Fliegenfischen auf Friedfisch

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

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Fliegenfischen auf Friedfisch

Beitragvon Kohun » 09.05.2018, 20:47

Hallo ich bin ziemlich neu was das Fliegenfischen betrifft. Ich habe den Grundwurf langsam drauf, war auch schon einige male am Wasser aber der Erfolg bleibt irgendwie aus. Ich fische mit einer #5 Rute und hautsächlich kleinen Nymphen um Weißfisch an den Haken zu bekommen, aber auch Trockenfliegen und kleine Wollybuger. Da meine Gewässer eher still oder langsam fließende Gewässer sind zupfe ich die Nymphen langsam ein und füttere etwas mit Lockfuttef an Zudem sind meine Gewässer eher trüb.
ich währe sehr dankbar wenn jemand einige Tips bezüglich der Technik den Fliegengrößen und Mustern hätte.
Kohun
 
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Re: Fliegenfischen auf Friedfisch

Beitragvon Carphunter » 09.05.2018, 21:00

Servus Kohun,
Ich fische auf Weißfische überwiegend mit ganz einfachen Goldkopfnymphen in natürlichen, gedeckten Farben in Hakengrößen 12 bis 18. An Steganlagen oder an Seerosenfeldern lassen sich so in der Regel verschiedenste Fischarten fangen. Meiner Erfahrung nach funktioniert es auch in trüben Gewässern mit ca 50cm Sichttuefe relativ gut. Das Schöne daran ist, dass man nie weiß, was als nächstes beisst.

Gruß Timo
Grüße aus der Oberpfalz
Timo
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Re: Fliegenfischen auf Friedfisch

Beitragvon Kohun » 09.05.2018, 21:18

Okay dann mache ich mit meinen Fliegenmustern nichts falsch.
Wie führst du diese? Zupfst du oder lässt du sie einfach absinken? Habe echt noch gar keine Erfahrung.
Was für ein Forfach nimmst du da?
Danke schonmal :D
Kohun
 
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Re: Fliegenfischen auf Friedfisch

Beitragvon Carphunter » 09.05.2018, 21:37

Ich lasse die Nymphe erst absinken bis diese den Boden in etwa erreicht hat. Danach zupfe ich sie mit kurzen ca 5cm langen Zupfern über den Grund, dazwischen auch mal Pausen von 2-3 Sekunden. Wichtig ist dabei, dass die Nymphe nahe am Boden fischt, wo sich die fressenden Fische aufhalten. Dies erkennt man daran, dass man hin und wieder etwas Dreck am Haken hat. Den Biss erkennst du meistens an einem leichten Zupfer an der Schnur, weswegen diese immer gestreckt auf der Wasseroberfläche liegen sollte.

Das Vorfach ist von der Gewässertiefe und -beschaffenheit abhängig. Ist mit Karpfen als Beifang zu rechnen, würde ich nicht unter 0,20mm gehen, dann fällt aber auch die Nymphe größer aus. Wenn Karpfen selten sind und überwiegend Weißfische wie Aitel, Nerfling, Brachse usw zu erwarten sind, verwende ich ca 0,16mm als Vorfachspitze. Bei kleinen Weißfischen wie Rotauge, Laube usw nehm ich 0,14mm.
Die Vorfachlänge ist von der Gewässertiefe abhängig. Im Stillwasser nehme ich persönlich die 2-2,5-fache Gewässertiefe.

