Auf Zander nachts am großen Fluss

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

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Auf Zander nachts am großen Fluss

Beitragvon crowntail » 11.08.2016, 13:27

Hallo zusammen,

da ich vor kurzem nach Düsseldorf gezogen bin und somit den Rhein in meiner Nähe habe möchte ich versuchen gezielt auf Zander zu fischen.
Da der Zander seien aktiven Jagdphasen ja eher in der Dämmerung bzw. nachts hat würde ich dies auch als die Zeit zur gezielten Zanderjagd mit der Fliege ansehen, zumal die Zander dann ja eher ins flachere ziehen.

Bei der Fliegenwahl hatte ich an dunkle schwarze Muster mit etwas Glitter gedacht, weil diese in der Dämmerung gegen das letzte Sonnenlicht bzw. Mondlicht denke ich noch am besten von den Zandern wahrgenommen werden.
Habe dafür auch schon einen ersten Versuchsstreamer gebunden.

Liege ich eurer Meinung soweit richtig?

Da ich vorher noch nie am Rhein bzw. einem vergleichbaren Fluss gefischt habe nun noch einige Fragen.

- Wo halten sich die Zander in der Dämmerung/nachts auf?
- In den Buhnenfeldern oder an der Strömungskante? Nur in der nähe der Buhnen/Steinpackungen oder auch mitten in der Buhne?
- Wie nahe kommen sie ans Ufer? Auch ins ganz flache?
- Sieht/hört man die Zander rauben wenn sie da sind?
- Schwimmschnur oder intermediate Schnur benutzen?
- Verscheucht das Licht der Kopflampe die Fische oder sind sie Lichter durch den Schiffsverkehr gewohnt?
- Gibt es eine besonders empfehlenswerte Einstriptechnik des Streamer?
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Würde mich auch freuen wenn sich jemand aus dem Raum Düsseldorf findet der Lust hat gemeinsam fischen zu gehen.

Vielen Dank im Voraus

Marco
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Re: Auf Zander nachts am großen Fluss

Beitragvon crowntail » 11.08.2016, 19:32

Ach ja eine Frage noch, halten sich mehr Fische in Buhnenfeldern in Außenkurven auf oder ist es egal ob Außenkurve oder Innenkurve?

Danke,

Marco
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Re: Auf Zander nachts am großen Fluss

Beitragvon fjorden » 12.08.2016, 06:31

Hallo Marco,
das sind eine Menge Fragen. Als Ex - Düsseldorfer muß ich gestehen, dass ich kaum am Rhein gefischt habe. Hatte mir nie den Erholungsfaktor gegeben. Lese dich erstmal in die Spinnfischtipps für das Fischen im großen Fluß ein. Die Buhnen bieten jede Menge Standplätze und sollten entsprechend abgesucht werden. Problem ist natürlich, dass nicht an jeder Buhne Zander stehen. Suche erstmal eine Stelle und dann sollte es klappen. In der Dämmerung kommt der Zander nach oben. Ich würde mit einer Schwimmschnur und Sinktipspitzen fischen. Fliege sieht gut aus. Meine Erfahrung ist, dass es keine schwarze Fliege sein müssen. Habe immer mit beschwerten Clousern in 1/0, 2/0 in weiß oder weiß/chartreuse gefischt. Tagsüber würde ich eventuell eine Teeny nehmen.
Viel Erfolg
Fjorden
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Re: Auf Zander nachts am großen Fluss

Beitragvon crowntail » 12.08.2016, 15:00

Hallo Fjorden,

danke Dir schon mal!
Ja das mit dem recherchieren bei den Spinnfischern mache ich.
Ich denke das größte Problem ist tatsächlich Buhnen mit Zandern zu finden und gleichzeitig vertrauen in die eigene Vorgehensweise zu behalten, wenn es nicht bei den ersten paar Versuchen klappt.
Wo hast du denn im Bereich Düsseldorf gefischt? Und gibt es hier in der Gegend einen Fliegenfischer-Stammtisch?

Gruß
Marco
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Re: Auf Zander nachts am großen Fluss

Beitragvon jpick » 12.08.2016, 16:05

Am besten ist es doch, mal einfach loszuziehen. Macht das nicht auch das Fischen aus, das eigene Erkunden des Gewässers? Mal über die Strömungsverhältnisse in Buhnen was lesen und ab dafür. Den Weg zum Fisch auch selber finden, das ist doch viel befriedigender, als gezeigt zu bekommen, wo und wann man nun die Fliege genau reinhält, damit der 10-Pfünder zubeißt, finde ich zumindest. So leicht wird auch keiner mit Infos zur besten Zanderbuhne rausrücken :wink:

Vielleicht aber mal der mit wichtigste Tipp: Wasserstand, da würde ich - besonders bei unseren mittlerweile heftigen Wetterkapriolen - wirklich mal als erstes Acht drauf geben. Hat man oft als Nicht-Rheinfischer gar nicht so recht auf dem Plan. Bei Hochwasser macht es bei überschwemmten Buhnen wenig Sinn auf den überschwemmten Viehweiden rumzuwaten (eigene Erfahrung :? ). Ansonsten: Hinfahren, machen, schauen. Der erste Zander kommt dann, meist völlig unerwartet...

