Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

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Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon lechrob » 10.03.2013, 16:17

Hallo,
nachdem ja meist zu Jahresbeginn neue Kataloge und Katalogergänzungen von Angelgerätehändlern an die Kundschaft verschickt werden, wollte ich euch mal fragen, ob ihr auch der Meinung seid, dass die Preise für Angelausrüstung steigen? Mir sind Schnüre für Einhandruten, die mittlerweile knappe 100 Euro kosten, aufgefallen, sowie hochwertige Fliegenruten für 750 Euro aufwärts, ebenfalls Einhand. Natürlich bin ich auch ein Freund von guter Ausrüstung, aber mir sind diese Preise mittlerweile zu hoch.
Wie geht es euch damit so, würdet ihr unbegrenzt Geld für eine Rute oder Rolle ausgeben, weil sie euch besonders gefallen und ihr gut damit zurecht kommt?
Bei Schnüren hat man ja noch gute preiswerte Alternativen, aber insgesamt macht ja auch das Einkaufen für ein schönes Hobby viel Spass.
Schöne Grüße,
Robert
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon Kami » 10.03.2013, 16:50

Jeder soll soviel Geld ausgeben, wie er kann und möchte. In gleichem Maße, wie es teures Gerät gibt, gibt es aber meiner Meinung nach auch immer besseres günstiges und bezahlbares Gerät.

Von daher kann ich deinen Eindruck nicht bestätigen.

Viele Grüße,
Amadeus
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon Achim Stahl » 10.03.2013, 17:13

Mon,

lechrob hat geschrieben: sowie hochwertige Fliegenruten für 750 Euro aufwärts, ebenfalls Einhand. Natürlich bin ich auch ein Freund von guter Ausrüstung, aber mir sind diese Preise mittlerweile zu hoch.



Komisch, ich bin jetzt seit etwa 15 Jahre in der Branche tätig. Als ich angefangen habe kosteten die teuersten Ruten in unserem Sortiment 1600 DM. Jetzt kosten sie 790,- €.

Das ist eine "Preissteigerung" von 0% in 15 Jahren. :wink:

Und wenn ich bedenke, was damals eine durchschnittliche 400-DM-Rute taugte, und was ich heute für 200,- € bekommen kann... :roll:

Ich erwähne mal nicht, was damals ein Liter Benzin, ein Kilo Tomaten, oder ein Essen im Restaurant gekostet haben... :doubt:


Viele Grüße!


Achim
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon OLDBOY » 10.03.2013, 17:33

döner damals 3,5 dm , heute 3,5 € , soviel zu dem thema...;) mal im ernst, ich kaufe gerne gut und einmal, gebe dafür auch gerne mal was aus. bei ruten mache ich keine kompromisse, die baue ich selber, zum bruchteil vom ladenpreis..... ansonsten war getackel doch immer schon teuer.... abhaken und nerven sparen!!!
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon laverda » 11.03.2013, 10:32

Hi zusammen,

Gut muss nicht zwingend teuer sein und teuer nicht zwingend gut.
Rute, Rolle, Schnur für zusammen über €1000,- muss nicht sein, außer man will es.
Gerade für Hobby und Freizeit kauft man gerne eher emotional als rational und genau das wissen auch die Marketing-Experten der Hersteller. Wenn man jedoch selbst genau weiß, was man möchte, gibt es heute durch das Internet Vergleichsmöglichkeiten ohne Ende, um weltweit preisgünstig einzukaufen. Wer dem gegenüber Wert auf kompetente Beratung und z.B. Testwürfe vor Ort legt, sollte dann auch bereit sein, einen entsprechenden Preis für Service und Dienstleistung mit seinem Einkauf zu zahlen.

Gruß vom platten Niederrhein
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon Zweihandwedler » 11.03.2013, 11:47

Achim Stahl hat geschrieben:Komisch, ich bin jetzt seit etwa 15 Jahre in der Branche tätig. Als ich angefangen habe kosteten die teuersten Ruten in unserem Sortiment 1600 DM. Jetzt kosten sie 790,- €.

Das ist eine "Preissteigerung" von 0% in 15 Jahren. :wink:

Und wenn ich bedenke, was damals eine durchschnittliche 400-DM-Rute taugte, und was ich heute für 200,- € bekommen kann... :roll:



Fliegenschnur Zweihand: letztes Jahr 89€ heute 99€
Ich kaufe lieber Sachen im Ausverkauf-Preis/Leistung stimmt besser und Fehler sind vorher bekannt,man ist keinen Betatester der dafür auch noch bezahlen muss.
MFG
Jürgen
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon Florian1974 » 11.03.2013, 12:05

Eine entsprechende Mehrleistung gegenüber günstigerem Gerät sollte der Preis schon hergeben.
Und dann muss jeder für sich entscheiden ob einem das den Mehrpreis wert ist.
Aber wenn man überlegt, daß man diese Rute wohl 10 Jahre o.ä. fischt,
dann ist das monatlich gesehen sogar billiger als ein Hobby wie Bierdeckel sammeln :-)
Abgesehen davon, daß man mit der Rute wohl auch mehr Spaß haben wird.

