Fangen Fliegenfischer weniger?

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Re: Fangen Fliegenfischer weniger?

Beitragvon trutta1 » 17.02.2016, 21:17

Liebe Fliegenfischer,

die Antwort auf die interessante Frage ist ja von mehreren Faktoren abhängig. Einige wurden hier schon genannt.
Vergleiche sind aber auch nur dann möglich, wenn sich Spinn/Fliegenfischer taktisch und Wurftechnisch
auf einem Level befinden.
Da ich einen guten Bekannten habe, der nur mit der Spinnangel auf Salmoniden angelt, habe ich recht
gut Vergleichsmöglichkeiten.
Allerdings hinkt auch dieser Vergleich etwas, da er vom Castingsport kommt und es dort zu mehreren
Meistertiteln gebracht hat. Ich staune immer wieder, wie sicher er seine Spinner auf 8-12m Entfernung an für
mich unerreichbaren Stellen versenkt.
Dort komme ich nur mit Nassfliege oder Streamer hin, denn ein sauberes Anwerfen ist einfach nicht möglich.
Ab Ende Mai kommt dann meine große Zeit (Maifliegenschlupf). Da kann ich etwas aufholen :wink: .

Da wir beide ein Fangbuch führen, konnten wir viel voneinander lernen.
Im Sommer geht er nur noch in den frühesten Morgenstunden an den Bach und fängt auch gut.
Ich habe mir dies zunutze gemacht und im Sommer in den Morgenstunden viel mit Streamern experimentiert.
Gefangen habe ich im Sommer recht gut, wobei zum Streamern das Frühjahr klar besser ist.

Insgesamt sind wir wohl beide sehr zufrieden. :D

Als es früher noch erlaubt war mit Naturködern auf Salmoniden zu fischen, gab es auch einige ,,Spezialisten,,
die in unserem Bach immer die größten Forellen fingen. Wieviele kleinere Forellen und Äschen sie verangelten,
haben sie uns immer verschwiegen. :evil:

Zum Glück sind diese Zeiten lange vorbei!

Lieben Gruß,
Frank
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Re: Fangen Fliegenfischer weniger?

Beitragvon Nestola » 19.02.2016, 12:33

Ich kann die Frage mit ganz klar mit "Nein" beantworten, wenn es darum geht in meinen heimischen Gewaessern (Schleswig-Holstein) gezielt auf Barsch zu Angeln mit der FliFi. Da unsere Barsch bestaende hevorrangend sind fange ich an heissen Sommertagen mit der flifi weit ueber 100 Fische am Tag. Und das ist nicht uebertrieben. Ein Spinnfischer schafft da nicht mal ein drittel von. Klar sind das Ausnahmen aber auch wenn ich weniger fangen wuerde und oder kleinere Fische ist es mir egal da mir das Fliegenfischen mehr Spass macht als Spinnfischen und es unter anderem eine schonendere Methode ist die fische zu beangeln.

LG Akki
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Re: Fangen Fliegenfischer weniger?

Beitragvon Joerg Giersbach » 19.02.2016, 20:02

Hallo!
Von mir ein ganz klares NEIN!!!
Gruß Jörg
-Das Leben ist zu kurz um nicht mit Bambus zu fischen-
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Re: Fangen Fliegenfischer weniger?

Beitragvon NBerlin » 20.02.2016, 11:42

Da unsere Barsch bestaende hevorrangend sind fange ich an heissen Sommertagen mit der flifi weit ueber 100 Fische am Tag

Und das macht Spaß???????????????????????????????????????????????? :cry:

Gruß Norbert
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Re: Fangen Fliegenfischer weniger?

Beitragvon orkdaling » 20.02.2016, 13:34

Moin moin,
ich habe schon an Anfang geschrieben das man das so nicht beantworten kann denn man muss beachten Ort, Zeit, Bedingungen, Fischart.
Blechangler haben die grøssere Reichweite was manchmal vom Vorteil ist. Dagegen haben sie Probleme in Krautluecken oder verkrauteten Bæchen.
Im Oberlauf meines "Hausbach`s" den Skjenaldelva wo der Lachs nicht aufsteigen kann (Pumpwerk) schliesst sich ein See an, Gangåsvatn.
Dort gibt's kein Lachs und keine Mefo aber Bafo und Saibling. Wenn da die Fliegen steigen fange ich drei mal so viel und die Meppsfischer gucken nur dumm.
7km abwærts an der Muendung liegt mein Mefo Fanggebiet, auch da hab ich mehr Chancen. Nur ganz frueh oder in der Dæmmerung fange ich dort auch Seelachs. Am Tag bei vollem Licht stehen die sehr weit draussen in tiefem Wasser und da hab ich das Nachsehen.
Aber das weiss man ja bevor man ans Wasser geht und stellt sich auf solche Dinge ein.
Gruss Hendrik
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Re: Fangen Fliegenfischer weniger?

