Köderverlust beim Streamern - Falsche Technik oder Material?

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

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Köderverlust beim Streamern - Falsche Technik oder Material?

Beitragvon MisterAJ » 05.10.2015, 18:51

Hallo zusammen,
ich hatte heute einen größeren Streamertest und wollte probieren welche Streamer in einem Abschnitt von dem ich weiß wo die Regenbogen stehen, am besten funktionieren.
Probiert habe ich vor allem Wooly Bugger zwischen 6 und 10. Schwimmschnur mit ca. 1,5m Vorfach, an der Spitze 0,18er.
Gefischt habe ich vor allem parallel zur Strömung, das heißt in kleinem Winkel stromauf geworfen und dann im rechten Winkel eingeholt. Das heißt die Bisse erfolgten dann ca 10-30° stromauf.
Den ersten Biss konnte ich nicht verwerten, den zweiten aber schon. Zumindest dachte ich das bis mir die Schnur entgegen geschossen kam. Er hat tatsächlich den Streamer abgebissen und sprang erstmal paar mal herum bis er ihn abschütteln konnte. (In so einem Fall ist man froh ohne Widerhaken zu fischen...). Es war eine ca. 45er Regenbogen. Das wäre nicht so schlimm wenn mir das nicht schon letzte Woche passiert wäre an der gleichen Stelle.

Der nächste Angriff war wesentlich radikaler. Diesmal habe ich aber absichtlich nicht angeschlagen, eher noch Schnur gegeben damit sie etwas stromab ziehen kann. Sie ändert aber die Richtung und springt kurzerhand stromauf. Und wieder sind beide weg, Forelle und Streamer. Diese war noch deutlich größer (gute 50) und hat ordentlich Rabatz gemacht.

Was ich nicht verstehe: Normalerweise fische ich an dieser Stelle 12-16er Nymphen mit 0,12-0,14er Spitzen. Ich habe letzte Woche ca. 8 von den größeren ohne Probleme drillen können, alle mit der Nymphe. Verloren habe ich jedenfalls keinen Köder im Maul. Grundsätzlich denke ich nicht, dass das Vorfach zu schwach ist dafür.

Geknotet habe ich mit einem verstärkten Clinch. Ist das vielleicht nicht ideal? Wie ich danach sehen konnte ist der Knoten nicht einfach aufgegangen sondern die Schnur am Knoten gebrochen. Aktuell fische ich mit dem RIO Powerflex. Besonders zufrieden bin ich damit aber nicht aus anderen Gründen.

Ich weiß, dass ein Streamer heftiger attackiert wird, aber da die Angriffe beim Einstrippen erfolgten, brauchte ich nicht einmal einen wirklichen Anschlag setzen. Ich schließe mal aus, dass ein zu heftiger Anschlag erfolgte. Deswegen vermute ich einmal, dass mein Setup nicht so ideal war. Und ja, dort sind natürlich auch deutlich kleinere Forellen, ich kann mich also nicht nur auf solche Brummer einstellen (sollte ich aber vielleicht vorsichtshalber).

Liebe Grüße,
Florian
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Re: Köderverlust beim Streamern - Falsche Technik oder Mater

Beitragvon webwood » 05.10.2015, 19:07

Hallo Florian,

spontan fallen mir 3 Möglichkeiten als Ursache ein.

Dein Tippet ist überaltert.
Du hast den Clinchknoten beim zuziehen überhitzt (zu wenig Spucke)
Dein Hakenöhr hat einen Grat (Wie ein Grat bei der Produktion entstehen kann ist mir zwar unklar, doch so eine Charge hatte ich mal erwischt)

Viele Grüße

Thomas
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Re: Köderverlust beim Streamern - Falsche Technik oder Mater

Beitragvon MisterAJ » 05.10.2015, 19:50

webwood hat geschrieben:Hallo Florian,

spontan fallen mir 3 Möglichkeiten als Ursache ein.

