catch & release Aufnahmen

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon Royal Coachman » 08.11.2018, 21:00

Hallo Freunde!

Anscheinend wird hier die Problematik unter- oder falsch eingeschätzt .

Man kann wegen so eines Fotos gerichtlich wegen Tierquälerei belangt werden.

Augenthaler wurde nicht belangt, weil er den Waller zurückgesetzt hatte, sondern wegen der Fotos, die gemacht wurden.

Solange der Fisch mit dem Wasser Kontakt hat, ist alles ok.

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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon webwood » 08.11.2018, 21:10


Ich habe den bisschen den Verdacht, dass die Leute, die sich hier so echauffieren, einfach keine Fische zum fangen, die ein Trophäenfoto wert sind.


Hallo Alex,
geht das nicht ein bischen unter die Gürtellinie?

Wenn ich es fotografiert hätte ,könnte ich dir einen gar kurzweiligen Foto-Abend bei mir anbieten. Thomas in Watweste mit einem knapp untermaßigen Huchen im Morgennebel, dann Thomas in Watweste mit einem maßigen Huchen, leider einige Tage vor Ende der Schonzeit gefangen. Thomas (übrigends mit Watweste bekleidet) der einen Huchen fing, der im Kochtopf landete und dann noch Thomas, der zufällig eine Watweste trägt. (das wäre in der Tat ein Video wert gewesen, weil der Fisch echt leiden musste) einen Huchen im Drill, den ich von aussen an der Schwanzflosse gehakt hatte. Gottlob war ich nicht alleine, da Mindelpeter mir geholfen hatte, weil ich den Fisch ansonsten einfach nicht hätte anlanden und befreien können. Das war ein Spaß, der Drill hat ewig gedauert.
Fändest du so einen Foto-Abend wirklich interessant? Ich hätte natürlich noch ein paar andere Fotos. Komischerweise immer mit Watweste in der ich Rebos, Bafos und auch die ein oder andere Äsche vor die Linse halte. Aitel sind auch dabei und als Highligt ein Karpfen mit Nymphe.

Gruß
Thomas
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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon AlexWo » 08.11.2018, 21:25

Royal Coachman hat geschrieben:Hallo Freunde!

Anscheinend wird hier die Problematik unter- oder falsch eingeschätzt .

Man kann wegen so eines Fotos gerichtlich wegen Tierquälerei belangt werden.

Augenthaler wurde nicht belangt, weil er den Waller zurückgesetzt hatte, sondern wegen der Fotos, die gemacht wurden.

Solange der Fisch mit dem Wasser Kontakt hat, ist alles ok.

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Fischen ist nunmal Tierquälerei, ich denke da sind wir uns einig.

LG

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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon AlexWo » 08.11.2018, 21:31

webwood hat geschrieben:

Ich habe den bisschen den Verdacht, dass die Leute, die sich hier so echauffieren, einfach keine Fische zum fangen, die ein Trophäenfoto wert sind.


Hallo Alex,
geht das nicht ein bischen unter die Gürtellinie?

Wenn ich es fotografiert hätte ,könnte ich dir einen gar kurzweiligen Foto-Abend bei mir anbieten. Thomas in Watweste mit einem knapp untermaßigen Huchen im Morgennebel, dann Thomas in Watweste mit einem maßigen Huchen, leider einige Tage vor Ende der Schonzeit gefangen. Thomas (übrigends mit Watweste bekleidet) der einen Huchen fing, der im Kochtopf landete und dann noch Thomas, der zufällig eine Watweste trägt. (das wäre in der Tat ein Video wert gewesen, weil der Fisch echt leiden musste) einen Huchen im Drill, den ich von aussen an der Schwanzflosse gehakt hatte. Gottlob war ich nicht alleine, da Mindelpeter mir geholfen hatte, weil ich den Fisch ansonsten einfach nicht hätte anlanden und befreien können. Das war ein Spaß, der Drill hat ewig gedauert.
Fändest du so einen Foto-Abend wirklich interessant? Ich hätte natürlich noch ein paar andere Fotos. Komischerweise immer mit Watweste in der ich Rebos, Bafos und auch die ein oder andere Äsche vor die Linse halte. Aitel sind auch dabei und als Highligt ein Karpfen mit Nymphe.

