Sollbruchstelle im Hechtvorfach

Hier gehts rund um den Fisch. Besonderheiten, spezielle Techniken und Köderwahl auf unterschiedliche Fischarten, u.s.w.

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Sollbruchstelle im Hechtvorfach

Beitragvon brotfliege » 29.12.2017, 21:36

Hallo Leute,

heute war ich auf Hecht los und habe nach 2h genussvollem Fischen meinen Streamer voll in einen übers Gewässer hängenden Ast gepfeffert.
Leider war es unmöglich da ranzukommen. Der Streamer hatte sich dermaßen festgesetzt, dass nur noch ein grobes Zerren zu helfen schien.

Puhh - habe ich geschwitzt! Ich hoffte die ganze Zeit, dass jetzt bitte nicht meine 80EUR teure Pike Flyline durchreisende soll, sondern irgendwas anderes.
Glücklicherweise ist dann aber der Karabiner, mit dem die Fliege befestigt war, aufgebogen und meine Flyline war gerettet. Ich trauere zwar immer noch um meinen Streamer nach, aber dieser Verlust ist eindeutig eher zu verschmerzen.

Zum Thema Sollbruchstellen habe ich folgenden sehr alten Thread gefunden: viewtopic.php?f=26231&t=170441&p=1610740&hilit=sollbruchstelle#p1610740

Gibt es mittlerweile andere, bessere Möglichkeiten als ein Stückchen dünnes Mono nach der Fliegenschnur einzufädeln? Kann mit der dünnen Mono dann überhaupt noch die Kraft aufs Vorfach übertragen werden? Wie handhabt ihr diese Problematik? Wie integriert ihr eure Sollbruchstelle?

Beste Grüße
Rico
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Re: Sollbruchstelle im Hechtvorfach

Beitragvon brotfliege » 29.12.2017, 23:03

Ich glaube, ich habe mir die Antwort mit meiner Frage schon selbst gegeben 8)
Einfach einen Karabiner mit geringerer Tragkraft - vielleicht 8kg - zum Anbringen der Streamer nutzen.
Was sagt ihr dazu? Gute Idee oder eher nicht?

Nachtrag: Ich glaube der Karabiner als Sollbruchstelle ist doch nicht zu empfehlen. Der soll ja auch noch halten, wenn durch einen Hebel richtig große Kräfte wirken.

Dann könnte man vielleicht ein dünneres Stahlvorfach mit ca. 8kg Tragkraft zwischen Karabinern und Hardmono schalten.
brotfliege
 
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Re: Sollbruchstelle im Hechtvorfach

Beitragvon Phoresis » 29.12.2017, 23:50

Hallo,
ich habe zwar noch nie mit der Fliege auf Hecht gefischt, habe aber reichlich Erfahrungen beim Spinnfischen gesammelt. In gut puffernden Systemen, wie es Fliegenausrüstungen zwangsläufig sind, braucht man keine hohen Tragkraftwerte um große Fische drillen zu können - einfach weil es keine "Schockbelastungen" gibt. Es würde mich wirklich wundern, wenn du über deine Rute auch nur annähernd 5 kg Zug auf den Haken bringen würdest. Von daher wäre zum Beispiel das 0,27er 7x7 Flexonit vollkommen ausreichend. Das hält geknotet um die 5 kg und lässt sich mit gesenkter Rute noch relativ entspannt abreißen.
Jetzt kommt das große Aber: Wenn du mit gesenkter & zum Köder zeigender Rutenspitze einstrippst und dir dann ein großer Hecht auf kurze Distanz voll draufknallt, kann es unter Umständen passieren, dass es dir das Vorfach sprengt. Da fehlt dann nämlich die Pufferung der Rute komplett und du hast nur die paar % Dehnung der Flugschnur. Das ist auch der Grund warum man selbst zum Streamerfischen auf Bachforellen immer Tippets im Bereich ~ 0,25 mm empfohlen bekommt.
Lange Rede, kurzer Sinn: Mit deinem Ansatz, ein Stahl mit ca. 8 kg Tragkraft zu nehmen, liegst du wahrscheinlich genau richtig. Ich würde sogar noch etwas mehr nehmen, einfach zur Sicherheit. Dabei musst du allerdings bedenken, dass eine Verarbeitung (Quetschen / Knoten) immer einen gewissen Tragkraftverlust mit sich bringt.
Zuletzt geändert von Phoresis am 30.12.2017, 01:08, insgesamt 1-mal geändert.
Mit freundlichen Grüßen
Björn
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Re: Sollbruchstelle im Hechtvorfach

