Mur Großer Regenbogenmilchner zum Saisonauftakt

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

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Re: Mur Großer Regenbogenmilchner zum Saisonauftakt

Beitragvon Frank. » 19.03.2013, 19:31

koppenkitzler hat geschrieben:und mit den wilden Flußrecken gar nicht zu vergleichen


Ja, das stimmt. Eine hochtrainierte, große Regenbogenforelle ist ein unglaubliches Kraft- und Konditionspaket. Ich war vor ein paar Jahren mal mit einem englischen Freund unterwegs am Wasser, der bis dahin ausschließlich in P&T-Gewässern gefischt hatte - den hat eine Regenbogenforelle von vielleicht 32 cm zu wahren Entsetzensschreien gebracht.

Aber so ein Brummer, wie er dir jetzt an die Leine ging, ist schon etwas sehr Besonderes!

Dein Frank
Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
Franz Kafka
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Re: Mur Großer Regenbogenmilchner zum Saisonauftakt

Beitragvon Mindelpeter » 19.03.2013, 20:07

Servus Bernhard,

=D> zu diesem klasse Fang(tag)

Ist eigentlich unglaublich wie toll Regenbogenforellen aussehen können, wenn sie aus dem richtigen Wasser kommen.

Wenn ich da an unsere Baggersee Raini's denke...


@Jörg: Ich drück Dir die Daumen!


Viele Grüsse

Peter
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Re: Mur Großer Regenbogenmilchner zum Saisonauftakt

Beitragvon CHAW » 19.03.2013, 20:20

Servus

Glückwunsch zum tollen Fang.
Ganz klasse Bilder und weiterhin viel Erfolg.

Gruß Andreas =D> =D>
Der Fliegenwedler vom Untermain
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Re: Mur Großer Regenbogenmilchner zum Saisonauftakt

Beitragvon Ralf Montreal » 19.03.2013, 23:52

0131.jpg
Hallo Bernhard, sehr schöner Fisch. Und tolle Kondition für die Jahreszeit.
Bei uns tauchen jedes Jahr im Frühjahr wenige aber große, perfekte Regenbogenforellen im Bach auf, für ca. 4 Wochen, dann sind sie wieder weg.
Aus der Zucht sind die nicht, wir rätseln seit langem, insb. da es sich um einen kleinen Heidebach handelt, der in die Elbe entwässert.
Die Kraft dieser Fische ist (im Verhältniss zur Größe) mit nichts vergleichbar, was ich bisher in Europa gefangen habe.
Schon seltsam, die stärksten Fische schwimmen "vor der Haustür".
Gruß, Ralf
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Re: Mur Großer Regenbogenmilchner zum Saisonauftakt

Beitragvon koppenkitzler » 20.03.2013, 00:50

Hallo Ralf!

Interessant,diese schönen Forellen werden wohl zum Laichen zu Euch aufsteigen.........

Habt ihr vielleicht irgendwann vor vielen Jahren einmal Regenbogenbrut besetzt?


In die Seitenbächen einiger Flüsse im Alpenbereich steigen die überwiegenden Frühjahrslaicher bei uns auchauf,um dann im Sommer wieder in den Hauptfluß zurückzukehren(ähnlich wie viele Äschen).

Teilweise bleiben die Regenbogner aber auch dauerhaft im Bach,dann aber,wenn sie aber eine gewisse Größe überschritten haben,wandern sie wieder in den Hauptfluß.
Konnte einmal eine 52er Regenbogen im Oktober in einem Gebirgsbach fangen(keine Fischzuchten,kein Besatz darüber),also ein echtes Kaliber.

Tatsache ist,daß es sich zum Beispiel bei den Murregenbogen um ein genetisches Gemisch handelt,das sich zumindest in einigen Gegenden der Alpen erfolgreich adaptiert hat und reproduziert.
An der Mur ist das so.

