Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon Maggov » 22.03.2016, 12:59

Hallo Marc,

vielen Dank für Deine Stellungname - der Thread ist wirklich alt gewesen aber mir noch in guter Erinnerung. Ich persönlich finde Deinen Weg - sorry für die offenen Worte - etwas blauäugig.

Wie Du richtig schreibst kann man in Deutschland nicht wirklich richtig aussteigen und es gibt Zwänge über die Gesellschaft die Du nicht gut finden magst (z.B. die Pflicht zur Krankenversicherung) die aber für alle gelten und das ist meiner Meinung nach für 95% der Leute auch sehr gut so gewählt.

Was ich bei Deinem gewählten Weg nicht verstehen bzw. ziehmlich egoistisch finde:

Auch wenn es Dir nicht schmeckt dass Du Dich an sozialen Systemen wie Kranken- und Pflegeversicherungen beteiligen mußt so wirst Du in Deutschland darauf angewiesen sein und davon profitieren (wollen). Die Kosten für Deine Behandlungen und Pflege im Alter werden sicherlich nicht über Deine Beiträge gedeckt und ich bin mir einfach nicht sicher wie weit Du für Dich in die Zukunft blickst. Was wenn Du in 10 Jahren körperlich nicht mehr in der Lage bist Deinen Lebenswandel aufrecht zu erhalten? Bist Du Dir wirklich sicher dass Du diesen Weg auch bis an Dein Lebensende konsequent weiter wählen willst und kannst?

Für mich ist es irgendwie paradox dass Du als Golflehrer nahe dem Burn-out kamst weil Du nicht wusstest wie Du den kommenden Winter finanzieren sollst aber gleichzeitig vollkommen entspannt Deinen späteren Lebensjahren entgegen blickst wo jeder von uns auf die Hilfe anderer angewiesen ist. In einem altruistischen Vorleben waren dafür große Familien erforderlich um sicher zu stellen das noch jemand da ist der sich um Einen kümmert. Was wenn Dich Deine Lebenspartnerin vorher verläßt? Wie ernährst Du in DE mit den Beschränkungen eine Familie?

Deshalb komme ich zu dem Rückschluß dass für Dich das eigene Ich im Zentrum steht - die Welt kreist aber leider nicht nur um Dich. Verantwortung für die Natur ist toll und wichtig, für mich gehört zu meiner Umwelt aber auch die Menschen die ich schätze und liebe. Deshalb finde ich Deinen Weg für mich persönlich zu egoistisch.

LG

Markus
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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon Hans. » 22.03.2016, 16:12

Hans. hat geschrieben:Naja, ich habe nichts gegen Aussteiger. Aber man sollte schon in der Lage sein für sich zu sorgen, und zwar in allen Belangen. Und das geht allein eben doch nicht. Man braucht immer die Menschengemeinschaft, oder man verreckt. Wenn Marc jetzt nicht krankenversichert sein sollte und sich die Haxen bricht, wird sein Krankenhausaufenthalt trotzdem bezahlt. Von uns allen nämlich. Man sollte zu den Leistungen, die die Menschengemeinschaft erbringt in deren Raum man aussteigt, das beitragen können, was alle in der Menschengemeinschaft beitragen. Sonst betreibt man ein Exotentum auf Kosten anderer.



Das schrieb ich ganz zu Anfang, und Markus, Du rundest alles noch einmal ab. Aber genau so ist es.
Gruß,
Hans
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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon steinfliege1 » 22.03.2016, 16:24

