Endlich ... bald sinnvolles Zurücksetzen auch in Bayern!

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Endlich ... bald sinnvolles Zurücksetzen auch in Bayern!

Beitragvon Lechhuchen » 28.11.2016, 16:59

Das lässt hoffen ... in absehbarer Zeit gibt es nun wohl doch sinnvolle gesetzliche Regelungen für das Zurücksetzen in Bayern =D>

http://lfvbayern.de/fischen/angelfische ... -1403.html

Viele Grüße!

Huchi
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Re: Endlich ... bald sinnvolles Zurücksetzen auch in Bayern!

Beitragvon Sancho Pansa » 28.11.2016, 22:44

Das liest sich doch wie ein gut ausgearbeiteter Kompromiss. Könnte gut damit leben, wenn das Schule macht und zu einer ähnlichen Regelung bei uns in NRW führt.


Gruß,

Jörg

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Re: Endlich ... bald sinnvolles Zurücksetzen auch in Bayern!

Beitragvon daniel72 » 29.11.2016, 12:48

Hallo,

bin gespannt, wieviele Vereine sich mit den Behörden rumärgern werden, um dann eventuell die Erlaubnis zu bekommen eine Fischart unter bestimmten Vorraussetzungen wieder zurück setzen zu dürfen???
Diese angebliche "Eigenverantwortung" ist ein Witz.

Grüße
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Re: Endlich ... bald sinnvolles Zurücksetzen auch in Bayern!

Beitragvon fly fish one » 29.11.2016, 13:46

Die Isarfischer haben sich schon angeschlossen und geben uns diese Möglichkeit!! Finde ich astrein! Unser "Präsi" und der des Landesverbandes sind Fliegenfischer und kennen sich wohl sehr gut. 8) Ich schätze mal, dass dies bei allen anderen Vereinen auch gut ankommt.
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Re: Endlich ... bald sinnvolles Zurücksetzen auch in Bayern!

Beitragvon Lechhuchen » 29.11.2016, 16:10

Ja, ich finde das eigentlich auch ganz gelungen.

Ein ganz klares statement und Bekenntnis pro Hege heimischer Fischarten - aber auch eine klare Ansage gegen totales C & R, z.B. adressiert in Richtung geschäftstüchtiger Bewirtschafter + Trophäenfischer (Waller, Karpfen Wasser-Wildsau und Co. lassen grüßen). Die Fischereiaufseher werden sich jedenfalls freuen ... ggf. etwas weniger Diskussionen und Ärger ... nicht so dolle werden es natürlich ansitzbegeisterte RodPod- und Abhakmatten-Fetischisten finden ... uuups ... das heißt ja, dass ich das Karpfen-Ferkel, das ich heuer schon fünfmal gehakt und auf facebook eingestellt hatte, zukünftig vielleicht auch noch mit nach Hause nehmen muss ...? Was mach ich blos mit dem ... den isst doch eh keiner ... und Gefriertruhe ist doch eh schon voll ... grübel ... :roll:

Unseren genug gebeutelten Gewässern tut´s hoffentlich gut ... und uns Fliegenfischer unterstützt und bestätigt es dagegen doch eher in dem, was wir ohnehin schon immer tun ... Fischen und Releasen - aber auch Entnehmen - mit Hirn ... jedenfalls die meisten ... ooooder ...??? :wink:

TL

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Re: Endlich ... bald sinnvolles Zurücksetzen auch in Bayern!

Beitragvon Maggov » 30.11.2016, 09:48

Hallo,

sehe das wie Jörg - ein gut ausgearbeiteter Kompromiss der sich auch anwenden läßt. Gerade in den Details sieht man dass es hier einen Austausch gab der sicherlich nicht ganz einfach war.

An den Fliegenfischerstrecken im Münchner Umland ist das aber oft schon im Rahmen der gewässereigenen Bestimmungen gut umgesetzt worden. Gerade die Äschen sind doch in den meisten Gewässern seit Langem entweder ganzjährig geschont oder aber die Entnahmegrenzen sind auf ganz wenige Fische reguiert worden. Schonmaße und -zeiten sind zumeist schon länger als die gesetzlich erforderlichen. Dort wo das nicht der Fall ist kann dieser Link eine sehr gute Diskussionsgrundlage für die nächste Hauptversammlung darstellen.