Beitragvon fjorden » 30.12.2017, 00:26

Hallo Rico,
das passiert leider. Hatte mal das Glücke ein komplettes intermediate Polyleader mit Streamer aus dem Baum zu holen. Da hat die Braided Schlaufe nicht gehalten. Ich würde das Vorfach so verjüngen, dass es mit 0,35 mm endet, Pitzenbauer und dann Stahlvorfach, etc. Karabiner haben leider die Eigenschaft, dass sie von Hechten aufgehebelt werden können. Habe da auch mal einen Hecht mit streamer im Maul verloren. Würde ich nur Crosslock nehmen.
Gruß
Fjorden
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Re: Sollbruchstelle im Hechtvorfach

Beitragvon Trockenfliege » 30.12.2017, 10:13

Eine solche Sollbruchstelle - nicht zu weich wg. guter Kraftübertragung und trotzdem genau zu kalibrieren habe ich früher beim Karpfenfischen eingesetzt.
Die wäre auch für ein Hechtvorfach nutzbar: man nimmt einfach ein kurzre Stück Mono, zB. 27er, knotet das zwischen Vorfachende und Beißvorfach und zieht einen durchsichtigen 0,5mm Silikonschlauch darüber. Letzterer bietet nicht nur Abriebschutz sondern auch die gewünschte Steifigkeit.
Die Schläuche gibt es im Karpfenangelbereich zB..

Diese Sollbruchstelle lässt sich auf 0,5 kg kalibrieren, je nach Monostärke und Knoten.

Allerdings lässt sich ein Vorfach mit einem dünneren Mono am ENDE auch ohne Versteifung ganz gut werfen - die Kraftübertragung ist ja bis fast zum Ende gesichert.

Auf die letzten paar cm kommt es beim Hechtstreamern ja nicht unbedingt an.

LG
Reinhard
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Re: Sollbruchstelle im Hechtvorfach

Beitragvon Achim Stahl » 30.12.2017, 10:34

Häää?

Eine Fliegenschur hält in der Regel 30 lbs..

Was für Stahlvorfächer fischt ihr denn? :-s

Meine Vorfächer zum Hechtfischen sind so aufgebaut:

Ca. 1 m 0,80 mm Buttende, ca. 1 m 40er Mono, ca. 40 cm 18 lbs. Knot2Kinky, Einhänger.

Da reißt bei einem Hänger nie die Fliegenschnur und bei einem Biss oder satten Strip-Strike nie das Vorfach.


Viele Grüße!

Achim
Früher war mehr Lametta!
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Re: Sollbruchstelle im Hechtvorfach

Beitragvon orkdaling » 30.12.2017, 12:02

moin moin,
mit schmunzeln lese ich hier mit.
Warum? Keine Hechte weit und breit, stehen auf der schwarzen Liste und werden in den Fluessen der anadromen Fischarten bekæmpft.
Ok bis zur Glomma haben es einige geschafft.
Aber egal, der Hecht ist ja nicht das Problem sondern ob und wo die Schnur reisst.
Ich kønnte mich immer wieder in den Schnee schmeissen wenn ich von 50Lbs Backing lese bzw dazu geraten wird,
aber die Fliegenschnur bzw der Kopf haben 30Lbs.
Ein Vorfach , wenn man an gezogenen sparen will, ist schnell gemacht. 50% Butt und den Rest abgestuft und irgendwie wird es dann zwischen 0,35 und 0,40mm
enden. Was hælt so eine 0,40 Schnur? Hab schnell mal auf meine Sufix geschaut die ich fuer Lachsvorfæcher nehme - 14kg/31lbs steht drauf.
Und das ist das grøsste Kaliber was nur auf Grosslachs zum Einsatz kommt, normal enden meine Vorfæcher auf 0,35mm.
Welcher Hecht reisst euch denn (im Wasser) solch ein Vorfach weg? Selbst ein gehakter abgesoffener Baum læsst sich damit (im Wasser) ziehen.
Anders wuerde es ausserhalb des Wassers aussehen bzw will ich nicht ueber Knotentragkraft diskutieren.
Bei einem Hænger dagegen straft man die Schnur so weit es geht und wenn man abreissen muss, dann ueber die hand mit einem kurzen Ruck.
Wo ist also das Problem ?
Und zu den sich øffnenden Karabinern. Das geschieht auch mit Salswasserkarabinern mit sehr hoher Tragkraft, sie werden aufgehebelt.
Ganz einfach, man verwendet Ringe, Spring-bzw Schluesselringe. Die verwenden wir beim Meeresangeln wo man auch mal eine Doublette von zwei Seelachsen, oder einen Leng oder Heilbutt hochpumpen muss. Und da reden wir nicht von Hechtlein sondern von +20 kg.
Gruss
Hendrik
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Re: Sollbruchstelle im Hechtvorfach

Beitragvon Hawk » 30.12.2017, 12:30

Beim Hechtfischen kommt es weniger auf die Tragkraft des Vorfaches an sondern mehr darauf die häufig sehr voluminösen Streamer vernünftig werfen zu können.

