Dubbings und Schwimmfähigkeit

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Dubbings und Schwimmfähigkeit

Beitragvon hubi » 04.03.2019, 14:18

Hallo zusammen,
mir ist aufgefallen, dass manche meiner Trockenfliegen eher bescheiden schwimmen, obwohl ich sie vor dem Einsatz mit einem Tropfen CDC-Öl einreibe, auch den gedubbten Körper. Es handelt sich in der Haupsache um Dubbing aus Hasenohr und Oppossum. Sind diese Dubbings für Trockene eher ungeeignet oder liegt der Fehler woanders? Welche (Natur-)Dubbings sind für Trockenfliegen am besten geeignet? Hilft evtl. eine Vorabimprägnierung?
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Re: Dubbings und Schwimmfähigkeit

Beitragvon FlyandHunt » 04.03.2019, 17:26

Hallo Hubi,

ich verwende für Trockenfliegen also Körper eine CDC Feder, die inkl. der einzelnen Fibern als Körper dienen. Diese mit cdc-Öl schwimmen Top.

hier ein Video vom Meister persönlich, wie es gemacht wird.

https://www.youtube.com/watch?v=CsuXuHneG9k Beginnen ab 1:40.


Im Fliegenbinde Fred wurde meine CDC mit der gleichen Technik gebunden.


Ich verwende allerdings für andere Trockenfliegen, die mit dem Körper in bzw. unter der Wasseroberfläche liegen sollen, einfaches Synthetik Dubbing wie für Nymphen.


Gruß
Ferdinand
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Re: Dubbings und Schwimmfähigkeit

Beitragvon Magellan » 04.03.2019, 18:07

hubi hat geschrieben:Hallo zusammen,
mir ist aufgefallen, dass manche meiner Trockenfliegen eher bescheiden schwimmen, obwohl ich sie vor dem Einsatz mit einem Tropfen CDC-Öl einreibe, auch den gedubbten Körper. Es handelt sich in der Haupsache um Dubbing aus Hasenohr und Oppossum.


Hallo Hubi
Liegt es evtl. am verwendeten Vorfach, dem Haken (größe) Öhrposition? Oder ist das Problem doch eher bei der Hechel zu suchen... ?

Ich persönlich habe bei keiner meiner selbst gebundenen, mit welchem Naturmaterial auch immer gefertigt, unterschiede der Schwimmfähigkeit feststellen können.

Es sei denn, wir reden hier von Hakengrössen die eher den Stimulator –Bereich betreffen.

Gruss
Heiko
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Re: Dubbings und Schwimmfähigkeit

Beitragvon hubi » 04.03.2019, 19:09

CDC ist eine Option. Muss mich noch mit Federn eindecken.
@ Heiko: Am Vorfach liegts eher nicht, ich nehm Stroft in 0,14 und 0,16. Hakengrössen sind 12 bis 16 Wide Gap, dünndrähtige Trockenfliegenhaken. Hecheln von Metz und Whiting.
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Re: Dubbings und Schwimmfähigkeit

Beitragvon webwood » 04.03.2019, 21:41

Servus Hubi,

CDC ist zwar eine Option, doch nach meiner Erfahrung, nach einem Biss nur mit Aufwand wieder schwimmfähig zu machen. Dafür sind diese Fliegen fängig.
Anderer Ansatz: Versuche mal chinesische Billigbälge. Die sind so halb versunken im Wasser. Also eher so eine halbversunkene Nymphe im Oberflächenfilm. Ich steh drauf und die Ammerforellen anscheinend auch. Sie sind halt nicht wirklich gut zu sehen und wenn du weit wefen musst, nicht das Optimum. So ein Chinabalg kostet auch fast nix und man kann daher auch zwei Federn einbinden. Ich binde meist Federn ein, die für den Haken eigenlich zu groß sind und schnibble unten was ab. Das erspart mir das Einbinden von Flügeln. Ich fische indess in einem recht schnellem Wasser und da haben die Fische eh keine Zeit, meine Bindekunst zu inspizieren.
(Das funktioniert einfach und warscheinlich werde ich nun von den Künstlern unserer Bindefraktion auf der EWF gelyncht.)
How ever, ich bin halt ein Pragmatiker und zudem einer, der oftmals kurz bevor er zum Angeln fährt, seine Fliegendose inspiziert. Ups!!!. Da muss ich noch schnell was binden.

