Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein.
(Bitte prüfe zuerst, ob nicht eine der nachfolgenden Rubriken geeigneter für Deinen Beitrag ist).

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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon Jan Dalf » 10.10.2014, 19:53

Guten Abend!

greypanther hat geschrieben:
Jan Dalf hat geschrieben:Das macht mich jetzt neugierig :)

Worauf, lieber Jan?



Natürlich auf das:

greypanther hat geschrieben:Lieber Jan,

Es gibt sogar "summa cum"-Menschen, die erfolgreich ausgestiegen sind, hoch dotierte Jobs aufgegeben haben, nur um den Weg in das eigene Ich zu finden! Es muss nicht immer so weit wech sein wie möglich. Alaska, Indien, Himalaya und weiß Gott wo sonst noch. Die abenteuerlichste Reise, das kannst du mir glauben, kann man nur in die eigenen Tiefen der Seele unternehmen. Und das ist vollkommen wurscht, wo es passiert.
Das sagt dir einer, der es "hinter sich" hat.



Ich geh jetzt mal die "Into the Wild" DVD suchen :mrgreen:
Tight Lines

Jan
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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon Kanne » 10.10.2014, 20:39

Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon webwood » 08.10.2014, 22:00
Servus Lutz,

"ich denke, da wirfst du nun zwei ganz unterschiedliche Sachen in einen Topf.

Was anderes ist das Aussteigen weil man eben was anderes machen möchte. Einer meiner Freunde hier im Forum hat das gemacht, Rüdiger Nehberg hat seinen Job an den Nagel gehängt, Rollo Gebhard oder Arved Fuchs auch, Thor Hayerdahl ist als Wissenschaftler nun auch mehr oder weniger ausgestiegen. Allen gemeinsam ist, die wussten was sie tun, Sei es weil eine Geschäftsidee dahinter stand, sei es weil man durch Bücher und Vorträge sein Leben bestreiten will, sei es weil man durch sein Tun auf Misstände aufmerksam machen möchte oder als Wissenschaftler völlig neue Wege beschreitet. Diese Menschen und sicherlich viele andere auch, haben den Mut gehabt, was neues anzupacken, doch immer war ein Plan und Ziel dahinter und sicherlich auch eine Menge Arbeit."

Lieber Thomas,

Danke für Deine TREFFENDE Antwort zum Thema, danke, dieses Jahr hat`s nicht mehr geklappt,
nächstes Jahr, versprochen meld ich mich...

Beste Grüße, Lutz
Kanne
 
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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon greypanther » 10.10.2014, 20:40

Na dann besten Erfolg, lieber Jan! :wink:
Gruß
Klaus


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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon webwood » 10.10.2014, 22:11

Lieber Lutz,

nun habe ich zwar gar keinen Ahnung was du planst, doch auf alle Fälle wünsche ich Dir mal viel Glück und persönliche Erfüllung.
Ich drück dir die Daumen!

Thomas
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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon Vogtlandsalmon63 » 11.10.2014, 09:10

Hallo hier in der Diskussionsrunde!
Ich beobachte hier die verschiedensten Beiträge schon länger und frag mich, was macht ein Aussteiger, wenns um die medizinische Hilfe geht???
Die Prominente, welche nach Burnout Syntrom oder anderen Wehwehchen ausgestiegen sind,hatten zuvor mächtig Knete gemacht oder die Steuerzahler gnadenlos abgezockt und dann kam die Erkenntnis mit dem Aussteigen Buse zu tun. Mit den auf irgendeinerweise erworbenen Mammon im Rücken, kann man da schon existieren und alles bestreiten. Oder man hat Vorfahren, welche das Geld erblich oder wirtschaftlich erworben hatten. Da kann man davon gut auf großen Fuss leben,da man nie wusste wie schwer Geld zu verdienen ist, bis es alle ist. Die Meisten, die bisher diese Richtung eingeschlagen haben, mußten leider noch nicht seinen Lebensunterhalt mit ihren eigenen Händen bestreiten oder haben in irgend einer Weise schon handwerklich schwer gearbeitet denn dann kann man sich keinen Ausstieg leisten geschweige denn, den Flug dorthin. Außerdem propagantiert unsere jetzige Gesellschaft, das der schnöde Mammon ganz leicht ohne Hände Arbeit zu verdienen ist und das Abzocken Anderer leichter ist, als selber zu mallochen. Vor Allem junge Leute sind dafür sehr empfänglich.
Ich frag mich, wenn das Geld dann alle ist, und im Alter die Wehwehchen häftiger werden und man ärztliche Hilfe braucht, wer bezahlt dann das alles? Dann kommen diese Aussteiger wieder aus ihren Löchern und betteln beim Steuerzahler, obwohl sie nicht einen Cent zur Allgemeinheit beigetragen haben. So lange man jung ist und die Gesundheit mitspielt geht alles gut. Aber man sollte auch bedenken, daß es eine Verpflichtung gegenüber der Allgemeinheit geht und nicht nur auf Deren Rücken lebt. Das geht auf Dauer in unserer Gesellschaft nicht gut.
Diese ganzen Aussteiger waren bisher alles klevere Leute mit Geschäftsidee oder totale Spinner. Letztere sind meistens alle gescheitert und kamen in irgend einer weise wieder bei der Allgemeinheit angekrochen. Das kann man schön in den TV Medien mitverfolgen, da gibt es ja diese diversen niveaulosen Sendungen.
Entschuldigung, daß ich so direkt bin, auch an einige getroffen gefühlte.
In diesem Sinne: Vogtlandsalmon63.
Zuletzt geändert von Vogtlandsalmon63 am 12.10.2014, 11:54, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon greypanther » 11.10.2014, 21:49