Mein Hechtvorfach sieht so aus: 2,5m 0,8mm Hardmono, Pitzenbauer Ring, 50cm 30lb Titan.

Das Titan ist an den Knoten/Quetschverbindern schwächer und sollte daher idr. vor der Fliegenschnur aufgeben.
Bis jetzt sind mir aber bei nem Hänger eher die 6/0 Partridge Haken aufgebogen :shock:

Alternativ zu dem oben genannten Setup nehme ich Statt des 0,8mm Vorfachs Salmon extra Strong oder Tarpon Polyleader auch hier ist dann aber das Titan die Schwachstelle.
Gruß
Sven
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Re: Sollbruchstelle im Hechtvorfach

Beitragvon fly fish one » 30.12.2017, 13:36

Liebe Kollegen,
vielen Dank! Nicht wegen Sollbruchstellen, aber die Stufung und Länge. Ich knote wie Achim mein Titan an das Mono - ich glaube das ich die Idee auch seinerzeit schon von Dir hatte. Ich knote aber auch das Titan an die Fliege! Ich werde für nächstes Jahr mal testweise auf die feinen Karabiner vom Heger wechseln. Ich warf bisher mit einem 1 m Vorfach bestehend aus 40 cm Titan und 60 cm Mono, das aber nur in 0,4. Mir ist deshalb gerade ein Licht aufgegangen! Dabei habe ich schon 0,6 im Haus, ich Blödi!! Was vermutlich einen viel besseren Kraftschluß liefert.

Frank
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Re: Sollbruchstelle im Hechtvorfach

Beitragvon Hawk » 30.12.2017, 13:45

Mit kleinen Karabinern würde ich vorsichtig sein, die Hebeln sich scheinbar gerne mal auf, was wohl auch der Grund ist warum viele keine karabiner nutzen.
Ich benutze sehr robuste Karabiner von profiblinker und hatte noch nie Probleme.
Gruß
Sven
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Re: Sollbruchstelle im Hechtvorfach

Beitragvon brotfliege » 30.12.2017, 15:18

Super! Danke für eure Meinungen und Anregungen zum Thema =D>
Gerne können auch weitere Erfahrungen zum optimalen Aufbau eines Hechtvorfaches gegeben werden :wink:

Ich für meinen Teil werde es in Zukunft mal neben meiner fetten Hardmono, mit nem RIngl o.ä. und anschließendem 40cm Stahlvorfach mit ca. 8kg Tragkraft als Sollbruchstelle probieren. Vielleicht werde ich auch mal ein Titanvorfach testen. Das soll ja nicht so anfällig für Verformungen sein - habe ich gehört.

Einen Guten Rutsch wünsche ich allen :)
Rico
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Re: Sollbruchstelle im Hechtvorfach

Beitragvon orkdaling » 30.12.2017, 15:27

moin moin nochmal,
ebenfalls einen guten Rutsch!
Schau mal was ich bei Guideline gefunden habe http://www.guideline.no/Matt+Hayes%E2%8 ... FRrWXl.ips
Enthalte mich aber jeder Wertung, stehe mehr auf richtige Fische, Salmon salar :mrgreen:
Gruss Hendrik
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Re: Sollbruchstelle im Hechtvorfach

Beitragvon Headi » 30.12.2017, 15:58

Hallo,

ein gutes Vorfach besteht aus 35/40er Stroft (oder ein anderes abriebsfestes Mono, bitte nicht auf die maximale Tragkraft achten!) ca 1m und dann 60cm dickes Fluorocarbon, z.B. 0,7mm. Die Verbindung dazwischen ist ein Albright-Knoten, wobei ich die Stroft nicht nur einmal durchziehe, sondern ein paar mal in 8-förmiger Art. Mir ist es schon passiert, dass das Ende sonst einfach rausgerutscht ist. Also: von hinten durch, rum und wieder von hinten durch und anders herum usw. Das Stroft bleibt dabei am langen Teil des Fluoro. Ein Vorteil ist auch, dass man das Ende der Stroft kurz schneiden kann ohne Angst. Der Knoten muss langsam und geordnet zugezogen werden und langsam stärker belastet werden, am besten nass. Wenn das Stroft sich sehr verändert hat an der Knotenstelle bitte direkt neu machen. Nach 10 Knoten hast du den Bogen aber sicher raus. Es hilft auch, das Fluoro am Anfang vorzuknicken. Erst nach dem zusammenziehen (!) werden die Enden gekürzt. Das Fluoro bitte mit einem Cutter so schräg abscheiden, dass es wenig Widerstand macht. So bleibt weder Kraut noch Streamerhaar hängen.