Dein Tippet ist überaltert.
Du hast den Clinchknoten beim zuziehen überhitzt (zu wenig Spucke)
Dein Hakenöhr hat einen Grat (Wie ein Grat bei der Produktion entstehen kann ist mir zwar unklar, doch so eine Chrage hatte ich mal erwischt)

Viele Grüße

Thomas


Hi Thomas,
vielen Dank für deine Hinweise.
Würdest du die Größe mit 0,18 grundsätzlich ausschließen?
Das Tippet ist etwa 3 Monate alt, wird aber behutsam aufbewahrt (trocken, ohne Sonneneinstrahlung). Es wurde heute frisch dran gebunden.
Überhitzung beim Knoten klingt gut, allerdings knote ich immer bewusst langsam zu so dass keine große Reibung entsteht. Ich gebe aber zu, dass ich oft sehr wenig bis gar keine Spucke verwende.
Das mit dem Hakenöhr kann durchaus sein, ist jetzt im Nachhinein etwas schwierig nachzuprüfen ;)

Ich muss allerdings auch sagen, dass ich bei Streamern immer bewusst viel Druck ausübe um die Knotenfestigkeit zu prüfen. Mir ist es wirklich ein Rätsel wie der Fisch dann so viel mehr Druck ausüben kann dass das ganze bricht...
Lg,
Florian
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Re: Köderverlust beim Streamern - Falsche Technik oder Mater

Beitragvon orkdaling » 05.10.2015, 21:02

Hallo Florian,
ich stimme Thomas voll zu.
Du weisst nie wie lange die Schnur beim Hændler lag, besonders die teuren.
Auch habe ich bei Fluo festgestellt das die Knotenfestigkeit stark abnimmt.
Ich benutze, egal ob Forelle oder Lachs, nur noch klare Stroft als Spitze.
Manchmal hast du bei im Laden gekauften Streamern auch Lackreste im Øhr (wird hart wie Glas) und wenn dann der Schlaufenknoten im Drill scheuert ist der Fisch der Sieger. Gluehende Nadel schafft Abhilfe.
Wenn du die Fische vorher mit ner 14 gefangen hast kann die 18 nicht zu schwach sein, egal mit welcher Methode.
Gruss
Hendrik
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Re: Köderverlust beim Streamern - Falsche Technik oder Mater

Beitragvon webwood » 05.10.2015, 21:22

Würdest du die Größe mit 0,18 grundsätzlich ausschließen?


Servus Florian,

Hendrik hat deine Fragen ja schon beantwortet, doch zur Tippetstärke noch meinen Senf dazu.

So dünn wie möglich, so dick wie nötig und das kommt dann einfach auf Fisch und Gewässer an.
Eine 50er Zuchttrutte mach wohl weniger Dampf als ein 25er Wildfisch. Hast du Platz um den Fisch bis ins Backing marschieren zu lassen oder musst du wegen starker Strömung oder Fluchtmöglichkeit ins Unterholz sofort Druck ausüben? Generell finde ich ein stärkeres Tippet besser, weil man so die Drillzeit verkürzen kann und der Fisch (so man releast) nicht völlig ausgepowert ist.

Tight lines

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Re: Köderverlust beim Streamern - Falsche Technik oder Mater

Beitragvon Achim Stahl » 05.10.2015, 21:40

Hallo Florian,

18er Spitze ist zum Streamern schon ziemlich dünn. Ich verwende meistens 0,23 mm Fluorcarbon und knote den Streamer mit einem Rapallaknoten an. Dann läuft er auch besser.

Wenn du eine Schwimmschnur verwendest, ist ein 1,5 m langes Vorfach auch deutlich zu kurz. Du solltest es etwa doppelt so lang machen.


Viele Grüße!


