Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon MuddlerMinow » 12.03.2013, 18:56

Diese Frage finde ich echt schwer zu beantworten. Grundsätzlich wird die Verarbeitungsqualität allgemein eher schlechter, da aber Forschung und damit die Entwicklung des Materials vorangehen, wird dieses wiederum auch besser.

Auffällig finde ich, dass selbst preisgünstiges Material (nicht billig Ramsch) sehr brauchbar geworden ist!

Und noch etwas zu den High End Produkten: sie sind nicht böse, auch ihre Käufer nicht. Böse sind tatsächlich die Geizhälse und Neider, die in ihrer Grenzenlosen Gier stetig unmenschliche Arbeitsbedingungen finanzieren, ja sogar durch ihren Lebensstil unabdingbar machen.

Ich wünsche jedem, der für zwei Euro Fuffzich Fleisch frisst, dass er öfter mal den wahren Gegenwert auf den Teller bekommt! Und das ist dann ganz sicher kein Pferdefleisch!
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon Ralf » 12.03.2013, 21:05

Moin Robert,

wohnst Du in einer "Schonzeitkollerzone" :wink: ? Du scheinst etwas gefrustet zu sein, das liegt aber evt. eher daran, dass Du in die falschen Kataloge guckst, denn hochwertige und teure Ausrüstung hat es schon immer gegeben (s. Achim). Ich glaube viel mehr, dass man heute für erheblich weniger Geld als vor 15-20 Jahren recht gute Ausrüstung kaufen kann. Früher waren Ruten für 200,- DM meist langsam und wabbelig, heute gibt es eine große Auswahl schneller und guter Ruten unter 100,- Euro. Gute große Watkescher für die Küste erhälst Du heute für unter 20,- Euro, funktionelle Rollen sind auch für unter 100,- Euro zu haben.

Angeln ist doch für viele oft ein Luxushobby, bei dem sie sich was gönnen für die knappe und daher wertvolle Zeit in der Natur, warum auch nicht, jeder wie er mag. Franz trifft es da sehr genau, die Industrie hat für die besser gestellten enstprechendes sehr hochwertiges Material auf den Markt gebracht, andererseits kann sich jeder (Dank Fernost!) für relativ kleines Geld gut ausrüsten. Da hat eben jeder seine Schwerpunkte.

Wird wohl Zeit, dass es wärmer wird? (Heute nacht jedenfalls noch nicht, hier in S.H. sind bis -16 Grad angesagt heut Nacht)

Grüße

Ralf
Angeln ist weit mehr als ein Hobby, es ist eine Lebensart.
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon fjorden » 13.03.2013, 00:48

Hallo,
bei den Ruten mag das stimmen. Im Rollensegment sind in Deutschland jedoch die "Niedrigpreisigeren" kaum noch zu bekommen, British Fly Reels like Leeda LC, System 2, etc. und Schnüre kosten das doppelte, früher 69,90 DM heute 69,90 €. Vor allem stellen sich Händler kaum günstige Geräte, Schnüre, in den Laden. Bestes Beispiel die sehr gute Air Cel Saltwater (24,90 $), die es ohne weiteres mit deutlich teueren Schnüren aufnehmen kann. Ist die Marge zu niedrig, oder hält die Schnur zu lange? Völlig unverständlich finde ich - oder nur mit kapitalistischer Logik zu begreifen - dass sehr gute Schnüre dann irgendwann verändert werden (Pounch), oder nicht mehr hergestellt werden, wie die Loop Reihe Distance, Distance 75 und Long Distance. in meinen Augen die besten Schnüre, die zu bekommen waren und eine Ewigkeit hielten. Kurzum, mit Augen auf, muß Gutes nicht teuer sein und man kann für wenig Geld viel Freude an seinem Hobby haben.
Gruß
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon derwagg » 13.03.2013, 23:22

Das Problem an der Sache ist einfach, daß Fliegenfischen als elitärer Sport in vergangener Zeit angesehen wurde. Die Zeiten ändern sich jedoch und nunmehr ist es jedermann/-frau möglich die Fliegenrute zu schwingen. In gewisser weise ist es jedoch so, daß gerade dem Einsteiger manchmal ein Floh in's Ohr gesetzt wird und er deshalb auch gleich zum teuersten Gerät greift. Unter Floh versteh ich zb: mit der 600 euro Rute fischt du besser,wirfst du weiter und und und. Mit den Rollen und der Schnur verhält es sich genauso. Was hat ein Einsteiger von einer 400-500 euro Rolle, wenn es eine um 150 euro auch tut. Im Endeffekt kann ich mit einer Rute-Rolle-Schnurkombi in der Preisklasse von 300-400 euro sehr wohl an's Wasser gehen und stehe da dem Snob mit der 1500 euro teuren Ausrüstung um nichts nach. Und letztendlich wirft der Billigberger( nicht böse gemeint) womöglich sogar noch weiter als der High End Fischer mit seiner als Wurfgranate angepriesenen Edelrute, weil er eben die Rute nicht einzusetzten weiß. Fazit: Teuer heißt nicht besser :lol:
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon Tom69 » 14.03.2013, 10:28