Good Luck!

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Re: Auf Zander nachts am großen Fluss

Beitragvon Olaf Kurth » 12.08.2016, 16:21

crowntail hat geschrieben:
Da ich vorher noch nie am Rhein bzw. einem vergleichbaren Fluss gefischt habe nun noch einige Fragen.

- Wo halten sich die Zander in der Dämmerung/nachts auf?
- In den Buhnenfeldern oder an der Strömungskante? Nur in der nähe der Buhnen/Steinpackungen oder auch mitten in der Buhne?
- Wie nahe kommen sie ans Ufer? Auch ins ganz flache?
- Sieht/hört man die Zander rauben wenn sie da sind?
- Schwimmschnur oder intermediate Schnur benutzen?
- Verscheucht das Licht der Kopflampe die Fische oder sind sie Lichter durch den Schiffsverkehr gewohnt?
- Gibt es eine besonders empfehlenswerte Einstriptechnik des Streamer?
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Ich versuche Dir in der Reihenfolge Deiner Fragen zu antworten, lieber Marco,

- Wo sich die Zander nachts genau aufhalten, kann Dir vermutlich keiner mit Sicherheit sagen.

- In den Buhnenfeldern lebt proportional mehr Brut- und Kleinfisch als nahe der Strömungskante, folglich wird der Stachelritter dort eher auf Beutezug gehen.

- Sie kommen sehr nah ans Ufer, an abfallenden Uferabschnitten direkt an die Kante. Ob sie auch im flachen Bereich zu finden sind, weiß ich nicht.

- Ja, Du hörst Zander definitiv, wenn sie nachts rauben. Vorne am Buhenkopf in Richtung Strömungsmitte hörst Du nachts auch Fische, die mit lautem Klatschen auf sich aufmerksam machen. Das sind meistens keine Zander, das sind im Rhein raubende Rapfen.

- Nachts würde ich ebenfalls eine Schwimmschnur mit Sinkspitze fischen.

- Ja, Deine Kopflampe können an der Oberfläche raubende Zander gut erkennen. Sie besitzen – ähnlich wie Katzen - eine reflektierende Hautschicht in ihren Augen, die den geringsten Lichteinfall registriert. Zander können vermutlich erkennen, ob an Deiner Kopflampe drei oder fünf LEDs leuchten. Klingt komisch, iss aber so.
Deshalb würde ich die Kopflampe nur vom Wasser abgewandt einschalten. Niemals nie ins Wasser leuchten!

- Versuche eine unregelmäßige Einstripptechnik mit unterschiedlichem Tempo auszuführen. Lass den Streamer fast „verhungern“, der Schwanz kann im Stand verführerisch spielen. Das ist der große Vorteil unserer Streamer gegenüber anderen künstlichen Ködern (Gummifisch, Wobbler, etc.). Dein Streamer ist gut, geh mit ihm fischen und Du wirst Deine Erfahrung machen.

Meine Erfahrungen am Rhein habe ich vorwiegend im Sommer an den Pollerwiesen in Köln-Süd gesammelt. Dort ist das nächtliche Fliegenfischen ein schwacher Ersatz für die nächtliche Mefojagd an der Küste. Während ich z. B. mit 8-er Rute (und schwarz-glitzernden Woolys auf 2er oder 1/0er Haken gebunden) am Buhnenkopf auf Rapfen fischte, fing mein Angelfreund einen Zander zwei Meter (!) vom Ufer, er stand mitten auf der Buhne.

Liebe Grüße,

Olaf

PS: Du gehst vier Mal als Schneider nach Hause, beim fünften Mal knallt es ganz gewaltig - so ist die Regel..... :mrgreen:
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
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Re: Auf Zander nachts am großen Fluss