Wie Achim schon schrieb. Gerade auf dem Sektor der verbauten Materialien hat sich in den letzen Jahren extrem viel getan.
So das man mit einer günstigeren Rute heute schon echt gute Sachen bekommen kann.
Fangen tun beide. Aber Angeln ist ja auch viel Psyche :-)

Gruß
Florian
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon CPE » 11.03.2013, 12:09

Hallo zusammen,

In Sachen Preisentwicklung habe ich ein paar tolle Links gefunden:

http://www.fliegenfischer-forum.de/fliruten.html
http://www.fliegenfischer-forum.de/flirolle.html
http://www.fliegenfischer-forum.de/flibekle.html

Gefühlt und überschlagsmäßig ist bei Ruten & Rollen fast keine Bewegung. Wathosen für über 1.000 € scheinen mir aber doch ein neueres Phänomen zu sein.

Gruß, Norbert
CPE
 

Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon gezz » 11.03.2013, 12:14

Hallo,

ich habe bisher die Anschaffung teurer Produkte (außer Watbekleidung, genauer: Watschuhe) nicht bereut. Ich bin sehr froh, dass ich z.B. bei der Anschaffung meiner letzten Ruten ein bisschen gewartet und gespart habe. Aber wie schon gesagt wurde: Mittlerweile bekommt man auch für kleineres Geld sehr gute Produkte, im Rutensortiment sogar dazu noch lebenslange Garantien. Ich würde den Kauf immer von zwei Faktoren abhängig machen: (1) Wieviel Geld kann/will ich überhaupt ausgeben? (2) Wie oft kommen die Produkte zum Einsatz? Wenn ich nur einmal im Jahr an die Küste zum Meerforellenfischen fahre, dann kaufe ich mir keine Highend-Ausrüstung. Das ist in meinen Augen unnötig. Da gebe ich persönlich das Geld lieber für jene Fischerei aus, die ich 3 Mal die Woche ausübe.

Viele Grüße
Alex
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon Heinz » 12.03.2013, 09:03

Hallo,

meine ganz erste Rute vor nunmehr ca. 45 Jahren war ein Fehlkauf, ich hatte damals keine Ahnung und mir etwas zu billiges gekauft. Die zweite - so 2 Jahre später war eine Hardy aus Glas und eine Marquis Rolle (die ich heute noch gelegentlich benutze). Daraus habe ich den Schluss gezogen, lieber was Ordentliches und nur ein Mal kaufen. Und so habe ich es praktisch mit allen meinen Dingen gehalten - nicht nur denen, die das Fliegenfischen betreffen. Natürlich muss sich finanziell jeder nach seiner Decke strecken, aber ich glaube, man sollte sich das Beste leisten, das man sich mit gutem Gewissen leisten kann - vielleicht dafür auch etwas mit dem Kauf warten und sparen und dann dabei bleiben. Diese Haltung ist zwar nicht die Ideale für die Produzenten derartiger Dinge, schont aber auf lange Sicht die Geldtasche und man trotzdem gutes Gerät und lange eine Freude daran.

Grüsse
Heinz
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon fischers franze » 12.03.2013, 10:58

Servus mitteinander

Ich betrieb, oder betreibe in meinem Leben schon einige Hobby´s mehr oder weniger intensiv,
z.B. Ralleysport, Kartsport, Eishockey,........ und meine Feststellung lautet durchwegs,

es gibt den Materialschrott, billigst produziert und schaut meist auch nur so aus als ob es von akzeptabler Qualität währe.

Dann gibt es das Mittelsegment gute bis sehr gute Qualität, mehr braucht zum sinnvollen ausüben des Hobby´s eigentlich kein Mensch,

und dann gibt es die high end Produkte, mit doppelt angfefaster platingesinnterter höchstverdichteter Oberfläche aus Raumfahrtaluminium oder Brontan,
( bei Kaffe, von einem einbeinigen Schamanen in einer Steillage gepflückte, durch den Verdauungstrackt eines Raubtieres(seltene oder bedrohte Art) gegangene Uhrbohnen).