Mir behagt die Bezeichnung "Snob" im Kausalzusammenhang mit hochpreisigem Angelgerät ehrlich gesagt gar nicht und neigt wohl in Abgrenzung zu den "Billigbergern" eher zur Polarisierung denn zur Erhellung, was denn deine "Schmerzgrenze" ist.

Ich gehöre zu den bekennenden Tacklefetischisten, die einfach edles und hochpreisiges Angelgerät lieben und es sich auch leisten, wenn sie es wollen und können. Das mit dem "Leisten" geht nämlich auch nicht immer mal so nebenbei, sondern erfordert meistens auch Geduld und Sparen. Ich jedenfalls kaufe mir schlichtweg das Gerät, dass es mir angetan hat (muss übnrigens nicht immer teuer sein), denn wenn ich das nicht im ersten Zugriff tue und mich mit einer dem Geldbeutelstand und/oder dem Angebot angemessenen Kompromisslösung zufrieden geben muss, mach ich`s im zweiten Zugriff garantiert und doppelt kaufen muss nicht sein.

Fazit: Nich jeder der mit Edelgerätschaften in die Gewässer dieser Welt steigt ist ein "Snob".
Eher gilt einmal mehr das alte Motto: Toleranz und Verständnis zeigen sich im Denken und Handeln!

Mit bestem Gruß
Tom
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon MuddlerMinow » 14.03.2013, 11:08

Ganz Deiner Meinung Tom!
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon fjorden » 14.03.2013, 12:18

Hallo,
dass Hochpreisige und der Mythos, dass dies auch noch das Beste ist, und das damit "posen" ist auch eher, wie bei den Autos, ein deutsches Phänomen. Die Brit_innen, Niederländer_innen und Skandinavier_innen gehen z.B. häufig mit günstigem Gerät fischen und dort gibt es auf dem Markt auch entsprechende Auswahl!
Gruß
Fjorden
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon Hardy » 14.03.2013, 14:02

fjorden hat geschrieben:Hallo,
dass Hochpreisige und der Mythos, dass dies auch noch das Beste ist, und das damit "posen" ist auch eher, wie bei den Autos, ein deutsches Phänomen. Die Brit_innen, Niederländer_innen und Skandinavier_innen gehen z.B. häufig mit günstigem Gerät fischen und dort gibt es auf dem Markt auch entsprechende Auswahl!
Gruß
Fjorden

Moin,

das sehe ich genauso! Deshalb liegen ja auch die Kfz.-Briefe von ca. 80% der privat in Deutschland gefahrenen Autos bei den Banken. Mal sehen, wann der erste Rutenkäufer seine Garantiekarte als Sicherheit für das aufgenommene Darlehen bei seiner Hausbank abgibt. :mrgreen:

Tom69 hat geschrieben:Fazit: Nich jeder der mit Edelgerätschaften in die Gewässer dieser Welt steigt ist ein "Snob".
Eher gilt einmal mehr das alte Motto: Toleranz und Verständnis zeigen sich im Denken und Handeln!

Das ist auch richtig. Aber wie wir gerade oben konstatiert haben, spielt der "mein-Haus-mein-Auto-mein-Gedackel"-Gedanke scheinbar doch eine nicht unwichtige Rolle. Und diese Herr- und Damenschaften fallen dann doch irgendwie auf am/im Wasser.

Aber, um dir auch diesbezüglich zuzustimmen, ich toleriere das ausdrücklich und halte es mit dem schönen Statement meines Kölner Freundes Männes: Jede Jeck is anners. Also läwe un läwe losse!

In meinem Staate darf ein jeder nach seiner façon glücklich werden. :wink:

Groetjes
Hardy
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon Tom69 » 14.03.2013, 14:13

Grundsatz:
Die Nachfrage und damit auch der Erwerb nach bzw. von Konsumgütern richtet sich nach den Regularien der Marktwirtschaft, ergo nach Angebot, Preis, Werbung und Kaufkraft, so auch in Großbritannien, Skandinavien oder den Niederlanden. :wink:

