von Siegfried. » 09.06.2011, 08:57
Hallo Thomas,
stimme dir bei fast allem voll zu, nur mit den genetischen Unterscheidungen ist das so eine Sache, die können mittlerweile mehr auseinander puzzlen als wir sehen können (s. post von Florian) und dann wird im Nachhinein nach morphologischen Unterschieden gesucht. Wichtig scheint mir bei alledem die Frage, bei der auch die Amerikaner mittelweile angelangt sind, ob es sich um reproduktiv separierte (nicht künstlich isolierte) Einheiten (Gilden oder was sonst) handelt, damit sie insbesondere auch rechtlich einen anzuerkenneden (Schutz)Status bekommen. Dabei spielt die Erhaltung der gesamten, meist offensichtlich doch genetisch fixierten "life stragtegies" (Fluß-, See-, Bachformen) einer Art oder Population mittlerweile eine tragende Rolle.
@Florian ich will hier gar nicht die Diskussion über den modernen Artbegriff lostreten, das würde ich zwar liebend gern machen, aber nur mündlich abends und an einem Tisch oder Feuer sitzend. Aber, wenn du richtig sagst, dass sich die danubischen Forellen genetisch unterscheiden lassen, so ist das natürlich auch nur eine Form der Mustererkennung und damit der Ordnung des Chaos durch uns! Wenn sich die Zugehörigkeit zu dieser distinkten Gruppe aber nicht an irgendwelchen gemeinsamen äußerern Merkmalen festmachen lässt, wie es aus deinen Worten hervorgeht, dann ist die Zuordnung Müll (äh sorry, ein Muster ohne Wert). Was man nicht erkennt, kann man auch nicht separart behandeln (schützen), siehe hierzu nur das Beispiel Bachforelle/Marmorata.
Vulkanischen Gruß
Siegfried
Fische sind zu schöne Geschöpfe um nur einmal bewundert zu werden