von Siegfried. » 09.12.2011, 18:58
So jetzt machen wir das Chaos vollständig:
@Klaus Zu allem Überfluss nennen die Iren die Bachforellen an der Brackwassergrenze (also die bull trout der Briten) slob trout, eben im Gegensatz zur @Bernd ins Salzwasser (Meer) gehenden Meer(daher der Name)forelle also sea trout - die dann manchmal noch zur Abgrenzung von der brown trout als white trout bezeichnet wird. Klar soweit? Gut ich mach dann mal nicht weiter damit, dass die Amis dann zu allem Unglück auch noch alle Saiblinge zur trout machen, wie eben jene bull oder dolly Varden trout, obwohl das nun wirklich auch für Unbedarfte leicht unterscheidbar ist.
Nebenschauplatz: Frage für die echt harten Experten: Woher hat die Dolly ihren Namen? Wer´s weiß steigt sofort in die Riege der Quiz-Kandidaten auf!
@Alex Leider ist das mit der Forelle auch nicht so einfach getan. Das sind schon klar unterscheidbare Formen, die sich auch schon durch z.T. andere Verhaltensweisen, Laichzeiten und -plätze in Richtung verschiedene Arten entwickelt haben, nur eben (noch) nicht vollständig, da sie, wie du richtig sagst, sich auch munter paaren können. Dass wir Menschen mit unserem groben Instrumentarium nicht unterscheiden können, wer wer ist, so lange die noch klein sind, heißt ja noch lange nicht, dass sie selbst nicht sehr genau "wissen" wer oder was sie sind. Entsprechend sollten wir schön vorsichtig sein, sie nicht einfach in einen Topf (und schon gar nicht wörtlich) zu werfen.
@Carsten Noch´n Strich durch die Rechnung gefällig? Die Regenbogen- ist gar keine Forelle sondern ein pazifischer Lachs, wie man unschwer am Vornamen Oncorhynchus erkennen kann (so wie O. keta, nerka, tschwawytscha usw.) und unterscheidet sich v.a. dadurch, dass sie eine kürzere Afterflosse hat und nach dem Laichen nicht zwagsläufig stirbt (Daher die frühere Annahme sie sei wie "unsere" Forelle).
So, icke abe ferrtik
Salmo friedieg
Fische sind zu schöne Geschöpfe um nur einmal bewundert zu werden