catch & release Aufnahmen

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon Maggov » 06.11.2018, 18:24

Hallo Heiko,

sicherheitshalber: mir ging es nicht um das juristische Thema sondern das Motiv warum ich derartige Bilder mache - bin da in Teilen bei Alf, denn ich habe auch Freunde gebeten bei für mich besonderen Fängen mir ein Erinnerungsfoto zu schiessen. Ich habe auch mal eine Action Cam zum Geburtstag bekommen und mich etwas damit versucht, dann mir aber die Frage gestellt was ich mit dem Filmmaterial denn machen soll. Das Zeugs online zu stellen wollte ich nicht, dann erschließt sich irgendwann kein Sinn mehr sich die Mühe zu machen das zu filmen, zu schneiden, etc.

In Deiner persönlichen Situation habe ich vollstes Verständnis dass Du Dich mit dem Thema auseinander setzen musst - und das auch anders als der "normale" Fischer. Als Guide lebt es sich schlecht wenn ich keine Fangfotos mache - egal ob von mir selbst oder von Kunden. Schließlich musst Du ja Deine Leistung und Dein Angebot entsprechend beschreiben, Deine Kunden freuen sich sicher sehr über ein Erinnerungsfoto... nur was ist der Regelfall bei uns?

Die breite Masse im Netz sind Bilder von mehr oder weniger guter Qualität die dazu dienen soll einem breiten (meist auch in großen Teilen persönlich nicht bekannten) Kreis zu zeigen was man da Tolles gefangen hat. Je nach Plattform gibt es dann einen Daumen nach oben, einen "Petri" kommentar oder ähnliches und relativ oft die obligatorische Frage wo und wie der Fisch gefangen wurde.

Ich bin auch bei Alf dass mir persönlich ein derartiges Feedback nichts gibt bzw. das nicht der Grund ist warum ich Fischen gehe. Deshalb stellt sich mir die Frage warum die Menschen das Tun. In Deinem Fall sehe ich einen Grund, im Fall des klassischen "Fangbildposers" komme ich immer nur zu dem Ergebnis dass dieser Mensch entweder keine Freunde hat um das mit denen zu teilen oder diese schon mit zu vielen "Durchschnittsbildern" derart abgenutzt hat dass die Bestätigung ausbleibt.

Ich fotografiere übrigens sehr gerne und habe oft eine Systemkamera am Wasser mit dabei - aber als Motiv sind selten Fische zu sehen sondern das was ich am und im Wasser entdecke.

Zurück zu Deinem Eingangspost:
Ich finde der Titel von Deinem Link geht etwas am Inhalt vorbei. Was ich lese sind Tips wie ich mit einer Action Cam eine schöne Aufnahme von meinem Fang hin bekomme. Das würde auch im Falle einer Entnahme klappen. Zum Umgang mit dem Fisch sehe ich genau zwei Punkte (Der Fisch bleibt im Wasser bis alles vorbereitet ist und der Hinweis zur rechtlichen Situation vor Ort) - der Rest konzentriert sich auf das Einrichten des Fotos. Bei einem Text mit diesem Titel hätte ich mir mehr Kontext zu dem Umgang mit dem Fisch gewünscht (z.B. Hände nass machen, Zeit an der Luft minimieren, nicht drücken beim Halten, etc.). Wo ist denn sonst der Unterschied zu einem Fisch den ich vor dem Abschlagen fotografiere?

Alternativ könntest Du den Titel abändern und auf Dich Tips für schöne Aufnahmen mit der Action Cam beziehen.

Als Guide kann man ja bei einigen Punkten Schwerpunkte setzen - ich persönlich schätze es wenn Guides sich nicht nur auf das Fangen und Technik sondern auch auf den richtigen Umgang mit dem Fisch und auf richtiges Verhalten am Wasser wert legen und Ihren Kunden dieses zeigen und nahe legen. In Argentinien mag es noch viele unberührte Flecken Natur geben - als Guide bist Du allerdings auf dem Weg diese für Deine Kunden zu erschliessen und bekommst damit eine gewisse Mitverantwortung. Wenn der Müll am Ufer liegt und/oder die Fische alle verludert sind werden die Kunden rar...

