Fliegen für Erzgebirgsgewässer

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

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Re: Fliegen für Erzgebirgsgewässer

Beitragvon GloBug » 14.12.2018, 11:41

Hallo in die Runde,

zu erst möchte ich sagen das der AVS hier wirklich aktiv ist. Ich selbst helfe nach Möglichkeit bei Besatzmaßnahmen, Abfischen und umsetzen der Fische vor Baumaßnahmen usw.

Und doch muss ich den vorhergehenden negativen Beiträgen zustimmen.
In fünf Minuten Fußweg erreiche ich die Zwickauer Mulde in Wiesenburg. Doch zum Angeln laufen kommt nur noch sehr selten vor. Die Gewässer vor der Haustür sind, meiner Meinung nach, fast leer. :(

Auch wir fahren zum Angeln weite Strecken. Dort fangen wir auch Fische! Also liegt es vor der Haustür nicht an unserer Angeltechnik.

Die Größten Schwierigkeiten hat Lutz ja schon aufgeführt. Doch das gab es das so nicht schon immer?
Hat sich hier eventuell ein anderer Faktor geändert?
Denn es gab Zeiten da konnte man sagen wo ein guter Fisch steht.
Es war hier so gut, das sogar Angler zu Beginn der Saison mit einem Reisebus vorgefahren sind. Ob so ein "Überfall" sinnvoll ist, darüber lässt sich streiten.

Versuchen sollte man es natürlich trotzdem vor der Haustür. Fische sind noch vereinzelt da. Vor Ort am Wasser zu sein ist wichtig und vielleicht findet sich dabei auch die Lösung des aktuellen Problems.

Nun noch ein paar Worte zur ursprünglichen Frage: Die Tipps zu den Fliegenmustern sind super! Ergänzen möchte ich hier noch den Wooly Bugger in schwarz, braun und oliv in Größe 6. Der ist leicht zu binden und lässt sich in verschiedenen Führungsvarianten und Tiefen anbieten.

Beste Grüße
Danny
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Re: Fliegen für Erzgebirgsgewässer

Beitragvon Vogtlandsalmon63 » 14.12.2018, 15:04

Hallo Lutz!
Du hast ja hier noch viele Faktoren angesprochen, mit welchem unsere Angler an den Fließgewässern zu kämpfen haben. Ich verfolge es als Außenstehender in Euren angepachteten Gewässern mit. Auch deshalb, da ich seit langen Jahren schon einen Beruf ausübe, welcher mit der Säuberung des Elementes Wasser zu tun hat und wir in eines der forellentragenden Fließgewässer entwässern. Leider ist es oftmals ein Kampf gegen Windmühlen. Man hat nach einer kraftanstrengenden Zeit die Population wieder sehenswert aufgebaut und dann läßt wieder irgend ein Landwirt oder Gewerbetreibender Anlieger einen konzentrierten Gülle -oder Chemiecoctail ins Wasser ab und es schwimmt alles mit dem Bauch nach oben. Leider werden aber viele nicht erwischt, da die Flüchtigkeit mancher Verbindungen nicht mehr nachzuweisen sind oder der Staat nicht an solch einer Banalität interesse zeigt. Meistens versickern die Anzeigen in den Unteren Wasserbehörden,da Diese nicht einmal wissen, wie sie damit umgehen sollen. Geschweige denn einer angemessenen Entschädigung.
Einen kleine Kritik gegen den AVS hab ich dennoch. Dieser ist nicht bestrebt, Gastangler an seine Gewässer zu lassen und dadurch vielleicht finanziell den Besatz zu stützen. Eine Wochenkarte, welche Wochenweise abzuangeln ist zu einem stolzen Preis für Gastangler erhältlichund dient nicht der Infrastruktur des Tourismus in unserer Niedriglohnregion. Wer einmal durchs Vogtland und Erzgebirge gefahren ist kommt nicht so gleich wieder. Da wären angemessene Tageskarten ein Gewinn, um Fliegenfischer der anliegenden Länder zu begeistern. Da ja schon fast keine fangfähige Trouten mehr vorhanden sind kann die Begründung nicht mehr stimmen, daß dann zu viele Fische entnommen werden. Was ich dauernd als Begründung von leitenden Mitgliedern im AVS hören muß.
Noch mal zum eigentlichen Thema.
In unseren Nährstoffarmen und recht sauren Gewässern ist auch die Schlammfliege recht häufig vorhanden. Jedwede Farbvariante ist auch zu beachten beim Nachbinden.
Gruß
Robby Vogtlandsalmon63.
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Re: Fliegen für Erzgebirgsgewässer

