Forellenverlust

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

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Forellenverlust

Beitragvon Spider48 » 23.04.2018, 20:53

Hallo,

ich habe mich bei meinem ersten Versuch im heurigen Jahr auch gleich über tolle Fische freuen dürfen. Ich habe mit der Nymphe mit einer Rute der Klasse 5 gefischt. Beim nächsten Mal habe ich dieselbe Nymphe an einer Rute der Klasse 3-4 versucht und bei fünf Versuchen keine einzige der starken Bachforellen landen können. Selbstverständlich wird bei uns ohne Widerhaken gefischt. Denkt Ihr, dass es an der Rute liegen kann? Ist diese vielleicht zu fein für derartige Fische und sollte ich bei der Klasse 5 bleiben?

Ich danke vorab für die Hilfe bzw. gute Tipps zu meinem Problem.

LG aus Österreich. Dieter
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Re: Forellenverlust

Beitragvon Pelsi » 23.04.2018, 23:02

Moin Dieter,


ich glaube kaum das es einen Unterschied ausmacht, ob du eine 4 oder 5 er fischt.

Ich vermute, dass du zu vorsichtig drillst und deswegen nicht genügende Druck ausübst.

Benutze eine angemessene Vorfachstärke und drille wie mit deiner 5er, dann läuft das bestimmt....

Viel Erfolg und noch mehr Spaß beim fischen...

VG
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Re: Forellenverlust

Beitragvon DerRhöner » 23.04.2018, 23:04

Hallo Dieter

Also direkt an der Rutenklasse liegt es vermutlich nicht. Nicht im technischen Sinne. Ich tendiere sogar dazu, dass Du damit einen gehakten Fisch besser drillen kannst, weil so eine Rute die Fluchten besser abfedert. Und das eher zu erwartende Problem, dass Du die Nymphe mit so einer Rute nicht rausbringst, besteht ja offensichtlich nicht, wenn Du die Fische schon gehakt hast.

Ich vermute eher, dass Du Dich mit so einer weichen Rute nicht getraut hast, den nötigen Gegendruck zu geben. Kann es sein, dass die Rolle und das Vorfach auch anders (schwächer) waren, sodass Du Angst hattest, das Vorfach bricht oder die Rolle bremst nicht so wie gewohnt?

Also mit einer 4er sollte man grundsätzlich auch eine starke Forelle bändigen können. Ich rate aber dazu, erstmal mit dem gewohnten (5er) Gerät Erfahrungen zu sammeln. So lange bis Du das Gefühl hast, dass Du auch mit leichtem (sozusagen unterlegenem) Gerät Herr der Lage wärest. Es braucht ein bisschen Erfahrung und auch ein paar Fehlschläge um spüren zu können, wo die Grenzen des eigenen Gerätes sind. Damit findet man die Potentiale des leichten Geräts besser und geht damit selbstbewusster ans Wasser.

Glückwunsch übrigens dazu, dass man mit Dir die Frage: "Wie finde und hake ich Fische?" nicht erörtern muss. Du hast da ein Luxusproblem :lol:

Gruss

Christian
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Re: Forellenverlust

Beitragvon Spider48 » 24.04.2018, 08:44

Guten Morgen,

vielen Dank für die tollen Tipps, die ich am Wochenende gleich mal ausprobieren werde. Die Rolle war natürlich entsprechend der Rutenklasse schwächer ausgelegt und womöglich habe ich unbewusst, die Fische nicht so hart gedrillt. Vielleicht war aber auch einfach nur etwas Pech dabei. Aber das macht ja gerade den Reiz unserer Fischerei aus. Mal sehen ob mir das Luxusproblem mit dem Finden und Haken auch zukünftig eher erspart bleibt :wink: :wink: :wink:

LG aus Österreich Dieter
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Re: Forellenverlust

Beitragvon Hawk » 24.04.2018, 08:58

Was ich mir noch vorstellen kann: Vielleicht ist es dir mit der leichteren Rute auch nicht gelungen den Haken vernünftig zu setzten.
Du schreibst ja leider nicht dazu was für Nymphen du gefischt hast, aber bei großen dickdrähtigen Haken kann es bei einer weichen Rute schonmal Probleme geben, grade wenn man nur die Rute hebt und keinen Strip Strike setzt.
Gruß
Sven
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Re: Forellenverlust

