Hallo Leute,
hat einer von euch schon Fireline Crystal in den niedrigen Durchmessern als Vorfachmaterial ausprobiert ? Nymphen müßten an 0,038 -0,06 mm starken Material ja sinken wie ein Stein und unaufällig sollte das bei den mikroskopischen Durchmessern auch sein. Erfahrugsberichte würden mich sehr interressieren ! Danke schon im voraus und
viele Grüße,
Björn
Fireline Crystal/Competition
Moderatoren: Forstie, Maggov, Olaf Kurth, Michael.
-
Kanne
- Beiträge: 346
- Registriert: 30.01.2007, 12:33
- Wohnort: Sachsen
- Hat sich bedankt: 16 Mal
- Danksagung erhalten: 18 Mal
Hallo, Björn,
endlich! Eigentlich wollt ich, wenn es um Vorfachmaterialien geht schon immer mal meine Erfahrungen mit dem Material kundtun. Nun, ich knüpfe an ein monofiles, knotenlos verjüngtes Vorfach mit 0,16er Spitze ein etwa 20cm langes Stück 0,04er Fireline cr., ans Ende eine Schlaufe, das letzte Stück hat damit eine Stärke von 0,08mm. Die Schlaufe passt auch noch durchs Öhr eines 20er Häkleins. Angefangen hab ich damit in der letzten Äschensaison, als im Nov. letzten Jahres das Zeug auf den Markt kam.
Trockenfliegen kann man damit sehr sanft präsentieren, und obwohl die angeblich unsichtbare Schnur zumindest fürs menschliche Auge gut sichtbar ist habe ich weder bei Äschen noch bei Forellen "Vorfachscheue" erlebt.
Nur beim Nymphenfischen und steinigem Gewässergrund ist Vorsicht geboten, spitze Steine sind der "Schnelltod" für die Schnur. Je "gebrauchter" das Material, umso schneller sinkt die Nymphe ab (Fireline schwimmt).
Ein weiterer Vorteil: Hängt die Fliege im Gras oder Busch und das Vorfach reißt, dann ist das 20cm lange Stück FL an der Fliege immer gut zu sehen, denn Sollbruchstelle ist der Knoten mono/Fireline.
Nachteil: Größere Fliegen mit Propellereffekt kann man damit nicht fischen.
Weitere Erfahrungen würden mich auch interessieren.
mfG, Lutz
endlich! Eigentlich wollt ich, wenn es um Vorfachmaterialien geht schon immer mal meine Erfahrungen mit dem Material kundtun. Nun, ich knüpfe an ein monofiles, knotenlos verjüngtes Vorfach mit 0,16er Spitze ein etwa 20cm langes Stück 0,04er Fireline cr., ans Ende eine Schlaufe, das letzte Stück hat damit eine Stärke von 0,08mm. Die Schlaufe passt auch noch durchs Öhr eines 20er Häkleins. Angefangen hab ich damit in der letzten Äschensaison, als im Nov. letzten Jahres das Zeug auf den Markt kam.
Trockenfliegen kann man damit sehr sanft präsentieren, und obwohl die angeblich unsichtbare Schnur zumindest fürs menschliche Auge gut sichtbar ist habe ich weder bei Äschen noch bei Forellen "Vorfachscheue" erlebt.
Nur beim Nymphenfischen und steinigem Gewässergrund ist Vorsicht geboten, spitze Steine sind der "Schnelltod" für die Schnur. Je "gebrauchter" das Material, umso schneller sinkt die Nymphe ab (Fireline schwimmt).
Ein weiterer Vorteil: Hängt die Fliege im Gras oder Busch und das Vorfach reißt, dann ist das 20cm lange Stück FL an der Fliege immer gut zu sehen, denn Sollbruchstelle ist der Knoten mono/Fireline.
Nachteil: Größere Fliegen mit Propellereffekt kann man damit nicht fischen.
Weitere Erfahrungen würden mich auch interessieren.
mfG, Lutz
Hi Lutz,
an das Trockenfliegenfischen hatte ich bis jetzt noch gar nicht gedacht - das Geflecht müßte Sink Gel ja aufnehmen wie ein Schwamm und damit wäre das Problem schwimmendes Vorfach gelöst.
