Bleifrei Binden....

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Re: Bleifrei Binden....

Beitragvon dr-d » 13.01.2017, 11:49

hallo Obi,


Lötzinn kann bis zu 40% Blei inne haben.Wolfram lässt sich m.W.nur mit Laser oder Elektronenstrahl bearbeiten.
Gutes Gelingen :D


Grüsse Thomas
dr-d
 
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Re: Bleifrei Binden....

Beitragvon Rolandus » 17.01.2017, 10:32

Hallo
Wichtiges und interessantes Thema.
Stellt Euch vor, wie viel Blei von all den Jigs der Hecht-, Barsch- und Zanderfischern in den Seen und Flüssen liegt.
Ich selbst hatte wohl schon etliches Blei und Gummis verloren. Angesichts der ganzen abgerissenen Gummifische sind wohl ein paar Fasern kaum der Rede wert.

Ich suche bei anderen Methoden auch immer wieder nach anderen Materialien, wenn auch teurer (Tungsten, schwere Bleie aus Stein (z.B. Drop-Shot Bleie).
Kupfer hat übrigens im Verhältnis nicht wirklich eine Nenneswert kleinere Dichte (8,9 g/cm³) als Blei (11,3 g/cm3), also nur etwa 20% weniger "schwer" bzw. dicht.
Tungsten (deutsch Wolfram) weist da schon eine wesentlich höhere Dichte auf (19,27 g/cm³), ist halt auch wesentlich teurer.
Nur unwesentlich dichter wäre dann noch Gold. Also man könnte ja der Goldkopfnymphe dem Namen Ehre tun und einen wirklichen Goldkopf nehmen.
Dann würde man definitiv das Wasser nicht verschmutzen :-)

Der Natur und den Fischen zu liebe würde ich eher wieder Kupfer verwenden und wohl kaum extrem an Wurf- und Sinkeigenschaften verlieren.
Und in der Natur gibt es wirklich viele interessante Materialien auch zum Fliegenbinden oder sonstige Köder.
Es gibt auch einige käufliche Beispiele von Ködern (Holzwobbler)

Und, warum sollten die Jäger bleifrei schiessen müssen und wir Fischer nicht auf Blei verzichten sollen?
Genügend Infos gibt's auch im Netz: https://www.blauer-engel.de/de/produktw ... e-produkte
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Re: Bleifrei Binden....

Beitragvon orkdaling » 17.01.2017, 12:44

moin moin,
tja warum sollten Jæger bleifrei schiessem muessen aber Angler nicht bleifrei binden?
Weil das Projektil zerstørt wird und Spuren von Blei unmittelbar ins Fleisch gelangen!
Zumindet hier wurde dieses Bleiverbot inzwischen aufgehoben weil zu viel Wild verludert ist, Stahlkerne gehen einfach durch.
Da mach ich mir in Sicht auf beschwerte Fliegen keine Sorgen da das Blei nicht sofort geløst in den Kreislauf kommt.
Sorgen mach ich mir eher um sowas https://www.google.no/url?sa=t&rct=j&q= ... 4172,d.bGs
Mit dem Kreuzfahrtschiff um die Welt hat sicher mehr Auswirkungen auf die Umwelt.
Gruss Hendrik
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Re: Bleifrei Binden....

Beitragvon Tom127 » 15.03.2017, 00:18

Hallo zusammen,

ich habe auch immer wieder mit Blei gearbeitet und war garnicht so glücklich darüber den dunklen Abrieb an den Fingern zu sehen.

Eine Idee hätte ich wie man das Wolframpulver auf den Haken zu bringen kann: Wolframpulver mit z.b. UV-Kleber vermengen, auftragen und aushärten (man arbeitet halt dann wieder mit Kunststoff). Hab ich selber noch nicht versucht wäre aber ne Möglichkeit. Je nach Pulvermenge könnte man das Gewicht zusätzlich beeinflussen.

Was ich aber gelegentlich verwende ist Silber. Ja ihr lest richtig! Die Dichte liegt mit ca. 10,5 zwischen Kupfer und Blei und ist für die Umwelt unschädlich. Wieso ich das mache? Ich arbeite beruflich damit und habe immer wieder Reste die zum Scheiden geschickt werden müssten. Da kann man schon mal 30g zusammenschmelzen und einen dünnen Draht ziehen. Die Werkzeuge habe ich und die Zeit gelegentlich auch. Ist das nicht zu teuer? Ein neuer(!) 100g Silberbarren kostet ca. 80€. Also 0,8€ pro Gramm. Meine 3,3mm Tungstenperle wiegt 0,237g. Würde man jetzt 0,2g Silber einbinden wären das 0,16€ pro Fliege. (Diese Rechnung ist natürlich nicht geschäftstauglich!) Ein Hunderterpack 3,3mm Tungstenperlen hab ich gerade für ca. 18€ gefunden, also 0,18€ pro Perle. Und so ein Klecks Silber in der Fliege schadet ihr auch optisch nicht wirklich.

Das soll jetzt nicht heißen, dass ich all meine Fliegen mit Silber binde, aber gelegentlich schon, zumal ich das Material bereits habe.
Es kann ja nicht immer regnen!!
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