Lieber vogtlandsalmon63 (schade, dass Du nur Deinen Nick preisgibst),

ich kommentiere Deine Statements jetzt einmal garnicht (obwohl mir so einiges zu diesem Thema auf der Zunge brennt). Stelle nur fest, dass die Hartz IV-Problematik, welche Dich offenbar stark beschäftigt, in Deinem Teil Deutschlands sicher eine große Rolle spielt, und ausgerechnet die ist nicht von "Aussteigern" verursacht.
Und noch eins, die Mehrzahl der "Aussteiger" (ich kenne so einige) haben hart gearbeitet, um ihren Traum vom alternativen Leben zu verwirklichen. Klassenkämpferische Parolen sind deshalb alles andere als zielführend.
Jeglichen anderen Kommentar zu Deinem Posting verkneife ich mir im Sinne eines harmonischen Miteinanders im Forum.
Gruß
Klaus


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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon orkdaling » 12.10.2014, 13:04

Hallo in die Runde.
Hier die bescheidene Meinung von einem der vor vielen Jahren auszog um sein Traum zu erfuellen, der vorher hart geschuftet hat um dies zu ermøglichen und der auch heute noch dem Broterwerb nachgeht um in wenigen Jahren mit 60 nur noch zu fischen. Aber vielleicht trete ich nur kuerzer um nicht zu verbløden. Ja ist man dann ein Aussteiger? Man hat sich doch alles hart erarbeitet und auch genuegend der Gesellschaft in Form von Abgaben und Steuern bei gebracht. (Rente,Kranken,Arbeitslosenversicherung zahlt hier uebrigens jeder egal ob Putzfrau,Polizeichef..., steuerfinanziert )
Also ist es mein gutes Recht ab einem bestimmten Zeitpunkt auszusteigen, wenn ihr das so nennen wollt. Ich kenne auch einige Norweger und ehemalige Einwanderer die es so gemacht haben bzw vorhaben, aber keiner von ihnen wuerde sich als Aussteiger bezeichnen.
Vielleicht meint Vogtlandsalmon auch nur die Typen die laut der 4buchtabigen Zeitung werbewirksam aussteigen und spæter ebenso werbewirsam ein Buch verøffentlichen, also kriegt euch wieder ein!
Solange ich der Gesellschaft meinen Teil gegeben habe und ich ihr nicht auf der Tasche liege kann ich doch mein Leben verbringen wie es mir gefællt.
So sehe ich das jedenfalls.
Gruss
Hendrik
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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon greypanther » 12.10.2014, 14:47

orkdaling hat geschrieben:Solange ich der Gesellschaft meinen Teil gegeben habe und ich ihr nicht auf der Tasche liege kann ich doch mein Leben verbringen wie es mir gefællt.
So sehe ich das jedenfalls.
Gruss
Hendrik

Genau so sehe ich das auch, lieber Hendrik! =D>
Jetzt sind wir schon Zwei, die dem armen Staat nicht auf der Tasche liegen, obwohl sie dem täglichen Hamsterrad entweichen konnten. Phantasie, Mut, Kreativität und keine Angst vor dem Scheitern gehören zu diesem Schritt. Die meisten in unserer Gesellschaft bringen eine der Eigenschaften oder gar alle vier aus unterschiedlichsten Gründen einfach nicht auf und bleiben bei dem Gewohnten.
Tja, so manches Vorurteil löst sich bei näherem Hinsehen eben oft in Luft auf.
Gruß
Klaus


