10 Äschenbisse ohne Erfolg

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

Moderatoren: Forstie, Maggov, webwood, Olaf Kurth, Matthias M., Michael.

Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon Maggov » 18.09.2015, 10:16

Hallo Florian,

Petri zu der schönen Äsche! - wundert mich dass die Achen nicht klarer ist derzeit...

Bei kleinen Fischen ist die Hechel sicherlich ein "Schonfaktor" - m.M. nach vor allem bei einem gepalmerten Körper - und wie Du schon schreibst gar nicht so unpraktisch.

Was mir auch aufgefallen ist dass Du stromab fischst - da passiert es mir auch häufiger dass ich einen Anhieb versemmel, ich denke das kommt zum "spitz" beißen zusätzlich dazu.

Wünsche Dir noch ein paar erfolgreiche und schöne Tage an der Achen!

Bei dem Video gefallen mir Deine Kommentare am Besten ;)

LG

Markus
Reflection is a broad deep and quiet pool into which the stream of an angler's thought opens out from time to time.
A. A. Lucas in Fishing and Thinking, 1959
Maggov
Moderator
 
Beiträge: 4986
Registriert: 28.09.2006, 13:21
Wohnort: München
"Danke" gegeben: 171 mal
"Danke" bekommen: 226 mal

Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon MisterAJ » 18.09.2015, 13:22

Maggov hat geschrieben:Hallo Florian,

Petri zu der schönen Äsche! - wundert mich dass die Achen nicht klarer ist derzeit...

Bei kleinen Fischen ist die Hechel sicherlich ein "Schonfaktor" - m.M. nach vor allem bei einem gepalmerten Körper - und wie Du schon schreibst gar nicht so unpraktisch.

Was mir auch aufgefallen ist dass Du stromab fischst - da passiert es mir auch häufiger dass ich einen Anhieb versemmel, ich denke das kommt zum "spitz" beißen zusätzlich dazu.

Wünsche Dir noch ein paar erfolgreiche und schöne Tage an der Achen!

Bei dem Video gefallen mir Deine Kommentare am Besten ;)

LG

Markus


Hi Markus,
sie sieht trüber aus als sie ist. Leider skaliert Youtube die Videoqualität stark nach unten so dass es ganz anders aussieht als in Echt.

In diesem Fall musste ich stromab fischen, das ist richtig. Mir ist bewusst, dass die Fehlbisse dort wesentlich häufiger vorkommen. Bei meiner anfänglichen "Beschwerde" in diesem Thread habe ich allerdings parallel gefischt, vielleicht 10 Grad stromab erfolgten die Bisse.

Eigentlich habe ich gehofft, dass die Kommentare nicht zu verstehen sind ;)
Aber nachdem ich vor fünf Minuten noch eine richtig dicke Forelle verloren habe weil sie ins Unterholz geflüchtet ist und mir die Fliege einfach an einen Ast gehängt hat, war ich etwas "angespannt" :)

Lg,
Florian
MisterAJ
 
Beiträge: 36
Registriert: 15.04.2015, 13:07
"Danke" gegeben: 5 mal
"Danke" bekommen: 2 mal

Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon Maggov » 21.09.2015, 08:59

Hi Florian,

ich finde es sympathisch, zeigt es doch mit welchem Jagdfieber Du unterwegs warst ;)

Bei mir ist es jetzt 2 Jahre her dass ich das letzte Mal an der Achen war. Deine Videos machen Laune mal wieder hin zu fahren, auch dafür vielen Dank!

LG

Markus
Reflection is a broad deep and quiet pool into which the stream of an angler's thought opens out from time to time.
A. A. Lucas in Fishing and Thinking, 1959
Maggov
Moderator
 
Beiträge: 4986
Registriert: 28.09.2006, 13:21
Wohnort: München
"Danke" gegeben: 171 mal
"Danke" bekommen: 226 mal

Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon MisterAJ » 21.09.2015, 18:20

Maggov hat geschrieben:Hi Florian,

ich finde es sympathisch, zeigt es doch mit welchem Jagdfieber Du unterwegs warst ;)

Bei mir ist es jetzt 2 Jahre her dass ich das letzte Mal an der Achen war. Deine Videos machen Laune mal wieder hin zu fahren, auch dafür vielen Dank!