Anfüttern ist unter den meisten Fliegenfischern verpönt und eigentlich auch nicht nötig, wenn Fische am Platz sind. :p
Zuletzt geändert von Carphunter am 09.05.2018, 21:49, insgesamt 2-mal geändert.
Grüße aus der Oberpfalz
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Re: Fliegenfischen auf Friedfisch

Beitragvon Kohun » 09.05.2018, 21:48

Okay hört sich schon mal gut an.
ich glaub ich muss mich mal nach neuen Gewässern hier im Norden umsehen. :D
und hast du Erfahrung mit Trockenfliegen?
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Re: Fliegenfischen auf Friedfisch

Beitragvon Kohun » 09.05.2018, 21:51

Und fischst du auf Sicht oder auf Verdacht?
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Re: Fliegenfischen auf Friedfisch

Beitragvon Carphunter » 09.05.2018, 21:54

Mit der Trockenfliege fische ich mittlererweile nur noch selten. Zum Beispiel im Hochsommer, wenn die Fische flach stehen und abends nach schlüpfenden Insekten steigen. Ansonsten bleibe ich meistens bei der Nymphe, da diese meistens doch deutlich im Vorteil ist und sich damit viele verschiedene Fischarten überlisten lassen. Das ist meiner Meinung nach auch der Reiz an der Nymphe: Man weiß nie was als nächstes beißt.
Grüße aus der Oberpfalz
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Re: Fliegenfischen auf Friedfisch

Beitragvon Carphunter » 09.05.2018, 22:00

Am reizvollsten ist natürlich auf Sicht, aber meistens dann doch auf Verdacht.
Wenn du in Englisch einigermaßen fit bist, kann ich dir das Buch "Flyfishing for Coarse Fish" von Dominic Garnett empfehlen. Es gibt für die meisten Nichtsalmoniden einen kurzen Überblick über das Gerät, die Fliegenmuster und das Vorgehen für die jeweiligen Arten.
Grüße aus der Oberpfalz
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Re: Fliegenfischen auf Friedfisch

Beitragvon Kohun » 09.05.2018, 22:09

Okay vielen Dank.
Ich habe mir das Buch "neues Fliegenfischen auf Döbel und co." besorgt.
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Re: Fliegenfischen auf Friedfisch

Beitragvon Peter Pan » 18.05.2018, 14:08

Hallo,

schon mal mit Schwimmbrot probiert. So habe ich auch mal angefangen. Mit Brot gefüttert und die dann fressenden Karpfen mit einer Brotfliege gefangen.
Nach einiger Zeit hatten sie es raus, danach ging dann nichts mehr. Friedfische sind schon recht schwer auf die Fliege zu bekommen.
Weiter probieren hilft!!

Gruß und tight lines,
Peter

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Re: Fliegenfischen auf Friedfisch

Beitragvon Kohun » 18.05.2018, 18:58

Danke :)
Aber langsam fange ich an zu verzweifeln..
war schon oft los heute sogar im forellenpuff aber nichts..! ich frag mich obs an mir oder irgendwas anderem liegt ^^
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Re: Fliegenfischen auf Friedfisch

Beitragvon webwood » 18.05.2018, 21:03

Servus,

versuche mal direkt am Schilfgürtel mit der Nymphe zu zupfen, so du Schilf hast. Ansonsten gehen Aitel sehr gut mit der Trockenfliege (z.B. Daddy longlegg).
Du musst dir bei Aitel beim Anhieb Zeit lassen. Lauben gehen auch sehr gut auf kleinste Trockenfliegen. Da hingegen kannst du deine Reaktionsgeschwindigkeit testen.
TL
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Re: Fliegenfischen auf Friedfisch

Beitragvon Kohun » 19.05.2018, 11:39

ich gut allerdings habe ich das Gefühl das meine fliegen garnicht gesehen werden.. gibt's etwas bestimmtes was ich bei trübem Wasser beachten muss?
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Re: Fliegenfischen auf Friedfisch

Beitragvon superfredi » 19.05.2018, 14:31

Hallo
Nimm eine sehr dunkele oder sehr helle Fliege ……
Oder da hinwerfen, wo es mal "geplätschert oder geräubert" hat.
Wie die Vorredner schon sagten; Schilfkanten , Seerosenkanten, Steine oder irgendwas , was halt anders im Gewässer ist.
Wird schon.....
Petri Heil
Fred
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