Ich schätze Dich als verantwortungsvollen und -bewussten Guide ein, der die Situation ähnlich einschätzt wie ich. Wenn ja, würde ich mich freuen wenn das in Deinen Texten mehr durch kommt. Ich kann mir nicht vorstellen dass das negativ auf Dich zurück fallen würde - eher im Gegenteil.

LG

Markus
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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon fly fish one » 06.11.2018, 18:30

Liebe Kollegen,

die Action Cam trage ich häufig am Brustgurt. Sie hat eine Einstellung, bei der ein Knopfdruck zum Start reicht. Ich benütze sie fast auschließlich für Videos. Aus dieser Perspektive filme ich öfter meine Drills, weil man so die Kamera komplett vergessen kann, um sich ganz auf den Fisch zu konzentrieren. Diese Action Cams haben ein extremes Weitwinkelobjektiv, so dass man keinen Fisch irgendwie hochheben und in die Camera halten muss. Sie sind so klein und praktisch, dass man sie auch mit vollem FF Equipment mit Rucksack und allem, ohne Probleme vor der Brust tragen kann. Manchmal mache ich von einem Stativ aus Aufnahmen meiner Bewegungslegastenie. Das ist alles und diese Filme versüßen mir den Winter. Ich lade auch keine Videos davon irgendwo hoch, mit einer Ausnahme, wenn es eigentlich um die Landschaft geht. Einer der Kollegen vorher schrieb schon so in etwa was auch ich empfinde, dass diese Bilder und Filme für die Allgemeinheit oft nicht besonders interessant sind, oder so unscharf und verwackelt, dass es fast Epilepsie auslöst (wie unsere hammerharte Forumsblinkreklame :badgrin: ) Für mich selber sind das natürlich schon tolle Aufnahmen. Das ist die emotionale Seite dieser Kontroverse. Die ganze Diskussion erzeugt aber einen gehörigen Druck und praktisch ein schlechtes Gewisssen jeglicher Fotografie und Bilder. Aber ganz ehrlich, ich zeige auch mal gerne einen toten und besonderen Fisch. Dafür möchte ich aber eigentlich keine schlechtes Gewissen haben. Ansonsten düfte HansA nicht mal Küchenbilder zeigen! Ab einem gewissen Punkt möchte ich mich den Naturschützern und Kollegen nicht mehr beugen, weil das irgendwann absurd wird und in einer Paranoia endet.

Frank
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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon Vogtlandsalmon63 » 06.11.2018, 19:04

Hallo!
Wie verhält es sich dann, wenn ein Kollege ein Bild macht, wenn ich den Fisch abhake und diesen in sein Element zurücksetze? egal wie groß er ist. Außerdem gibt es auch noch Entnahmeregeln, wo ein Mittelmaß vorgegeben ist. Also zum Beispiel Entnahme von 30 - 45 cm ? Wie wird das dann ausgelegt mit dem Zurücksetzen der größeren Laichfische?
Ich finde persönlich die Bilder in den Reiseberichten und Poosts verwerflich, welche eine Fischerei in der Kinderstube zeigen und auch noch handlange Fische fotografiert oder in die Kammera gehalten werden. Da gibt es einige.
Die Achtung gegen jedweder Kreatur ist das höchste Gebot. Jedoch sollte jeder seinen gesunden Menschenverstand benutzen, wie weit er mit dem Lebewesen vor sich geht.
In diesem Sinne.
Vogtlandsalmon63.
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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon Royal Coachman » 06.11.2018, 20:15

Hallo Freunde!

Jedes dieser Fotos führt in Oregon zwangsläufig zum sofortigen Verlust der staatlichen Lizenz und man bekommt zwei Jahre lang keine mehr!

Da beobachten dich die Guides, die meistens gleichzeitig Aufseher sind, ganz genau.
U.U wird sogar das Gerät beschlagnahmt!

