Eine/r fängt immer - aber warum?

Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein.
(Bitte prüfe zuerst, ob nicht eine der nachfolgenden Rubriken geeigneter für Deinen Beitrag ist).

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Beitragvon Bernd Ziesche » 15.02.2009, 15:23

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Zuletzt geändert von Bernd Ziesche am 28.07.2013, 21:26, insgesamt 1-mal geändert.
Bernd Ziesche
 

Beitragvon Dreemich » 16.02.2009, 12:39

moin, moin
ein sehr schöner Thread und sehr Inforeich.
Also wenn man das glück hat mit so einem ,
wie der Spessart Räüber es sehr schön
geschrieben hat,

"Lucky Guys"

ans Wasser zukommen und man
nicht ganz Blind ist und mit den AUGEN
klaut dann kann man auch weiter kommen.
Der Rest, sprich Werfen, Weite und die
Ausrüstung ist nebensache, zumindesten für die erste Zeit.
Also ich konnte schon so einiges bei den mir bekannten

"Lucky Guys"

die ich kenne, und ich bin in der Lage sagen
zu dürfen das ich sie auch als Freunde habe,
einiges abzuschauen.Aber zu meiner schande
ich habe nicht so den nötigen Ergeitz es umzusetzen.
Fange aber trotzdem meine Fische. 8)
Und es waren schon einege schöne Überraschungen dabei.
gruß vom Michael 8)
Der mit dem Papst Angelt.
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Beitragvon olli » 16.02.2009, 21:14

Nabend Männer!

Ich denke, es ist alles Wesentliche zur Sprache gekommen. Schöne, wohldurchdachte und ernsthafte Beiträge gab es zu lesen - danke an alle Schreiberlinge!

Wie wär's - wollen wir uns auf ein abschließendes Resümee einlassen und damit in die literarischen Höhen die fliegenfischereilichen Publikationen aufsteigen???

Den Satz der Sätze, die Quintessenz in Worte fassen... :shock:

Seid herzlich ermuntert mitzubasteln an diesem glorreichen Unterfangen!

Ich lege mal vor:

DAS GEHEIMNIS ERFOLGREICHEN FLIEGENFISCHENS LIEGT BEGRÜNDET IM HARMONISCHEN ZUSAMMENWIRKEN VON KONZENTRATION, PRÄZISION UND INTUITION.

Wobei KONZENTRATION für mich sowohl die innere Ausgeglichenheit als auch das Einlassen auf die Situation beinhaltet.
PRÄZISION wäre zu beziehen auf die technische Angemessenheit, also Wurf UND Tackleauswahl.
INTUITION wäre die innere Stimme, die uns zur richtigen Zeit an den richtigen Ort führt. (Sorry, das ich da so drauf abhebe, aber für mich spielt es eine Rolle...)

So, und jetzt kommt ihr! (Hoffentlich!)


Philosophischen Gruß!!!


Olli
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Beitragvon olli » 21.02.2009, 13:36

Och Leute,

nicht mal mehr so ein klitzkleiner Kommentar!???

Olli, du nervst!
menschliches Verdauungsprodukt!
Schonzeitgeplagter Wichtigtuer!

Kritik am Satz der Sätze?
Neuvorschläge?

Seid ihr alle angeln auf den Bahamas???


Schönes Wochenende,

Olli
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Beitragvon webwood » 21.02.2009, 20:09

Hallo Olli,

Nee, Du nervst nicht.

aber- was fangen wir mit einem Satz an, der die Quintesenz des Fliegenfischens allumfassend beschreibt?

Es gibt doch Themen, über die man gerne diskutiert, manchmal Nächtelang, aber wer will schon eine entgültige Antwort? Das schöne Thema und vieleicht sogar das ganze Hobby ist kaputt. Auserdem kann man eine Antwort nur finden, wenn man bei Deinem Thema Verhalten und Motivation in Schubladen steckt und diese dann etikettiert. Wo passt denn nun der Angler rein, der eigentlich ans Wasser geht um einen Eisvogel zu beobachten?

Der Sinn des Lebens?, Gibt es außer uns Leben im All?, Wie ticken Frauen?, Wie fange ich Fische? Das sind beispielsweise Fragen über die ich gerne bis in das verbale Backing diskutiere, aber bitte, ich möchte diese schönen Themen nicht mit einer Antwort kaputt machen.

