webwood hat geschrieben:Mal ne blöde Frage
Äschen sind nicht sehr zielsicher
Äschen müssten doch wg. ihrer Pupillenform gerade im Nahbereich eigentlich besonders zielsicher sein.
Renken haben die gleiche Augen und finden kleinste Nymphen auch in relativ großer Wassertiefe, also da wo es bereits relativ Dunkel ist. Thomas
Royal Coachman hat geschrieben:Du vergißt das leicht unterständige Maul der Äschen, die Äsche muß fast dsenkrecht im Wassere stehen um eine Fliege von der Oberfläche zu pflücken.
Deswegen nehmen Äschen z.T. auch mit einer Drehung.
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Hallo ihr beiden,
Lieber Gebhard, T´schuldigung aber das ist keine Antwort auf die Frage von Thomas. Die lautet nämlich: Du hast völlig Recht, Äschen können hervorragend nach vorne gucken, wie würden sie es sonst schaffen aus bis zu 2 m Wassertiefe mehrere m im Voraus auf sie zutreibende Minimücken selbst durch bewegtes Wasser hindurch zu fixieren, um sich von der Strömung punktgenau zum Zusammentreffen an der Oberfläche hochtragen zu lassen und dann auch noch bei diversen Gelegenheiten den Braten zu riechen und sich ohne zu nehmen wieder runter segeln zu lassen?
So jetzt kommst du..." Du vergißt usw."
Allerdings halte ich deine Theorie für falsch, denn m.E. stoßen sie gar nicht durch die Oberfläche um die Fliege zu schnappen, sondern saugen sie vielmehr ein - der berühmte Äschenkuss, den die Älteren, wie ich, noch kennen und dank des schwarzen Todes so schmerzlich vermissen - und nur durch den entstehenden Trichter wird die Nase oberhalb der Grenzlinie Wasser/Luft sichtbar. Nur ganz kleine Äschen müssen wirklich schnappen, weil sie zum Trichter machen einfach nicht genug Sog erzeugen können. Fehlbisse entstehen deshalb v.a. durch zu schnelles und/oder zu heftiges Anschlagen, weil die Fliege dadurch aus dem Wassertrichter herausgerissen wird ohne überhaupt einen Kontakt mit dem Fischmaul gehabt zu haben und des weiteren, weil die Äschen sich gern bis zum letzten Augenlick vor dem Furchen (dreggen) der Fliege mittreiben lassen, bevor sie sich entschließen zu nehmen, ihnen dann aber durch den Zug des Vorfachs auf die Fliege das Einschlürfen misslingt. Dabei entsteht der Einsaugtrichter dann natürlich neben der der Fliege. Scheinbar haben sie diese also verpasst, aber eben nur scheinbar, da in Wirklichkeit die Fliege sich weg bewegt hat. Da reichen wenige mm.
Das gleiche Phänomen tritt übrigens bei den berüchtigten Reißern am Ende der Nymphendrift auf, wenn die Nymphe an gestreckter (= gespannter) Leine kurz vor dem Durchbrechen der Oberfläche genommen wird. Ein Ruck und ein verdatterter Fischer sind das immer wieder gern gesehene Ergebnis.
Klar so weit? Hoffe ich hab mich halbwegs verständlich machen können.
Gruß und Kuss
Thymallufried