Achim
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Re: Köderverlust beim Streamern - Falsche Technik oder Mater

Beitragvon MisterAJ » 05.10.2015, 22:29

orkdaling hat geschrieben:Hallo Florian,
ich stimme Thomas voll zu.
Du weisst nie wie lange die Schnur beim Hændler lag, besonders die teuren.
Auch habe ich bei Fluo festgestellt das die Knotenfestigkeit stark abnimmt.
Ich benutze, egal ob Forelle oder Lachs, nur noch klare Stroft als Spitze.
Manchmal hast du bei im Laden gekauften Streamern auch Lackreste im Øhr (wird hart wie Glas) und wenn dann der Schlaufenknoten im Drill scheuert ist der Fisch der Sieger. Gluehende Nadel schafft Abhilfe.
Wenn du die Fische vorher mit ner 14 gefangen hast kann die 18 nicht zu schwach sein, egal mit welcher Methode.
Gruss
Hendrik


Ja, das habe ich in der Tat nicht wirklich bedacht. Das Ding kann theoretisch ein paar Jahre alt sein... :?

webwood hat geschrieben:
Würdest du die Größe mit 0,18 grundsätzlich ausschließen?


Servus Florian,

Hendrik hat deine Fragen ja schon beantwortet, doch zur Tippetstärke noch meinen Senf dazu.

So dünn wie möglich, so dick wie nötig und das kommt dann einfach auf Fisch und Gewässer an.
Eine 50er Zuchttrutte mach wohl weniger Dampf als ein 25er Wildfisch. Hast du Platz um den Fisch bis ins Backing marschieren zu lassen oder musst du wegen starker Strömung oder Fluchtmöglichkeit ins Unterholz sofort Druck ausüben? Generell finde ich ein stärkeres Tippet besser, weil man so die Drillzeit verkürzen kann und der Fisch (so man releast) nicht völlig ausgepowert ist.

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Thomas


In diesem Fall hätte ich genug Platz. Stromauf ist ein großer Pool und stromab ein seichter Abschnitt mit starker Strömung. Nichts was einem Angst machen müsste.
Drillzeit ist so eine Sache. Ich hatte an der Stelle jetzt schon zwei Exemplare, die einmal gesprungen sind und sich wieder beruhigt in die Strömung gestellt haben ohne irgendwelche Fluchtversuche. In diesem Fall ist es schwierig, weil ich ihn eigentlich mit leichtem Druck heranziehen kann, er aber definitiv noch zu viel Power hat. Zwei mal war es eben so, dass ich mich zu einem kurzen Drill verleiten ließ und dann hat er kurz vorm Keschern noch so einen Rabatz gemacht, dass ich mit hoher Rute und einer Hand praktisch machtlos war. Zweimal springen und weg.

Die Mehrheit ist tatsächlich eingesetzt und deswegen machen sie für ihre Größe relativ wenig Druck. Sie sind allerdings extrem dick und schwer was die Sache wieder interessanter macht.

Achim Stahl hat geschrieben:Hallo Florian,

18er Spitze ist zum Streamern schon ziemlich dünn. Ich verwende meistens 0,23 mm Fluorcarbon und knote den Streamer mit einem Rapallaknoten an. Dann läuft er auch besser.

Wenn du eine Schwimmschnur verwendest, ist ein 1,5 m langes Vorfach auch deutlich zu kurz. Du solltest es etwa doppelt so lang machen.

Viele Grüße!

Achim


Vorfachlänge ist wieder ein anderes Thema. Ich hatte meine Gründe warum ich es so kurz gewählt habe. Ich habe es auch nur erwähnt wegen der Vorfälle. Ist ein kurzes Vorfach anfälliger für Knotenbrüche? Beim Streamern habe ich gerne direkteren Kontakt zumal so Kleinigkeiten wie das Schnurende oder ein kleines Ringerl im Vorfach da keine Faktoren sind, die ihn vom Biss abhalten. Den Rapallaknoten werde ich mir definitiv einmal ansehen. Danke für den Tipp!
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Re: Köderverlust beim Streamern - Falsche Technik oder Mater

Beitragvon gespliesste » 05.10.2015, 23:26

Hallo Florian,

0,18mm Vorfachstärke war ganz bestimmt nicht das Problem. Entweder hast du den Knoten total verbaselt, oder das Vorfach hatte schon Schäden - das lässt sich sonst nicht erklären. Clinch, oder improved Clinch ist auch nicht optimal. Schau dir mal den Grinner-Konten an und den solltest du nicht anfeuchten, sondern unter Hilfe der Finger zuziehen. Kann man in den Unterlagen von Stroft nachlesen.