Was ich schade finde ist dass sofort gegen die Karpfenfischer und andere Angelarten hier geschoßen wird.

Auch bei den Fliegenfischern gibt es vergleichbares Verhalten und deshalb finde ich es auch gut dass der Verband gegen C&R zu reinem Unterhaltungszweck weiterhin klar "Nein" sagt. Als öffentliche Instanz die auch die rechtliche Situation und Meinung berücksichtigen muss darf aus meiner Sicht kein anderes Statement erwartet werden.

LG

Markus
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Re: Endlich ... bald sinnvolles Zurücksetzen auch in Bayern!

Beitragvon Lechhuchen » 30.11.2016, 10:15

hallo Markus,

"Was ich schade finde ist dass sofort gegen die Karpfenfischer und andere Angelarten hier geschoßen wird. ..."

ja ne, iss schon klar ... und es war auch gar nicht sooo negativ, sondern eher als Denkanstoss gemeint über was wir reden ... es gibt selbstverständlich bei den anderen Anglern auch solche und solche ... allerdings: Warum sollten wir unser Licht unter den Scheffel stellen und hier nicht ganz bewusst differenzieren, dass die Uhren bei den Fliegenfischern schon länger zumindest etwas anders ticken. In der langjährigen Praxis als Aufseher ist es mir jedenfalls ganz erheblich aufgefallen, dass es die meisten Probleme (Ausnutzung von rechtlichen Grauzonen etc.) nicht wirklich bei der Fliegenfischerei, sondern tatsächlich im Bereich anderer Angelarten gibt - das ist für mich somit einfach "Tatsache" aus eigener Erfahrung und braucht daher meiner Meinung nach in keinster Weise jetzt irgendwie schon wieder aufgeweicht, abgemildert, relativiert und totgeredet werden.

In den Augen der (militanten) Naturschützer sind wir nämlich im Sinne der Sippenhaftung und im richtigen Leben pauschal "die Angler" ... und Du brauchst nur die großen Angelzeitungen aufschlagen und Du weißt ganz genau, in welchen Bereichen (und das sogar noch ganz öffentlich) das Recht gebeugt und sehr "großzügig" ausgelegt wird ... "nach 45 minütigem Drill wurde der putzmuntere Spiegler wieder in sein Element zurück entlassen usw. und so fort ..." ... selbstverständlich gibt es aber auch bei der fliegenfischenden Zunft schwarze Schafe ... aber auch für die wird es durch sinnvolle Regelungen (wie z.B. der nunmehr geplanten) zunehmends schwerer, ihre vermeintlichen "Sonderstati" weiterhin durchzudrücken - und auch das finde ich schlichtweg o.k.

Von daher von meiner Seite her nochmal ein klares =D> für die zu erwartende neue Regelung, die dann so hoffentlich auch (endlich mal) konsequent von allen Beteiligten umgesetzt wird ... dann funktioniert´s nämlich auch ...

TL!

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Re: Endlich ... bald sinnvolles Zurücksetzen auch in Bayern!

Beitragvon Maggov » 01.12.2016, 09:40

Hallo Huchi,

ich kann Dein Urteil anhand Deiner Erfahrungen nachvollziehen, denke aber wir sollten erstmal vor der eigenen Haustüre kehren bevor wir mit dem Finger auf andere zeigen. Das kann durchaus bedeuten dass man das mit den Karpfenfischern im Verein sehr kontrovers diskutiert und nicht immer einer Meinung ist. Wenn wir ggü. militanten Naturschützern eine Chance haben wollen, sollten wir aufhören uns öffentlich untereinander zu streiten oder voneinander abzugrenzen sondern an einem Strang ziehen.

Deshalb dieser nicht böse gemeinte Nebensatz - nimm es bitte nicht allzu persönlich.

Das Thema ist m.M. nach spannend genug um es hier ausschließlich im Kontext vom Fliegenfischen zu diskutieren.

LG
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Re: Endlich ... bald sinnvolles Zurücksetzen auch in Bayern!

