Auf Hecht in trübem Wasser / Einsatz Wiggle Tail

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

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Auf Hecht in trübem Wasser / Einsatz Wiggle Tail

Beitragvon stalling-frank » 04.10.2017, 11:04

Moin Flifi-Gemeinde,

ich fische leider zeitlich bedingt viel zu selten mit dem Streamer auf Hecht in meinen Heimatflüssen Aller und Weser. Bisher bin ich überwiegend bei klarem Wasser los. Mit dem Ende der Forellensaison möchte ich das Streamerfischen auf Hecht intensivieren. Leider ist das Wasser bedingt durch starke Regenfälle insbesondere in der Aller oft sehr trübe. Lohnt es sich da überhaupt mit der Fliegenrute oder greift man dann doch eher zur Spinnrute? Kann man vielleicht durch den Einsatz eines Wiggle Tails die Fängigkeit erhöhen? Wenn ja, wo und in welcher Größe kauft man die Wiggle Tails? Für eure Einschätzungen vielen Dank im Voraus.

TL

Frank
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Re: Auf Hecht in trübem Wasser / Einsatz Wiggle Tail

Beitragvon Hawk » 04.10.2017, 13:10

Ich kenne die Gewässer nicht, ob es sich mit der Fliegenrute lohnt ist für mich davon abhängig wie genau man die Hechtstandplätze eingrenzen kann.
Im Grunde je tiefer das Gewässer und je mehr man die Fische suchen muss um so weniger macht die Fliegenrute bei trübem Wasser Sinn.

Ich hab ein wenig mit den Wiggle Tails experimentiert und war nicht wirklich angetan, damit diese vernünftig laufen muss man sie entweder Recht schnell fischen oder bei ordentlich Strömung, für mcih waren die nichts.
ich würde bei trübem Wasser zu Streamern mit voluminösem kopf greifen die ordentlich Druck machen. Rasseln könntest du auch ausprobieren, in Gewässern wo die Fische damit nicht viel Erfahrung gemacht haben sind die Super. Bei Wassertiefen <1m Sind auch Popper eine gute Wahl bei trübem Wasser.
Gruß
Sven
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Re: Auf Hecht in trübem Wasser / Einsatz Wiggle Tail

Beitragvon Mr. Wet Fly » 04.10.2017, 13:25

Moin Frank,

es lohnt sich immer mit der Fliegenrute und Streamer auf Hecht
los zu gehen.

Hierfür würde ich Dir Bucktailstramer empfehlen die machen so richtig
Druck im Wasser was die Seitenlinie der Hechte anspricht.

Auch Rasseln im Streamer haben zu bestimmten Zeiten ihre Vorteile.

Im trüben Wasser kannst Du auch etwas mit der Farbe der Streamer spielen,
Chartreuse, Orange oder Weiss mit etwas Flash
wären hier meine bevorzugten Farben.

Was immer eine gute Farbe ist und von vielen noch nicht so
häufig benutzt wird ist Schwarz oder Schwarz/Lila, manchmal
richtig tödlich.

Ich würde bei hohen und trüben Wasser auch immer erst die Ränder abfischen
da hier weniger Strömungsdruck herrscht.
Den Streamer mal mit der Strömung abtreiben lassen und unter
Büschen durchziehen, da bleibt auch so mancher Räuber hängen.

Auch das Variieren der Einholgeschwindigkeit bewirkt viel,
auch den Streamer mal absacken, oder auf der Stelle stehenlassen
ist erfolgreich.

Du siehst man kann viel probieren und nur der nasse Streamer im Wasser
fängt die Fische. :wink:

Übrigens, ich persönlich bin kein Freund von Wiggle Tail.

Die Spinnrute kannst Du immer noch als Zweitrute mitnehmen,
ich denke aber die wirst Du nicht brauchen.

Jetzt überlege nicht lange, schnapp dir Deine Hechtrute und ein paar
Streamer und ab ans Wasser.
In einer Stunde ist man öfters erfolgreicher als wenn man den ganzen
Tag fischt.