Lieber Markus,
Dein Einwand ist interessant, aber wir driften immer mehr vom Thema dieses Forums ab. Trotzdem antworte ich Dir bestmöglich.
Für mich ist die beste Vorsorge, um im Alter nicht krank zu werden eine gesunde Lebensweise in der Gegenwart. Sich heute in einem Job zu versklaven, einen sinnlosen Job zu machen, um in 20 oder 30 Jahren vielleicht meinen Rollstuhl, meine Brötchen und eine Abstellkammer im Seniorenwohnheim von einem maroden Gesundheitssystem, dessen Zukunft fraglich ist, bezahlen zu lassen steht für mich fast im Gegensatz dazu. Ferner sollte man eher die Leute mal etwas aufrütteln, die durch ihre ungesunde Lebensweise und ständige Krankheiten selbstverschuldet auf das Krankheitssystem angewiesen sind. Ich habe meine Kranken- und Pflegeversicherung in den zurückliegenden 25 Jahren wegen meiner gesunden Lebensweise nicht gebraucht, muss aber jeden Monat Geld dafür bezahlen. Wie Du siehst, zahle auch ich in diese Kasse ein und da es scheinbar an Euch vorbei gegangen ist: Jeder muss seit 2009 krankenversichert sein.
Als mir 2012 vom Arbeitsamt bestätigt wurde, dass ich keinen Job finden würde und auf Bewerbungen keine Antwort bekommen habe, gab es einerseits für mich keine Perspektive bis an mein Lebensende auf der Übungswiese zu stehen oder als Lagerist zu enden. Damals entschied ich nicht von Hartz IV zu leben und mit einem Job der die junge Generation von ihren Handies ablenkt zukünftig mein Geld zu verdienen. Damit habe ich schon im Sinne der Gemeinschaft gehandelt. Ob es für mich einen Job gibt mit dem ich viel Geld verdienen kann, um viel Geld für später anzusparen, stand für mich nicht zur Debatte. Ich wollte überhaupt erst wieder auf eigenen Beinen stehen. Denn trotz meines damals desolaten Zustands wollte ich mit einer sinnvollen Arbeit mein Geld verdienen.
Ferner ist meine Lebensweise eine Möglichkeit dafür zu sorgen, dass von dem noch etwas übrig bleibt, wovon das Fortbestehen der Menschen wirklich abhängt: Sauberer Luft, sauberem Wasser, gesunden Pflanzen und Tieren. Leider zerstört jede zivilisierte, konsumorientierte Lebensweise diese Lebensgrundlagen. Eine freiwillige, minimalistische Lebensweise mit Strohballenbauten, weitgehender Verzicht auf Plastikverpackungen, KFZ-Nutzung und Permakultur sehe ich als die Lösungen an. Schau doch mal Fernsehen, was ich heute nicht mehr tue und frag Dich, ob Du die Probleme dieser Welt dadurch löst, indem Du fürs Alter genügend Geld hast, um ins Altersheim zu kommen. Bist Du sicher, dass sich der Mensch in den zurückliegenden 2000 Jahren trotz des immensen technischen Fortschritts zu seinem und dem Vorteil der Umwelt entwickelt hat und wie müsste er sich entwickeln, um die aktuellen Probleme zu lösen? Für mich hat sich der Mensch nicht zum Guten entwickelt. Immer noch hat er nicht gelernt mit seinesgleichen und der Umwelt im Einklang zu leben. Wie trägst Du dazu bei, Markus?

Vielleicht kann man noch mehr für die Gemeinschaft tun. Ich zumindest mache alles, was ich kann.

Herzliche Grüße,

Marc Freukes
Zuletzt geändert von steinfliege1 am 23.03.2016, 08:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon Maggov » 23.03.2016, 01:40

Hallo Marc,

ich kann meinem Statement oben nicht mehr viel Neues hinzufügen, sorry.

Wenn es Dich wirklich interessiert was ich dazu beitrage dann schicke ich Dir gerne eine PN - Du bist dann auch herzlich eingeladen mit zu machen.

LG und alles Gute

Markus
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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon Vogtlandsalmon63 » 23.03.2016, 08:12

