Hallo Freunde,
Ich vermute dass bei kaltem Wasser eher langsam gezogene, für den Huchen leicht fangbar erscheinende Köder besser fangen. Besonders bei wärmerem Wasser im Herbst können schneller gestrippte Köder die den Reflex ansprechen, eine flüchtende Beute zu schnappen, aber gut zum Erfolg verhelfen.
felix hat geschrieben:Wichtig ist jedenfalls nach meiner Erfahrung das gaaaanz vorsichtige Anpirschen zum Wurfort. Huchen sind schneller in die Flucht geschlagen als jeder andere Fisch in unseren Breiten...
Das hört man immer wieder.
Ich bin mir da sehr unsicher, der Verdacht drängt sich aber doch irgendwie auf dass das nur ein Angler-Komplex ist.
Ein großer Huchen frißt nun mal sehr selten, und ist daher nur in einem engen Zeitfenster fangbar.
Da kommt man leicht auf Gedanken wie - der Fisch kennt alle Köder, oder er ist nach dem ersten Wurf oder durch das Knirschen des Kieses vergrämt etc.
Obs wirklich so ist weiss keiner.
Als Gegenbeispiel weiß ich aus erster Hand von einem großen Huchen, der in der Enns gefangen wurde, nachdem der Fischer mehrmals direkt am Angelplatz mit dem Außenborder rumgefahren ist und rumgefuhrwerkt hat, um einen Hänger zu lösen. Beiläufig hat der dann noch mal wenige Meter daneben zurück geworfen und sodann den großen Huchen gefangen. Als wär der Fisch durch den Lärm erst aufgeweckt worden. Wassertiefe dort wohl ca. 3 m.
Selbst habe ich einen raubenden Großhuchen 15 min gefangen nachdem ich ihn unabsichtlich aus dem knietiefen Wasser verscheucht habe. Zumindest beim Rauben ist offensichtlich die Vorsicht ziemlich auf Off.
Ich weiss, Einzelbeispiele sagen wenig aus .. aber dass ein Fisch nicht beißt kann viele Ursachen haben; als Erkenntnisgewinn beim Huchenfischen ist daher letztlich nur das Fangen gültig, nicht das Nicht-Fangen.
Clemens
A curious thing happens when fish stocks decline: People who aren't aware of the old levels accept the new ones as normal. Over generations, societies adjust expectations downward .. (Kennedy Warne)