Gruß Bernd
Mr. Wet Fly
 
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Re: Auf Hecht in trübem Wasser / Einsatz Wiggle Tail

Beitragvon derflow » 04.10.2017, 22:42

Moin,

fische im Trüben einfach möglist auffällige, große Fliegen. Zu grell gibt es momentan einfach nicht - zumindest in den hiesigen Gewässern . Wiggletails machen die Fliege noch größer/auffälliger also besser. Der Einsatz von Geräuschkapseln hat bei mir keinen Nennenswerten Vorteil gebracht also verzichte ich darauf.

Gruß aus Bremen.
Gruß

Florian

zwei Hände sind besser als eine :-)
derflow
 
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Re: Auf Hecht in trübem Wasser / Einsatz Wiggle Tail

Beitragvon dreampike » 05.10.2017, 07:14

Hallo Frank,

trüb ist ja auch relativ. Ich orientiere mich an den Schnürsenkeln meiner Watschuhe: Wenn ich im Bellyboot sitzend meine Füße ins Wasser hängen lasse und die roten Schnürsenkel meiner Watschuhe nicht mehr sehe, dann ist das Wasser definitiv zu trüb (unter 20cm Sichtigkeit) und das Fliegenfischen ist eher Beschäftigungstherapie als eine wirklich aussichtsreiche Methode. Entsprechende Vergleichsfischen mit einem versierten Spinnfischer gingen in der Regel zu 0 für mich aus, unabhängig von den verwendeten Fliegen. Wenn überhaupt, dann fingen am ehesten rosa oder lilafarbene Kanninchenfellstreamer mit sehr langem Schwanz, der dann stark wedelt. Oder wenn die Hechte sehr flach stehen, dann erbarmte sich auch mal einer. Ansonsten ein anderes Gewässer suchen, auf klareres Wasser warten oder doch die Spinnrute auspacken...
Wolfgang aus Ismaning
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Re: Auf Hecht in trübem Wasser / Einsatz Wiggle Tail

Beitragvon fly fish one » 05.10.2017, 17:52

OT on

Otto Walkes dichtete seinerzeit auf den seligen Franz Josef Strauß:

Das Wasser ist trüb
die Luft ist rein
Franz Josef muss ertrunken sein

OT off
Wathosenfetischist und Angeltheoretiker
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Re: Auf Hecht in trübem Wasser / Einsatz Wiggle Tail

Beitragvon Philzlaus » 06.10.2017, 07:07

Zu trübes Wasser gibt es in der Tat nicht. Einfach mit etwas mehr Flash die Fliegen binden. WiggleTails habe ich probiert und bin abgekommen. Man fängt damit nicht mehr aber das Werfen ist ein Graus. Irgendwann bekommt man davon Kopfschmerzen und man muss sich anstrengen um überhaupt irgendwie auf Weite zu kommen. Dagegen ist ein 30cm Bucktail streamer leicht zu werfen. Ich hab damals diese XXL Wiggles probiert. Ich würds bleiben lassen,
gruss
Philipp
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Re: Auf Hecht in trübem Wasser / Einsatz Wiggle Tail

Beitragvon fjorden » 06.10.2017, 07:39

Hallo,
ein wenig richtet sich das auch nach der Tiefe. In einem im Schnitt ca. 1 m tiefem Fluß hat die Trübung fast keinen Einfluß. Ich finde Chartreuse / Weis unschlagbar bei solchen Bedingungen. Ach ja, da bin ich Old Style, keine Wiggle Tails, ich will ja nicht twistern, sondern Fliegenfischen.
Gruß
Fjorden
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Re: Auf Hecht in trübem Wasser / Einsatz Wiggle Tail

Beitragvon sepp73 » 06.10.2017, 08:10

Naja, nach meiner Erfahrung funktioniert es grade in trübem Wasser am besten mit großen, schwarzen Streamern mit viel Flash-Material. Ist auch logisch, gegen den immer helleren Himmel zeichnet sich von unten so schwarzes Teil einfach viel besser ab als es ein helles Muster tun könnte...
Gruss, Sepp
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