Beitragvon Harald aus LEV » 13.08.2016, 06:25

Hallo Marco,
Es ist ja schon einiges geschrieben worden.
Versuche nicht, eine möglichst große Strecke zu befischen, sonst verzettelst Du Dich. Suche Dir lieber gezielt einige Spots aus, die Du dir intensiv vornimmst.
Geh nicht direkt auf die Spitzen der Kribben. Da hast Du es mit der Hauptströmung zu tun, Die reisst Dir die Schnur sofort weg.
Da kannst Du sie höchstens abtreiben und in die Buhnen treiben lassen.
Ich würde erst einmal am Fuß der Buhne anfangen und mich dann bis zur Spitze vorarbeiten.
Die Krux ist teilweise a) nahe an die Steinpackungen zu kommen und b) nicht mit der Schnur darin hängen zu bleiben.
Wenn es wieder Niedrigwasser gibt, geh an den Rhein und schau Dir Deine Buhnen an. Dann siehst Du die Grundstrukturen, dort wo es flacher und wo es tiefer ist.
Dann kannst Du Dir vorstellen wie bei höherem Wasserstand die Strömungsverhältnisse sind, wo die Futterfische stehen und wo die Räuber lauern.
Allerdings reicht es nicht, dies einmal zu machen und dann ein Abbild jeder Buhne für alle Zeiten zu haben. Durch starke Hochwasser ändert sich das Gefüge. Deshalb ruhig mal öfter bei Niedrigwasser losziehen.
Mit der Zeit wirst Du einen guten Überblich bekommen und Deine Fische fangen.

Gruß
Harald
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Re: Auf Zander nachts am großen Fluss

Beitragvon crowntail » 13.08.2016, 18:01

Hallo,
ich danke euch allen für die Antworten und Tipps!
Das hilft mir ja schon mal weiter und motiviert!
Und ich bin auch der Meinung, dass es viel befriedigender ist sich seine Fische selbst zu erarbeiten als alles vor die Nase gesetzt zu bekommen.
Und natürlich werde ich auch einfach losgehen und es probieren (der erste Versuch liegt auch schon hinter mir), aber man fühlt sich einfach wohler, wenn man weiß, dass es nicht komplett falsch ist was man tut und wo man sucht.

Deswegen nochmal danke für die Tipps und ich hoffe ihr habt recht und der Erfolg wird sich nach ein paar Versuchen einstellen :)

Marco
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Re: Auf Zander nachts am großen Fluss

Beitragvon Harald aus LEV » 14.08.2016, 13:18

Hallo Marco,

viel Erfolg und berichte mal über Deine Erlebnisse.

Gruß
Harald
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Re: Auf Zander nachts am großen Fluss

Beitragvon FredFly » 19.08.2016, 10:44

Hi!
Mache derzeit auch die ersten Versuche am Rhein zwischen Monheim und Düsseldorf. Vielleicht können wir ja zusammen unser Erfahrungsspektrum erweitern?!
Stellen könnt ich dir allemal zeigen wo ich weiß das da Zander sind... Samstag Abend werde ich vermutlich wieder n Versuch starten. Kannst dich ja melden.
Gruß, Fred
Im Wasser stehend, Natur um Mich, obs beisst ob nicht, sich bewusst werdend
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Re: Auf Zander nachts am großen Fluss

Beitragvon Trockenfliege » 01.09.2016, 09:21

Nicht nur die Buhnen, auch die Zwischenstücke sind interessant.
Ich habe früher direkt an der Steinschüttungs des Ufers ( nicht Buhne) gefangen, sofern dort eine genügend starke Strömung herrschte.
Dann zogen die Zander auf ihrem Weg von einer Buhne zur nächsten sehr ufernah vorbei.
Ich habe einfach die Fliege schräg stromab serviert, herumtreiben lassen und dann parrallel zum Ufer in ca. 1,5 -2m Abstand gemütlich eingestrippt.
So einen 20m Wurf habe ich dann auch mal 15 Min lang im Wasser gehabt, bischen eingestrippt, wieder zurücktreiben lassen usw.
Irgendwann kam dann ein Zander vorbei und hat zugelangt.
Schnur war eine Sinktip mit leicht beschwertem Streamer ( Kettenaugen) im Mittelwasser geführt).
Das ganze spielte sich im Rhein bei Mannheim/ Speyer ab, auf der badenwütembergischen Seite. Das ist Prallhangbereich mit recht steiler Steinschüttung, also vielleicht andere Verhältnisse, wie ihr sie bei euch habt.
Bei flach ins Wasser laufenden Kiesbänken sollte man besser die Strömungskanten suchen.

Gruß
Reinhard
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Re: Auf Zander nachts am großen Fluss

Beitragvon crowntail » 18.09.2016, 16:14

Danke Reinhard,

das sind nochmal ein paar gute Tipps, die ich auf jeden Fall probieren werde!
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Re: Auf Zander nachts am großen Fluss