Nur wir akzeptieren diesen Schwachsinn immer noch, dabei sollte jedem klar sein, dass gerade solche Aufnahmen
Wasser auf die Mühlen unserer Gegner sind.

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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon Sigi » 06.11.2018, 20:36

Mein Gott

was für ein Bohei. Ne Rute und ein, zwei Fliegenbüchsen, und fertig ist die Luzie.
Ich geh fischen, und nicht auf Fotosafari.

Sigi
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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon Magellan » 06.11.2018, 20:47

Maggov hat geschrieben: Bei einem Text mit diesem Titel hätte ich mir mehr Kontext zu dem Umgang mit dem Fisch gewünscht (z.B. Hände nass machen, Zeit an der Luft minimieren, nicht drücken beim Halten, etc.). Wo ist denn sonst der Unterschied zu einem Fisch den ich vor dem Abschlagen fotografiere?


Hallo Markus

Herzliche Dank für deinen Hinweis! Ich habe das für mich selbstverständliche nun dem Text hinzugefügt.

Gruss
Heiko
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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon Michl » 06.11.2018, 21:08

Hallo,
geht das schon wieder los?
Ich halte mal fest:
Fische aus dem Wasser heben ist Tierquälerei.
Fotos machen gehört verboten.
Den richtigen Umgang mit dem Fisch kennen nur die ganz Guten.
Richtigerweise hat man ein schlechtes Gewissen (oder Stress) wenn man einen Fisch hakt den man nicht entnehmen kann.
Was noch fehlt: Waten nur über dem Wasser und abriebfreie Sohlen.

Warum hängt ihr euer Geraffel denn dann nicht an den berühmten Nagel?
Das wär doch konsequent.

Hak mal einer eine 10er Forelle ab ohne sie aus dem Wasser zu nehmen, will ich sehen.
Das ein 40 Tonnen Pottwal an der Schwerkraft eingehen kann glaub ich ja noch.
Den hebt aber auch keiner hoch. :mrgreen:
Aber die einschlägig bekannten Karpfenseen wären voll mit Kadavern wenn das bei allen Fischen so wär.
Könnt ja mal die Fischzuchten fragen ob sie die abgetreiften Laichfische (Laxe, Forellen, Äschen.....) anschließend in die Tonne schmeißen.
Wenn die Fische so empfindlich wären wie die Gutmenschen hier hätte es nach den Eiszeiten keine mehr gegeben.
Diese reflexartigen Reaktionen auf solche Themen sind echt daneben, egal wie man zu Fotos steht, geht an der Sache voll vorbei.
Und was die Hähnchen angeht bin ich voll bei Klaus und Reinhard, so isses.
Manchen hier möcht ich echt mal heimlich beim Fischen zusehen......
Mannmannmann

Gruß Michl
Die Beute ist unwesentlich, entscheidend ist nur das Gefühl.
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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon fly fish one » 06.11.2018, 21:47

@Michl: Ich wollt's nicht sagen, aber Selbstbild und Fremdbild, also da habe ich schon ganz krasse Gegensätze erlebt! Und ja, es gibt eine Grenze die vermutlich sehr vielen vernünftigen Menschen durchaus bewußt ist, aber die Diskussion treibt es (für mich gefühlt) in eine Richtung das grundsätzlich jedes Bild vor die Inqusition bringt....und, lieber Gebhard, die Amis haben einen Januskopf, der viele Gegebenheiten auf der einen oder auf der anderen Seite ad absurdum führen. Ich habe noch nie ein Land mit so krassen Extremen in beide Richtungen gesehen. Das macht ihre durchaus vorbildlichen Bemühungen in bestimmten Bereichen für mich nicht glaubwürdig. Ich hoffe ich trete niemanden zu nahe. Ich liebe dieses Land, aber so wie man mich kritisieren kann, nehme ich mir auch dieses Recht heraus.