Liebe Grüße

Thomas
Angler sterben nie, die riechen nur so.
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Beitragvon Dreemich » 21.02.2009, 22:38

Moin, moin
Es ist immer schön und erfrischend mit einem neuen
Und Begeisterungsfähigen Flyfi ans Wasser zu kommen.
Diese Leichtigkeit, Unbefangenheit ,Ausdauer und Wissbegierigkeit
Ist schon prägend. Und wenn dann noch gefangen wird!!!!!!!!!!!
Dann kann ich nur sagen, zum glück muss ich noch dazu Lehnen.
Zum glück gibt es noch jede Menge guter Flyfis die man Kennenlernen
Kann und mit den man Unbedacht ans Wasser kommt.
Passend zum Karneval : Echte Fründe stehen zusammen und so weiter……..
Gruß Michael


8)
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Beitragvon Looptail » 10.05.2009, 21:23

Hallo,

alle Beiträge haben einen wahren Kern, nähmlich den Glauben an eine Sache und den Glauben an sich selbst. Ich glaube doch eher an Ratschläge von ehrlichen Freunden. Ich glaube an das was ich bei meinem väterlichen Freund dem "Negerhans" gelernt habe. Das betraf nicht nur das Werfen. War ich beim Hans in Gmunden, gingen wir nicht Fischen. Wir fuhren mit seinem Kleinwagen zu Flüssen und Bächen, beobachteten Gewässer und Fliegenfischer. Der Hans erkannte sofort Fehler in der Standortwahl und alle Unzulänglichkeiten der Fliegenfischer.

Tips:
Denke wie ein Fisch!
In Kanada BC kann es frustrierend sein an einem Gumpen voller Lachse zu Fischen. Befische lange Rieseln. Es ist vermutlich nicht nur meine Ansicht, dass Lachse bei Anstrengung aggressiv werden und alles was ihnen eigentlich vertraut und artnahe in die Quere kommt wegbeissen.

Gruss Harry
Tight Lines!
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Beitragvon mcfly66 » 12.05.2009, 16:18

Hallo an Alle,

vieles von dem,was ich hier gelesen habe stimmt sicherlich!
Aber ich sag es mal ganz kühl und sachlich.Fangentscheidend ist meiner Meinung nach schlicht und einfach Können,und dieses Können erwirbt man nicht zu Hause,sondern am Wasser!
Dazu gehört einfach eine solide Technik,Aufmerksamkeit,Interresse an der Insektenwelt,natürlich ein gewisser Ehrgeiz,der richtige Riecher und das passende Muster,aber auch das nötige Quentchen Glück.Also einfach Erfahrung und Ausdauer!
Und eben mit diesem Hintergrund geht man auch relaxed und gelassen ans Wasser.Ich weiß,wovon ich spreche,denn laut Aussage meiner Freunde bin ich solch ein "Glückspilz"!
Aber Glück muß man sich erarbeiten,das kommt selten von allein.

Trotzdem halte ich es für wichtiger,gelassen ans Wasser zu gehen und sich einen schönen Tag zu machen und nicht den Tag am Fangergebnis zu messen.Ich muß auch nicht jeden erspähten Fisch gefangen haben!!!

Gruß,
Herbert
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Beitragvon macyog » 14.05.2009, 10:26

DAS GEHEIMNIS ERFOLGREICHEN FLIEGENFISCHENS LIEGT BEGRÜNDET IM HARMONISCHEN ZUSAMMENWIRKEN VON KONZENTRATION, PRÄZISION UND INTUITION.


Moin,

ich sehe das etwas anders... , etwas ist immer dran .. am Mojo :wink:

Im letzten Jahr konnte ich (ich würde mich als Anfäger im 3.Jahr bezeichnen) einen NEuling am Gewässer beobachten. Nix gelang ihm aber er war eifriger dabei als ich. Unermüdlich ... beneideswert.... donnerte seine Platikimitatione einer Köcherfliege auf Ufer... oder in den Baum.

Ich gab ihm die ersten Tips. Tauschte seine Fliege gegen einen von meinen Mückenfusseln und sagte (auch noch ganz großkotzig) "So wird nen Schuh draus!"
... und schwups hatte ich mit seiner Rute und meiner Fliege ne Äsche dran.
Gott, war mir das peinlich.. :shock: .. das gelingt mir ja sonst nie.... und das jetzt ... der Junge bekommt ja noch ein völlig falsches Bild von mir.

Ich lies mir aber nix anmerken und gab mit einem gedämpften Lächeln ganz selbstverständlich die Rute an seinen Besitzer....

Äh, ich erzählte das dann dem jenigen, dem es ein Jahr zu vor mit mir nicht anders gegangen war und er lachte sich schlapp... weil es ihm eben ähnlich ging und ihm dabei genau so peinlich war... :D

Also Zufall?
Nö, und doch... zum einem aber ich die Regeln die man beherzigen sollte laut vorgebetet und mich genau daran gehalten. Köder, Präsentation, Ruhe und Mojo ( ich spiele hier auf ein gewisses Buch an) ...alles perfekt... der Zufall war nur noch, das der Fisch genau an der richtigen Stelle war...

Am Ende heißt es für mich, das gerade in der Fliegenfischerei immer ein bissel Zauber mit dabei ist, schön ist`s!

TL
Hagen
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Beitragvon Maggov » 14.05.2009, 13:55

Hallo,

das Geheimnis erfolgreichen Fliegenfischens liegt darin den Erfolg nicht in der Anzahl und Grösse der gefangenen Fische zu suchen sondern Genuß am eigenen Handeln zu empfinden, die Natur als ein gesamtheitliches Kunstwerk zu betrachten und mit dem Gefühl nach Hause zu kommen, dass man Teil eines wunderbaren Ganzen ist.