TL

Thomas
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Re: Dubbings und Schwimmfähigkeit

Beitragvon Trockenfliege » 05.03.2019, 09:00

Bisher habe ich vor allem Hasenohr als Körperdubbing verwendet und dabei gute Erfahrung bz. der Schwimmfähigkeit gemacht.
Aber das Hasenohr hat sehr unterschiedliche Haare: die feine Unterwolle und die groben Grannen.
Was für dubbing verwendest du - selbst geschnittenes oder fertiges aus der Tüte?
Wenn fertiges aus der Tüte: reines Hasenohr oder ein Gemisch mit Kunstfasern?

Gründe für schlechtes Schwimmen könnten zu viele feine Anteile und zu voluminös gebunden sein = der Körper kann zu viel Wasser aufnehmen und trocknet schlechter beim Werfen.

Ansonsten verwende ich wenig Naturdubbing für Körper, kann also nur was zum Hasenohr sagen.

LG
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Re: Dubbings und Schwimmfähigkeit

Beitragvon FlyandHunt » 05.03.2019, 09:49

webwood hat geschrieben:.... Die sind so halb versunken im Wasser. Also eher so eine halbversunkene Nymphe im Oberflächenfilm.Thomas


Das die Fliegen tief im Wasser liegen kann aber auch genau an dem liegen was du hier sagst. ->
webwood hat geschrieben: Ich binde meist Federn ein, die für den Haken eigenlich zu groß sind und schnibble unten was ab.


Aufgrund dem wegschneiden der feinen äußeren Häärchen, kann die Fliege nicht mehr so auf dem Wasser liegen.

Soweit ich mich erinnern kann, wurde mir schon in jungen Jahren gesagt, dass man eine Hechel bei Trockenfliegen nicht stutzen sollte. (Klar gibt es Fliegenmuster, bei denen es gewünscht ist)
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Re: Dubbings und Schwimmfähigkeit

Beitragvon hubi » 05.03.2019, 13:39

Ich nehm vom Hasendubbing den feinsten Flaum, den Bürste ich aus der Maske aus. Gibt halt so schöne Körper :roll: Hecheln stutze ich nicht, allenfalls senge ich sie unten mit der Zigarettenglut leicht an, aber auch nicht immer.
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Re: Dubbings und Schwimmfähigkeit

Beitragvon webwood » 05.03.2019, 21:55

Aufgrund dem wegschneiden der feinen äußeren Häärchen, kann die Fliege nicht mehr so auf dem Wasser liegen.


Servus Ferdinand,

ja das stimmt natürlich und ist mir auch bekannt. Die Fliegen funktionieren aber. Ich vermute die Silhouette der Fliege ist einfach aus Sicht des Fisches besser zu erkennen.
Ich fische ja nicht gerade in einem still fliessenden Wiesenbächlein.

TL
Thomas

PS. Wenn du postest wäre dein Name schon ganz nett, nebst Grußformel zu lesen.
Ich musste erst mal recherchieren, um dich mit deinem Namen anzusprechen zu können.
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Re: Dubbings und Schwimmfähigkeit

Beitragvon FlyandHunt » 06.03.2019, 09:09

Hallo Thomas,

ja manchmal bin ich da etwas "schludrig" und gelobe Besserung :mrgreen:

Klar es geht auch immer um die Präsentation und was man erreichen will :).

Gruß
Ferdinand
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Re: Dubbings und Schwimmfähigkeit