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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon Vogtlandsalmon63 » 12.10.2014, 15:53

Hallo!
Wenn man den Beitrag sich mal richtig mit richtiger Umsicht durchgelesen hätte und sich vielleicht nicht gleich angesprochen fühlt, dann müßte man bemerken, daß nichts gegen Denjenigen gesagt wird, welcher dann seinen Lebensunterhalt auf Dauer bestreiten kann auch medizinisch. ( Ist ein ganz langer Schachtelsatz geworden.)
Robby Vogtlandsalmon63.
Zuletzt geändert von Vogtlandsalmon63 am 12.10.2014, 20:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon webwood » 12.10.2014, 16:53

Servus Robby,

solltest Du mit " den Beitrag" deinen eigenen Beitrag und die darauf folgenden Antworten als ohne Verstand geschrieben bezeichnen, so würde ich dir nun die gelb/rote Karte zeigen müssen. Ich denke jedoch, da ist im Eifer des Gefechts einfach was "unglücklich Formuliertes" rausgerutscht.

Viele Grüße

Thomas
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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon Vogtlandsalmon63 » 12.10.2014, 20:14

Hallo Webwood!
Hab meinen letzten Beitrag berichtigt.
Vogtlandsalmon63.
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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon gespliesste » 12.10.2014, 23:52

Hallo,

ich galube, dass was ihr zu beschreiben versucht, nennt sich Privatier.
An den berühmten Strecken der Welt findet man, von dem was ich erlebt habe auch überproportional viele Vertreter davon (nicht nur beim Fliegenfischen). Das sind nach meiner Erfahrung aber selten Leute die irgendwie auffallen, ausser vielleicht durch ihre unbändige Leidenschaft zum Fischen. Letzendlich war Charles Ritz und seine "Gefolgschaft" ja ein klassiches Beispiel dafür. Viele der Autoren von "Der Fliegenfischer" waren aus dem Holz geschnitzt (war wohl kein Zufall, dass es da keine Vergütung für die Beiträge gab).

Aber das bindet dir bestimmt keiner ohne Not oder Sympathie auf die Nase, schon gar nicht wenn du dich als selbsternannter Aussteiger mit marktschreierrischer Pressereferenz outest.

Beim Fliegenfischen kann man sehr interessante und spannende Persönlichkeiten kennenlernen. Ich finde Fliegenfischen weder elitär noch versnobt, selbst wenn es da wohl eine gewisse Klientel gibt - die erkennt man ja recht schnell und kann sich da höflich raushalten. Fliegenfischer mit einer echten Leidenschaft sind nach meiner Erfahrung oft auch sehr interessante Persönlichkeiten, die jedem anderen leidenschaftlichen Fliegenfischer ohne Gehabe oder Standesdünkel recht unvereingenommen begegnen.

Das ist nach meiner Erfahrung auch das schöne am Fliegenfischen im Gegensatz zu Golf oder Jagen. Fliegenfischen (zumindest auf Forelle und Äsche) ist viel zu kompliziert und aufwendig, als das sich da rein statusbewusste "Snobs" längere Zeit mit abgeben würden, dazu fehlen die "trophäentrachtigen" Erfolge zum Eindruck schinden. Beim Lachsfischen bin ich mir persönlich da nicht ganz so sicher.

LG,

Olaf
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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon orkdaling » 13.10.2014, 12:25