Daß die "Regenbogen nicht in einen Bach gehört" höre ich immer wieder:

Aber kann da entgegenhalten:
"Ja stimmt grundsätzlich,aber lieber eine wilde ungestützte Regenbogenpopulation als eine schwache,stark vom Menschen gestützte Bachforellenpopulation(es paßt halt leider oft nicht mehr für die Bafos TROTZ aller Bemühungen)"


Wäre ganz interessant ob sie auch bei Euch erfolgreich ablaichen,bei uns tun sie es.
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Re: Mur Großer Regenbogenmilchner zum Saisonauftakt

Beitragvon Ralf Montreal » 20.03.2013, 21:52

Hallo Berhard,
der Rogner auf dem Foto besaß tatsächlich gut ausgeprägten Rogen.
Regenbogenbesatz hat es bei uns nie gegeben.
Natürlich haben wir uns auch schon gefragt, ob diese regelmäßig auftauchenden Fische
ihrem Laichgeschäft nachgehen.
Allerdings wird bei uns immer im November ein E-Fischen durchgeführt, um Meerforellen abzustreifen.
Da tauchen fast nie Regenbogen auf und wenn, sind sie eindeutig kleiner und der Zucht zuweisbar.
Und wo bleiben diese großen Fische aus dem Frühjahr den Rest des Jahres ?
Die Elbe ist zwar sauberer geworden, aber da können sie nicht dauerhaft überleben.
Es bleibt rätselhaft.
Beste Grüße, Ralf
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Re: Mur Großer Regenbogenmilchner zum Saisonauftakt

Beitragvon koppenkitzler » 21.03.2013, 09:07

Gestern hat ein Kollege wieder eine große Forelle (etwa 55 cm) gefangen. Sie war voller Laich und wurde noch im Wasser abgelöst.

Bei einem sommerlichen Fischgang fängt man normalerweise Fische in allen Größen, also von 10 cm bis 50 cm, also die Bandbreite einer natürlichen Alterspramide.
Bei den Äschen sieht es gleich aus, sie sind aber was die Fischbiomasse betrifft, der Hauptfisch.
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Re: Mur Großer Regenbogenmilchner zum Saisonauftakt

Beitragvon Siegfried. » 21.03.2013, 13:23

Hallo Ralf,
schau dir mal die beiden amerikanischen Kehlschnittforellen (Lahontan Cuthroat und Westslope Cutthroat) an und vergleiche sie mit deiner "Regenbogenforelle". Da sieht man doch viel mehr Übereinstimmung als mit den normalen RF aus der Zucht. Das löst zwar evtl. die Frage der leicheteren Etablierung und des Überstehens relativ hoher Temperaturen, aber natürlich nicht der Herkunft, außer dass sie sicher nicht selbst aus Idaho oder Montana herbeigeschwommen sind. In zwei Gewässern, die ich befische sind es deutlich stärker RF, die sich dort vermehren und absolut prächtige Fische ergeben.

Glück Auf
Siegfried
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Re: Mur Großer Regenbogenmilchner zum Saisonauftakt

Beitragvon Ralf Montreal » 29.03.2013, 11:56

Hallo Siegfried,
von Montana die Elbe hoch, das wäre schon beachtlich :-).
Was mir aufgefallen ist; die Fische haben unterhalb der Seitenlinie keine Punkte,
die Grundfärbung ist nicht silbern sondern eher sandfarben.
Aber nur einen rosa Streifen auf der Seitenlinie.
Eigentlich müsste man mal eine mit einem Sender ausstatten, ich wüsste zu gerne, wo die sich hauptsächlich rumtreiben.
Mal schauen, ob ich dieses Jahr überhaupt eine ans Band bekomme, wir sind dieses Jahr wie auch "Restdeutschland"
4 Wochen in der Jahreszeit zurück und es soll weiter sehr kalt bleiben.
Der Saisonstart als Geduldsprobe...
Beste Grüße, Ralf
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Re: Mur Großer Regenbogenmilchner zum Saisonauftakt

