An die Barbenfischer

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

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An die Barbenfischer

Beitragvon elektrofant » 26.06.2014, 21:49

Hi Leute,

mit welcher art Nymphe, Hakengröße bzw. Form fischt ihr wenns auf Barben geht?

Ich fische häufig auf Barben, jedoch hab ich das Problem das ich nur ca. jeden 5 Fisch auch sicher Haken kann, alle anderen Fische schlitzen schon nach kurzer Zeit aus.

Egal wie vorsichtig ich den Drill auch gestalte, ich habe echt viele "Verluste". Ich bin natürlich froh das ich solche Stellen befischen kann an denen es viele Beißfreudige Barben gibt, aber es kann einen echt zur Weißglut bringen wenn man immer wieder gute Fische verliert!
Ich Fische in der Regel Bachflohkrebsimmitationen in Größe 8,10 oder 12, mit relativ stabilen Haken und größerem Bogen an einem 20er Fluocarbonvorfach und einer 8er Rute. Mit meiner 5er Rute habe ich aufgegeben weil diese einfach nicht in der Lage den Fischen paroli zu bieten.

Also wenn ihr Tipps habt, ich bin für alles offen!


Gruß Pascal
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Re: An die Barbenfischer

Beitragvon Michael Wenzel » 27.06.2014, 10:12

Salve Pascal,

in meinem Hausgewässer der Ahr fische ich fast ausschließlich auf Barben und das schon seit etlichen Jahren. Diese Fischart, wie auch Nasen, sind weitaus schwieriger an den Haken zu bringen als Forellen und Äschen und ich mag diese Herausforderung jedes mal aufs Neue :-)
Die von Dir gefischten Muster sind schon völlig in Ordnung, auch in den Größen. Was jedoch noch an Mustern in Frage kommen würde kannst Du Dir am Besten selbst beantworten, (ja ich weiß ich wiederhole mich ;-) ), wenn Du für Dich folgenden Satz beantwortest:

"Welches Fischnährtier steht den Fischen zu welcher Jahreszeit, in welcher Form, Farbe und Größe zur Verfügung und wie und wo biete ich meine Imitation an!?"

Bei mir an der Ahr haben wir eine sehr große Population von Köcherfliegen, ergo gehen sowohl Cased Caddis Muster, Hydropsyche Imitationen und als ganz besondere Augenblicke aufsteigende Köcherfliegenimitationen. Zudem haben wir einen guten Bestand an Steinfliegen, also gehen auch die Nymphen dieser Gattung... Was ich damit sagen will ist, rein in Dein Gewässer und erst mal schauen was gibt's da denn, in welcher Form und Größe und welche Imitation passt dazu, ganz nach dem obigen Leitsatz...

Zusätzlich finde ich persönlich eine 8er Rute etwas zu überdimensioniert, vor allem wenn es noch eine schnelle Rute ist. Ich bevorzuge für "meine" Ahr Ruten der Klasse 4-5, die jedoch eher weicher (mittelschnell) sind. Für größere Gewässer, wie z.B. die Sieg, reicht mir eine 6er Rute. Aber auch hier eher weicher als schnell. Das könnte bei Dir einer der Gründe für das häufige Ausschlitzen des Hakens sein, das die Rute einfach zu hart ist... Was noch hinzu kommt ist, dass man es beim Barbenfischen selbst oder gerade bei perfekter Drift, nicht verhindern kann, dass man Fische auch mal an den Flossen hakt. Und dann kommt es natürlich (zum Glück) sehr schnell zum Ausschlitzen des Hakens...

Anbei noch ein Bild einer der Barben von Dienstag dieser Woche. Gefangen an einer 9 Fuß Rute, Klasse 4, 18er Fluocarbon Spitze und als Köder eine Steinfliegennymphe auf einem 6er Longshank Haken...


Greetz

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Re: An die Barbenfischer

Beitragvon elektrofant » 27.06.2014, 14:47

Hi, und danke für die ausführliche Antwort.