Hallo Olaf,
ich stimme dir voll zu, mit der Ausnahme Lachsfischen.
Das gewisse Klientel, wie du es nennst, ist eine kleine Minderheit und die fischen an Strecken da kostet die Tageskarte soviel wie meine 3Monatskarte.
Kann aber nur fuer Sør Trøndelag sprechen. Spætestens am 1.Juni eines jeden Jahres fallen ja die Lachsfischer wie Heuschrecken ein, viele Dænen,Schweden und natuerlich auch Deutsche (zu erkennen am Taschenrechner im Supermarkt).
Bisher habe ich bei den Fliegenfischern nur positive Erfahrungen gemacht, dankbar fuer jeden Rat von uns ortskundigen usw. Ueber die Jahre kennt man schon den einen oder anderen und trifft sich auch gelegentlich am Fluss zum fischen und quatschen oder auch um den Grill an zu werfen (wer kann 24 std durchfischen).
Uebrigens sind die meisten auch am Mefo und Seelachsfischen interessiert aber durch die begrenzte Zeit beschrænkt sich das auf wenige Ausnahmen wenn zb nach einem heftigen Regentag der Fluss nicht beangelbar ist.
Schlechte Erfahrungen hab ich (und nicht nur ich!) mit den Typen gemacht die hier mit Hænger und Kuehltruhe anreisen, an der Flussmuendung trollen, Kørbe und Netze legen (fuer nicht hier gemeldete Personen verboten!) Da sind erstaunlicher Weise Typen bei die mit eigenem Boot aufkreuzen und da kostet die Ueberfahrt mehr wie die Saisonkarte.
Das soll nicht heissen das wir FF die besseren Angler sind, es fællt aber auf. Als FF hast du deshalb einen viel besseren Stand und wirst immer Rat und Hilfe bekommen.
Æhnlich verhælt es sich mit den Jægern, egal ob Graugans, Schneehuhn, Hirsch und Elch. Das ist hier wie ein Volkssport.(traditionell bedingt)
Du duerftest aber niemals erwæhnen das du in Afrika einen Bock, Zebra usw. geschossen hast, dann bist du unten durch.
Um es kurz und knapp zu sagen, es ist schon etwas besonderes FF zu sein, im Gegensatz zum Klientel was ganze Pools mietet.
Gruss von der Orkla
Hendrik
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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon Frank. » 13.10.2014, 12:40

gespliesste hat geschrieben: Fliegenfischen (zumindest auf Forelle und Äsche) ist viel zu kompliziert und aufwendig, als das sich da rein statusbewusste "Snobs" längere Zeit mit abgeben würden


Damit ist eine Sache klar, lieber Olaf: Du warst noch nie zur Maifliegenzeit an einem der traditionellen englischen Chalk Streams ...

Dein Frank
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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon gespliesste » 13.10.2014, 20:34

Hallo,

Frank. hat geschrieben:Damit ist eine Sache klar, lieber Olaf: Du warst noch nie zur Maifliegenzeit an einem der traditionellen englischen Chalk Streams ...


nicht direkt zur Maifliegenzeit, aber ich war erst letztes Jahr wieder in Winchester (am Test) und danach in Schottland. Ein Kumpel von mir hat vor einigen Jahren in den schottischen Adel eingeheiratet und selbst bei der Hochzeit mit vertretern aller bekannten Clans habe ich da keine negativen Erfahrungen gemacht.

Nur weil die Engländer mitunter traditionsbewusst sind und bei der Ausübung der Jagd und Fischerei einen gewissen Stil pflegen, müssen das noch lange keine "Snobs" sein. Ich hab nichts gegen Tweed-Sakko, tattersall-check Hemd und Krawatte beim Fischen, auch wenn es nicht direkt mein Stil ist. Selbst der Besitzer des ansässigen Flystore bei Winchester (Rod-Box) mit seiner unglaublichen privaten Sammlung alter Hardy Rollen im 1. Stock hat mir nach einiger Zeit netter Konverssation eine private Führung gegeben und war sehr zuvorkommend.

Bestimmt treiben sich bei den Kartenpreisen auch so einige zweifelhafte Gesellen aus der Londoner Bankenszene rum, aber ich habe sie bisher nicht getroffen und wenn sie nur zur Maifliegenzeit aus ihren Löchern kriechen würde das ja meine These bestätigen.

Ich mag die Engländer und bewundere auch ein wenig ihren Stil und ihre Tradition beim Fischen und Jagen im positiven Sinne. Das ist mir tausend mal lieber als einige der Gestalten, die sich - scheinbar als high-tech "Robocops" verkleidet - an unseren Wäldern und Flüssen rumtreiben.

... und selbst am Test sieht man es nach meiner Erfahrung mit dem dress-code nicht mehr so eng.
20130901-143.jpg


orkdaling hat geschrieben:Du duerftest aber niemals erwæhnen das du in Afrika einen Bock, Zebra usw. geschossen hast, dann bist du unten durch.
Um es kurz und knapp zu sagen, es ist schon etwas besonderes FF zu sein, im Gegensatz zum Klientel was ganze Pools mietet.


Wenn du mal anschaust, was der führende Anbieter für die Lachsfischerei in Island so treibt, da werden genau die beiden von dir beschriebenen Punkte gezielt vermarktet. Die Bildergallerie im Büro von LAX-A spricht Bände ...
Ich denke die Norweger haben in weiten Teilen eine sehr vernünftige Einstellung zu ihrer Natur und den ihnen verfügbaren Ressourcen, zumindest hab ich das vor Ort auch so erlebt. Und davor habe ich auch Respekt.

Es ist und bleibt natürlich alles sehr subjektiv und jeder macht ja auch andere Erfahrungen ...

LG,

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