Gruß
Thomas



Doch Thomas, fände ich interessant, schau mir gern Fangfotos an. Zumal ich früher auch viel auf Huchen gefischt habe, nur hatten die Handys damals noch keine Kameras, weshalb ich von den Viechern leider keine Fotos habe.

LG

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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon Magellan » 08.11.2018, 21:43

Hallo

Lasst uns doch das Thema ansich weiter diskutieren...

Gruss
Heiko
Magellan
 

Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon webwood » 08.11.2018, 22:47

Doch Thomas, fände ich interessant, schau mir gern Fangfotos an. Zumal ich früher auch viel auf Huchen gefischt habe, nur hatten die Handys damals noch keine Kameras, weshalb ich von den Viechern leider keine Fotos habe.


OK, Alex,

Du findest Fangfotos sehenswert, ich nicht. Das ist nun einfach Geschmacksache. Es tut mit leid, ich will hier niemanden beleidigen oder kränken. Mea culpa und als Mod sollte ich mehr Disziplin wahren, doch habe ich eben auch noch meine eigene Meinung und bin hier auch nur ein User. Das ich mir das Mäntelchens des Mod-Status umgehängt habe, vergesse ich bisweilen, andererseits bin ich eben auch nur ein Fischer wie alle anderen auch. Da darf ich auch meine eigene Meinung haben. Und ich bin eben der Meinung einen zu releasenende Fisch aus dem Wasser zu heben, ist zusätzlicher Stress für den Fisch. Bitte akzepiert allesamt, dass ich als Mod auch einfach mal meine Sicht der Dinge poste, und nicht 24 Stunden am Tag der diplomatische Mod sein mag.

Was mir einfach fehlt, bei diesen immer gleichen Fangfotos, ist die Geschichte dazu. (Dabei meine ich bitte abgeschlageneund dann fotografierte Fische!) Dann wäre das Foto ja sehr wohl interessant. Beispiel: (Ohne Foto) Da war an der Würm ein Saibling, 30 cm Wassertiefe und glasklares Wasser. Dem habe ich bestimmt 20 mal eine Nymphe direkt am Maul vorbeitreiben lassen. Hat ihn nicht die Bohne interessiert obwohl er immer wieder 10-20 cm von seine Standplatz nach links oder rechts gependelt ist. Irgendwas hat er definitiv gefressen. Ich habe diverse Nympfen, auch in Mikro-Grössen getestet. Kein Erfolg. Dann habe ich erst aufgegeben und bin dann doch nochmal zurückgekehrt. Das wollte ich einfach nicht auf mir sitzen lassen. Ich hatte eine Adams am Vorfach und beim zweiten Wurf hats "Bing" gemacht. Das war dann zwar nur ein 30 cm Saibling, der vom Foto her ja nichts hermacht. Für mich indess einer der tollsten Fänge meines Lebens, weil ich den Fisch letztlich doch überlisten konnte.

in diesem Sinne
Thomas
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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon Dominikk85 » 08.11.2018, 22:56

MaxS hat geschrieben:Lieber Heiko,
Danke für deinen Beitrag. Ich finde deinen Punkt sehr valide, dass die deutsche Diskussion zu catch and Release sehr eigen, da von einer speziellen Gesetzeslage geprägt ist. Daher ist c&r in der Praxis hier eher Ausnahme als Norm, was in vielen anderen Ländern ganz untechiedlich gelebt wird.

Best Praxis Diskussionen sind nichtsdestoweniger notwendig und sollten - abgesehen von der ethischen kaum begründbaren Dimenssion von c&r - pragmatisch geführt werden.

Ich denke die amerikanische Devise keep ‘em wet! Ist sehr griffig. Soweit wie möglich den Fisch beim Abhaken und Fotografieren im Wasser halten und sich bewusst sein, dass jedes Herausheben des Fisches aus dem Wasser, dessen Überlebenschancen drastisch reduzieren. Dazu die Drillzeit soweit wie irgend möglich reduzieren und im Schonkescher anlanden, in dem man BTW auch gut fotografieren kann.