Hallo!
Schade, daß hier wieder dieser Beitrag aufgekocht wird. Leider hat sich in den letzten Beiträgen meine Vermutung bestätigt, wo ich Am Anfang meines Schreibens häftigst gescholden wurde.
Was hier an selbstverliebtes Versuchen an Erklärungen seines gewählten Lebensstieles angeführt wird, ist moderat gesagt, an Blauäugigkeit und Eigennutz nicht mehr zu überbieten. Der Betroffene wiederspricht sich in seinen obigen Beiträgen doch selbst. Mal nimmt er das Auto. Dann lehnt er Dieses ab. Man kann auch über seinen Lebensgefährten versichert sein, ohne selbst die Beiträge entrichten zu müssen. Der Betreffende hat wahrscheinlich auch keine eigenen Kinder. Denn dann würde er den Generationenvertrag anders sehen. Auch hört man heraus, das es eine - Null Bock - Einstellung jetzt gegen jedwede Arbeit gibt. Eine Arbeit als Lagerist ist unter seiner Würde. Klingt irgendwie absolut herabwürdigend gegen Alle, welche ihren Lebensunterhalt normal Anders bestreiten müssen und nach dem Aufstehen nicht den ganzen Tag die Blümchen zählen können. Man kann sich im Leben nicht nur die Perlen herauspicken. Woher hat dieser Mensch überhaupt das Geld um seine Beiträge zum Fischen gehen bezahlen zu können? Oder wird hier schwarz gefischt ? In der jetzigen Zeit ist leider alles mit Geld verbunden. Auch oftmals die Freundschaft.
Es gibt auch noch viele andere Menschen die einen Burne Out durchlebt haben und sich danach wieder ins Leben gekämpft haben. Vor Denen hab ich die höchste Achtung.
Den gewählten jetzigen Lebensstiel aber als Entschuldigung für sein früheres Leben zu rechtfertigen ist gelinde gesagt extrem blauäugig und egoistisch. Die Welt kann man nicht alleine retten. Nur in einer Gemeinschaft kann das gelingen.
So, jetzt kann man mich wieder häftig kritisieren wie zuvor. Aber der Kollege hat sich schon lange aus dem Beitrag ausgeklingt.
Bitte liebe Moderatoren, macht das Ding dicht, da sonnst ein Lied mit 99 Strophen draus wird. Es gibt bestimmt interessantere Diskussionsthemen hier!
Robby Vogtlandsalmon63.
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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon Maggov » 23.03.2016, 10:31

Vogtlandsalmon63 hat geschrieben:Bitte liebe Moderatoren, macht das Ding dicht, da sonnst ein Lied mit 99 Strophen draus wird. Es gibt bestimmt interessantere Diskussionsthemen hier!


Hallo Robby,

sollte sich das Thema im Kreis drehen bin ich gerne bereit den Thread zu schließen. Nachdem sich aber die im Anfangsthread erwähnte Person zu Wort gemeldet hat um ein vermeintlich falsches Bild gerade zu rücken will ich nicht voreilig die Diskussion schließen. Ich finde jeder hat das Recht zu antworten wenn er direkt oder indirekt angesprochen wird. So lange dabei was Neues kommt ist das für mich eine fruchtbare Diskussion.

Das Thema ist m.M. nach schon sehr spannend. Wer träumt denn nicht immer wieder mal davon dem Alltag zu entfliehen und sich nur noch seinem Hobby zu widmen.

LG

Markus
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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon steinfliege1 » 25.03.2016, 12:50

Leute, Leute,

wer lesen kann ist klar im Vorteil. Ich entfliehe weder dem Alltag, noch widme ich meine Zeit nur meinem Hobby. Aussteigen geht nicht, weil man seit 2009 krankenversichert sein muss und vorgesorgt fürs Alter habe ich ebenfalls. Ich verdiene mein eigenes Geld nur in einem anderen Beruf als früher. Ich leite eine Schule für Naturkurse, verdiene Geld mit bisher vier Büchern, Fernsehauftritten und Vorträgen. Zu den anderen Dingen, die mir angehängt werden sollen könnt Ihr weiter unten lesen

Nochmal:
Ich mache mich heute nicht kaputt. Ich lehne mich ebenso gegen eine Lebensweise auf, die mir heute schadet, der Umwelt und auch zukünftigen Generationen. Dafür lebe ich gesund und mache einen sinnvollen Job. Ich wundere mich sehr, dass Du Markus unserem Gesundheitssystem vertraust, obwohl jeder von den Korruptionsvorfällen weiß. Unser modernes, marodes Gesundheitssystem, das weniger als hundert Jahre existiert, wirkt im Vergleich zu 6 Millionen Jahren Menschheitsgeschichte seit dem aufrechten Gang doch eher jämmerlich kurz. Und auch früher gab es nicht nur Nachkommen, die die Alten gepflegt haben. Die Menschen sind einfach gestorben -aus die Maus! Kosten haben die keine produziert. Im Folgenden lege ich kurz ein paar Fakten aus meiner Familie dar. In den letzten 25 Jahren gab es vier schwere Krebsfälle. Niemand hat den Krebs länger als eineinhalb Jahre überlebt. Alle haben Chemotherapie bekommen und jeder hat rund € 100.000,- an Kosten produziert. Gebracht hat es nichts, aber profitiert haben die Mediziner und die Pharmaindustrie.

Manche Menschen verdienen zwar mehr Geld, aber auch nur, weil sie schon heute durch Betrügereien vom Geld Anderer und auf Kosten nachfolgender Generationen leben. Hier kommen wir wieder in das Thema "nachhaltige Lebensweise" hinein und man könnte auch noch weiter in das Thema Verschuldung, Inflation, Kreditwesen hinein gehen.Es soll sogar Leute geben, die durch ehrliche Arbeit zu viel Geld gekommen sind. =)
Man sollte deshalb immer vorsichtig sein, wenn man mit dem Finger auf andere zeigt. Ein altes indianisches Sprichwort sagt: Wenn man mit dem Finger auf andere zeigt, zeigen drei Finger zurück.

Ich habe gemerkt, dass ich mir mit dem vorherigen Leben schade. Also habe ich es geändert.

Kennst Du meine Finanzen und weißt, wieviel ich im Alter haben werde?
Nein.
Also kannst Du auch nicht behaupten, ich würde jemandem im Alter auf der Tasche liegen. Wieviel Geld jemand verdient, liegt nicht nur in seiner Hand.

Fest steht: Ich lebe heute noch in einem Tipi.
Nur, weil jemand in einer anderen Behausung lebt und weniger Geld mit ehrlicher Arbeit verdient, bedeutet das nicht, dass er im Alter auf ander' Leut's Kosten lebt.

Du argumentierst, als wenn Du etwas von meiner Lebensweise verstehst. Hast Du schon mal so gelebt wie ich, um zu wissen, wovon Du redest, Vor- und Nachteile kennst? Ich habe aber 39 Jahre so gelebt wie Du.
In diese Welt soll ich Kinder setzen, damit die mich später pflegen im Alter? Der Planet braucht nicht noch mehr Menschen. Wir Menschen müssen lernen mit der Natur zu leben und dürfen nicht ständig unsere Bedürfnisse derer der Natur überordnen.

Ich habe eine Krankenversicherung mit der ich ärztliche Versorgung in Anspruch nehmen könnte -auch im Alter und wenn ich es wollte.

Ebensowenig besteht eine Korrelation dazwischen im Alter krank zu werden und vom Geld anderer zu leben.
Ob jemand vom Geld Anderer lebt, hat er selbst in der Hand. Wenn ich im Alter keine Versorgung möchte, von der Ihr redet -und ich lehne die Schulmedizin weitgehend ab- werde ich diese auch nicht in Anspruch nehmen.

Außerdem vergisst Du, dass nicht nur Angehörige, Ärzte oder das gesunde Krankheitssystem einem leidenden, alten Menschen helfen können, sondern jeder mitfühlende Mensch dies tun kann. Die westliche Welt geht immer davon aus, dass Krankheit und Schicksal zufällig von außen auf einen zukommt. Es gibt auch da andere Sichtweisen. Wenn jemand ernsthaft krank ist, hilft auch kein Doktor. Auch das Altern wird kein Doktor dieser Welt aufhalten können.

In der Vergangenheit habe ich der Gemeinschaft sehr viel Geld gezahlt, weil ich es musste. Wenn ich wirklich mal Hilfe brauchte, könnte ich diese guten Gewissens entgegen nehmen. Ich tue und habe immer viel für Andere getan.

Ich würde nie jemandem etwas nehmen, dass er mir nicht erlaubt. Aber ich finde, dass jedem, der Hilfe braucht geholfen werden sollte. Warum macht Ihr Euch solche Gedanken, dass Ihr für jemanden bezahlt, der Eure Hilfe braucht? Seid Ihr wirklich so arm, dass Ihr nicht helfen könnt? Nagt Ihr so am Hungertuch, wurdet Ihr so schwer gepeinigt und seid Ihr vom Leben so benachteiligt?

Schon öfter habe ich gedacht, dass die mit dem meisten Geld die größte Angst haben es zu verlieren. Gibt es nicht mehr als das ständige Gejammer um die Kohle? Ist Eure Gegenwart so beängstigend, dass Ihr Euch so sorgen müsst, dass in dreißig Jahren jemand etwas von Eurem Geld nehmen könnte, weil er es nötiger hat? Geben Eure Zukunftsängste Euch das Recht, jemanden als Egoist zu betiteln, den Ihr noch nicht einmal kennt?
In dem Zusammenhang gebe ich folgendes Zitat von Mahatma Gandhi zu bedenken:
Es ist genug für alle da, nur nicht für die Gierigen.
Fahrt mal nach Indien und fragt Euch, ob Eure Sorgen nötig sind.
Ich wusste nicht, dass Ihr bei einer Krankenversicherung arbeitet und mir nun Angst machen, damit ich auf Eure Versicherung wechsle! Entschuldigt, das konnte ich nicht wissen. =)

Ich bin ein reicher Mann, auch wenn es Leute gibt, die mehr Geld haben als ich und auch ich habe genug fürs Alter, um niemanden auf der Tasche zu liegen.

Ferner stört mich immer noch, dass ich mit Identitätslosen schreibe. Denn scheinbar haben die meisten Angst sich mit ihrer Meinung zu zeigen. Bisher beantworte ich nur Eure Fragen, aber was tut Ihr, damit Eure Kinder noch Fische in den Bächen finden? Wieviel in Plastik verpackte Lebensmittel kauft Ihr täglich, deren Rohstoffe ausgebeutet werden? Wieviel Auto fahrt Ihr pro Tag und verpestet damit die Luft? Wie oft knipst Ihr den Lichtschalter täglich ein und unterstützt damit die Atomindustrie, die nicht weiß wo sie mit den Brennstäben hin soll? Wieviel kleine Plastikkügelchen landen von Euren Waschmitteln in den Ozeanen und den Fischen der Meere? Welche Unternehmen unterstützt Ihr durch Eure Aktien, die den Planeten ausbeuten und die Umwelt belasten? Wieviel Geld bringt Ihr zur Bank, mit dem die Banken ein Vielfaches an Fiatmoney durch Sichtguthaben produzieren? Die Liste ließe sich endlos verlängern... Wir leben in einer kaputten Gagawelt.
Letztendlich sind wir alle keine Engel -auch ich nicht. Lange habe ich die Spielchen mitgemacht.

Wer sich von Euch wahrhaftig für meine Lebensweise interessiert, der ist herzlich und auch kostenlos bei mir eingeladen. Ich hatte ohnehin die Idee ein Treffen bei mir zu organisieren. Also: wer hat Lust auf echte Begegnung und dabei mal die Fliege zu wedeln?
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Re: Aussteigen und nur noch Fliegenfischen?

Beitragvon Maggov » 25.03.2016, 13:52

Hallo Marc,

Ich hoffe Du hast Dich jetzt genug selbst beweihräuchert und präsentiert?

Wie oben angekündigt schließe ich den Thread jetzt mit folgenden Vermerken:

- negative Beispiele zu einem repräsentative Sachverhalt zu machen halte ich für gefährlich und die diskreditierst damit in meinen Augen auch alle Menschen die von einer klassischen Versorgung profitieren oder sich für die Gesellschaft engagieren, egal ob beruflich oder ehrenamtlich
- wenn Du Dir die Mühe machst die Forenregeln zu lesen, dann wirst Du feststellen, dass wir hier durchaus bemüht sind einen sehr persönlichen Umgang zu pflegen
- wenn Du Dir die Mühe machst die Forensuche zu betätigen wirst Du nicht nur meine Selbstvorstellung sondern auch die vieler anderen Forenmitgliedernfinden
- wenn Du etwas im Bereich Natur&Umwelt stöberst wirst Du lesen können was wir dafür tun damit unsere Kinder noch FISche und intakte Gewässer vor finden können.
- Du bist weiterhin herzlich eingeladen Dich im Rahmen der Forenregeln zu beteiligen, am Besten inhaltlich zu dem Thema Fliegenfischen
- Details zu Personen empfehle ich via PN aus zu tauschen. Nicht jeder hat Lust oder es nötig sich derart in einem öffentlichen Raum zu präsentieren.
- auf Unterstellungen und Provokationen (mit oder ohne Smileys) werde ich nach wie vor weder antworten noch diese kommentieren. Du darfst über mich gerne denken und urteilen wie es Dir beliebt.

In diesem Sinne ein langes, zufriedenes und gesundes Leben.

So long

Markus
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