Viele Hänger beim Nymphenfischen

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Viele Hänger beim Nymphenfischen

Beitragvon Isarindianer » 04.06.2015, 23:01

Hallo liebe Forumsmitglieder.
Nachdem ich schon ein paar mal hier Rat und sinnvolle Tips bekommen habe versuche ich es erneut.
Mein fliegenfischereilicher Fortschritt verharrt jetzt schon geraume Zeit und zwar beim Nymphenfischen. Habe gerade die Erklärung von Roman Moser in der aktuellen Fliegenfischen gelesen und schon vor einiger Zeit das Buch von Herrn Feuerstein über Nymphenfischen. Soweit so gut und es funktioniert ja auch schon recht gut stromauf in Deaddrift. Vorausgesetzt das Wasser ist am Grund ziemlich eben - Anders siehts in meinem Gewässer der Mangfall aus hier gibt es auch sehr viele tolle Stellen mit großen Steinen oder verklemten Ästen im Wasser. Aber genau da möchte ich auch mal mit der Nymphe etwas fangen jedoch meist schon bei der 2 Drift Hänger , Verlust von Nymphe und Vorfach.
Man könnte jetzt an eine andere Stelle gehen wo der Grund anfängerfreundlich ist oder auf Streamer und Nassfliege im Wet Fly Swing umsteigen - funktioniert auch . Jedoch möchte ich ja als Fliegenfischer weiterkommen und dazulernen , deswegen meine Frage an die Nymphenspezialisten. Eine weitere Möglichkeit wäre einen gut schwimmbaren Bissanzeiger als Pose zu missbrauchen un in sicherem Abstand vom grund zu präsentieren , das möchte ich aber auch wieder nicht.

Gibt es Techniken und oder Möglichkeiten an Stellen mit sehr unebenem Grund trotzdem mit der Nymphe erfolgreich zu fischen ohne 10- 20 Nymphen in einer Stunde abzureissen.

Danke im voraus für die Tipps und vielleicht gibt es ja auch noch andere Forenmitglieder die die Mangfall bei Bruckmühl befischen dürfen.

Gruß

Horst
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Re: Viele Hänger beim Nymphenfischen

Beitragvon thomasius » 08.06.2015, 10:18

ich nehme bei solchen Stellen leichtere Nymphen und fette das Vorfach ein, damit bisl Auftrieb da ist.

(bin aber auch nur ein Anfänger)

Gruß
Thomas
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Re: Viele Hänger beim Nymphenfischen

Beitragvon Rolf. » 08.06.2015, 15:13

Hallo Horst,
bin zwar nicht der versierteste Nymphenfische, auch wenn ich fast nur mit der Nymphe fische, aber wenn der Gewässeruntergrund so steinig und ästig ist, dann würd ich UpSideDown Nymphen oder JigNymphen binden.
Dann ist die Hängergefahr etwas gemieden und somit Deine Verluste nicht so groß.
Aber das ist nunmal das Los der Nympher, das grundnahes Fischen auch Verluste mit sich bringt.

Das mit dem gefetteten Vorfach ist meiner Meinung nach keine gute Lösung, denn Du musst halt ganz runter.
Und mit nem Bissanzeiger als Pose finde ich nicht verwerflich, wobei Du auch ja nach Gewässer Dich erkundigen solltest, ob das gestattet ist.


WeiterHin Viel Erfolg

Gruüße
Rolf
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Re: Viele Hänger beim Nymphenfischen

Beitragvon Isarindianer » 08.06.2015, 15:52

Hallo Rolf

Danke für den Tipp mit den JigNymphen die sollten gehen , werds demnächst mal versuchen.

Grüße Horst
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Re: Viele Hänger beim Nymphenfischen

Beitragvon AlexX!! » 08.06.2015, 23:32

Hallo Horst,

du kannst auch die "Salzach" Montage verwenden.. falls gestattet.
Hier knüpfst du die Nymphe an einen Seitenarm, das Gewicht, ist
gleichzeitig Bodentaster und sitzt am Ende des Vorfachs.
Wenn du ein Bleischrot benützt, kannst du es bei einem Hänger
einfach abstreifen, so verlierst du nur das Blei und nicht die Nympe.

Grüße
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Re: Viele Hänger beim Nymphenfischen

Beitragvon Maggov » 12.06.2015, 11:35

Hallo Horst,

Up-side-down und Jig verhindern auch nicht immer Hänger, lassen sich aber besser lösen da meist der Kopf einklemmt und nicht der Haken. Bei beiden Nymphen hilft oft die Schnur auf Spannung zu halten und stromauf zu gehen. Ich versuche die Hänger gegen die vormalige Driftrichtung zu lösen - hat meist gut geklappt.

Eine leichtere Nymphe wäre bei Steinen sicherlich die leichteste Lösung. Anstatt der Nymphe Bleischrot zu versenken ist sicherlich günstiger aber sicherlich nicht die umweltschonendste Variante und eine Drift die in Hängern endet fischt nicht fertig ;)

Bei Ästen wird weder eine andere Montage noch ein anderes Gewicht gut helfen. Hier versuche ich mittels Schnurführung die Äste zu vermeiden indem ich die Nymphe so knapp wie möglich an den Ästen vorbeiführe.

Ich würde versuchen das Nymphengewicht heraus zu finden dass möglichst wenig Bodenkontakt bei mittlerer Wassertiefe herstellt (Bissanzeiger hoppelt selten aber immer wieder mal wegen Grundkontakt). Sollte die Nymphe an tieferen Stellen nicht schnell genug absinken würde ich ein kleines Bleischrot ca. 10 cm vor die Nymphe klemmen und nach der tiefen Stelle wieder abnehmen. Wenn man die Hindernisse sehen kann und es unregelmäßig ist aber ausreichende Abstände hat, kann man dies für die Mendings berücksichtigen. Ein etwas "unsauberes" Mending zieht die Nymphe Richtung Oberfläche und lässt die Nymphe dann wieder absinken.

Das ist ziemlich situationsabhängig und bedarf schlicht Übung. Ich habe früher auch an der Mangfallstrecke gefischt und denke die Struktur ist bestens geeignet um das Nymphenfischen zu üben. Bleib' dran :)

LG

Markus
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A. A. Lucas in Fishing and Thinking, 1959
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Re: Viele Hänger beim Nymphenfischen

Beitragvon Isarindianer » 12.06.2015, 14:29

Hallo Markus

Danke für deine Tipps werde einen nach dem anderen versuchen , ich denke das mit dem Nymphengewicht ist mein größter Fehler (Zu leicht kommt sie nicht runter , großes Klemmblei ran und schon hänge ich am Grund).
Aufgegeben wird nicht dafür machts einfach zu viel Spass.

Danke nochmals auch an die anderen und vielleicht sieht man sich ja mal am Wasser

Horst
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