Den kannst du bei Bedarf auch zum Streamern aufziehen, dann gibt er dem Streamer beim fischen Spiel.

Wenn du die Fische auch auf Nymphe fängst, warum fischst du dann überhaupt Streamer?

LG,

Olaf
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Re: Köderverlust beim Streamern - Falsche Technik oder Mater

Beitragvon AlexWo » 06.10.2015, 04:46

Servus Florian,

ich schliesse mich Achim an: 0.25-0.30mm für Forellen, Lachs min 0.25mm, Huchen min 0,35mm.
Bedenke die Vehemenz der Bisse beim Streamern u. dass die Bisse an gestreckter Leine erfolgen.

Gruss aus der Flughafen S-Bahn
"salmonfishing is not distance, its control...." H.M.
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Re: Köderverlust beim Streamern - Falsche Technik oder Mater

Beitragvon HansAnona » 06.10.2015, 07:48

Hi,

wie auch immer, würde sagen zum Streamern nicht unter 0,25.

Warum auch?

Ihr habt mir mit eurem Lagerungsthema zu denken gegeben. Teilweise fische ich noch mit Vorfächern welche mein Senior in den 70er Jahren packweise aus USA mitgebracht hatte. :roll:

Habe nicht bemerkt, dass es deswegen Probleme gegeben hätte. :biggrin:

Liebe Grüße, Alf
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Re: Köderverlust beim Streamern - Falsche Technik oder Mater

Beitragvon Maqua » 06.10.2015, 08:16

Hallo Florian,
ein dickeres Tippet hilft natürlich, dennoch kann der Grund für die Abrisse nicht das von dir verwendete 0,18er Tippet sein.
Ich schließe mich der Empfehlung von Olaf an was die Verwendung des Grinnerknotens betrifft.
Er ist einfach zu binden und hat die bessere Tragkraft.
Als Grund für die Abrisse tippe ich aber ebenfalls auf das Hakenöhr der verwendeten Streamerhaken.
So hatte ich mal das Problem mit Pitzenbauerringen, wo jedes Vorfachmaterial im Knoten gebrochen ist.
Die Ringe habe ich dann entsorgt.
Gruss Manni
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Re: Köderverlust beim Streamern - Falsche Technik oder Mater

Beitragvon MisterAJ » 06.10.2015, 09:17

So ganz nachvollziehen kann ich es noch nicht mit der Vorfachstärke. Ich sehe da eine große Gemeinsamkeit zur Nymphe wenn sie beim aufsteigen oder einholen genommen wird (was regelmäßig der Fall ist). Und wie gesagt, dort bin ich mit 16er unterwegs und hatte noch nicht einen Vorfall. Es handelte sich um die gleichen Streamer des gleichen Herstellers, deswegen tippe ich aktuell auf das Hakenöhr. Ich will die Schuld aber nicht einfach von mir schieben. Nächstes mal überprüfe ich das Öhr besser und verwende lieber 20er (oder mehr) ohne Clinch Knoten. Ich denke da bin ich auf der sicheren Seite.
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Re: Köderverlust beim Streamern - Falsche Technik oder Mater

Beitragvon Achim Stahl » 06.10.2015, 09:33

Moin,

gespliesste hat geschrieben:Wenn du die Fische auch auf Nymphe fängst, warum fischst du dann überhaupt Streamer?


:-s

Warum, bitte sehr nicht? :smt017

Fliegenfischen ist vielfältig, und Streamerfischen kann sehr spannend und anspruchsvoll sein.

Viele Grüße!


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Re: Köderverlust beim Streamern - Falsche Technik oder Mater

Beitragvon Magellan » 06.10.2015, 14:30

Hallo Florian

MisterAJ hat geschrieben: Es war eine ca. 45er Regenbogen. Das wäre nicht so schlimm wenn mir das nicht schon letzte Woche passiert wäre an der gleichen Stelle.
Diese war noch deutlich größer (gute 50) und hat ordentlich Rabatz gemacht.