@Sigi: Wenn Du mich voll aufgerödelt sehen würdest, Du wärst begeistert. Aber die sog. GoPro (sagt Dir das überhaupt was??? :badgrin: ) würde von Deiner Kunst des Fliegenfischens, was Du als alter Hase ganz sicher entwickelt hast, Bilder erzeugen, also Du wärst ja geradezu gerührt! :D Und weiter, neben all dem Müll, gibt es doch auch so herrliche Filme über unsere Leidenschaft! Wo wären die, wenn es nicht auch in dieser Richtung ein paar völlig Bekloppte geben würde.

Frank

Einen habe ich einen habe ich noch: Also mit den Hähnchen in diesem Forum habe ich echt den Überblick verloren! :badgrin: Redet Ihr vom FF auf Hechte? Das waren aber halbe Hühner?
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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon Achim Stahl » 06.11.2018, 23:45

Moin,

Royal Coachman hat geschrieben:Hallo Freunde!

Jedes dieser Fotos führt in Oregon zwangsläufig zum sofortigen Verlust der staatlichen Lizenz und man bekommt zwei Jahre lang keine mehr!

Da beobachten dich die Guides, die meistens gleichzeitig Aufseher sind, ganz genau.
U.U wird sogar das Gerät beschlagnahmt!



https://www.google.co.uk/search?biw=136 ... bkD2DShciU :roll:


@Michl: Ich mag zwar den Begriff "Gutmensch" nicht mehr wirklich lesen, aber ich bin voll und ganz bei dir. Ich habe auch schon eine Menge dieser Angelkollegen, die sich im Internet gerne selbst einen Heiligenschein aufsetzen, am Wasser erlebt. Häufig klafft eine große Lücke zwischen der Selbstdarstellung und dem wirklichen Verhalten am Wasser. Da frage ich mich dann schon, wer der schlimmere Poser ist - der mit dem Foto, das einen Fisch zeigt, den er kurz in die Kamera hält aber immerhin tatsächlich gefangen hat oder derjenige der sich gerne als den heiligen Franziskus der Fliegenfischer im Internet darstellt... :doubt:

Wer ans Wasser geht, um zu fischen, sollte sich doch eigentlich darüber im Klaren sein, dass er den Fischen damit nicht wirklich eine Freude bereitet und in diesem Moment auch ganz und gar nicht auf ihrer Seite steht. In dieser klassischen Glashaussituation sollte man in der Regel besser ein wenig die eigene Position bedenken und weniger mit Steinen werfen.


Viele Grüße!

Achim
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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon Magellan » 07.11.2018, 00:51

HansAnona hat geschrieben:Vielleicht verstehst du nun warum ich das Posen so seltsam finde. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, was das bringen soll.
Grüße, Alf


Als ich von einer meiner Südamerika Touren nach Hause kam sagten meine Freunde:

>> Na dann zeig uns doch mal die Gipfelfotos<<

Nicht wenig stolz habe ich ihnen die Papierabzüge gezeigt, nein, action cams gab es damals noch nicht...

Und warum die Fotos?
Man hielt wahrscheinlich einen besonderen Moment fest...

Auf die Frage weshalb denn die höchsten Gipfel bestiegen werden bekommst du von den Andinisten oftmals diese Antwort: Weil sie vorhanden sind, das habe ich gemacht...

Warum diese Fotos den Artikel betreffend? Ich habe die Möglichkeit dazu...

Gruss
Heiko
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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon Royal Coachman » 07.11.2018, 11:41

Hallo!

Wenn Du am North Umpqua eine Forelle zwecks Fotos in die Höhe hebst, bist du dran!
Der Bauch muss im Wasser bleiben, wie man es an vielen dieser Fotos sieht.
Wenn Fische entnommen werden wie am Meckenzie oder Rogue spielt das natürlich keine Rolle mehr.

Außerdem ist es nicht immer notwendig einen Fisch auf zu heben, wenn die Fliege in der Spange hängt genügt es doch den Haken mit der Zange zu fassen, der Fisch macht eine Drehung und ist frei.

Wenn ich die Fliege nicht sehe bleibt sowieso nur Aufheben übrig.