Beitragvon Siegfried. » 30.03.2013, 18:46

Hallo Ralf,
was du beschreibst klingt wie die Typencharakteristik einer Westslope cutthroat, wenn sie jetzt auch noch Kehlmarken hätten, wären es sogar hauptsächlich Nachkommen von Oncorhynchus clarki mit eher weniger oder gar keinem Einschlag von O. mykiss (RF im weiteren Sinn). Es hat wohl auch vereinzelt ganz explizit so gewollte Importe von denen gegeben wenn auch nicht unbedingt so bezeichnet, speziell wohl auch in Fischzuchten in der Heide, wo seit eh viel experimentiert worden ist, was Einfuhr und Nachzucht von Salmoniden angeht. Die Amerikaner selbst haben ja leider zudem bis in die 1970er Jahre hinein die cutthroats absolut negiert und durch Besatz mit RF und hauptsächlich danach folgender Hybridisierung auf z.T. nur noch 5% des jeweiligen Territoriums der (Unter)Arten zurückgedrängt. Bis zu der Zeit haben die auch wild durcheinander gezüchtet (und damit aus heutiger Sicht gekreuzt), so dass auch mit "normalen" RF Gene von Cuts mitgekommen sind, die sich unter euren speziellen (müsste man dann mal sehen welchen) Bedingungen stärker durchgesetzt haben könnten. Bei einigen der eher wie "echte" RF aussehenden (manchmal aber auch nicht) Fische, die sich einem hiesigen Gewässer etabliert haben, findet man in ca. 1/3 der Fälle zwar blasse aber deutlich sichtbare Kehlmarken.

Berichte doch mal ob es wieder klappt (und vergiss das Foto und den Blick auf die Kehle nicht) mit euren offensichtlich besonderen Fischen.

Glück Auf

Siegfried
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Re: Mur Großer Regenbogenmilchner zum Saisonauftakt

Beitragvon Voggy » 08.06.2018, 13:47

Hallo und sorry das ich hier so in den thread hereinplatze aber hätte da auch was zum Thema Cutthroat

Habe letztens eine schöne Regenbogen (50cm) in meinem Revier gefangen die offensichtlich schon längere zeit im Gewässer war, da so große Fische i.d.R. bei uns nicht besetzt werden. Sie hatte deutlich orange gefärbte Unterkiefer. Zwar nicht rot aber doch auffällig gefärbt.
Das erste was mir in den Sinn kam war "Cutthroat"!
Als ich dann daheim jedoch Bilder verglichen hatte, war die restliche Färbung doch eher eine normalen Regenbogen zuzuordnen.
(das Orange kommt auf den Bildern etwas schwächer raus als es wirklich war)

Nun meine Frage ans Forum: Habt ihr schon mal was vergleichbares gesehen/ gefangen? Bzw. Halte ich es evtl. für eine Einkreuzung oder ist es vielleicht einfach nur eine Variation die zufällig "bei einer von 50.000" Satzforelle auftaucht.

LG und Danke
Voggy

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Re: Mur Großer Regenbogenmilchner zum Saisonauftakt

Beitragvon Gammarus roeseli » 09.06.2018, 12:58

Hallo Voggy,

der Martin Hochleithner schreibt in seinem Buch „Lachsfische“ (auf der Seite 113)

Zitat: Die „Kehlschnitt“-Forelle (englisch Cutthroat Trout) erhielt ihren Namen von den orangeroten Schlitzmarkierungen auf beiden Seiten des Unterkiefers. Dieses Kennzeichen ist jedoch kein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal, da auch bei Oncorhynchus gilae und Oncorhynchus mykiss gairdneri oft gelbliche bis orange Markierungen am Unterkiefer vorhanden sein können …. …. ….“

Oncorhynchus mykiss gairdneri = nichtwandernde Binnenform (Ich bräuchte solche wertvollen und nicht wanderfreudigen Laichfische für unser Wasser….)

http://www.nativetroutflyfishing.com/troutandsalmon.htm

(Auf die Fotos im Link klicken und man erhält weitere Fotos und Informationen….)

Gruß Christian
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Re: Mur Großer Regenbogenmilchner zum Saisonauftakt

Beitragvon Voggy » 09.06.2018, 13:06

Danke dir Christian!
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