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Max


Das ist durch Studien allerdings nicht belegt. Studien bei Karpfen zeigen das so gut wie alle Fische Überleben. Hat man die Fische 1,5 Minuten draußen gelassen hat das zwar das stresslevel erhöht, die mortalität aber so gut wie gar nicht gesenkt. Salmonide dürften da etwas empfindlicher sein, aber 30 Sekunden draußen dürften sich dennoch kaum auf die mortalität auswirken.

Ich finde das dennoch nicht gut, wenn ich mal ein Release Foto mache dann nur im Wasser im kescher. Dieses minutenlange posieren was wallerund karpfenangler machen finde ich sehr unschön, selbst wenn sich in der mortalität kaum ein Effekt zeigt.
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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon AlexWo » 08.11.2018, 23:09

wie hier schon gesagt wurde, wenn fotografieren von Fischen so schlimm wäre, was soll da erst mit Laichfischen in einer Fischzucht sein, die müssten ja allesamt eingehen!

Ich habe in einem Projekt, ehrenamtlich, in einem Bruthaus geholfen. Kann mich nicht daran erinnern, dass dort auch nur ein Fisch eingegangen wäre. Alle Fische wurden später wieder putzmunter entlassen.

So, wie Heiko es beschreibt, ist es richtig und vertretbar. Also, warum kein Erinnerungsfoto? Ich schau meine Fotos gern an und schwelge dabei in Erinnerungen oder erzähle anderen Betrachtern dazu Räuberpistolen.

Wer keine Fotos mag muss keine machen und keine anschauen. Wichtig an Heikos Beitrag ist doch wohl, dass er erklärt, wie man das richtig und möglichst schonend macht. Wenn das alle so, wie Heiko machen würden, wäre die Welt ein Stück besser!

Gruss
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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon AlexWo » 08.11.2018, 23:19

und das Gelaber über Tierquälerei... Geht hier irgendwer wirklich nur angeln, weil er Nahrung erbeuten möchte?
Fischen einen widerhakenlosen Haken eintreiben, sie rausleiern, töten oder zurücksetzen ist doch Tierquälerei, ob vernünftig begründbar oder nicht, da macht doch ein „tropfender Fisch-Bild“ den Kohl auch nicht fett, oder?

Wichtig ist doch, wenn man Fische zurücksetzt, dass alles so gehandhabt wird, dass der Fisch das überlebt und genau das hat Heiko beschrieben. Wer will darf die Fische ja auch ohne Foto zurücksetzen!

Ist schon wieder Schonzeit, oder?! hahaha

LG

Alex
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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon Philzlaus » 09.11.2018, 07:52

Ich möchte zurück zu Heikos Empfehlungen statt hier weiter rumzualbern ob gut oder schlecht.. Ich denke hier wurde bereits alles gesagt. Einigen wir uns doch darauf das wir uneinig sind

Lieber Heiko

Ich tu mir bei einigen Punkten schwer wo gleich ich sagen muss das du mit allen recht hast
1) Ich schleppe am Wasser kein Tripod herum. Das habe ich früher gemacht aber irgendwie bin ich davon abgekommen. Meine Ansprüche an die Fotos sind aber auch so hoch dass es keine kleinen Actionkamera sein darf sondern schon was größeren und demnach wären auch die Stative grösser. Würde mir das aber einer ans Wasser schleppen bzw. mir hinterhertragen würde ich das eventuell anders sehen.
2) Ich mag auch keine Kescher wo nicht wirklich unbedingt notwendig bzw. vorgeschrieben. Ich mag am Wasser maximal frei sein und nicht wie ein Gerätehändler herumspringen. In einem von tausend Fällen ist der Fisch nicht groß genug dass ich einen brauche würde und falls der Fisch mir bei der Landung auskommt, na dann hat er halt Glück gehabt. Und nein!! meine Drillzeit liegt nicht über der eurer.
3) Als Konsequenz aus 1) und 2) tue ich mir kaum noch die Mühe an mich selber auf das Foto zu bekommen. Ich kann den Fisch auch nicht irgendwie "gefangen halten" bis ich alles aufgebaut habe somit mache ich dann einen Banana Shot mit dem Fisch. Das klappt fast immer reibungslos und dauert für den Fisch auch weniger lang. Und der Fisch sieht obendrein auch echt sexy aus.

