von allein) . Wichtig ist sobald du die Forelle und Gemüse reingegeben hast , nicht mehr aufkochen.
Ganz einfach. Bei Fragen, darfst mir mailen.
Gruz Michael
. Es sprach der Koch-
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Beitragvon Florian Maldoner » 18.05.2010, 14:34

Hallo Alex,

das ist völlig normal, nicht nur beim Dünsten. Sieht aber leider oft nicht so toll aus. Einige Sterneköche empfehlen deshalb auch den Fisch erst nach einem Tag zuzubereiten. Im Restaurant meiner Eltern hat sich mal jemand lautstark darüber beschwert, dass er in seinem ganzen Leben noch keine so vergammelte (!) Forelle vorgesetzt bekommen hat und dass das noch Konsequenzen haben würde etc.. :roll: Nachdem mein Vater ihn beruhigt und zu mir in den Schlachtraum samt Bassin geführt hatte musste er dann einsehen, dass er noch nie eine so frische Forelle vorgesetzt bekommen hat. Der Fisch war keine Minute tot als er in die Pfanne kam :lol:

Gruß

Flo
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Beitragvon mike77 » 18.05.2010, 15:11

Hallo zusammen!
Das mit dem liegen lassen stimmt... insofern es auf die Sorte Fisch ankommt. Wie z.B. der Forelle oder Salmoniden generell, ebenso bei Kabeljau. Bei anderen Fischen ist es schon nach einigen Stunden getan mit der "Ruhezeit".
Gruz MIchael
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