Beitragvon Blauzahn » 14.12.2018, 18:24

Hallo Tobias,
du hast ja schon eine Menge Tips zu Fliegen und Streamern erhalten.
Darüber hinaus veranstalten wir (ein paar Verrückte, die in fischleeren Gewässern trotzdem Fische fangen) einmal im Jahr einen Bindenachmittag.
Das findet in der Regel im Februar statt und wenn du aus unserer Ecke kommst, kannst du dich da gern mit einklinken. :wink:

Und nein, die Flüsse sind nicht leer, wie manch Vorposter schrieb.
Es ist nur, die Beispiele hat Lutz ja bereits ausgeführt, zunehmend mit Problemen durch habitatverändernde Eingriffe, sowie chemische, gefiederte und pelzige Predatoren weniger natürliches Fischaufkommen vorhanden.
Die "Energiewende" und bessere Lobbyarbeit von z.B.: des Wasserkraftverbandes seien hier als Beispiel noch zu ergänzen.

Übrigens hatten wir, in unseren fischleeren Gewässern, den besten Äschenherbst seit mindestens 10 Jahren und das liegt auch an der Arbeit des Verbandes und dem Äschenprojekt.
Danke lieber Lutz, dass du dir für unsere Fischlein so den Arxxx aufreisst.

Besten Gruß aus Zwickau
René
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Re: Fliegen für Erzgebirgsgewässer

Beitragvon Kanne » 14.12.2018, 22:13

Hallo, Gudnaamd,
hallo Danny, vieles an den Faktoren hat sich- ganz besonders auch in Wiesenburg- geändert. Im strukturarmen Bereich der Z. Mulde entwickeln(ten) sich Regenbogenforellen und Äschen wesentlich besser als z.B. in der Äschenregion der Zschopau. Den Grund dafür müsste man mal wissenschaftlich untersuchen. Es dürfen heute nur noch Bachforellen und Äschen besetzt werden. Das mit dem Reisebus, nimm dir nen Zeugen und kontrolliere. Ausweis hast du doch. Primärfaktor Kormoran. Sekundärfaktor Wasserkraft. Im Wildwasser Richtung Grünberg solltest du allerdings mal die Chance auf einen ordentlichen Fisch haben.
Hallo Robby,
bei den Gewässerverschmutzungen bin ich bei dir. Kann man aber über die übergeordnete Ebene lösen, bei Interesse schick mir ne PN. Tageskarten wird es beim AVS nicht geben. Wer aus anderen Bundesländern oder
anderen Staaten kommt und bei uns Urlaub macht sollte auch die Möglichkeit zum Angeln haben. Es geht beim Verkauf von Angelerlaubnisscheinen nicht ums Geld für Fischbesatz. Wer passives Mitglied im Landesverband ist bekommt die Karte zum halben Preis. Beim AV Elbflorenz Dresden oder AV Leipzig sind Tageskarten für verschiedene Gewässer erhältlich. Auch im Salmonidenbereich.