Beitragvon Spider48 » 24.04.2018, 09:16

Hallo Sven,

das wäre natürlich auch noch eine Möglichkeit, wobei die Nymphe zwar schon Goldkopf aber sonst ein kleines Muster (Hakengröße 12) war.
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Re: Forellenverlust

Beitragvon Philzlaus » 24.04.2018, 13:12

Was ist eigentlich eine starke Bachforelle und wie sah das Wasser aus. Eine 40er in einem starken Strom fühlt sich anderst an als eine 60er in einem kleinen Bach.
gruss
Philipp
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Re: Forellenverlust

Beitragvon Mountain Angler » 24.04.2018, 13:19

Hallo Dieter

an der Rute liegt es bestimmt nicht. Schau dir mal den Trend bei den Amis an. Leichtes Euronymphing mit 2er und 3er Ruten ist gross im Trend.
Ich glaube es ist ganz simpel.
Kontrolliere deine Haken! Einmal am Grund angehängt und die Schärfe ist nicht mehr dieselbe.
Eine meiner wichtigsten Accessoires ist... ein Hakenschärfer! z.B.

https://www.drslick.com/catalog/hook-files

Auch die Hakengrösse mit 12 ist eigentlich optimal.

Gruss,René
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Re: Forellenverlust

Beitragvon Spider48 » 24.04.2018, 14:01

Hallo,

das mit dem Haken werde ich mir ansehen. Möglicherweise wirklich nicht mehr der Schärfste. Es waren bei den 5 Forellen die ich verloren habe, sicher 2-3 jenseits der 40 cm dabei, die in mittelstarker Strömung bei knietiefem Wasser gedrillt wurden. Wie gesagt beim ersten Versuch habe ich keine verloren, beim zweiten Mal alle 5 gehakten. Wahrscheinlich ein Zusammenspiel mehrerer von Euch angesprochener Gründe, jedenfalls ist der Support, den man hier bekommt, echt toll.

Danke und LG aus Österreich.

Dieter
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Re: Forellenverlust

Beitragvon Phoresis » 24.04.2018, 18:08

Hallo,
in welcher Phase des Drills verlierst du die Fische vorrangig?
Direkt beim bzw. kurz nach dem Anschlag kann ein Zeichen für stumpfe Haken oder eine zu zaghafte Herangehensweise sein. Verluste gegen Ende des Drills können bei eher leichten Schnurklassen auch durch mehr oder weniger vollständige Auslastung der Reserven kommen. Ich habe das Problem öfters mal, wenn ich mit einer kurzen 2er unterwegs bin und dann einen größeren Fisch gegen die Strömung in den Kescher ziehen will. Irgendwann macht das Rückgrat einfach dicht und dann werden die Schläge nicht mehr wirklich gepuffert, was ganz gerne mal zum Ausschlitzen führt. Das ist aber stark von der Aktion der Rute abhängig. Solltest du die Fische allerdings mitten im Drill verlieren, würde ich auch ganz einfach auf Pech (meistens) oder Fehler im Drill tippen.
Mit freundlichen Grüßen
Björn
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Re: Forellenverlust

Beitragvon Spider48 » 25.04.2018, 10:54

Hallo,
das war in unterschiedlichen Phasen, aber immer schon so weit, dass ich den Fisch schon mal zu Gesicht bekommen habe, also eher schon gegen Ende des Drills. Wahrscheinlich wirklich Pech oder vielleicht ein zu lascher Anhieb.

Mal sehen, am Samstag folgt der nächste Versuch.

LG aus Österreich,

Dieter
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Re: Forellenverlust

Beitragvon Spider48 » 02.05.2018, 11:27

Hallo,

na bitte klappt doch. Der Umstieg auf die Klasse 5 hat mir am Sonntag doch wieder zwei stattliche Exemplare mit je 40 cm beschert. Der Haken war auch frisch geschliffen und somit war das am Wochenende wieder ein tolles Erlebnis.

Danke nochmals für Eure Tipps.

LG aus Österreich, Dieter
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