Beitragvon Bäschwatz » 19.09.2016, 19:43

Hallo Marco
Im fließenden Wasser habe ich nachts noch nicht auf Zander gefischt.
Ich kann Dir nur das berichten was ich aus unseren stehenden Gewässern kenne.
Ich habe mehrere Jahre lang vorwiegend nachts geangelt.
Mit Fliege fing ich Aale. Nicht einen Zander.
Die hatte ich nur nachmittags, oder in der letzten Stunde vorm dunkel werden.
Meist sah ich wo was rauben und warf hin.
Wenn Zander unter der Oberfläche unterwegs sind verläuft das sehr unspektakulär.
Man sieht meist nur die Kleinfische aus dem Wasser springen. Gelegentlich eine leichte Bugwelle in Form eines mehr oder weniger schrägen Z.
Das verläuft in wenigen Sekunden, und dann wars das.
Zander sind keine Krawallmacher. Eher faule Heimlichtuer die sich nur bewegen wenn sie es müssen.
Aber dieses Jahr ist das Wetter etwas anders.
Auch die Laichzeit der Zander hat sich sicherlich deutlich nach hinten verschoben.
Und Zander sind " Barometer-Fische" . Sie haben keine Verbindung von der Schwimmblase zum Darm. Wie die meisten Barschartigen.
Bedeutet sie müssen bei Luftdruckänderungen den Auftrieb über den Stoffwechsel ausgleichen.
Denk mal an den kleinen Tauch-Teufel in der Wasserflasche.
Was die Farben meiner Streamer anbelangt,... orange für die unteren Flossen der Rotfedern, weiß weil der Bauch halt hell ist, türkies und schwarz für den Übergang zur Rückenflosse. Und silbernes Lametta.
Das wuschelt schön.
Für die Nachtangelei mit Fliege ziehe ich Zweihand vor. Da saust der Haken nicht so dicht am Kopf vorbei...
Und nicht so oft.
Die Wasserwürfe gehen auch vom Ufer aus.
Sollte man halt tags üben. Wenn alles töftelt noch mit Schutzbrille und geschlossenen Augen.
Nachts im Wasser rumstolpern ist zumindest im Rhein so ne Sache.
Würd ich eher bleiben lassen.
Meine Empfehlung für den Anfang wäre ..
Übe die Werferei egal mit was, solange bist Du Dich dabei mit jemandem unterhalten kannst, ohne drauf zu achten was Du mit der Rute machst.
Und beobachte dabei die Wasseroberfläche.
Die Ecken wo die Zander immer mal wieder unterwegs sind, sind dünn gesäät.
Etwas Zeit mußt Du halt auch noch mitbrngen...
Gruß Thilo
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Re: Auf Zander nachts am großen Fluss

Beitragvon Delpieto » 20.09.2016, 08:47

Moin zusammen,

Das Thema interessiert mich auch und ich habe das Thema auch schon im August verfolgt. Nun bin ich angemeldet und wollte mich auch mal zu Wort melden.

Ich habe in der Vergangenheit öfter mit Gummifisch und Wobbler auf Zander im
Rhein gefischt, von daher weiß ich das Verhalten und auch Standorte einzuschätzen. Mit der Fliege habe ich es bislang eher halbherzig probiert. Halbherzig, weil ich eher mit werfen und Schnurkontrolle beschäftigt war und die Zeit bei unpassenden Wetterbedingungen am Wasser verbracht habe. Ich habe meist gutes Wetter genutzt um zu üben. Und mit Schwimm- oder Intermediate Schnur ist bei Sonne nichts zu holen. Sinkschnur nutze ich im Rhein nicht, da ich der Meinung bin, dass ich das Geld dafür dann auch gleich in den Fluß werfen kann. Die Strömungsverhältnisse sind brutal und die Steinpackung unter den Füßen gibt der Schnur den Rest (auch mit Schnurkorb). So viel dann auch zum Thema waten. Ich rate definitiv davon ab. Allemal Nachts.

Ich denke aber, dass nun bald eine interessante Zeit kommen wird. Wenn die Sonne nicht durchkommt und Nebelfelder übers Wasser wabern, hat der Zander auch tagsüber jagdphasen und ich denke, in genau diesem wird der Streamer Erfolg haben. Ruhende Zander am Gewässergrund wird man bei uns am Rhein kaum mit der Fliege fangen können, dazu müsste, wie gesagt, die Fliege mit der Sinkschnur ganz nach unten. Wenn die Zander aber jagen, sind sie auch zu fangen. Nur muss man die passende Phase treffen. Die Fischerei im Rhein ist schwierig geworden. Zander sind da, davon bin ich überzeugt und so lange der Wasserstand niedrig ist und das Wetter passt, könnte es im Herbst auch tagsüber mit der Fliege klappen.

Vielleicht probieren wir es demnächst mal gemeinsam? So ist die Chance ungemein höher einen Treffer zu landen. Ich würde mich freuen.

Viele Grüße
Peter
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Re: Auf Zander nachts am großen Fluss

Beitragvon fjorden » 20.09.2016, 18:29

Hallo,
wie schon geschrieben ist die beste Zeit in der Dämmerung und nachts. Da reicht dann auch eine Intermediateschnur.
Gruß
Fjorden
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