Beitragvon Nestola » 22.02.2016, 21:20

@NBerlin
Kann ich mit Ja beantworten :)
Mir macht jeder Fisch an der Flifi spaß und wenn du mit ner 5er Klasse angelst und die Fische in der Regel zwischen 25-35cm haben freut es mich immer wieder.
Auf jeden mehr als den ganzen Tag fast nix zu fangen ;-)
Die highlights sind dann wenn was unerwartetes wie Rapfen, Zander, Hecht oder sogar mal nen Pizzateller von Brassen die Fliege schnappt.

LG Akki
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Re: Fangen Fliegenfischer weniger?

Beitragvon Olaf Kurth » 23.02.2016, 00:13

maggo hat geschrieben: Nicht nur die Fische (so ein Brachsen-Klodeckel kann gegen eine Fjell-Forelle einfach nicht anstinken) sondern vor allem die Angelei in wirklich schönen Umgebungen.


Ein entschiedenes Jein, lieber Marco,

die Umgebung der oberen Fließgewässer sind sicherlich ansprechender, variationsreicher und schöner für die Pirsch-Fischerei auf die begehrten Fische..........aber: Vom reinen Fischgeschmack muss sich die Brasse nicht verstecken. Ich erinner mich an einen Räuchergang vor ca. drei Jahren. Mein Bruder, ein Freund und ich haben Forellen geräuchert und ich hatte einen schönen ca. 5-pfündigen Brassen mit eingehängt. Den Fisch hatte ich eine Woche vorher mit einer beschwerten Nymphe im Fließgewässer gefangen. Geschmacklich kam keine Forelle an den Wohlgeschmack der Brasse ran, das war unser einstimmiges Urteil.

Vielleicht kennt ja jemand die Quelle für diese Behauptung: Angeblich sollen die Endstücke der Brassen im Mittelalter sogar eine Art Zahlungsmittel gewesen sein. Dies schwirrt mir noch im Kopf rum, ich kann es aber nicht mehr korrekt verifizieren.

Liebe Grüße,

Olaf
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Re: Fangen Fliegenfischer weniger?

Beitragvon trutta1 » 23.02.2016, 10:23

Stimmt Olaf !

Vor allem die Bauchseiten sind eine wahre Delikatesse.

Lieben Gruß,
Frank
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Re: Fangen Fliegenfischer weniger?

Beitragvon maggo » 23.02.2016, 12:37

Halo Olaf,

oh, ich meinte nicht den Geschmack sondern eher den zu beangelnden Fisch an sich. Brassen an der Winklepicker waren schon nicht schlecht, aber so eine Fjellforelle an der Fliegenrute...

Ich habe ab und an mal Fischfrikadellen aus Brassen gemacht. Geräuchert habe ich diese nie, aber ich kann mir vorstellen, dass es auch lecker ist. Meine Katzen waren immer ganz heiß auf die Fische und ab und an mussten wir eine Gräte aus dem Katzenschlund befreien ;-)

Viele Grüße,
Marco
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Re: Fangen Fliegenfischer weniger?

Beitragvon Olaf Kurth » 23.02.2016, 19:08

trutta1 hat geschrieben:Vor allem die Bauchseiten sind eine wahre Delikatesse.



Dann könnte man ja von den "Schillerlocken des Süßwassers" reden, lieber Frank. :lol:
Das werde ich bestimmt mal so servieren......


maggo hat geschrieben: Brassen an der Winklepicker waren schon nicht schlecht, aber so eine Fjellforelle an der Fliegenrute...
.......
Geräuchert habe ich diese nie, aber ich kann mir vorstellen, dass es auch lecker ist.......



Mit Winkelpicker kenn ich mich nicht aus, lieber Marco,

ich komm ursprünglich von der Bachfischerei und habe größere Fließgewässer oder stehende Gewässer als Jugendlicher selten befischt. Wir hatten ja nichts........ nicht einmal Brassen........ :roll: 8)

Brasse als Fisch-Frikadelle...... ja, in Ordnung, obohl ich da eher Döbel nehmen würde. Versuch es einfach mal Brassen zu räuchern, Du wirst über den Wohlgeschmack überrascht sein, glaub mir bitte. Dazu ein leckeres Sößchen (Meerettich-Zwiebel-Sahne-Sauße oder eine Ingwer-Zitronengras-Zwiebel-Sahne-Soße als asiatische Variante), junge Kartoffeln und Salat..... sorry, ich habe Hunger....... :wink:

Entschuldigt bitte das Off-Topic, zurück zur Frage würde ich sagen, ja, Fliegenfischer fangen weniger, aber ich kenne viele befreudente Fliegenfischer, denen das völlig egal ist.... am Wasser gibt es Wichtigeres....