Hallo Renè,
danke dir…Job halt...

liebe Grüße

Lutz
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Re: Fliegen für Erzgebirgsgewässer

Beitragvon vogtländer » 25.12.2018, 12:20

Hallo und Frohe Weihnachten in die Runde ,
bei der Vielzahl und verschiedenen Eigenheiten der Erzgebirgsflüsse ist es unmöglich, verallgemeinernt alles als fischleer zu bezeichnen. Auch die Abschnitte zwischen den leider viel zu oft vorhandenen WKA , bergen oft nicht zu erwartende Fänge . Wahrlich kann man in den sauren nahrungsarmen Oberläufen,keine Großfische erwarten ,aber eine 22`er Bf mit Wildfischgenen bietet an der 3er Rute ein schönes Erlebniss , Sprünge wie Regenbogner und die wunderschöne Färbung machen viel Freude . Wobei wir bei den Regenbognern sind , freilich werden andernorts da große Fische in Massen gesetzt und ermöglichen dem Gastfischer viele Großfischerlebnisse , aber ist das ökologisch bei uns im Gebirge sinnvoll ? Der AVS geht diesen Weg nicht ( auch wenn sich ein Teil von mir das manchmal anders wünscht ) und handelt meiner Meinung nach verantwortungsvoll. Vielleicht sähe es mit unseren heimischen Bf noch schlechter aus mit Konkurrenz .....
Das Äschenprojekt zeigt, mit wie viel Engagement und Fachwissen so ein Vorhaben verbunden ist und über viele Jahre weitergeführt werden muss. Das kann ein kleiner Pächter niemals in diesem Umfang stemmen . Auch ich habe mich gerne beteiligt und werde es weiter tun.
Allein die riesige Anzahl an Fluss Kilometern und die Anzahl an Flüssen ( Elster , Zwickauer Mulde , Freiberger Mulde, Zschopau,Flöha, Chemnitz,Striegis,.......... daneben kleinere Bäche die auch einen Besuch Wert sind , bieten so viele Möglichkeiten und sind wahrlich nicht alle fischleer . Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg auch wenn es oft kleinere Fische sind , ab und zu kommt auch mal ein bessere .....
Da die Bestände naturgemäss immer in Verbindung mit kleinen schon immer bestehenden Wildfischbeständen der Quellbäche in Berührung kommen, kannst du sicher mit herrlichen Farbvarianten unserer "unverbutteten" Bf rechnen (@ Robby: bitte nicht sauer sein ) Viel Erfolg !
Ralf
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Re: Fliegen für Erzgebirgsgewässer

Beitragvon Svartdyrk » 26.12.2018, 18:49

Nabend und frohe Weihnachten,

Ralf hat geschrieben:...aber eine 22`er Bf mit Wildfischgenen bietet an der 3er Rute ein schönes Erlebniss
So unterschiedlich sind eben die Ansichten der Angler. Der eine erfreut sich am Drill von 22cm Bachforellen, der andere zahlt Vereinsgebühren und geht fischen um hin und wieder einen vernünftigen Fisch zu fangen sowie gelegentlich auch einen Fisch zu entnehmen. Ohne dabei endlose Strecken fahren zu müssen, wobei die "Salmogewässer" direkt vor der Haustüre liegen. Ich kauf mir hier jedenfals keine Salmo Karte mehr. :roll:

So denn...Dyrkinsson Svarte :wink:
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Re: Fliegen für Erzgebirgsgewässer

Beitragvon fischbias » 02.01.2019, 09:17

Hallo in die Runde.
Erst einmal allen ein gesundes neues Jahr.
Ich melde mich jetzt erst wieder, da ich leider vor Weihnachten krank geworden bin.
Erst mal allen ein großes Dankeschön für die vielen Tipps und Anregungen.
@René: Wenn es zeitlich passt würde ich mich sehr gerne in an eurem Bindetreff beteiligen. Schreibst du mir bitte eine PN wenn ihr einen Termin und eine Örtlichkeit habt. Das wäre wirklich super.
@Lutz und Stefan: Vielen Dank für eure PNs.