Wie sieht es denn deiner Meinung nach mit der Tragkraft aus ? Decken sich Herstellerangaben und Realität ? 3,5 kg bei 0,038 mm sind ja schon ´ne Hausnummer ! Die Gefahr durch Abrieb bei Fireline ist ja bekannt, meiner Meinung nach aber durch regelmäßige Kontrolle der Schnur im Rahmen zu halten.
Was mich auch noch interressieren würde, ob es wirklich zu einem deutlich schnelleren Sinkverhalten kommt z.B. im Vergleich zu einer 14'er Mono, gerade wenn du die auftreibenden Eigenschaften von Fireline ansprichst.
Fragen über Fragen, aber wir zwei sind bestimmt nicht die einzigen, die auf den Gedanken gekommen sind. ODER ???
Viele Grüße,
Björn
an das Trockenfliegenfischen hatte ich bis jetzt noch gar nicht gedacht - das Geflecht müßte Sink Gel ja aufnehmen wie ein Schwamm und damit wäre das Problem schwimmendes Vorfach gelöst.
Wie sieht es denn deiner Meinung nach mit der Tragkraft aus ? Decken sich Herstellerangaben und Realität ? 3,5 kg bei 0,038 mm sind ja schon ´ne Hausnummer ! Die Gefahr durch Abrieb bei Fireline ist ja bekannt, meiner Meinung nach aber durch regelmäßige Kontrolle der Schnur im Rahmen zu halten.
Was mich auch noch interressieren würde, ob es wirklich zu einem deutlich schnelleren Sinkverhalten kommt z.B. im Vergleich zu einer 14'er Mono, gerade wenn du die auftreibenden Eigenschaften von Fireline ansprichst.
Fragen über Fragen, aber wir zwei sind bestimmt nicht die einzigen, die auf den Gedanken gekommen sind. ODER ???
Viele Grüße,
Björn
If you can´t fish the one you love, love the one you fish...
- MoritzzZZZzzz
- Beiträge: 216
- Registriert: 23.06.2007, 23:31
- Wohnort: bis zum Bauchnabel in der Havel
- Hat sich bedankt: 5 Mal
- Danksagung erhalten: 1 Mal
Hallo!
Nimm die Nymphe deiner Wahl (2x), knote sie an Mono und einmal an Geflecht (gleiche Länge), jetzt schnell noch Wasser in die Badewanne und lass beide mit gestreckter Schnur absinken.
Der Versuch sollte eigendlich das Rätsel lösen.
Ich würde den Versuch gerne machen.....hab hier in NZ keine anständige geflochtene zur Hand.
cheers
Moritz
Nimm die Nymphe deiner Wahl (2x), knote sie an Mono und einmal an Geflecht (gleiche Länge), jetzt schnell noch Wasser in die Badewanne und lass beide mit gestreckter Schnur absinken.
Der Versuch sollte eigendlich das Rätsel lösen.
Ich würde den Versuch gerne machen.....hab hier in NZ keine anständige geflochtene zur Hand.
cheers
Moritz
- Kurt Mack
- Beiträge: 308
- Registriert: 22.03.2007, 09:18
- Hat sich bedankt: 41 Mal
- Danksagung erhalten: 94 Mal
- Kontaktdaten:
Hallo!
Ich benutze eine 0,06er Crystal zum UL-Spinnfischen auf Barsch und Döbel. Auf der Spule nimmt sie soviel Platz wie eine 0.16er Monoschnur ein. Ich wäre mit der Durchmesserangaben der Hersteller vorsichtig, meist sind die Angaben die Addition der Einzelfäden, duch die Flechtung wird der tatsächliche Durchmesser grösser. Die Crystal hat keine Verflechtungen, trägt aber trotzdem wesentlich stärker auf.
Ein weiteres Problem ist, das die Knotentragkraft mit Grinner oder ähnlichen Knoten gerade mal 50-70% der linearen Tragkraft erreicht und die Schnur nicht sehr abriebfest ist. Außerdem wechselt die Tragkraft des gleichen Knotens teilweise extrem.