Ph.
gruss
Philipp
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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon HansAnona » 09.11.2018, 08:01

AlexWo hat geschrieben:und das Gelaber über Tierquälerei... Geht hier irgendwer wirklich nur angeln, weil er Nahrung erbeuten möchte?
Fischen einen widerhakenlosen Haken eintreiben, sie rausleiern, töten oder zurücksetzen ist doch Tierquälerei, ob vernünftig begründbar oder nicht, da macht doch ein „tropfender Fisch-Bild“ den Kohl auch nicht fett, oder?

Wichtig ist doch, wenn man Fische zurücksetzt, dass alles so gehandhabt wird, dass der Fisch das überlebt und genau das hat Heiko beschrieben. Wer will darf die Fische ja auch ohne Foto zurücksetzen!

Ist schon wieder Schonzeit, oder?! hahaha

LG

Alex


Nun mach mal nicht auf dicke Hose, Alex.

Erstens hast du wohl übersehen, dass Heiko lobenswerterweise (auf unsere Hinweise) reagiert hat und den Text auf der Homepage verbessert. Heiko hat gelernt und steht nicht mehr in der Kritik.
Zweitens geht es (wie du wohl überlesen hast) den Kritikern nicht um das Angeln, nicht um gelegentliche Fotos von gefangenen Fischen. Völlig egal ob später released oder vorher abgeschlagen.

Zumindest mir geht es um das Posen, schön den Fisch vor die Brust, die Selfiecam mit Stativ in der Böschung gerammt oder den Kumpel als Fotograf genutzt. Wie oben schon angemerkt, möglichst das teure Equipment, feines Rütchen und Hightech Röllchen mit Wassertropfen veredelt gut sichtbar.

Das ist es, was abzulehnen ist. Vor allem, wenn es nicht nur der Selbstbefriedigung dient, sondern mit Hilfe des WWW der staunenden Öffentlichkeit dargebracht wird.

Völlig o.k. finde ich es ein Bild zu Erinnerung zu machen. Ich habe so ein Bild von einer über 45 cm langen Äsche, gefangen in der Loisach. Der Grund für das Foto: ein Ausnahmefisch an dieser Stelle.
Ich habe ein Foto einer 12 cm langen Forelle, gefangen in Norwegen... Es war der einzige Fisch in zwei Tagen.
Ich habe ein Bild meines Vaters mit einem geschätzt 60 cm Karpfen (abgeschlagen). Hintergrund: Der Fisch wurde in einem kleinen Wiesenflüsschen gefangen, Wassertiefe 30 bis 60 cm...
Das Pfannenbild ist ein Highlite meiner diesjährigen Norwegenreise... Dokumentiert das Ende eines Reisetages von Göteborg nach Trysil...

Dokumentation Ja, Posen Nein!

Grüße, Alf
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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon BergLutz » 09.11.2018, 11:05

AlexWo hat geschrieben:und das Gelaber über Tierquälerei... Geht hier irgendwer wirklich nur angeln, weil er Nahrung erbeuten möchte?
......
LG

Alex


Ja, Alex - Ich....
Für mich ist das trennende Kriterium - ob das Fangbild alleiniges Ziel des Angeleinsatzes ist - oder nicht. Ich habe nicht das Recht einen Fisch seiner Kraftreserven zu berauben, ihn eventuell anderweitig zu schädigen NUR damit er wohlig an meiner Rute zerrt und ich eigentlich nichts von ihm will. Ich persönlich empfinde das als Respektlosigkeit.
Ganz konkret bedeutet das für mich unter Anderem, daß ich keine "No Kill" Strecken und reine C&R Gewässer befische, das gezielte Rapfen - und Barbenangeln eingestellt habe. Ich lasse mich auch gern belächeln, wenn ich nach dem Fang eines 5Kg Karpfens nach Hause fahre, ... u.s.w.
Einfach nur traurig empfinde ich , wenn auf Fangfotos Maßlosigkeit dokumentiert wird - wie zum Beispiel gesehen im Buch eines bekannten Verlages wo ein Hechtangler 3 Hechte um den Meter tot über der Schulter hat. Der hat nichts begriffen und gibt ein schlechtes Beispiel für andere.
Ich bin für strikte Fangbegrenzungen und wenn ich eben keinen Fisch einer bestimmten Art mehr "frei" habe brauche ich nicht darauf angeln zu gehen.
Allerdings gilt mein Respekt auch Leuten , die das anders sehen und Möglichkeiten dokumentieren, den Schaden für den Fisch beim Fangfoto gering zu halten. Das "posen" mit Fischen finde ich einfach nur doof und vor allem langweilig. ( obwohl von mir auch so ein Bild mit meinem ersten Elbe -Karpfen existiert.)