Viele Grüße
Tobias
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Re: Fliegen für Erzgebirgsgewässer

Beitragvon Kanne » 14.01.2019, 23:57

@ Dyrk
"Ich kauf mir hier jedenfals keine Salmo Karte mehr. :roll:"

Gut so. Ne Salmo- Karte hab ich mir noch nie gekauft. Geht nicht. Beitrag bezahlt für Verein/ Verband verbunden mit Verpflichtung zum mitmachen. Das es besser wird. :D

Sodenn Q für die Silverstreams.

Lutz
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Re: Fliegen für Erzgebirgsgewässer

Beitragvon Svartdyrk » 15.01.2019, 19:15

Hallo zamme,

Lutz hat geschrieben:Beitrag bezahlt für Verein/ Verband verbunden mit Verpflichtung zum mitmachen. Das es besser wird.

Lutz: ...hab ich viele Jahre lang. Geändert hat sich zum guten wenig, das ist jetzt keinerlei negative Aussage über deine Bemühungen und Leistungen zum Schutz der Äsche in Sachsen. Bitte nicht falsch verstehen. Der Robby hatte das oben schon angesprochen, wenn absichtlich verursachte "Verunreinigungen", durch am Wasser befindliche Industrie Anlagen... von SBZ bis Zwickau nahezu jeglichen Fischbestand platt gemacht haben, das mit Peanuts ausgeglichen wird, sich der "Verband" damit zu Frieden gibt und (bis auf ein paar Zeitungsartikel) keiner weiter was unternimmt. Was soll man dazu sagen? Von Baumaßnahmen oder Bohrungen, Spülungen was auch immer, durch irgendwelche Berkwerksunternehmen, welche das Gewässer täglich anders einfärbt mal ganz abgesehen. Sowas stell dir mal an der Isar oder Traun vor,...die Pächter der Strecken dort lassen sich solche Zustände/Ergebnisse nicht gefallen. Das geht den gepfefferten Rechtsweg, dass dem Verursacher Hören und Sehen vergeht,

Lutz hat geschrieben:Gut so. Ne Salmo- Karte hab ich mir noch nie gekauft.
dann haben wir möglicherweise etwas unterschiedliche Ansichten,... also wenn ich mir ne Eintritskarte für's Kino kaufe, dann um einen Film zu schauen, nur mal als Beisspiel. Ich geh halt gern fischen um gelegentlich auch mal was zu fangen. 20er Bachforellen zu drillen ist nicht ganz so meins, dafür Kilometerweise Strecke zu machen, wenn sich die geeigneten Gewässer vor der Haustüre befinden schon gar nicht.

Wenn ich am/im Wasser Müll zusammenlesen möchte kann ich das auch so, ohne Gebühren zu bezahlen. Also hier hab ich die letzten Jahre keinen einzigen FF im Wasser stehen sehen....! Die Buben aus meinem Umfeld sehen das ebenso.

Ob du das nun gut findest oder nicht, wann und wo ich mir ne Karte für welches Gewässer auch immer kaufe,... wen kümmert's?? :wink:

Nix für ungut, aber der Vogtland Robby weiß ganz genau was ich meine, der geht möglicherweise auch fischen um Fische zu fangen...vielleicht die falsche Einstellung als Angler :roll:


Gruß aus dem Salmonidenparadies, wie es der thread Ersteller so schön formuliert hat.

In diesem Sinne, weiterhin viel Erfolg beim fischen sowie beim "wirtschaften"

Dyrk
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Re: Fliegen für Erzgebirgsgewässer

Beitragvon Kanne » 15.01.2019, 22:11

Danke für deinen Beitrag, genau solche Diskussionen müssen sein und bringen uns letztendlich weiter.Danke für das was du getan hast in Verbindung des vollsten Verständnisses der Resignation. Sachsen ist nicht gerade das Bundesland in dem Fischerei oder Angelei in der Politik und Wirtschaft anerkannt wird. Die 300 Wasserkratanlagenbetreiber, Industrieeinleiter ohne gesetzliche Grenzwerte, Landwirtschaft etc. haben einen höheren Status in der Politik als immerhin 45.000 organisierte Angler. Es gibt allerdings ein paar Leute in den Behörden mir denen man arbeiten kann. Und es gibt eine gut Zahl Freunde die uns helfen. Nur mit Kritikern wie dir können wir unseren Zielen näher kommen, mehr will ich jetzt hier nicht von mir geben. Liebe Grüße Lutz