Meiner Erfahrung ist beim Nymphenfischen die Präsentation viel wichtiger als das Vorfach. Ich fische auf Salmoniden meist nur noch 18er Stroft, die weichere braune, und kann nicht sagen dass ich weniger fange. Auch hat die Verringerung des Vorfachdurchmessers bis auf 0,12 runter nach "unanschlagbaren" Zupfern selten einen zusätzlichen Fisch gebracht. Auch bei "Vergleichsfischen" mit Freunden konnte ich keine gravierenden Unterschiede im Fang feststellen. Ich kann mit dem stärkeren Vorfach schneller drillen, verliere weniger Nymphen durch Hänger und habe im letzten Jahr zwei Fische (BF 64, Barbe 75) in hindernisreichen Gewässerabschnitten landen können, die mir mit einem schwächeren Vorfach bestimmt abgerissen wären.
Viele Grüsse, Kurt Mack
Ich benutze eine 0,06er Crystal zum UL-Spinnfischen auf Barsch und Döbel. Auf der Spule nimmt sie soviel Platz wie eine 0.16er Monoschnur ein. Ich wäre mit der Durchmesserangaben der Hersteller vorsichtig, meist sind die Angaben die Addition der Einzelfäden, duch die Flechtung wird der tatsächliche Durchmesser grösser. Die Crystal hat keine Verflechtungen, trägt aber trotzdem wesentlich stärker auf.
Ein weiteres Problem ist, das die Knotentragkraft mit Grinner oder ähnlichen Knoten gerade mal 50-70% der linearen Tragkraft erreicht und die Schnur nicht sehr abriebfest ist. Außerdem wechselt die Tragkraft des gleichen Knotens teilweise extrem.
Meiner Erfahrung ist beim Nymphenfischen die Präsentation viel wichtiger als das Vorfach. Ich fische auf Salmoniden meist nur noch 18er Stroft, die weichere braune, und kann nicht sagen dass ich weniger fange. Auch hat die Verringerung des Vorfachdurchmessers bis auf 0,12 runter nach "unanschlagbaren" Zupfern selten einen zusätzlichen Fisch gebracht. Auch bei "Vergleichsfischen" mit Freunden konnte ich keine gravierenden Unterschiede im Fang feststellen. Ich kann mit dem stärkeren Vorfach schneller drillen, verliere weniger Nymphen durch Hänger und habe im letzten Jahr zwei Fische (BF 64, Barbe 75) in hindernisreichen Gewässerabschnitten landen können, die mir mit einem schwächeren Vorfach bestimmt abgerissen wären.
Viele Grüsse, Kurt Mack
Hi,
also ich kann das nur bestätigen... ich finde alles unter einem 18er Vorfach auf Forelle etc. nicht so sinnvoll da man im Drill nicht mehr agieren kann und der Drill sich stark verlängern kann wenn mal ein etwas grösserer Fisch rangeht...
Letztes WE hatte ich in dieser Beziehung ein irres Erlebnis.... Ich wollte mit einem Streamer (Hakengrösse 2/0) am 40er Vorfach (normales Monofil) auf Hecht gehen und bekam stattdessen einige Forellen in der Grösse um 50 cm dran....
Ich kann mir nur erklären dass das an der Jahreszeit liegt und die Forellen sehr hungrig und unvorsichtig waren.... oder gibt es sowas wie vorfachscheue Forellen gar nicht? Ich hatte bisland zumindest noch nie den Eindrucl, dass es einen signifikanten Unterschied zB beim Nymphenfischen macht ob man ein 16er, 18er oder 20er Vorfach verwendet...
Gruss Markus
also ich kann das nur bestätigen... ich finde alles unter einem 18er Vorfach auf Forelle etc. nicht so sinnvoll da man im Drill nicht mehr agieren kann und der Drill sich stark verlängern kann wenn mal ein etwas grösserer Fisch rangeht...
Letztes WE hatte ich in dieser Beziehung ein irres Erlebnis.... Ich wollte mit einem Streamer (Hakengrösse 2/0) am 40er Vorfach (normales Monofil) auf Hecht gehen und bekam stattdessen einige Forellen in der Grösse um 50 cm dran....
Ich kann mir nur erklären dass das an der Jahreszeit liegt und die Forellen sehr hungrig und unvorsichtig waren.... oder gibt es sowas wie vorfachscheue Forellen gar nicht? Ich hatte bisland zumindest noch nie den Eindrucl, dass es einen signifikanten Unterschied zB beim Nymphenfischen macht ob man ein 16er, 18er oder 20er Vorfach verwendet...
Gruss Markus