Mir drängt sich immer der Verdacht auf dass der ganze high end Kram extra für die besser und bestverdienenden aufgelegt wird, es ist dem Herrn Professor, (wahlweise Aufsichtsrat, o.ähnliches)
ja auch nicht zuzumuten mit einem 150€ Rütchen ans Wasser zu gehen, die wohlhabende Hand würde beim berühren eines mittelmäßigen Korkgriffes warscheinlich sofort angewiedert zurückzucken.

Ja ich werde jetzt etwas polemisch aber so oder so ähnlich habe ich das schon oft erlebt, mittlesende Professoren und Aufsichtsräte mögen dies bitte nicht auf sich beziehen, gemeint waren die anderen.

Das Fazit also: das bessere ist der Feind des guten, aber highend ist mir zu teuer.

Hochqualitative Grüße
Franz :wink:
Zuletzt geändert von fischers franze am 12.03.2013, 13:23, insgesamt 1-mal geändert.
Gramatik und Rechtschreibfehler sind beabsichtigt und dienen der Erringung der Weltherrschaft meinerseits.
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon OLDBOY » 12.03.2013, 13:10

sehr gut franz!!!
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon FlyMike » 12.03.2013, 13:53

Hallo Franz,

in meinen Augen hast du mit deinem Statement den Nagel auf dem Kopf getroffen.... =D>

Gruß
Michael
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon Werbe » 12.03.2013, 16:55

Hallo,
seine obere finanzielle Schmerzgrenze sollte man jedem individuell überlassen. Schließlich bringen Menschen mit viel Geld dieses auf diese Weise gewinnbringend in den Wirtschaftskreislauf.
Mehr Kopfschütteln verursacht bei mir die untere finanzielle Schmerzgrenze von "Geiz-ist-geil-Apologeten", die kein Problem damit haben, in der Disko pro Woche einen Hunderter auf den Kopf zu hauen, aber eine Rute-Rolle-Leine Kombi mitbringen, die sie beim xbay für 95 Euro "geschossen" haben.
Wenn sich dann nach einem Wurftest herausstellt, dass ich das Gerät als nur bedingt brauchbar einstufen kann, folgt das Lamento über die elitäre Fliegenfischergilde auf dem Fuße- und die Suche geht los, aus welchem Drittland das Gerät am billigsten zu bekommen ist.

Fazit: Derjenige, der teures Gerät kauft, schadet niemanden, derjenige, der die Geiz-ist-geil-Mentalität auf die Spitze treibt schon, denn er "zwingt" die Händler im übertragenen Sinne, "Pferdefleisch" für Rindfleisch auszugeben.

Gruß
Werner
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Re: Finanzielle Schmerzgrenze für Ausrüstung

Beitragvon Karambesi » 12.03.2013, 17:54

Grüße euch miteinander,

Die produktvielfalt hat sich in den letzten jahren natürlich zu einem wesentlichen " mehr am Markt" entwickelt.
In teilweise unüberschaulicher Weise schießen neue Firmen hervor wie die "Schwammerln im Wald" .
Nahezu in 2 Jahre Rythmus werden die Modelle gewechselt.
Wie soll da ein normler Konsument den überblick am Markt bewahren ?
Völlig unmöglich.

Die renomierten Firmen, von denen es doch einige gibt ( nenne bewußt keine ) haben durchwegs bei den Ruten eine Bruchgarantie, welche ja auch im Verkaufspreis einkalkuliert sein muss.
Dann werden die einzelnen Modellserien in verschiednenen preislevels angeboten.
Einsteigermodell, Mittelklasse, Oberklasse und Exklusivität.
Und selbst hier gibts noch unterteilungen.
Und noch mehr verschiedene Meinungen, von praktikern, von Einflüsterern, von Spezialisten und nicht zuletzt von der Industrie.
Ein jeder muß sich nach der Decke strecken, versteht sich von selbst.

Nach meinen einschätzungen am Geräteangebot bekommt man im mittleren preissegment d.h. Rute 350.- bis 400.-, Rolle 150.- bis 200.- , Fliegenschnur 60.- bis 85.- jeweils in Euro ein absolut taugliches Gerät, mit dem man seine wahre Freude haben kann und den unterschiedlichen anforderungen mehr als gerecht werden kann.
Bei Salzwasserfischerei ist der Rollenpreis meines erachtens noch anzuheben.
Natürlich gibts Levels nach oben, welches sich meistens im edleres Finish sowie in exklusivität niederschlägt.
Legitim und so solls auch sein.
Selbst fische ich die oben aufgezeigten Klassen von und bis, und kann versichern - im mittleren Preislevel ein zweckmäßiges und auch edles Gerät vorzufinden.
mit lieben grüßen, Peter
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