LG

Markus


Hey Markus,
du kannst dich gerne einmal melden falls du dir die Ache mal wieder antun möchtest ;)

Im Übrigen hatte ich heute wieder eine schöne, wenn auch kleinere Äsche auf die Trockene. Ich habe gezielt eine genommen, deren Hecheln nur begrenzt ausgeprägt waren und die sicherlich nicht genug Oberflächenspannung aufgebaut hat. Die Äsche hat sie auch richtig tief genommen, also sicherlich nicht spitz eingesaugt. Ich werde ab sofort wenn möglich immer mit solchen Fliegen auf Äschen gehen. Diese Theorie macht für mich zurzeit auch am meisten Sinn...
Lg,
Florian
MisterAJ
 
Beiträge: 36
Registriert: 15.04.2015, 13:07
"Danke" gegeben: 5 mal
"Danke" bekommen: 2 mal

Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon drehteufel » 21.09.2015, 18:31

Hallo Florian,

ich freue mich für Dich, dass Du dem Ziel immer näher kommst.
Was gäbe ich darum, mal wieder einen Äschenbiss zu bekommen. Leider ist das jetzt schon mehrere Jahre her und ich denke sehr wehmütig daran zurück... :cry:

Gruß,
Marco
drehteufel
 
Beiträge: 181
Registriert: 18.04.2009, 11:29
"Danke" gegeben: 79 mal
"Danke" bekommen: 51 mal

Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon Maggov » 22.09.2015, 08:20

MisterAJ hat geschrieben: Die Äsche hat sie auch richtig tief genommen, also sicherlich nicht spitz eingesaugt. Ich werde ab sofort wenn möglich immer mit solchen Fliegen auf Äschen gehen.


Hi Florian,

das ist Fluch und Segen zugleich - schließlich will man ja auch nicht die Fische verludern...

Ich habe mir deshalb angewöhnt beide Versionen dabei zu haben und bei einigen Fehlbissen wechsel ich eben. Genauso bei recht langsamen Wasser (dort scheint mir die Version auch etwas "subtiler").

Danke für das Angebot - Du läufst Gefahr dass ich darauf zurück komme ;)

LG

Markus
Reflection is a broad deep and quiet pool into which the stream of an angler's thought opens out from time to time.
A. A. Lucas in Fishing and Thinking, 1959
Maggov
Moderator
 
Beiträge: 4986
Registriert: 28.09.2006, 13:21
Wohnort: München
"Danke" gegeben: 171 mal
"Danke" bekommen: 226 mal

Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon MisterAJ » 29.09.2015, 10:31

Hallo zusammen,
so wirklich schlüssig ist das alles noch nicht.
Ich habe gestern seit längerem wieder an der besagten Stelle gefischt und selbst mit schwach behechelten Fliegen keinen Biss verwerten können.
Ganz im Gegenteil dazu eine andere Stelle wo ich jetzt jedes Mal mind. eine Äsche gefangen habe. Auch das Biss/Fang Verhältnis ist dort sehr gut.
Die Stelle ist von der Struktur aber auch komplett anders. Es ist eine tiefere Rinne hinter viel Totholz. Strömung eher schwach und die Äschen bedienen sich genau in zwei Strömungen wo die Nahrung angespült wird.
Meine Vermutung ist jetzt, dass Äschen in so einem Fall ganz anders zupacken als in eher seichten und kaum strukturierten Stellen - also eigentlich die typischen Äschenstände. Vielleicht begünstigt da irgendwas dass spitz genommen wird. Ich weiß es nicht... :)
Lg,
Florian
MisterAJ
 
Beiträge: 36
Registriert: 15.04.2015, 13:07
"Danke" gegeben: 5 mal
"Danke" bekommen: 2 mal

Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon sepp73 » 23.11.2015, 11:21