Beitragvon CPE » 01.12.2016, 10:04

Lechhuchen hat geschrieben:eine klare Ansage gegen totales C & R, z.B. adressiert in Richtung geschäftstüchtiger Bewirtschafter + Trophäenfischer (Waller, Karpfen Wasser-Wildsau und Co. lassen grüßen). Die Fischereiaufseher werden sich jedenfalls freuen


Nun, Huchi,

Die Fischaufseher haben nicht ihre Ansichten freudig durchzusetzen, sondern das Reglement. Das kann auch im Sinne der Hege ("Game fish are too valuable to be caught only once." - Lee Wulff, 1936) ganz anders aussehen, wie die allermeisten, durchaus als zivilisiert geltenden, Angelnationen um uns herum seit Jahrzehnten vorleben. Ich halte den durch §1 TierschG bedingten deutschen Sonderweg in Sachen C&R-Verbot ganz sicher nicht für den heiligen Gral (eher: Knieschuss) und die vom LV Bayern erarbeitete Formulierung für einen recht guten Kompromiss zwischen den (aus meiner Sicht legitimen) Ansichten der C&R-Angler und dem vorgefundenen rechtlichen Rahmen, nicht mehr, nicht weniger.

TL, Norbert
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Re: Endlich ... bald sinnvolles Zurücksetzen auch in Bayern!

Beitragvon orkdaling » 01.12.2016, 10:12

moin moin,
auch mein bescheidener Beitrag aus der Ferne.
Auch wenn hier keiner verfolgt und angeklagt wird, wir uns der Tradition und gesellschaftlichen Bedeutung von Jagen und Fischen bewusst sind, so wird trotzdem ueber C & R gesprochen, auch zwiespæltig.
Generell kann man sagen das sich reines C&R nicht durchsetzen wird, weder in Bergseen auf Forelle und schon gar nicht bei der Lachsfischerei
Gab ja Vorstellungen, wir setzen alle Lachse zurueck und leisten somit unseren Beitrag zum Fortbestand.
Es gibt Quoten in Lachsfluessen aber auch in manchen Regionen bei der Forellen und Æschenfischerei. Darueber hinaus kann jeder entscheiden welchen Fisch er aus Hegegruenden releast.
Auch wenn es nicht die allerbeste Løsung ist die dort in Bayern gefunden wurde, so ist es aber ein Fortschritt!
Lieber Markus, du hast recht mit den Angriffen gegen einander, das schwæcht nur.
Kritisch sehe ich die "Berichterstattung" in manchen deutschen (Fischer)Zeitschriften wo man ueber sensationelle Fænge beim Trolling auf Ostsee-Lachs oder Meeresfischen in N. berichtet und auch Boote zeigt wo Leute bis zu den Knien im Fisch stehen.
Gruss Hendrik
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Re: Endlich ... bald sinnvolles Zurücksetzen auch in Bayern!

Beitragvon fly fish one » 01.12.2016, 11:28

Es ist ja so hier in Bayern, dass beide Fraktionen, also FF und die Anderen gleichermaßen und ich würde sagen beinahe gleichstark vertreten sind. Zumindest schließe ich das aus den 3 Vereinen, in denen ich die Ehre habe Mitglied zu sein. Diese haben auch einen Haufen Seen/Teiche unter der Pacht, um dieser Fraktion ebenfalls gerecht zu werden. Ich kann mir vorstellen, dass hier Konfliktpotential ruht und noch Diskussionen entstehen nach dem Motto: Zweierlei Maß. Ich selber würde dort gerne Hechte und Karpfen beangeln und muss mich aber ganz anderes aufstellen als an "meinen" Fließgewässern". Sollte ich mal so einen Brocken, egal ob Hecht oder Karpfen, "dran" haben, dann würde mir das Mitnehmen schwer fallen - ganz offen zugegeben. Ich würde es machen, weil ich nicht gegen Regeln verstoße, aber glücklich wäre ich nicht.

