Maus-Streamer-Fischen in Europa

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Maus-Streamer-Fischen in Europa

Beitragvon Hickey » 01.01.2019, 21:56

Hallo zusammen,

ich bin großer Fan des groben Oberflächenfischens und habe im frühen Sommer immer viel Spaß, Hopper über die Wasseroberfläche zu schlenzen und aggressive Salmoniden zum Biss zu verleiten. Seit einiger Zeit reizt mich zudem das Fischen mit Maus-Streamern ganz ungemein, wie es vor allem auf Kamtchatka oder Alaska auf wilde Regenbogner praktiziert wird.

Für die kommende Saison plane ich, das Maus-Streamern ins Portfolio aufzunehmen. Allerdings erlauben mir familäre und wohl auch finanzielle Gründe keinen Trip in die Anrainerregionen des nördlichen Pazifik. ;) Deshalb frage ich mich, ob das Gute in diesem Fall auch mal nah liegen kann? Wenn man ein bisschen (auch hier an Board) recherchiert, kommt man schnell darauf, dass so mancher auch in (mittel-)europäischen Gefilden gelegentlich Spaß mit Maus-Streamern, dann meist auf kapitale Bachforellen oder auch mal Hechte, hat.

Daher die Fragen: Wie sind denn eure Erfahrungen? Wo kann man in Europa erfolgreich so fischen? Was ist die beste Jahreszeit, was die beste Tageszeit? Welche technischen Feinheiten sind zu beachten? Fangt ihr "nur" BaFos oder Hechte, oder habt ihr auch auf andere Fische Erfolg? Ist diese Art des Flugangelns ein punktueller Glücksfall, oder gibt es Gewässer/Regionen, wo man das systematisch durchziehen kann - wenn auch vielleicht nicht ganz so extrem wie in Kamtschatka oder Alaska?

Vielleicht wird das ja ein interessanter Thread über eine eher ungewöhnliche Art des Fliegenfischens? Danke jedenfalls schon mal an die potenziellen Mitschreiber!

Michael
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Re: Maus-Streamer-Fischen in Europa

Beitragvon AlexX!! » 02.01.2019, 00:57

Hi Michael,

ja die aktive Oberflächenfischerei auf Truttas kann sehr spannend sein.
Ich fische an meinem Hausbach (wirklich kleiner Bach) gerne im Hochsommer spät abends bis in die Nacht hinein mit Oberflächenstreamern und Co.

man muss am jeweiligen Gewässer rausfinden wann, wo und auf was die Fische reagieren, ob es eine Maus sein muss halt ich für nebensächlich.

Ich habe schon mit Mäusen gefischt, hatte aber viel Fehlbisse, besser waren kleinere Muster wie Gurgler, gefloatete WoolyBugger oder dicke Caddis.

Wichtig, bei uns am Bach sind die Bedingungen entscheidend, die Fische sind nur an wenigen Sommerabenden agressiv genug um auf aktiv geführte Oberflächen einzusteigen. Am besten funktioniert es, wenn ich mit TShirt in den Abend fischen kann und der Mond hoch und hell am Himmel steht.

viele Grüße
Alex
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Re: Maus-Streamer-Fischen in Europa

Beitragvon webwood » 03.01.2019, 00:26

Servus Michael,

ich kann vom Pilsensee berichten, Da ist ein großes Seerosenfeld, welches mit dem Boot nicht befahren werden darf. Kurz nach der Schonzeit sind dort noch jeden Menge Hechte im Kraut und man hat allerlei Kurzweil mit Oberflächenködern. Mann muss nur weit wefen können, was mit dem Mausstreamern nicht leicht ist, zumal man in einem wackeligen Boot steht. Funktioniert aber an sich prima.
Ansonsten im Fließgewässer (Ammer) hatte ich mal eine kleine Forelle am Band und kurz vor dem Anlanden kam ein wahres Ungeheur und hat diesen Fisch attakiert. Diesen Fisch wollte ich haben. Streamer bis in Söckengrösse haben gar nichts gebracht doch mit einem Mausstreamer in Oberflächenwasser hatte ich beim ersten Wurf sofort einen Biss. Leider nicht gehakt und dannach keinen einzigen Biss mehr. Es hat wohl seinen Grund, warum diese Trutte so groß wurde.
TL
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Re: Maus-Streamer-Fischen in Europa

Beitragvon mario.s » 06.01.2019, 20:02

In meiner Fliegenbox befinden sich seid Jahren auch zwei Mäuschen, eine kleine (ca. 4cm Körper) und eine Größere. Leider kommen die nur sehr sporadisch zum Einsatz. Auf die Kleine hatte ich mal einen flotten Barsch und eine stattliche Rotfeder! Letztere hätte das Mäuschen garnicht schlucken können, das Maul war einfach mal zu klein. War wohl eher ein "Wutanfall" der Guten. Ich suche aber immer noch den passenden Wald- und Wiesenbach um die Maus am Ufer entlang zu strippen.
Schönen Abend, Mario
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