Ein Kontakt per pn wäre sehr lieb von dir.
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Re: Fliegen für Erzgebirgsgewässer

Beitragvon Svartdyrk » 16.01.2019, 00:07

Lutz,

das ist keine Kritik sondern Fakt. Ich bin kein Kritiker,...sag halt nur wie es ist. Wenn etwas unwahr ist, lass ich mich gern belehren. Bei allem Respekt für deine/eure Leistung. Das sind Dinge auf polit Ebene...nicht einfach, manchmal unverständlich, von niemandem gehört, oder doch schon mal gehört und nix getan weil Hinz und Kunz die Finger drin haben.
Ich meine, das letzte mal als ich mich mit dir, dem Blauzahn und dem Vogtländer Robby und noch paar anderen Kollegen auf dem Muldenfischer Treffen unterhalten zu haben, weiß eure Erfahrung auch zu schätzen. Is auch schon ne Weile her. Hat auch niemand Zweifel an deiner Kompetenz und deinen Mühen für die Sache. Woanders gehts doch auch...?? Was klemmt da in Sachsen? Vielleicht bin ich auch etwas verwöhnt von der Fischerei in den alten Bundesländern?? Aber hier öffentlich Leute/Gastfischer einzuladen, Gewässer zu empfehlen, Fliegenmuster welche fängig sind, wobei die Einheimischen sich sostwohin verziehen um fischen zu gehen is nu echt ganz schön albern und eher schön rederei. Mit Lockangeboten aus Zeitschriften Gäste hier zum fischen einzuladen, weiß nicht ob das passend ist. Die schauen sich das an, lächeln, sind traurig und kommen niemals wieder.

klar tippel ich dich mal an....

und bitte nicht falsch verstehen, is so :wink:

Dyrk
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Re: Fliegen für Erzgebirgsgewässer

Beitragvon Kanne » 17.01.2019, 01:41

Dyrk, starke Meinung.
Akzeptiere ich auch. Meine Meinung ist anders. Auch ich verziehe mich zum Fischen seit zwei Jahren in den russischen Norden. An Gewässer die noch weitgehend unbeeinflusst durch uns Menschen sind. Wo ich Kilometer an Strecke mit einem Partner alleine habe, kein Befischungsdruck und kein unnatürlicher Prädatorendruck. Kein Hochwasserschutz und keine Wasserkraftnutzung und überhaupt keine Einleitungen Fischtoxischer Stoffe. Dann gehe ich wieder zu Hause angeln und vergleiche mal die Ergebnisse. Wenn ich dann auf 20 untermaßige Salmoniden einen Fisch über 30 cm fange bin ich zufrieden. Der Stellenwert der Fischerei ist in Sachsen nicht an dem Punkt wie z.B. in Bayern, was die "Attraktivität" der Gewässer angeht. Daran etwas zu ändern braucht es viele "Macher". So weit, so gut. Ein paar Leute sind da mit dran, denke ich.

Grüße, Lutz
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Re: Fliegen für Erzgebirgsgewässer