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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon Magellan » 07.11.2018, 13:00

Hallo

Auch wenn es den Anschein einer Fotosafari hat, aber was ihr seht ist lediglich ein Derivat dessen was ich am Wasser erlebe und einige dieser Momente halte ich gerne in der von von mir gezeigten Art fest. Die Kamera begleitet mich generell in Form einer sogenannten action cam und einer Kleinbildkamera und Stativ. Mit der obligatorischen 2.Rute und dem restlichen Accessoire ergibt das lediglich einen moderat gepackten Tagesrucksack.

Aber ich erlebe auch unschöne Szenen, Fisch der (aus Unkenntnis) an die Grenzen seiner Kondition gedrillt wurde und nach dem Grin shoot Bauch oben treibend aus der Weitwinkelperspektive flussab verschwand...

Ich habe dem Text des Artikels nun die für mich selbstverständlichen Aspekte der Achtung gegenüber der Kreatur Fisch ergänzt.

@ Gerhard: man hat dich doch nicht beschimpft!

Gruss
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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon Royal Coachman » 07.11.2018, 13:07

Hallo Heiko!

Du nicht!


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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon Achim Stahl » 07.11.2018, 13:30

Moin,

Royal Coachman hat geschrieben:PS: mir macht es nichts mehr aus hier beschimpft zu werden, bin es gewöhnt =D>


Wo hat dich denn jemand beschimpft?


Viele Grüße!


Achim
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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon Hardy » 07.11.2018, 15:13

moin,

ich wusste doch, dass dieser Fred veritables Pontential zum "Chips-und-Bier-Fred" des Monats hat! 8)

Vorab, ich mag das Posen mit lebenden Fischen nicht, Punkt.
Allerdings finde ich es schon erwähnenswert, dass sich ein prof. Guide darüber Gedanken macht, wie man das Ganze handhaben sollte, um es so schonend wie möglich zu gestalten, wenn es denn schon sein soll.

Was ich aber auch ganz und gar nicht mag, ist dieses bigotte Geschwurbel um Ethik und den ganzen Sermon drum herum.
Wer Heiko derart angreift, weil er dieses "Tutorial" auf seiner Seite veröffentlicht und dies mit Ethik, Hege oder was auch immer zu begründen versucht, bewegt sich m.E. nach auf ganz dünnem Eis. Das dürfte eigentlich nur jemand, der gar nicht angelt.
Ich möchte hier die Diskussion um C+R nicht erneut aufrollen, mein Standpunkt dazu ist bekannt.
Was ich aber klar ausdrücken möchte: Wer angelt, überdies evtl. hauptsächlich im c+r-Modus, sollte zugeben, dass er dies aus einem "niederen" Trieb heraus macht. Der sollte zugeben, dass er Spaß daran hat, ein Lebewesen am anderen Ende der Leine zu haben, dass durch sein Ziehen und Zappel diese niederen Instinkte bei ihm befriedigt. Und komm' mir jetzt niemand mit "draußen in der Natur sein.." und den ganzen anderen Quatsch. Ausnahmlos jeder von uns geht angeln, um einen Fisch zu fangen! Warum dann immer dieses Verbiegen und Rumgesülze? Aus Angst vor den Angelgegner?
Oder warum muss ich das mit anderen Schweinereien wie KZ-Hühnchen oder Industriefleisch vergleichen? Nur um mein Gewissen zu beruhigen?
Vernünftige Menschen reflektieren ihr Tun und wägen ab, unter welchen Bedingungen das ein oder andere vertretbar ist.
Solange ich niemand anderen in seiner Freiheit beschränke oder gar schädige, ist doch alles im grünen Bereich.
Ich versteige mich zu der Behauptung, dass die Angler in Summe mehr für die Gewässer und Fische darin tun, als manche selbsternannten Naturschützer jemals bewirken werden. Das sollte man aktiv nach vorne tragen.
Ob da mehr oder weniger gelungene Aufnahmen von Fischen der Sache zuträglich sind, mag dann jeder für sich entscheiden.


Groetjes
Hardy
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