Nun meine bescheidene Meinung dazu: AlexWO hat es schon vortrefflich auf den Punkt gebracht: in den meisten Fällen der Streamerfischerei erfolgt der Anbiss während die Fliege unter Zug ist. Dabei multipliziert sich die Belastung auf dein Vorfachmaterial (Knoten) ganz enorm! Und wenn du dann noch typischerweise mit die gestreckten Rutenspitze auf dem Wasser liegend fischst, ist ein 18er Vorfach defenetiv und auch aus meiner Erfahrung zu schwach! Da bricht selbst das qualitativ hochwertigste Vorfachmaterial.

Stelle es Dir bildlich vor: eine kapitale 40er oder 50er Regenbogen donnert in die an dem gestrecktem Vorfach angebotenen Fliege... während Du die Schnur einstrippst... 18er Vorfach: Nie und nimmer!
Uund ganz wichtig Florian: viel Spucke beim Knoten zuziehen.

Gruß
Heiko
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Re: Köderverlust beim Streamern - Falsche Technik oder Mater

Beitragvon MisterAJ » 06.10.2015, 15:40

Achim Stahl hat geschrieben:Moin,

gespliesste hat geschrieben:Wenn du die Fische auch auf Nymphe fängst, warum fischst du dann überhaupt Streamer?


:-s

Warum, bitte sehr nicht? :smt017

Fliegenfischen ist vielfältig, und Streamerfischen kann sehr spannend und anspruchsvoll sein.

Viele Grüße!

Achim


Sehe ich auch so. Es gibt nun mal Tage (wie heute) an denen Nymphen und Trockenfliegen weniger beliebt sind aus welchem Grund auch immer. Da lobe ich mir doch einen ordentlichen Streamer der verführerisch genug ist damit zugepackt wird. Zumal es einfach auch eine schöne Abwechslung ist.

Magellan hat geschrieben:Hallo Florian

MisterAJ hat geschrieben: Es war eine ca. 45er Regenbogen. Das wäre nicht so schlimm wenn mir das nicht schon letzte Woche passiert wäre an der gleichen Stelle.
Diese war noch deutlich größer (gute 50) und hat ordentlich Rabatz gemacht.


Nun meine bescheidene Meinung dazu: AlexWO hat es schon vortrefflich auf den Punkt gebracht: in den meisten Fällen der Streamerfischerei erfolgt der Anbiss während die Fliege unter Zug ist. Dabei multipliziert sich die Belastung auf dein Vorfachmaterial (Knoten) ganz enorm! Und wenn du dann noch typischerweise mit die gestreckten Rutenspitze auf dem Wasser liegend fischst, ist ein 18er Vorfach defenetiv und auch aus meiner Erfahrung zu schwach! Da bricht selbst das qualitativ hochwertigste Vorfachmaterial.

Stelle es Dir bildlich vor: eine kapitale 40er oder 50er Regenbogen donnert in die an dem gestrecktem Vorfach angebotenen Fliege... während Du die Schnur einstrippst... 18er Vorfach: Nie und nimmer!
Uund ganz wichtig Florian: viel Spucke beim Knoten zuziehen.

Gruß
Heiko


Wie gesagt, ich werde in dieser Hinsicht auf alle Fälle aufrüsten, allerdings auch auf einen Micro Snap zurück greifen. Damit erübrigt sich auch das Problem mit Lack oä im Öhr.
Das zusammen mit einem ordentlichen Grinner Knoten und ich dürfte keine Probleme mehr haben.
So ganz erschließt es mir noch nicht warum ich mit einem 16er Vorfach mit einer aufsteigenden/einstrippenden Nymphe die gleichen Forellen ohne weiteres landen kann und bei zwei Streamern jetzt Probleme hatte. Die Konstellation ist ja durchaus die gleiche nur mit dem Unterschied, dass die Nymphe eben Größe 12 oder 14 hat und so ein Streamer deutlich größer ist.
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