Hallo,
ich habe ähnliche Erfahrungen mit Angel- und anderen sogenannten "Fachzeitschriften" gemacht. Über -zig Jahre hatte ich mehrere Zeitschriften aboniert und diese eigentlich mehr aus Gewohnheit behalten und gelesen. Mein Bekanntenkreis ist da etwas kritischer und hat die Tendenz schon früher erkannt. Es ist mit Sicherheit nicht leicht neues oder interessantes zu finden. In verschiedenen Magazinen hatte ich in den letzten Jahren auch einige Artikel veröffentlichen können, doch letztendlich greifen die Chefredakteure am liebsten auf ihre altbewährte Stammbesatzung zurück. Das birgt natürlich die Gefahr, nur immer im sogenannten "eigenen Saft" zu schmoren. Letztendlich gab oder gibt es schon das Meiste und wird, um die Zeitschriften irgendwie voll zu bekommen, noch einmal neu erfunden bzw. wieder aufgewärmt. Was immer wieder gerne gemacht wird, sind die unverzichtbaren und heftfüllenden Tests. Es gibt ja Zeitschriften, da sind in jeder Ausgabe (6 Ausgaben im Jahr) ein bis zwei Ausrüstungstests. Grauenhaft! Wenn man sich ältere Zeitschriften ansieht, so merkt man, dass sich alles periodisch wiederholt. Gerade als Langzeitleser fällt das besonders auf. Ich habe noch Zeitschriften von vor 20 Jahren im Keller und bräuchte bloß wieder von vorne anfangen zu lesen und hätte wieder "aktuelle" Themen auf dem Tisch. Vielleicht machen es die Redakteure ja ebenso?
Interessant finde ich natürich immer Zeitschriften aus dem Ausland. Da findet man wenigstens mal wieder was neues. Ich bin öfter in Schweden unterwegs und verbringe dort viel Zeit vor den Zeitschriftenregalen beim schmökern in den Fliegenfischermagazinen

. Dort sind oft interessante Bindeanleitungen oder Gewässerbeschreibungen zu finden. Für mich, der regelmäßig dort oben unterwegs ist, eine gute Infoquelle. Nur das Lesen ist halt nicht so einfach wie im englischen.
Ich hab mich jedenfalls von jeder Aboverpflichtung losgesagt und kaufe nur noch sporadisch mal ein Magazin.
TL, Mario