ich verrate Dir gerne konkret, dass mein erster Beitrag im Fliegenfischer (Them: Lachsfischen zum kleinen Preis in der Gaula) promt 1 zu 1 erschien, nachdem ich ihn (mit damals altersbedingter Naivität) zuvor erfolglos an die Redaktion der Zeitschrift Fliegenfischen geschickt hatte.
Einer der Hauptwerbepartner von Fliegenfischen in Sachen Lachsfischen an der Gaula fand in dem Bericht keine Erwähnung. Ich weiß nicht, ob dies eine Rolle spielte. Allerdings hieß es damals in einem freundlichen Antwortschreiben der Redaktion: "Leider können wir ihren tollen Bericht nicht mehr berücksichtigen, denn wir haben bereits einen Gaula Report in der nächsten Ausgabe geplant." Dieser erschien auch tatsächlich in der nächsten Ausgabe: Ein Fotoessay entstanden an den Strecken des Hauptwerbepartners mit direkter Verlinkung der noch freien Ruten zu Preisen, die sich sehr viele Leser wohl kaum leisten konnten. Mein Bericht war zeitlich unabhängig und wäre heute fast noch aktuell.
Darüber mag man als Leser denken wie man möchte, ich fands toll, dass der Fliegenfischer auch etwas für Leser brachte, die eine Möglichkeit suchten für ein geringeres Preisniveau an der Gaula oder auch anderswo zu fischen.
Kurz vor dem Ende des Fliegenfischers kam die Nachfrage auf mich zu, ob ich nicht... Ich lehnte dankend ab. Ein Hornorar war nie mein Antrieb beim Schreiben und wird es auch nie sein. Mir macht das Fliegenfischen riesig Freude und darüber mag ich hin und wieder etwas schreiben.
Wenn es jemand lesen mag, freut mich das natürlich umso mehr.
Grundsätzlich möchte ich als Autor auch hinter der Gesamtpolitik einer Zeitschrift stehen (können).
Bei einem Titelbild, wo man mit der Fliegenrute auf Krokodile fischt, hört es für mich auf. Wenn das allerdings im Folgeblatt auch noch damit erklärt werden soll, dass es besser für die Krokodile sei, wenn man ihnen einen Haken ins Maul rammt und sie an der weichen Fliegenrute ausdrillt, weil sie so (möglicherweise) Angst vor Wilderern entwickeln, fehlt mir jegliches Verständnis. Bei solch Bericht fällt mir Gelassenheit schwer.
Der nächste Fliegenfischer spezialisiert sich vielleicht auf Nilpferde. Das gäbe bestimmt ein weiteres SPEKTAKULÄRES Titelbild. Und ich fürchte, es gibt Zeitschriften, die kaufen solch Titelbild sogar noch!?
Gruß
Bernd