Ich bin ganz froh, aktuell, auch ganz ehrlich, dass ich als Frischling in dem Metier noch nicht diese Entscheidung treffen musste. Mit einem Hecht kann ich meiner Familie immer kommen, aber so einen großen Karpfen - würde ich Lampenöl daraus machen, wie die Wahlfänger früher, oder :roll: ?? *nicht ernst gemeint und nur als Überspitzung.*
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Re: Endlich ... bald sinnvolles Zurücksetzen auch in Bayern!

Beitragvon Michl » 02.12.2016, 08:14

Moin,
erstmal ist das ein guter Anfang, das sollte anderen Bundesländern als Beispiel dienen.
Und zwar möglichst zügig!

Insgesamt ist es aber traurig dass so etwas überhaupt notwendig ist!
Da ist dann vorher schon einiges schiefgelaufen, und das weiß man, sonst wäre dieser Vorschlag niemals genehmigungsfähig.
Vielleicht hat auch mal einer im benachbarten Ausland nachgesehen.
Zeit wars jedenfalls.

Auf den Karpfen- und Wallerfischern rumzuhacken gehört ja zum guten Ton mittlerweile.
Aber wenn man z. B. einen größeren Waller fängt, was macht man damit?
Hatte mal vor Jahren einen, 140 cm, habe ihn entnommen und verwertet.
Das mach ich definitiv nicht mehr, wenn sich mal wieder einer an meinen Haken verirrt wird der sicher entkommen.
Beim Karpfen hört die sinnvolle Verwertung auch bei 4-5 kg auf, jedenfalls meiner Meinung nach.

Was mich erstaunt ist, dass zum Beispiel ganz dicke Karpfen über mehrere Jahre immer wieder gefangen werden, dabei sollten sie doch nach gängiger Meinung am Stress umgehend nach dem Zurücksetzen sterben?
Das geht sogar mit Forellen, ich kenn da einen Fall in dem eine (große) Forelle beim Äschenfischen an 3 Tagen hintereinander schneller war als die Äschen, jeweils nach dem Abhaken gemäß der Schonzeitbestimmung zurückgesetzt wurde, und dann Wochen später immer noch da war. Hat sich einfach geweigert am Stress einzugehen.
Das Frühjahr darauf hat sie allerdings nicht überlebt, Schonzeitende halt.
Schade.

Gruß Michl
Die Beute ist unwesentlich, entscheidend ist nur das Gefühl.
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Re: Endlich ... bald sinnvolles Zurücksetzen auch in Bayern!

Beitragvon Royal Coachman » 02.12.2016, 09:38

Hallo Freunde!

Hier wird nur eine Grauzone abgeschafft.
Schon jetzt obliegt es dem Gewässerbewirtschafter diese Schonpflicht auch auf den jeweiligen Angler zu übertragen.

Es steht nämlich nirgends, dass nur dem Bewirtschafter diese(s) Recht/Pflicht zusteht, da jeder einzelne Angler ja direkt dem Fischereigesetz und damit auch der im Gesetz verankerten Hege verpflichtet ist.

tight lines
RC
Der immer auf Seiten der Fische steht!
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Re: Endlich ... bald sinnvolles Zurücksetzen auch in Bayern!

Beitragvon Lechhuchen » 02.12.2016, 10:42

@Michl

"Auf den Karpfen- und Wallerfischern rumzuhacken gehört ja zum guten Ton mittlerweile.
Aber wenn man z. B. einen größeren Waller fängt, was macht man damit?"

In der Fischerprüfung (nicht nur in Bayern) hat man z.B. das Lehrstoffgebiet "Schutz und Pflege der Fischgewässer und Fischhege". Hier lernt der angehende Spezi, dass er nicht nur Fische zu hegen hat, sondern eben auch die Fischgewässer selbst, was mindestens genauso wichtig ist - das ganze sollte in einem gesunden Einklang stehen.

Wenn man also einen größeren Fisch fängt, für den eine weitere Hege definitiv keinen Sinn macht - was macht man wohl damit? Klare Antwort: Raus damit! Auch wenn es "unbequem" ist, weil mir der grad so gar nicht in den Kram und in den Froster passt ...

Was macht es bitte für einen Sinn, Hecht, Waller, Karpfen und Co. angeblich zu "Hegen" bis sie das zeitliche segnen und dann das Wasser in diesen Größen im Verrottungsprozess mal so richtig verpesten ...? Ganz zu schweigen, wieviel andere Fische ihnen zum Opfer fallen, bevor es mal so weit ist?

