10 Äschenbisse ohne Erfolg

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

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Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon thomas riegel » 15.09.2015, 11:37

Hallo Florian,
das Problem kenne ich leider auch. ich habe mit einer Schnurklasse #5 gefischt. Es war zum verzweifeln. Mehr oder weniger Biss auf Biss und keine hat gehongen. Dann wurde mir empfohlen eine deutlich leichtere Schnurklasse zu nehmen und siehe da am Nachmittag und am Folgetag konnte ich fast jede Äsche haken.
Es gibt offensichtlich Tage da nehmen die Äschen sehr spitz und man zieht die Fliege mit einer "härteren" Rute wieder aus dem Maul.
Vielleicht hilft es Dir ja auch. Nächste Woche habe ich wieder Gelegenheit es auszuprobieren.
Viele Grüße Thomas
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Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon HansAnona » 15.09.2015, 11:42

Das mag sein. Empfehlenswert wäre wohl die Triangle taper von Wulff, in Klasse 3/4. die ist natürlich vorne recht leicht.

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Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon MisterAJ » 15.09.2015, 23:23

thomas riegel hat geschrieben:Hallo Florian,
das Problem kenne ich leider auch. ich habe mit einer Schnurklasse #5 gefischt. Es war zum verzweifeln. Mehr oder weniger Biss auf Biss und keine hat gehongen. Dann wurde mir empfohlen eine deutlich leichtere Schnurklasse zu nehmen und siehe da am Nachmittag und am Folgetag konnte ich fast jede Äsche haken.
Es gibt offensichtlich Tage da nehmen die Äschen sehr spitz und man zieht die Fliege mit einer "härteren" Rute wieder aus dem Maul.
Vielleicht hilft es Dir ja auch. Nächste Woche habe ich wieder Gelegenheit es auszuprobieren.
Viele Grüße Thomas


Ich bin mit meiner 6er Approach sicherlich übermotorisiert wenn es um wirklich feine Äschenfischerei geht. Ehrlich gesagt ist es mir das noch nicht wert mir deswegen wirklich feineres Material zuzulegen. Dazu fische ich einfach zu selten gezielt darauf. Und wie gesagt, gefangen habe ich sowohl an diesem als auch an anderen Gewässern damit schon einige Äschen dieses Jahr. Das dürfte auch ein Faktor sein, der das Ganze etwas erschwert.

orkdaling hat geschrieben:Hallo,
kann es sein das die Fische sich z.Z. auf eine andere Fliege eingestellt haben, die Fliege sofort ausspucken?
Das kommt doch bei vielen Fischarten vor das sie zu bestimmten Zeiten sehr selektiv sind.
Wenn sie allerdings richtig genommen haben und wieder abkommen kønnte es wie schon erwæhnt an sehr duenndræhtigen Haken liegen.
Von Einstutzen halte ich nicht viel ,besonders steifere Hecheln werden zur "Børste" .Dann lieber sehr spærlich und weiche Hecheln æhnlich den CDC Fliegen.
Gruss
Hendrik


Schwer zu sagen. Alles was ich sagen kann ist, dass sie zurzeit zu den Abendstunden extrem "mucken" und meiner Einschätzung nach so ziemlich alles aufnehmen was an der Oberfläche daher kommt. Konnte ich jetzt schon oft genug beobachten. Was sich aktuell aufs Wasser setzt kommt meinen Mustern tatsächlich nicht mehr ganz so nah als vor Wochen wenn ich ehrlich bin. Bisher bin ich nach dem Prinzip gegangen: was angebissen wird, muss gehen. Kann natürlich wirklich sein, dass sie derart selektiv geworden sind.

Heute hatte ich einen kurzen Versuch gewagt. Das Wasser war ziemlich eingetrübt. Mit der Trockenen habe ich früh aufgegeben nach 10 bissfreien Minuten und weil ich gar keine Oberflächenaktivität feststellen konnte. Insofern habe ich keine neuen Ergebnisse. Dafür waren die Forellen umso braver. Die hier war eine schöne Kompensation :)
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Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon Waldläufer » 16.09.2015, 07:47

Hallo Florian,

hatte diesen Sonntag das gleiche Problem (etwa 1 gehakter Fisch auf 10 Bisse).
Die gefangenen Fische waren alle groß (36 - 41 cm), obwohl sicherlich auch kleinere nach der Fliege schnappten.