Ich denke es liegt ganz einfach am Steigverhalten der Äschen. Die steigt i.d.R. in Stömungsrichtung auf, nimmt die Fliege, dreht sich dabei halb um die eigene Achse und lässt sich von der Strömung wieder auf "ihren Platz" treiben. Dabei passiert es einfach oft, dass man (nach Forellenmanier) den Anhieb schon im Nehmen setzt und die Fliege dem Fisch wieder aus dem Maul zieht. Könnt da auch öfter ganz schön fluchen. Nach meiner Erfahrung sollte man -gerade bei den kleinen Herbstfliegen- dem Fisch Zeit geben um das Maul ganz zu schließen und mit der Strömung abzutauchen. Dann hakt man sie auch meist. Bei einer Präsentation Flussab klappt das, durch die Drehung des Fisches, oft besser als wenn man Flussauf fischt. Es passiert auch oft, dass der Fisch bei seiner "komischen" Steigweise die Fliege einfach "verfehlt". Das ist lästig, weil man die kleinen Dinger auf der Wasseroberfläche oder im Film aber auch oft nicht sehen kann und wenn dann ein Fisch an der geschätzten Position der Fliege steigt einfach mal n Anhieb (nur Rute hoch nehmen) setzt.
Was ich heuer auch des Öfteren hatte, sind Aussteiger aufgrund einer wohl zu harten (schnellen) Rute. Hab mir letzten Winter ne 10ft 3er CTS Affinity X aufgebaut. Der Stecken ist einwandfrei aber eben für ne 3er extrem schnell in der Aktion. Damit sind mir heuer im Drill einige echt schöne Fische wohl einfach ausgeschlitzt. Hatte das bisher noch mit keiner Rute und nachdem das Problem weder bei Verwendung einer mittelschnellen 2er Rute noch bei meiner "normalen" 596er Sage VT2 auftrat, kann es mir nur so erklären...
Gruss, Sepp
sepp73
 
Beiträge: 22
Registriert: 29.10.2014, 13:29
"Danke" gegeben: 0 mal
"Danke" bekommen: 3 mal

Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon Olaf Kurth » 20.12.2015, 13:09

Danke für die sehr präzise Schilderung, lieber Sepp,

solche Erfahrungen aus der Praxis helfen gerade Anfängern unserer Szene enorm zu verstehen, was da unter Wasser wirklich passiert. Das merkwürdige Steigverhalten und das Nehmen der Fliege bei niedrigen Temperaturen begründet den vermeintlich "divenhaften" Charakter der Äschen. Als ich im Winter noch regelmäßig und gezielt auf Äschenfang ging (stromab bzw. parallel zum anderen Ufer), half es mir, nicht gleich nach jedem gefühlten Zupfer zu reagieren. Die Fische reagieren exakt so, wie von Sepp beschrieben. Bei einem verzögert gesetztem Anhieb hatte ich oft das Gefühl, dass sich die Äsche selbst hakt.

Liebe Grüße,

Olaf
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
Olaf Kurth
Moderator
 
Beiträge: 3181
Registriert: 28.09.2006, 11:32
Wohnort: Klein-Montana
"Danke" gegeben: 191 mal
"Danke" bekommen: 231 mal

Re: 20 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon Delpieto » 10.10.2016, 23:22

Hallo,

Ich würde das Thema gern noch einmal aufwärmen, anstatt ein Neues zu eröffnen. Ich hatte vor einigen Tagen ein ganz ähnliches Problem: Von etwa 15-20 Äschenbissen konnte ich nur einen einzigen Fisch landen, bzw selbst abhaken. Das kuriose dabei ist, dass ich bei fast jedem Versuch den Haken setzen konnte, jedoch nur 3 Fische länger als 3 Sekunden am Band waren. Damit hatte ich dann quasi einen longline-release nach dem anderen.

Dazu kommt, dass das Wasser sehr sehr ruhig war, aufgestaut vor einem Wehr und somit schon fast Stillwasserformat hatte. Demnach hatte ich auf ca 7-8m Distanz relativ gute Sichtverhältnisse. Ungünstig war dabei, dass meine Präsentation nicht immer schulbuchmäßig war. Das Vorfach mit 12er Spitze war nicht immer gut gestreckt und glich manchmal eher dem Zusammenbrechen nach einem parachute-cast. Ich hadere aber damit, diesem Faktor die Schuld zu geben, denn die Äschen hat es augenscheinlich nicht vom Biss abgehalten und ich hatte ja auch Kontakt zu fast jedem Fisch, wie eingänglich schon geschrieben.

Ich habe ein sehr spärlich gebundenes Muster auf Hakengröße 17 gefischt. TMC 103BL. Keinen Hechelkranz nur einen Hasenohr-Körper mit einigen wenigen CDC Fibern als Flügel. Das Muster kann also als Emerger durchgehen, obwohl es in dem "Stillwasser" gut schwamm. Ein klassisches Dun-Muster hat zu keinen Bissen geführt, so dass ich hier keinen Vergleich habe. Einen klassischen Emerger mit klassischem CDC Flügel habe ich nicht probiert. Darüber ärgere ich mich im Nachhinein etwas, da ich diese mit anderen Haken in der Dose hatte und so evtl einen guten Vergleich verpasst habe. Die Frage die mich nun quält ist eben die, woran es gelegen hat. Liegt es also vielleicht tatsächlich an dem doch sehr dünnen Haken? Das wäre in der Tat sehr schade, da ich gern mit ihm binde und mir jüngst erst einen 150stk Vorrat zugelegt habe. Hat jemand vielleicht gleiche oder völlig unterschiedliche Erfahrung mit diesem Haken gemacht?