Und zum Thema "an den Haken verirren" ... das halt ich für Augenwischerei ... jeder kann es selbst steuern auf was er wie fischt ... und es gibt genügend Zunftspezies (sogar mittlerweile ganze Spezial-Angelläden) die nur darauf ausgerichtet sind, große zu fangen - ober selbstverständlich auch wieder zu releasen ... und das spricht ganz klar gegen den zitierten § 1 (Satz 2) des Tierschutzgesetztes ...

Es braucht sich also keiner zu wundern, wenn man darauf (mit recht) etwas herumhackt ... weil die dahinter stehende Philosophie und Doppelmoral genau das ist, was die Probleme und das schlechte Ansehen in der Öffentlichkeit verursacht ... es ist in der Öffentlichkeit nach wie vor nicht legitim darstellbar, auf Fische einfach des Spaßes wegen zu angeln, Sie zu drillen (quälen?) und sie dann wieder zurück zu setzen ...

Aber ich denke, C & R wurde hier schon soooo umfassend "diskutiert und zelebriert", dass es langsam langweilig wird ... die Diskussion wollte ich hier nicht schon wieder aufreißen ... mir ging´s eigentlich nur darum mit dem Eingangspost darauf hinzuweisen, dass sich in Bayern endlich was tut, um das ganze zu regeln.

Selbstverständlich werden hierdurch in den Vereinen wieder endlose Diskussionen entstehen, wie immer. Ich halte es aber z.B. für Aufseher bereits jetzt für eine gute Hilfestellung, um am Wasser die Diskussionen zu beenden: Einfache Frage zukünftig: Warum fischt ihr denn überhaupt nächtelang darauf, wenn ihr Sie dann gar nicht mitnehmen und essen wollt? Oder warum wurde der Fisch mit über einem Meter gerade eben zurückgesetzt? Es wird zukünftig weniger "Ausreden" geben ... und der Aufseher hat dann auch mal die Handhabe, hier wirklich durchzugreifen ... und es spricht sich dann schon auch rum, wenn die eine oder andere Karte dann doch auch mal entzogen oder nicht mehr verlängert wird, was ja bisher deswegen noch nie der Fall war, weil rechtlich zweideutig ...

Ich find´s gut - kommt dem näher, was eigentlich immer schon sein sollte: Keine Rosinenpikerei - keine Auslegung, wie es dem einzelnen gerade in den Kram passt ... und mittel- bis längerfristig wir sich das alles einspielen und es wird "selbstverständlich" werden, dass man entweder gesetzeskonforme Hege und Pflege betreibt - oder es andererseits bleiben lässt, auf die Riesen überhaupt gezielt zu fischen, wenn man es nicht im Kreuz hat, damit auch konsequent umzugehen und Sie dann auch zu verwerten, was eigentlich der tiefere Sinn für´s ganze Tun der Fischerei ist und bleiben sollte ...

TL und viele Grüße!

Huchi
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Re: Endlich ... bald sinnvolles Zurücksetzen auch in Bayern!

Beitragvon orkdaling » 02.12.2016, 11:48

Moin moin,
genau so ist es mit den "Fangfotomachern" die uns die gegen sinnloses C&R sind dann Nestbeschmutzer bezeichnen.
Aber sie sind die Nestbeschmutzer die uns den Ærger bereiten, abgesehen davon ob berechtigt oder erfunden von den sogenannten Tierschuetzern.
Und ob bisherige Grauzone, wie RC schreibt, oder nicht, es muss eine gesetzliche Grundlage geben um uns zu schuetzen aber auch gegen die vorzugehen die sich nicht daran halten.
Auch wenn ich mir damit keine Freunde mache, C&R macht fuer mich nur Sinn zum Erhalt einer gefæhrteden, bedrohten, ueberfischten(Wie auch immer) Art.
Und das sind nun mal keine eingesetzten Karpfen, die in manchen Gewæssern nicht mal laichen kønnten und die anhand von Schuppenfotos zum x-ten mal gefangen wurden.
Gruss Hendrik
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