Gruß
Lutz
Zuletzt geändert von BergLutz am 09.11.2018, 11:34, insgesamt 1-mal geändert.
Auch Flöhe und Wanzen gehören zum Ganzen...
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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon Achim Stahl » 09.11.2018, 11:28

Moin,

HansAnona hat geschrieben:
Zumindest mir geht es um das Posen, schön den Fisch vor die Brust, die Selfiecam mit Stativ in der Böschung gerammt oder den Kumpel als Fotograf genutzt. Wie oben schon angemerkt, möglichst das teure Equipment, feines Rütchen und Hightech Röllchen mit Wassertropfen veredelt gut sichtbar.

Das ist es, was abzulehnen ist. Vor allem, wenn es nicht nur der Selbstbefriedigung dient, sondern mit Hilfe des WWW der staunenden Öffentlichkeit dargebracht wird.

Völlig o.k. finde ich es ein Bild zu Erinnerung zu machen. Ich habe so ein Bild von einer über 45 cm langen Äsche, gefangen in der Loisach. Der Grund für das Foto: ein Ausnahmefisch an dieser Stelle.



Ich fass mal zusammen:


"Posen" ist also, wenn man zum Fischen hochwertiges Material verwendet und das mit aufs Bild kommt - auch wenn man das Foto sehr zügig macht, mit der bereits positionierten Selficam oder mit Hilfe eines Freunds, der die Kamera schon in der Hand hat... Das ist also abzulehnen, vor Allem, wenn man das Foto dann noch irgendwo im Netz teilt.

Einen Fisch gleich lang aus dem Wasser zu nehmen, um ein Bild für die "Selbstbefriedigung" zu machen, ist schon korrekter...

Einen Fisch genau so lang aus dem Wasser zu nehmen, um den Fang (für die eigenen Erinnerungen) zu "dokumentieren" ist okay...

:doubt:


Viele Grüße!

Achim
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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon HansAnona » 09.11.2018, 13:46

Lieber Achim,

Das ist keine Zusammenfassung sondern entweder falsch verstanden oder böswillige Umdeutung.

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Re: catch & release Aufnahmen

Beitragvon Magellan » 09.11.2018, 16:01

Philzlaus hat geschrieben:Ich möchte zurück zu Heikos Empfehlungen statt hier weiter rumzualbern ob gut oder schlecht.. Ich denke hier wurde bereits alles gesagt. Einigen wir uns doch darauf das wir uneinig sind


:daumen


Hallo Philipp

Ja eine hochwertiges Kamera Equipment... ich weiss um mein im Allgemeinen verbesserungswürdiges Fotomaterial, es ist halt wie du sagst: mit mehr als einer ordentlichen wasserdichten Kleinbildkamera im Sinne eines Material upgrades wird es sicher eng im daypack, oder hast du da eine Empfehlung?

Es ist ja auch nicht wirklich so das ich bei den Fotoshoots die Kamera alle 100 m neu positioniere. Einmal aufgebaut legst du dein Rucksack ab und fischst die entsprechenden Bereiche großflächig ab, wenn du sie denn wiedergefunden hast...

Natürlich summiert sich alles, auch das Thema mit dem Kescher. Aber wenn du einen Fisch aus der Brandungszone, keine Meeresfischerei, am See! dessen Ufer noch dazu mit ordentlichen Bouldern verblockt ist, zügig und sicher -auch für dich!- landen möchtest, ist ein Netz unumgänglich.

Gerade die Saiblinge sind, wie du selbst weisst, nicht vergleichbar mit einer easy zu handhabende Forelle. Es sei denn der Schwanzwurzel Griff ist anwendbar.


Philzlaus hat geschrieben:Ich mag am Wasser maximal frei sein und nicht wie ein Gerätehändler herumspringen.


Nichts ist schöner als das, deshalb nehme ich mir ja generell diese Auszeit für mich um nur das wichtige einzupacken...

Gruss
Heiko
Magellan
 

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