Das Vorfach lässt sich wunderbar variieren, wenn es auf Barsch oder Forelle im hechtbewohntem Wasser geht. Ein 35er Fluoro ist besser als nichts in einem Hechtmaul ;). Mit dem Stroft würde ich nicht unter 30er gehen.

Der Streamer kommt mit einer Klemmhülse dran, jeweils genau passend zum Material. Also immer Durchmesser mal zwei ist der Innendurchmesser. Dabei schneide ich das Fluoro schräg an und ziehe es bis zur Schräge in die Hülse. Gequetscht wird nicht zu fest mit einer ordentlichen Quetschhülsenzange. Bei der Länge von 60cm kamm man 5 mal die Fliege tauschen, dann ist das Vorfach eh "durch".
EDIT: gekringeltes Material lässt sich zwischen den Fingern strecken, also die frischen aufgerollten Vorfächer immer erst einmal begradigen bevor der Streamer dran kommt!

Man braucht zwar ein paar Komponenten, die die meisten sind aber in größeren Mengen sehr günstig bzw einmalige Anschaffungen.

Meiner Meinung nach hat Stahl nichts zu suchen bei dauerhaft geworfenen Montagen. Die Knickfestigkeit ist zu klein! Da hast du ungewollte Sollbruchstellen bei Fischkontakt. Einzig Spinnstangen sind einigermaßen dauerfest. Zumindest nach Hängern oder Fischen sollte man Geflecht direkt tauschen! Das gleiche gilt für Wirbel usw. Die gehen leicht auf im Drill, gerade wenn die dicken Streamerhaken "hebeln".


Gruß
Florian
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Re: Sollbruchstelle im Hechtvorfach

Beitragvon fly fish one » 31.12.2017, 12:28

Lieber Rico,

ich benutze das TyGer Leader. Es ist ummantelt und läßt sich wunderbar knoten. Ich meine ich habe das hier auch von einem Kollegen aufgesogen. Aber nach einer Weile fängt es dann auch das Kringeln an. Das stört aber nicht im Wurf - was die Hechte sagen? Keine Ahnung. Bin noch Hechtjungfrau. :badgrin:

Noch ein Wort zu den Karabinern. Kennt Ihr die vom Heger. Die haben so eine schöne Formgebung, ohne Öse zum Einhaken, da kann ich mir nicht vorstellen das die einfach aufgehebelt werden kann. Habt Ihr damit Erfahrungen?

Und noch ein Wort zu den Quetschhülsen: Das möchte ich nicht. Für mich wird das immer mehr Gewicht. Ich habe schon Mühe mich an den Karabiner gedanklich anzulehnen. Aber der Fliegenwechsel ist einfach schneller und materialschonend.

Frank
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Re: Sollbruchstelle im Hechtvorfach

Beitragvon Achim Stahl » 31.12.2017, 19:43

Moin,

fly fish one hat geschrieben:
Noch ein Wort zu den Karabinern. Kennt Ihr die vom Heger. Die haben so eine schöne Formgebung, ohne Öse zum Einhaken, da kann ich mir nicht vorstellen das die einfach aufgehebelt werden kann. Habt Ihr damit Erfahrungen?


Ich kenn die und habe damit Erfahrungen - mehrere Streamer einfach beim werfen verloren... :doubt:

fly fish one hat geschrieben:Und noch ein Wort zu den Quetschhülsen: Das möchte ich nicht.


Da bin ich bei dir. Den Sinn von Quetschhülen an einen Fliegenvorfach konnte ich noch nie entdecken. Sie machen das Vorfach unnötig kompliziert und bilden eine Stelle, an der das Vorfach beim Abrollen (Fliegenvorfächer tun das im Gegensatz zu Vorfächern beim Spinnangeln... ;) ) eine Knickstelle hat. Was passiert, wenn Stahl (oder auch Titan) immer an der selben Stelle hin und her knickt, weiß wohl jeder... Fast alle modernen Vorfachmaterialien zum Hechtfischen lassen sich problemlos knoten.

Heady hat geschrieben:Meiner Meinung nach hat Stahl nichts zu suchen bei dauerhaft geworfenen Montagen. Die Knickfestigkeit ist zu klein! Da hast du ungewollte Sollbruchstellen bei Fischkontakt.


Na ja, eine zuverlässigere "ungewollte Sollbruchstelle" beim Hecht-Tippet als normales Mono gibt es mit Sicherheit nicht... :evil:


Viele Grüße!


Achim
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