Eine durchhängende Fliegenschnur kann ich für mich bei den beiden im "Drillverlauf" abgekommenen Fischen als Möglichkeit in Betracht ziehen, da bin ich mit der Aufnahme der Schnur wohl einfach nicht nach gekommen. Aber immer wieder nach ca 1-2 Sekunden? Da bin ich dann doch überfragt!

Wie ist eure Meinung zu der Schilderung?

Viele Grüße
Peter
Delpieto
 
Beiträge: 51
Registriert: 03.09.2016, 17:53
Wohnort: Duisburg
"Danke" gegeben: 150 mal
"Danke" bekommen: 109 mal

Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon Gammarus roeseli » 12.10.2016, 21:52

Hallo Peter,
ich fische nahezu mit demselben Schonhaken. Um meine Trockenfliegen zu binden nutze ich den TMC 113BLH in Hakengröße #18 bis #10. Der von mir verwendete Haken ist eigentlich ein Nymphenhaken, wegen dem extra starken Draht. Dieser Haken, wie ich finde und benötige ist ein sehr guter Haken für Trockenfliegen, der bei größeren Fischen nicht so leicht aufbiegt oder ausschlitzt. (Schonhaken mit nachinnen gebogener Spitze halten deutlich besser im Fischmaul, als Schonhaken mit gerader Spitze.)
Ist Deine Rute eher steif/ schnell?
Ich habe oft gesehen, dass beim Fischen mit harten/ schnellen Ruten die Fische sich deutlich leichter vom Schonhaken lösen können, als beim Fischen mit weicheren, gut puffernden Ruten.
Druck erzeugt Gegendruck und umso steifer eine Rute ist, umso stärker wehrt sich der Fisch im Drill, gleichzeitig ist es mit einer steifen Rute viel schwieriger den Fisch permanent auf Spannung zu halten. Hat man den Kontakt, die Kontrolle zum Fisch verloren, hakt sich der Fisch oftmals selber aus. Es reicht beim Fischen mit Schonhaken oft aus, die Rutenspitze zu senken um die Spannung aus der Rute zu nehmen, damit sich ein zu kleiner oder unerwünschter Fisch selbst vom Haken lösen kann. (Wenn man darauf achtet, sieht man bei Fischern mit schnellen / steiferen Ruten des Öfteren, dass der Hakenbart nicht so ganz vollständig angedrückt ist …..)
Grüße Christian
Gammarus roeseli
 
Beiträge: 742
Registriert: 06.07.2007, 18:52
Wohnort: Oberpfalz
"Danke" gegeben: 35 mal
"Danke" bekommen: 26 mal

Re: 10 Äschenbisse ohne Erfolg

Beitragvon Delpieto » 16.10.2016, 10:12

Hallo Christian,

Danke für deine Antwort.

Ich hatte seit Ewigkeiten mal wieder meine ältere, weichere Rute eingesetzt. Im Frühjahr (im Sommer war ich nicht wirklich Fischen), hatte ich ein derart krasses Aussteigerverhalten an schneller Rute nicht beobachten können. Trotz kleiner Fliegen und Nymphen.

Naja, ich denke mittlerweile, vielleicht lag es an der Ruten-Haken-Kombi. Die TMC103BL sind ja doch sehr sehr feindrährig und vielleicht war da meine #5er trotz der nicht ganz so schnellen Aktion einfach zu hart für! Werde das mal (vermutlich im kommenden Jahr) mal mit verschiedenen Haken testen. Wenn es denn mal wieder zu vergleichbaren Verhältnissen kommen sollte.

Viele Grüße
Peter
Delpieto
 
Beiträge: 51
Registriert: 03.09.2016, 17:53
Wohnort: Duisburg
"Danke" gegeben: 150 mal
"Danke" bekommen: 109 mal

Vorherige

Zurück zu Fischarten und ihr Fang, Fliegenfischen-Praxis & Technik

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste