Hallo
Dieser Thread erinnert mich sehr schön an ein Bild, welches seinerzeit im Fliegenfischer veröffentlicht wurde. Es zeigte einen Fliegenfischer, der - am Ufer liegend - über seine Watschuhe hinweg einen GROSSEN Schwall mit aller Gelassenheit fotografiert (beobachtet) hatte.
Jochen Schück stellte zur Frage, welch Gedanken dieses Bild beim Betrachter hervor rief.
Die Reaktionen der Leser waren sehr unterschiedlich.
Im Wesentlichen gab es die eine Gruppe, welche in dem Bild die Gelassenheit des erfahrenen Fliegenfischers sah, welcher längst nicht mehr jeden Fisch fangen musste/wollte und lieber entspannt liegen blieb und jenen Anblick (mit den Gedanken an bereits gefangene Fische) genoß.
Und die andere Gruppe sah jemanden, der jenes typische Feuer eines Lachsfischers verloren oder nie besessen hatte, welches den Antieb für das Ertragen etlicher Strapazen und den immer wieder kehrenden Kampf zum gefangenen Lachs nährt.
Für mich selbst halte ich es so, dass ich nicht jeden Fisch fangen muß, und darüber hinaus viele Fische gerne wieder schwimmen lasse. Dies empfinde ich komplett losgelöst von der gewählten Methode als eine (für mich) gute Einstellung.
Wenn ich solch Verhaltensweise bei einem Wurmfischer beobachte, finde ich das prima.
Die Einschätzung Fliegenfischer seien elitär, finde ich schade. Dieser Thread verdeutlicht glaube ich teilweise, wie solch Einschätzung möglicherweise historisch gewachsen ist?!
Gruß
Bernd
p.s. Sehr schöner Beitrag, Olaf!