Ich habe auch alle Formen von Anhieben versucht - ich glaube die Empfehlung den Anhieb in seitlicher Richtung zu setzen kam in diesem Threat noch nicht (nach Gebetsroither) - hat bei mir diesen Sonntag aber auch nicht richtig geholfen.

Ansonsten, wenn Du erhöht stehst ? (wie auf dem Video zu sehen) kommt es ohnehin eher zu Fehlanhieben.

Ich würde mir jetzt aber keine großen Sorgen darum machen (auch nicht wegen der Rutenklasse - ich fischte eine butterweiche 4/5er Glasrute).

Wie Thomas (Webwood) bereits sagte, es gibt einfach so Tage beim Äschenfischen, wo sie einfach "spitz" nehmen.
An anderen Tagen läuft es dann wieder viel besser.
Ich finde solche Tage gehören einfach zum Äschenfischen mit dazu. Und machen auch mit den Reiz aus.
Dann lernt man auch wieder solche Zeiten besser zu schätzen, wo einfach alles glänzend funktioniert.

Schöne Grüße
Thomas
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Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon HansAnona » 16.09.2015, 08:23

Bei den YouTube Videos finde ich immer so schade, dass die Fliege nie gezeigt wird. Vielleicht kannst du das hier nachholen.

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Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon Maggov » 16.09.2015, 08:29

Hi Florian,

schön zu sehen dass Du an der Achen fischst - scheinst ja relativ weit unten gefischt zu haben, richtig?

Was mir bei der erhöhten Position noch eingefallen ist:

Ein viel trivialerer Grund als "spitz" beissende Fische kann an solchen Gewässern auch die Schnurkontrolle während dem Fischen sein. Die Achen hat durchaus ordentliche Strömung und viele Trockenfliegenfischer achten sehr auf die Trockenfliege und vergessen dabei auf die Schnur v.a. im Nahbereich zur Rutenspitze zu achten. Wenn Du einen Bogen in diesem Bereich hast dann bringst Du den Anhieb auf eine mittelere Entfernung bereits sehr schlecht durch.

Da würde ich beim nächsten mal auch drauf achten - immer möglichst guten Kontakt zum Vorfachanfang halten und große Schnurbögen während der Drift vermeiden. Wenn das nicht geht nach dem Stieg erst den Kontakt zum Fisch suchen anstatt ruckhaft an zu reissen.

Habe an der Achen übrigens auch mal auf sehr gut steigende Fische dermaßen abgestunken... die sind aber auf alles gestiegen außer dem was ich anbieten konnte. Die Präsentation ist an der Achen nicht immer leicht.

LG

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Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon Heinz » 16.09.2015, 08:39

Hallo Florian,

du könntest versuchen, die Haken ab der Biegung zum eigentlichen Haken hin leicht wegzubiegen - aber vorsichtig, damit der Haken nicht bricht. U.u. würde er dann besser fassen. Beim Fischen auf Friedfische - etwa Karpfen - mit Naturködern ist das keine schlechte Möglichkeit.
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Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon MisterAJ » 16.09.2015, 09:35

Waldläufer hat geschrieben:Hallo Florian,

hatte diesen Sonntag das gleiche Problem (etwa 1 gehakter Fisch auf 10 Bisse).
Die gefangenen Fische waren alle groß (36 - 41 cm), obwohl sicherlich auch kleinere nach der Fliege schnappten.

Ich habe auch alle Formen von Anhieben versucht - ich glaube die Empfehlung den Anhieb in seitlicher Richtung zu setzen kam in diesem Threat noch nicht (nach Gebetsroither) - hat bei mir diesen Sonntag aber auch nicht richtig geholfen.

Ansonsten, wenn Du erhöht stehst ? (wie auf dem Video zu sehen) kommt es ohnehin eher zu Fehlanhieben.

Ich würde mir jetzt aber keine großen Sorgen darum machen (auch nicht wegen der Rutenklasse - ich fischte eine butterweiche 4/5er Glasrute).

Wie Thomas (Webwood) bereits sagte, es gibt einfach so Tage beim Äschenfischen, wo sie einfach "spitz" nehmen.
An anderen Tagen läuft es dann wieder viel besser.
Ich finde solche Tage gehören einfach zum Äschenfischen mit dazu. Und machen auch mit den Reiz aus.
Dann lernt man auch wieder solche Zeiten besser zu schätzen, wo einfach alles glänzend funktioniert.

Schöne Grüße
Thomas


Ehrlich gesagt habe ich mich lange gewundert was alle immer haben von wegen "Äschen sind so schwer zu befischen". Mittlerweile hab ich das auch verstanden :)
Bei den Äschen bin ich nicht erhöht gestanden wie im Video sondern auf gleicher Höhe.
Ich werde definitiv mal einiges ausprobieren was hier genannt wurde. Schade ist nur, dass es wohl keine eindeutige Antwort geben wird. Aber das macht denke ich auch den Reiz aus.

Hat jemand eigentlich schonmal klassische Nassfliegen auf Äschen probiert wenn diese eindeutig von der Oberfläche nehmen? Ich weiß, das klingt nicht intuitiv, aber wer sagt, dass sie zu dieser Zeit nicht genauso unterhalb nehmen und sich diese Probleme mit der Nassfliege gar nicht erst stellen?

Maggov hat geschrieben:Hi Florian,

schön zu sehen dass Du an der Achen fischst - scheinst ja relativ weit unten gefischt zu haben, richtig?

Was mir bei der erhöhten Position noch eingefallen ist:

Ein viel trivialerer Grund als "spitz" beissende Fische kann an solchen Gewässern auch die Schnurkontrolle während dem Fischen sein. Die Achen hat durchaus ordentliche Strömung und viele Trockenfliegenfischer achten sehr auf die Trockenfliege und vergessen dabei auf die Schnur v.a. im Nahbereich zur Rutenspitze zu achten. Wenn Du einen Bogen in diesem Bereich hast dann bringst Du den Anhieb auf eine mittelere Entfernung bereits sehr schlecht durch.

Da würde ich beim nächsten mal auch drauf achten - immer möglichst guten Kontakt zum Vorfachanfang halten und große Schnurbögen während der Drift vermeiden. Wenn das nicht geht nach dem Stieg erst den Kontakt zum Fisch suchen anstatt ruckhaft an zu reissen.

Habe an der Achen übrigens auch mal auf sehr gut steigende Fische dermaßen abgestunken... die sind aber auf alles gestiegen außer dem was ich anbieten konnte. Die Präsentation ist an der Achen nicht immer leicht.

LG
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"Relativ weit unten" heißt in diesem Fall Flusskilometer 7,4 - also eher zwischen Grassau und Übersee. Eigentlich eher ein Gebiet für Äschen und Aiteln. Aber die Regenbogen verstecken sich eben überall einmal. 8)

Es ist häufig alles andere als leicht. Manchmal habe ich den Eindruck sie erkennen bereits kleinste Signale, die sie in Alarmbereitschaft bringt. Dann hören sie aber nicht auf zu fressen, sondern nehmen alles was nicht angeboten wird. Umso seltener ist es, dass man wirklich einmal so viele Bisse beobachten kann. Und umso schlimmer wenn man sie dann nicht verwertet.

Wegen der Schnur: Das war eigentlich das worauf ich am meisten geachtet habe. Dass ich direkten Kontakt zur Fliege mit möglichst wenig Schnur im Wasser habe. Das heißt hohe Rutenstellung, anfangs sofort gemendet dass ich gut stromauf anschlagen kann. Dann ging die Drift sofern ich mich nicht bewegt habe nur so 3, 4m aber dafür war ich voll "auf Zug" und konnte gut im dead drift servieren.

HansAnona hat geschrieben:Bei den YouTube Videos finde ich immer so schade, dass die Fliege nie gezeigt wird. Vielleicht kannst du das hier nachholen.

Dein Alf


Kein Problem. Es war eine rote Tungsten Copper. Zuvor ein Biss auf eine Red Tag Goldkopf. Rot war definitiv die richtige Wahl in der eher milchigen Ache ;)
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Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon hares ear » 16.09.2015, 20:53

Hallo Florian
Beim Lesen der Antworten fehlte mir der "Emerger" Aspekt, den Du in Deinem letzten Post aufgenommen hast. Äschen könne ganz gut Ringe machen und unter der Oberfläche nehmen :)
Eine Weichhechel Nassfliege, z.B.eine gold ribbed hares ear mit einer Partridge Hechel, hilft in solchen Situationen manchmal UND anti-intuitiv eine 12er Klinkhammer.
TL
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Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon webwood » 16.09.2015, 21:30

Hat jemand eigentlich schonmal klassische Nassfliegen auf Äschen probiert wenn diese eindeutig von der Oberfläche nehmen? Ich weiß, das klingt nicht intuitiv, aber wer sagt, dass sie zu dieser Zeit nicht genauso unterhalb nehmen und sich diese Probleme mit der Nassfliege gar nicht erst stellen?