Mir ging es eigentlich weniger um die Nymphenmuster, da es an Bissen ja nicht mangelt, die richtige Nymphe für diese Stellen ist schon gefunden, auch wenns lange gedauert hat. Viele sagen ja immer das bei Barben das Muster nicht so wichtig ist sondern das es mehr um das richtige Anbieten geht. Aber ich habe meine Technik eigentlich ganz gut im Griff und ich muss sagen das es echt große Unterschiede bei der fängigkeit von Nymphen gibt, wobei immer die Farbe und die Form ausschlaggebend sind.

Ich dachte nur das es vieleicht an den Haken liegt das mir soo viele Fische ausschlitzen (Drahtstärke und Bogenweite) ?

Ich bin mittlerweile bei der 8er Rute angekommen weil wir viele Hindernisse im Wasser haben und die Barben ein etwas anderes Kaliber haben, meine letzte war eine 78er. Klar kann es gut sein das die Rute zu hart ist, aber vorher mit der 6er Ruten hatte ich dieselben Probleme.

Das man hin und wieder Fische während einer drift an den Flossen hakt ist leider ein unschöner Nebeneffekt wenn man mitten durch einen Schule fischt, aber das ist biseher nur selten vorgekommen.

Gruß Pascal
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Re: An die Barbenfischer

Beitragvon elektrofant » 27.06.2014, 15:18

Ich hoffe mal das klappt jetzt, ist mein erster Bild upload!

Das soll jedenfalls die 78er Barbe sein :

Bild
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Re: An die Barbenfischer

Beitragvon Michael Wenzel » 27.06.2014, 15:41

Salve nochmals Pascal,

sehr schöner Fisch =D> Ich denke wie gesagt, dass Du in Puncto Köder, auch was die Hakenform angeht, richtig liegst. Bei der Rutenwahl, aufgrund Deiner Aussage mit vielen Hindernissen im Wasser, ist wohl auch diese richtig getroffen... Trotzdem lege ich mich mal fest und behaupte diese ist zu hart was der eine Grund für das Ausschlitzen der Haken ist, wenn diese zu fein in der Stärke sind! Und Ausschlitzen, als der andere Grund, tun bei mir wenn überhaupt nur die fehlgehakten Fische. Sitzt der Haken im Maul bzw. den wulstigen Lippen der Barben dann hält er auch.

Greetz

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Re: An die Barbenfischer

Beitragvon sebastianLL » 27.06.2014, 17:18

Servus Pascal,

ich bin da gleicher Meinung wie Michael; wenn die Rute zu hart ist (egal ob 4-5-6-7-8er), ist die Gefahr des ausschlitzens sehr hoch.

In diesem Fall drille ich meist über die Rolle; sehr fein (nicht fest) eingestellte Bremse vorausgesetzt. Sollte Dir dann so ein 78 er Torpedo doch mal die Schnur zu schnell von der Rolle ziehen kannst Du immer noch mit dem Handballen (vorsichtig) mitbremsen.

Gruß und viel Erfolg,


Sebastian
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Re: An die Barbenfischer

Beitragvon elektrofant » 29.06.2014, 15:07

Hallo,

hmm, dann muss ich euch wohl recht geben :D .

Ich hab bei den letzten Versuchen verschiedene Hakenformen und Drahtstärken getest, aber es war irgendwie immer das selbe, also kann es nur an der Rute liegen. Im Drill mache ich eigentlich immer alles über die Rolle, meine Bremse ist so eingestellt das ich immer zusätzlich mit dem Handballen Bremse.

Da ich nur eine 8er Rute besitze kann ich noch nicht mal mehr beurteilen ob es sich um eine Harte oder weiche Rute handelt, es ist eine Daiwa Triforce Z , vieleicht kenn ihr die ja?

Ich werd auf jedenfall noch ein paar versuche unternehmen, vieleicht bekomm ich das ja noch irgendwie in den Griff !

Aber danke für eure Antworten!

Gruß Pascal
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