Ausnahme:
Der "mein-Haus-mein-Auto-mein-Gedackel"-Gedanke! Ich bin nun auch schon seit 35 Jahren mit meinem Angelgerödel an deutschen und internationalen Gewässern unterwegs, habe aber bislang weder im Fischereiverein noch auf Reisen Menschen getroffen, die ich mit meinen Tackle (auch wenn das ein oder andere höher- oder hochwertige Teil dabei ist) hätte beeindrucken können oder wollen. Genauso wenig haben mich die Fliegenfischer oder generell Angler beeindruckt oder beeindrucken wollen, die mit einem Sammelsurium an sündhaft teuren Stöcken und Rollen im Kofferraum ihres BMV-Jeeps mit mir einen lockeren Bierschnack im Hotel hielten, denn meistens geht`s um das Revier und die gefangenen Fische und nicht um die Frage "Ey, was kostet denn deine Ausrüstung?". Ich habe ehrlich gesagt auch noch niemanden mit seinem Angelgerät "posen" sehen - Gott sei Dank, die Bilder wäre ich wohl nie wieder los geworden. :mrgreen:

Ganz ehrlich, ich finde dieses Thema äußerst seltsam, denn was genau bringt mir die Erkenntnis darüber, welche finanziellen Schmerzgrenzen der ein oder andere Angler hat, für meine eigene Glückseeligkeit oder meine fischereiliche Entwicklung?

Nicht typisch deutsch, dafür aber typisch menschlich ist übrigens die Unart, andere Menschen klein zu reden, um sich selber aufzuwerten. Frei nach dem Motto, jeder der mit teurem Kram ans Wasser rennt ist nur eine Poser oder Snob, hingegen bin ich als Niedrigpreissegmentangler der bessere zumindest aber gleich gute Angler und zugleich noch schlauer, weil ich nicht so viel Asche für meine Gerätschaften durch den Schornstein jage und ein Snob bin ich natürlich gleich mal gar nicht. Furchtbar dieses Bessergemenschel!

Als ob es wichtig wäre, was andere haben, denken oder tun. Aber wenn sich alle davon frei machen könnten, würde es solch spannende Themen, wie dieses ja nicht geben. :wink:

Besten Gruß
Tom
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon Flyfisherman Markus » 14.03.2013, 17:05

Nach kurzem Ueberfliegen der Diskussion stelle ich folgendes fest:
Viele Menschen funktionieren nur noch über die Geiz ist geil Mentalität und springen auf die entsprechenden Werbebotschaften an. Ein Teil dieser Menschen macht sich sogar einen Sport daraus, was ich mehr als verwerflich finde. Ein anderer Teil dieser Menschen jedoch kann sich oftmals auch gar kein teures Equipment leisten, weil schlicht und einfach das Geld fehlt. Für diese Menschen habe ich Verständnis, wenn sie Wege suchen, ihr Leben nach obigem Motto zu gestalten.

Bei der ersten Mentalität gesellt sich oftmals auch noch Neid hinzu, wenn sich andere mehr leisten können. Dass diese anderen Menschen aber vielleicht auch mehr leisten im Berufsleben oder ein langjähriges Studium auf sich genommen haben oder ein unternehmerisches Risiko selber tragen, weil sie eine eigene Firma aufgebaut haben und zu Geld gekommen sind, wird von diesen Personen meist ausgeblendet. Diese Tendenz kann man in allen Lebenslagen erleben und auch bei uns in der Schweiz nimmt dies zu. Der Grund liegt meines Erachtens unter anderem darin, dass wir in Europa mitten in einem Verteilkampf sind! Die Sozialwerke bröckeln, die Konkurrenz aus Fernost und den BRIC-Staaten führt zu schwierigen Arbeitsmarktsituationen! Hätten die oben beschriebenen Personen der ersten Kategorie in der Vergangenheit mehr einheimische Unternehmen unsterstützt wäre die Situation vielleicht besser...

Ein weiterer Aspekt bei einem Hobby ist für mich jedoch auch die Leidenschaft, die Freude für das Hobby. Und gerade bei Fliegenfischern spielen doch hier solche Punkte: Freude an schönem, qualitativ hochwertigem Gerät, welches man auch entsprechend pflegt und behandelt! Und hier kommt auch die persönliche Einstellung zum Leben, zu Dingen zum Tragen und dies hat oft nicht viel mit Geld zu tun, weil man auch auf etwas sparen kann, wenn man es irgendwann möchte! Vorfreude ist doch bekanntlich die schönste Freude! Ich gehöre sicherlich zu den Menschen, die viel Wert auf Optik und Qualität legen. Ich könnte nie mit einer Fliegenrute fischen, die mit einer Rolle bestückt ist, die nicht zur Rute passt. Mir macht es am Wasser auch viel mehr Freude, wenn ich mich auf mein Gerät verlassen kann, denn was nützt es mir, wenn ich eine teure Reise buche, endlich den Traumlachs im Drill habe und dann die Bremse versagt, weil ich irgendein billiges Fernost-Produkt gekauft habe um ein paar Euros zu sparen?