Servus Florian,

ja das habe ich, nicht nur bei Äschen sondern überhaupt. Einfach weil ich oftmals keinen Bock hatte schon wieder die Fliege zu wechseln, nur weil vereinzelt mal ein Stieg zu beobachten war. Mittlerweile genügt mir ein einziger beobachter Stieg und diese Stelle wird zu meinem Hotspot und dann natürlich mit Trockenfliege. Nach meiner Erfahrung nach fange ich dann deutlich besser, was aber auch daran liegen mag, das ich kein begnadeter Bisserkenner bei Nassfliegen und erst recht Nymphen bin.

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Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon Michl » 17.09.2015, 08:56

Moin,
Äschen sind halt heikel, gell.....
"Spitz" beißen heißt ganz oft gar nicht beißen.
Jedenfalls nach meiner Erfahrung.
Hab schon ganz oft gesehen das Äschen Ringe an der Fliege "gemacht" haben ohne Biss.
Dann steigen sie, durchstoßen auch die Oberfläche, nehmen aber die Fliege nicht weil das Muster nicht passt, das Maul bleibt zu definitiv zu.
Daran bin ich schon öfter fast verzweifelt, bis ich vor Jahren mal eine Äsche zufällig beim Anhieb knapp außen an der Nase gehakt hatte.
Danach habe ich mir das mit Hilfe eines Kumpels, einer Brücke und eines Fernglases mal genauer angesehen. :idea:
Nach meiner Erfahrung hilft da nur Eines: Ein möglichst zur gerade bevorzugten Nahrung passendes Muster!
Das führt dann soweit, daß am Abend eine "kleine Braune" gebunden wird, mit der man siegesgewiss anderntags am Wasser auftaucht.
An dem Tag werden dann aber "kleine Graue" genommen. So ist das Äschenfischen. :D

Was meist auch Bisse bringt ist ein entsprechender Aufsteiger mit dem "Lift" stromab gefischt, mache ich in Ermangelung eines passenden Trockenmusters.
Nicht ganz so effektiv wie die Trockene in dieser Situation, aber die Fische hängen jedenfalls gut, wenn sie beißen.
Wichtig ist dann aber, kein Anhieb.

Gruß Michl
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Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon strongbow » 17.09.2015, 11:10

Zwei spontane Ideen:

- Weniger Hochprozentiges am Vorabend? :mrgreen:
- Mit Haseln üben heißt siegen lernen. Die Hasel sind nämlich noch flotter als Äschen. Wenn man die regelmäßig hakt (einer aus 3 Bissen ist keine schlechte Quote!) klappt es auch mit den Äschen!

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Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon Maggov » 17.09.2015, 12:57

strongbow hat geschrieben:- Mit Haseln üben heißt siegen lernen. Die Hasel sind nämlich noch flotter als Äschen. Wenn man die regelmäßig hakt (einer aus 3 Bissen ist keine schlechte Quote!) klappt es auch mit den Äschen!


Die mußt Du an der Achen mit der Lupe suchen, kenne in Bayern spontan jetzt auch kein Wasser an dem man gezielt auf Hasel gehen könnte - wenn es auch Lauben tun dann können wir Florian an den Chiemsee schicken ;)

LG

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Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon Mr. Wet Fly » 17.09.2015, 15:20