Liebe Grüße,

Olaf
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Re: Fangen Fliegenfischer weniger?

Beitragvon Hardy » 24.02.2016, 12:38

Olaf Kurth hat geschrieben:... am Wasser gibt es Wichtigeres....

Liebe Grüße,

Olaf


Richtig, nämlich Whisky, Rotwein, Knickerbocker...

Groetjes
S. Aufnase
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Re: Fangen Fliegenfischer weniger?

Beitragvon cdc » 24.02.2016, 13:44

Hallo,
Ich denke man kann es nicht pauschalisieren und eigentlich verstehe ich die Fragestellung nicht...
An der Südschwedischen Küste auf einen großen Riff zusammen mit drei Spinnfischern lag ich deutlich vorn - es hat halt alles gepasst... Das nächste mal dreht sich das Blatt...

Gruß Jürgen
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Re: Fangen Fliegenfischer weniger?

Beitragvon toddy185 » 24.02.2016, 14:44

Vielleicht nicht ganz repräsentativ, aber diese Jungs haben mal einen Vergleich gemacht

Sea Trout Battle https://youtu.be/-PAMAWScncs

Ciao,
Lars
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Re: Fangen Fliegenfischer weniger?

Beitragvon strongbow » 24.02.2016, 18:33

Moinsen,

auch wenn es nicht gerade der fischereiliche Alltag ist:

War gerade ein paar Tage zum Bonefischen und kann ziemlich sicher sagen, dass man diese flinken Kerlchen im max. knietiefen Wasser nicht nur besser mit der Fliege fängt, sondern dass Fliegenfischen überhaupt die einzig erfolgreiche Taktik ist (und in unserer Destination zudem die einzig legale).

Die Fische "spooken" schon bei stärker beschwerten Fliegen (Bleiaugen, Dumbells).

Ausschließlich mit kleinen oder mittleren Kettenaugen beschwerte Bonefishfliegen bis max. Größe 4 führten zum Erfolg.

Entsprechende Taktiken hält das Arsenal des Spinnfischers nicht bereit.

(Ich weiß aber natürlich auch, dass "muddende" Fische in tieferem Wasser oder gar "angechummte" Bones problemlos auch mit Gummiködern gefischt werden können, aber die Königsdisziplin ist und bleibt halt die Sichtfischerei auf einzelne Fische oder Paarfische im ganz Flachen).

Toby
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Re: Fangen Fliegenfischer weniger?

Beitragvon Hawk » 24.02.2016, 20:38

strongbow hat geschrieben:Die Fische "spooken" schon bei stärker beschwerten Fliegen (Bleiaugen, Dumbells).
Ausschließlich mit kleinen oder mittleren Kettenaugen beschwerte Bonefishfliegen bis max. Größe 4 führten zum Erfolg.


Ohne jemals auf bonefish gefischt zu haben würde ich sagen: das ist so nicht richtig.
An leichtem Spinngerät und passender dünner geflochtener kann man z.B. unbeschwerte Gummi Creatures ohne Probleme auf die gleiche oder größere Distanzen werfen wie ein Fliegenfischer. Bei zuviel und ungünstigem Wind wird das dann irgendwann schwierig, aber man hat ja ja mit einem schwererem köder auch die möglichkeit die Fische deutlich zu überwerfen (die dünne Schnur scheucht idr. nicht) und dann langsam in den Sichtbereich zu kurbeln.


Grundsätzlich ist mit Spinngerät sehr vieles Möglich, grade wenn man sich nicht nur auf den Deutschen Markt konzentriert sondern auch mal ein Auge Richtung US Markt oder Japan wirft. Ich habe mich bevor ich aufs Fliegenfischen umgestiegen bin sehr intensiv mit allen möglichen Spinntechniken auseinandergesetzt und würde mich mittlerweile als guten Fliegenfischer bezeichnen.
Trotzdem merke ich in etlichen Situationen das in dem Moment eine Spinnrute die bessere Wahl wäre.

Im Allgemeinen gehe ich davon aus das sich das ganze bei gleich guten Spinn und Fliegenfischern ungefähr die Waage halten dürfte, je nach den speziellen Gegebenheiten am Gewässer kann es dann aber natürlich Stark in die eine oder andere Richtung gehen. Das ganze jetzt allgemein zu klären macht für mich also recht wenig Sinn, bei sehr klar definierten Umständen (Gewässerbeschreibung, Zielfisch, Jahreszeit, Besonderheiten usw.) könnte man da wesentlich ergiebiger diskutieren und z.B. vergleichen welche Methoden da jeweils das optimum wären.
Gruß
Sven
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