Beitragvon Dr.Do » 07.03.2019, 10:15

Guten Morgen,
besonders wichtig ist die Wahl des richtigen Hakens. Für Trockenfliegen sollte man nur sehr feindrahtige leichte Haken verwenden. Das macht das Meiste aus. Schwanzfibern sind auch wichtig. Die Anzahl der Fibern und eine gewisse Spreizstellung (vor allem im Wasser und nicht nur am Bindestock) beeinflussen die Schwimmfähigkeit erheblich. Das Körpermaterial sollte kein Wasser aufnehmen, also bei Dubbing eher Kunststoffasern wie Antron , Flyrite oder ähnlich. Körper aus CDC sind meiner Erfahrung nach nicht unbedingt schwimmfähiger als Antron. Das ändert sich aber, wenn sie mit CDC-Öl bearbeitet werden, aber dann schwimmen sie unnatürlich hoch, was oft zur Ablehnung bei unserem Klientel führt. Also lieber leicht absaufen lassen, wenn es um die Dun´s geht.
Mit jeder Hechelwindung im vorderen Drittel erhöht sich die Schwimmfähigkeit. Gepalmerte Flusen, wie z.B. Bressons Tricolor schwimmen einfach besser als ComparaDuns. Rehaar oder Kalbshaare schwimmen einfach viel besser als Hasenohrdubbing. Die echten Schwimmwunder, wie z.B. die Wulff-Fliegen haben jede Menge solcher Materialien an Bord. Aber die kann man halt auch nur im Weißwasser vernünftig einsetzen, im langsamen schnapsklaren Kreidefluß sind das Vollversager. Da brauchts dann schon feinste Imitate, deren Schwimmposition genau austariert sein muß. Am besten bewährte Muster nachbinden. Und gedubbte Fliegen bei schlechtem Schwimmverhalten fetten und nicht ölen. Man kann auch das Vorfach fetten, wenn es zu schnell abtaucht. Ehlich Jungs :D :D
Wenn ich ein neues Muster binde, checke ich im Wasserglas immer erst die Schwimmlage und wie lange das Teil oben ist. Wenn es weniger als 1 Minute schwimmt, muss nachgebessert werden. Man sieht dann auch, ob es zuerst hinten oder vorne absäuft und dann hat man schon den Schuldigen und kann gezielt nachbessern. ...... man könnte ein Buch darüber schreiben. :D
LG Klaus
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Re: Dubbings und Schwimmfähigkeit

Beitragvon Mr. Wet Fly » 07.03.2019, 11:52

Moin Klaus,

das hast Du sehr schön erklärt. :daumen :daumen :daumen

Es ist in gewisser Weise schon eine kleine Wissenschaft, das richtige Verhältnis
von Haken, Körpermaterial, Schwanzfedern so in Balance
zu bekommen, das eine filigrane, schwimmfähige, den Fisch ansprechende Fliege entsteht. :-k

Deswegen fische ich gleich Nasse da habe ich das Problem nicht. :-$

Wobei Nassfliegen auch schon wieder eine kleine Wissenschaft für sich sind,
weil Nassfliege ist nicht gleich Nassfliege.


Gruß Bernd
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Re: Dubbings und Schwimmfähigkeit

Beitragvon drehteufel » 07.03.2019, 16:04

Hallo hubi,

ich denke, zum Thema Dubbing wird hier Einiges erklärt...zum Binden im Allgemeinen eine sehr gute Seite, wie ich finde:

http://www.bindematerial.fliegentom.de/ ... leich.html

Gruß,
Marco
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Re: Dubbings und Schwimmfähigkeit

Beitragvon Magellan » 07.03.2019, 17:17

Kläuschen hat geschrieben:Guten Morgen,
besonders wichtig ist die Wahl des richtigen Hakens. Für Trockenfliegen sollte man nur sehr feindrahtige leichte Haken verwenden. Das macht das Meiste aus.


Hallo Klaus

Entschuldige bitte, aber du solltest den Anfängern nicht solchen Humbug erzählen!
Die Haken Wahl auch beim Trockenfliegenfischen bezieht sich generell auf die zu erwartende Fischgrösse!


Es sei denn hier in der Fliegenbindeecke wird wirklich nur ausschließlich für die Vitrine gebunden was bei Hubi offensichtlich nicht der Fall ist :wink:

Gruss
Heiko
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Re: Dubbings und Schwimmfähigkeit

Beitragvon The Sharpshooter » 07.03.2019, 17:51

Servus Heiko

??? man sollte also wenn man mit 50iger Regenbogenforellen im schnellen Wasser rechnen muß, diese aber die Baetis fuscatus fressen, bei Hakengröße 16 einen starkdrähtigen Nymphenhaken verwenden??? Oder was sollte uns Dein Post sagen?

:smt119

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