Ich bin ja ein bekennender Nassfliegenfischer, auch auf Äschen.
Die Gewässer die ich befische sind teilweise sehr krautreich und somit schwerer zu befischen.
Trotzdem, oder deshalb, ziehe ich nur mit der Nassen los und der Erfolg gibt mir recht.
Ich fische meistens mit einen 1 meter langen 0,25er Vorfach woran eine 1- 1,5 meter 0.18er Fluorocarbon Spitze befestigt ist damit die Fliege etwas tiefer läuft. In tieferen Gewässern schalte ich auch mal einen Polyleader in Slow Sinking, oder Fast Sinking vor.
Jeder hat ja seine bevorzugte Anbietetechnik, ich fische entweder stromauf und strippe langsam heran oder querüber im Nassfliegen Swing, was auch immer von der Größe des Gewässers abhängig ist.
Ich finde Nassfliegenfischen schärft die Sinne, weil man die Bisse ja nicht sieht, wie beim Trockenfischen, sondern man erfühlt die Bisse. Natürlich hat man auch bei dieser Fischerei Fehlbisse oder Grundhänger, der Anhieb geht mal ins Leere, aber gerade das macht für mich den Reiz dieser Fischerei aus.
Übrigens Nassfliegenfischen auf Hasel, Ukelei, Rotauge und Rotfeder funktioniert auch
sehr gut.

Hier mal ein Bild von der Fängigkeit der Nassfliege.
09.09.2015 0101.JPG
09.09.2015 0101.JPG (82.11 KiB) 2671-mal betrachtet


09.09.2015 0102.JPG
09.09.2015 0102.JPG (64.88 KiB) 2671-mal betrachtet


Gruß Bernd (Mr. Wet Fly)
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Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon MisterAJ » 17.09.2015, 18:11

Sorry wenn ich die letzten Antworten ein bisschen überspringe aber der heutige Tag war sehr aufschlussreich. Bin ein bisschen an der Ache versumpft (der letzte schöne Tag und eine dicke Regenbogen wollte sich gestern mit mir anlegen) und habe eine Stelle gefunden an der ich eher mit Refos als mit Äschen gerechnet hätte.

Nachdem meine Nymphen alle samt ignoriert wurden (gingen am Vortag sehr gut) bin ich auf die Trockene umgestiegen. Hatte sofort einen Biss mit der Caddis von einer Bafo (vermutlich). Die ist mir leider direkt ins Unterholz geflüchtet und hat es irgendwie geschafft mein Vorfach so zu verhängen dass ich meine Fliege verlor und sie los war.

Aber egal. Neue Fliege und zwei Würfe später hat dieses schöne Exemplar angebissen:

Bild

Wer sich das ganze Video antun will, hier klicken :)

Ich durfte dann noch eine gute Minute notoperieren. Die Fliege saß richtig tief. Soviel zum Thema Bissverwertung. Und das war die gleiche Caddis mit der ich letztens so viele Misserfolge hatte. Habe danach noch etwas weiter gefischt und noch etliche Fehlbisse registriert. Ich kann es nicht genau sagen aber der Großteil dürfte Äschen gewesen sein. Es war genau das gleiche wie letztens. Ansonsten konnte ich keinen Biss verwerten. Deshalb bin ich zu einer Fliege gewechselt mit wesentlich weniger Hecheln. Ich habe sie zwar auch eingefettet aber das Volumen damit eher reduziert. Dennoch keine verwertbaren Bisse.

Was ich mittlerweile glaube:
Es gibt einen großen Unterschied in der Größe an Äschen. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass eine 40+ Äsche die gleiche Fliege regelrecht einsaugt und (höchstwahrscheinlich) kleinere gar nicht wirklich beißen (oder eben zu schnell wieder ausspucken). Wohl gemerkt innerhalb von 10 Minuten.
An der Theorie, dass die Hecheln womöglich die Probleme verursachen können habe ich nach heute auch leichte Zweifel nachdem ich zwei Fliegen dabei hatte mit deutlich reduzierten Hecheln.
Aber bei kleineren Äschen kann das durchaus zutreffend sein. Also dass es für ihre Größe trotzdem noch zu viel des Guten war. Ich hatte dieses Jahr schon einige kleine Äschen unter 20cm aber alle mit der Nymphe. Genau da gibt es diese Problematik ja nicht.

Auch habe ich nachdem ich gemerkt habe, dass heute was geht mit Fehlbissen, verzögerte Anschläge bzw. teilweise nur einen minimalen Anschlag probiert. Half alles nichts. Bei der großen habe ich sofort den Anschlag gesetzt weil ich dachte es wäre die Refo, die ich die ganze Zeit angeworfen habe...

Die Nassfliegen konnte ich heute nicht austesten. Genauso wenig wie die Haseln. Da müsste ich schon wirklich bis in den Chiemsee runter waten um evtl. was zu finden ;)
MisterAJ
 
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