LG

Markus
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Beitragvon piscator » 14.05.2009, 18:28

Ja,
solche Philosophen laufen hier an der Küste auch rum, und dann gibts da noch welche die geben zu, dass sie auch gerne mal eine große Forelle fangen würden, aber die sind noch seltener als die großen Forellen, :wink:
Jürgen
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Beitragvon Jürgen Anacker » 15.05.2009, 08:27

...ich muss schmunseln bei den ganzen antworten...weil wahrscheinlich jeder schon solche situationen erlebt hat :D

meiner meinung gut beschrieben hat es der kollege "mcfly66"...er bringt es mit seiner aussage auf dem punkt!!!

oder wie mein finnischer freund jari immer beim lachsfischen sagt...
"nur der fischer der im wasser steht...der an "sich" und an seine fliege glaubt der wird den lachs fangen!

und als ich einmal hektisch aus deutschland zum lachsfischen kam...mich dann am ersten tag mit der rute auch hektisch im wasser bewegt habe.........

kam er zu mir ins wasser und legt mir eine hand auf die schulter und meinte:

jürgen...DU FÄNGST NICHT DEN LACHS SONDERN DER LACHS FÄNGT DICH WENN DU SOWEIT BIST!!!

das werde ich nie vergessen...weil ich dann wirklich einen tag später meinen ersten lachs anleinen konnte!!!

gruss, jürgen
Jürgen Anacker
 

Beitragvon Tobsn » 15.05.2009, 10:52

Moin,

die Definition von Erfolg liegt sicherlich im Auge des Betrachters. Dennoch ist das Naturerlebnis nicht das was für mich den Erfolg de Fliegenfischens ausmacht. Wenn ich ein Naturerlebnis haben will, dann gehe ich wandern. Wenn ich Fliegenfischen gehe, dann will ich auch Fisch fangen. Meines Erachtens ist die Erfahrung der Schlüssel zum Erfolg. Sei es die Erfahrung die man selbst macht, oder auch Erfahrungen aus zweiter Hand. Man muss nicht immer das Rad für sich neu erfinden. Lesen bildet, fachsimpeln auch, doch die Zeit am Wasser ist nicht zu substituieren. Man kann noch so viel über's Fliegenfischen gelesen haben, wenn man nicht selbst am Bach ist um sich "fortzubilden", wird es nie was mit dem Erfolg. Ich fühle mich erfolgreich, wenn ich im Rahmen der jeweils vorherrschenden Situation meine Fische gefangen habe. Ich kann auch damit leben wenn ich mal leer ausgegangen bin, aber wenn ich an einem Gewässer fische an dem andere fangen und ich nicht, fühle ich mich trotz eines Naturerlebnisses nicht erfolgreich. Vielleicht entspannt, mit Sicherheit glücklich über die Zeit am Wasser, aber nicht erfolgreich.

T
Action speaks louder than words...
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ZEN = Fliegenfischen ?

Beitragvon sonouno » 16.05.2009, 11:14

webwood hat geschrieben: .........Ich bin wirklich kein esotherischer Spinner, aber irgenwie hat wohl Hans Gebetsroiter wohl recht, oder ist es Zen, oder doch einfach nur Zufall? Das einzige, dessen ich mir sicher bin ist, wenn ich nicht an meine Fliege glaube, fange ich schlecht. Nur, woher weiß jetzt der Fisch das ich an meine Fliege glaube und warum beißt er deshalb besser?

Liebe und nachdenkliche Grüße

Thomas


Im Zen würde das so erklärt werden >> ES fängt den Fisch
nicht Du fischst und auch nicht die Forelle beisst .... ES lässt dich fischen und ES lässt den Fisch sich fangen.
Absichtslosigkeit ist das wesentliche Merkmal im ZEN !
:wink:
Grüssle, Christof

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Der Horizont von Vielen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen Sie dann ihren Standpunkt.
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Beitragvon Maggov » 18.05.2009, 10:07

piscator hat geschrieben:Ja,
solche Philosophen laufen hier an der Küste auch rum, und dann gibts da noch welche die geben zu, dass sie auch gerne mal eine große Forelle fangen würden, aber die sind noch seltener als die großen Forellen, :wink:
Jürgen


Servus Jürgen,

:D

Ich war noch nie auf Meerforelle und Lachs unterwegs, bei mir ist schon der Hecht der Fisch der 10.000 Würfe ... aber bei einer Anfahrt die länger als nach Italien ist ziehe ich Sonne und Mittelmeer vor... Sorry.

Aber ich denke wenn wir mal zusammen losziehen dann wirst Du es verstehen - egal ob am Meer oder am Bach.

Ich habe mich übrigens nicht dagagen verwehrt grosse Fische fangen zu wollen, aber das ist nicht der Grund warum ich Fischen gehe, sonst würde ich dies am Zuchtteich machen...

LG

Markus
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