Beitragvon Vogtlandsalmon63 » 17.01.2019, 12:39

Hallo Lutz!
Nu hast du ja auch mal die Katze aus dem Sack gelassen. :wink: :wink: :wink:
Dich ziehts also auch in die Ferne um mal einen brauchbaren maßigen Fisch zu fangen und nicht immer in der sächsischen Kinderstube zu räubern und die handlangen Trouten zu verprellen, welche noch in unseren Gewässern dahinvegetieren. Dann kannst Du ja uns nachfühlen, wenn man mal einen richtigen Salmon am Haken hat ohne beim Rückschwung immer die Fliege beobachten zu müssen, ob man nicht einen aus der Kinderstube das fliegen beibringt. :D :D :D
Die wenigen Tapferen, welche sich permanent für die Pflege der Gewässer und der Aufzucht des Besatzes einsetzen haben in Sachsen keine Chance gegen der Wasserkraftlobby und den Behörden, welche nicht mal wissen mit den Verstößen umzugehen.
Vielleicht sollten auch mal die Verantwortlichen im Verband ein beispiel mal an Thüringen nehmen. Dort gehts auch und man fängt sonderbarerweise, ab Landesgrenze, ab Ziegenrück auch noch brauchbare Fische ohne schlechtes gewissen zu haben heute mal wieder ettliche kleine Fische bauchoben den Fluss runter entlassen zu haben.
Ich bin weißgott kein Kochtopfangler, aber ab und zu wandert auch mal eine Forelle in den Räucherofen. Doch leider, mich an dem Fang von Sprottengröße zu ergötzen, wie einige Kollegen hier auch poosten ist mir zu wieder. Ich genieße auch bei meinen Angelausflügen die Natur, aber auch den Fang eines mal kampfstärkeren maßigen Fisches. Bedauerlicherweise herrscht das momentan in unseren sächsischen Gewässern fast nicht mehr vor. Eher gewinnt man im Lotto. Den Rest macht der schwarze Tod, der nach Beobachtungen besonders die fangfähigen Größen attackiert.
Gruß
Robby Vogtlandsalmon63.
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Re: Fliegen für Erzgebirgsgewässer

Beitragvon Kanne » 17.01.2019, 22:34

Lieber Robby,
danke für deinen Beitrag. Meine Angelurlaube auf die Halbinsel Kola haben nichts, aber auch gar nichts damit zu tun das ich mal einen ordentlichen Fisch an der Leine haben will. An die eigenen Grenzen gehen, Ängste abbauen sind dort das Ziel. Warum tue ich mir das an? Nur darum geht es . Der gefangene Fisch ist eine Belohnung der eigenen Vorstellung entsprechend. Hier oder dort. Dort gibt es nicht mehr als hier. Wurscht.

Man kann, wie jeder Fischer oder Angler das frei für sich entscheiden kann. Für Eigennutz oder Nutzen für die Allgemeinheit sorgen. Das hört nicht an Landesgrenzen auf. in diesem Sinne,

liebe Grüße,

Lutz
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Re: Fliegen für Erzgebirgsgewässer

Beitragvon vogtländer » 20.01.2019, 12:37

Hallo allerseits,
in den fast 50 Jahren in denen ich unseren vogtländischen Forellen nachstelle, hat sich einiges geändert , manches positiv, das andere negativ. Der Fischbestand war meiner Erfahrung nach schon immer so ,das man 20 oder mehr kleine Fische fängt bis mal eine bessere kommt.
Auch ich habe schon Fische über 50 und eine über 65 cm gehabt. Das macht auch mir mehr Spaß.Ich bin kein Biologe, aber ist es nicht normal das in unseren relativ nahrungsarmen Bächen die Zusammensetzung der Abwachsgrößen so aussieht?
Mit den Kalkflüssen in Bayern oder Österreich war das nie zu vergleichen . Deshalb freue ich mich, wie schon früher, auch über einen kleineren Fisch .....
Natürlich gab es früher keinen Kormoran , der hat in kalten Wintern schon enormen Schaden angerichtet. Schwankungen im Fischbestand gab es schon immer , in den 90ern paradiesische Verhältnisse dank Regenbogenbesatz, das hat sich aber meistens nicht lange gehalten , wenn sie weggefangen waren hat sich das normale Level meist wieder eingestellt .
Zum Thema Kritik habe ich so meine Erfahrungen machen müssen .Die Kollegen ,die am lautesten kritisiert haben, waren dann wenns drum ging die kleinen
Äschen in der Elster zu verteilen, meist nicht abkömmlich . Da war dann die meisten sehr beschäftigt und konnten nicht helfen .....

Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag
Ralf :wink:
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