Richtigerweise muss Qualität nicht immer sehr teuer sein, aber oftmals ist es doch so, dass Qualität eben seinen Preis hat! Und dafür gebe ich gerne mehr aus, weil es dann einfach mehr Freude bereitet! In diesem Sinne stehe ich ein für mehr Toleranz, jeder soll mit dem Equipment glücklich werden, das ihm zusagt...

Tight lines...
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon derwagg » 14.03.2013, 21:17

Ich wollte da in keiner weise jemanden betreffend Snob und Billigberger auf den Fuss steigen. Das liegt mir fern. Für mich war es nur ein Vergleich. Das heißt schlichtweg teuer muss nicht gut sein und billig muss auch nicht schlecht sein. Wer sich hochpreisiges Tackle leisten kann, ok. Ich bin der gleiche,ich habe hochpreisiges Tackle. Jedoch will ich als Bsp sagen, daß ich sogar eine Edelrute von T&T mein eigen nenne und zwar die 1212 #12 und ich sage auch den Preis 990,00euro. Ich habe sie,ok.......aber ich fische lieber mit einer Vision Switch&Salt, da mir die einfach zum Huchenfischen besser paßt. Obwohl die 1212 als die perfekte Huchen Rute angepriesen wird......egal, ich habe sie, aber hätte um den Preis zwei Switch & Salt und noch kleinteile bekommen...... jedenfalls möchte ich wie gesagt keinem auf den Fuss steigen wegen meiner Aussage( Snob und Billigberger)
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon Stefan72 » 14.03.2013, 22:07

Hmm,

teures Gerät kann einfach auch ein Ausdruck von Liebhaberei sein. Ein Vereinskollege von mir ist - wie so einige hier im Forum - Verfechter von gespließten Ruten. Den Anschaffungspreis seiner zuletzt gekauften Rute hat er mir zwar nicht genau verraten, lag aber locker im vierstelligen EURO-Bereich. Der Mann hat einfach Spaß an der Rute, ohne damit jemanden beeindrucken zu wollen. Und ich muss zugeben, dass ich die Bereitschaft, für eine ordentliche Gespließte sehr viel Geld auszugeben, gut nachvollziehen kann, wenngleich ich als Anfänger/Fortgeschrittener vorerst bei Kohlefaser des mittleren Preissegments bleiben werde.

Der Herr fährt übrigens ein recht altes Auto der Kompaktklasse, obwohl er sich bestimmt einen neuen Oberklassewagen leisten könnte, ohne den Brief bei der Bank hinterlegen zu müssen. Führe er mit einem "standesgemäßen" Auto vor, würde das niemanden kratzen, obgleich es dabei aber um ganz andere Summen ginge.

Um Fische zu fangen braucht es bestimmt keiner Rute von über tausend EURO, wer aber Spaß daran hat, warum nicht? Es muss ja keiner so teure Sachen kaufen. Ein hier im Forum bekannter Händler, den ich aus eigener Erfahrung für absolut seriös halte, bietet sogar für 159,00 EURO eine Ruten/Rollenkombination an, die brauchbar sein soll.

Gruß

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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon Michael. » 15.03.2013, 11:29

Hardy hat geschrieben:...das sehe ich genauso! Deshalb liegen ja auch die Kfz.-Briefe von ca. 80% der privat in Deutschland gefahrenen Autos bei den Banken. Mal sehen, wann der erste Rutenkäufer seine Garantiekarte als Sicherheit für das aufgenommene Darlehen bei seiner Hausbank abgibt. :mrgreen:
Groetjes Hardy


Hallo Hardy,

das hatten wir tatsächlich schon: Angelgeräte Miet- und Leasing-Service Klier in Koppenbach! Hat sich aber anscheinend nicht gelohnt, die Website ist raus aus dem Netz... Eigentlich war die Geschäftsidee nicht verkehrt :shock:

Gruß
Michael
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon AlexWo » 15.03.2013, 19:21

Hi, genau, deswegen kann man ja nun auch bei FFE zinslos abstottern :)

Schönes WE

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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon Joerg Giersbach » 15.03.2013, 19:36

Hallo!
Na Klasse, Simms von oben bis unten, eine Sage,T & T, Burckheimer, etc.,etc.,u. Rolle für einen halben Monatslohn, und was weis ich noch alles,- und das alles auf Pump?
Was meint ihr, was der eventuelle Kollege am Wasser neben dir Denkt wenn er das wüßte!!!
Ein Auto auf Pump, heute völlig Normal, aber Flifie getackle???

Gruß Jörg
-Das Leben ist zu kurz um nicht mit Bambus zu fischen-
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