Fischen auf Fische im Laichgeschäft

Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein.
(Bitte prüfe zuerst, ob nicht eine der nachfolgenden Rubriken geeigneter für Deinen Beitrag ist).

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Beitragvon Maggov » 04.11.2009, 11:47

Hallo Jürgen,

nur um Dir etwas das Gewissen zu erleichtern:

Die Laichstränge brauchen ja auch einen gewissen Vorlauf bis sie voll ausgebildet sind und wenn Du diese Logik konsequent anwendest drüftest Du gar nicht mehr fischen denn ein Fisch im Mai ist ein potenzieller Laichfisch im kommenden Jahr ;)

LG

Markus
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Beitragvon greypanther » 04.11.2009, 11:51

Hallo Markus,

so sehr ich Deine Einstellungen und Meinungen schätze und teile, so ist es im Falle der (Fliegen)Fischerei auf Lachs nicht ganz so simpel.

Anadrome Salmoniden (Lachs und Meerforelle) unterscheiden sich (unter anderem) von den anderen Vertretern dieser Familie dadurch, dass sie lange Laichwanderungen aus dem Meer ins Süßwasser unternehmen. Wanderung und Laichgeschäft können, anders als bei Bachforellen etwa, viele Monate auseinander liegen. In Flüssen mit "Springers" (Frühjahrslachse) steigen die Fische oft schon im Spätwinter bzw. zeitigen Frühjahr auf, und das Laichen findet im Dezember statt!
Bei dem Aufstieg weisen die Lachse und Meerforellen noch alle Merkmale eines "frischen", d.h. silbernen Fisches auf und zeigen keinerlei Laichverfärbung. Sie befinden sich objektiv gesehen noch im nahezu gleichen physilogischen Zustand (mit Ausnahme der hormonellen Umstellung, welche den Wandertrieb steuert und den Ionenhaushalt regelt) wie im Salzwasser.
Ich sehe deshalb die Fischerei auf Frischaufsteiger als völlig legitim an, da sie sich praktisch nicht von den Fischen im Salzwasser unterscheiden (mit Ausnahme der Fresshemmung). Sobald die Fische einige Zeit im Süßwasser sind verlieren sie ohnehin praktisch jegliches Interesse an den dargebotenen Ködern. Statt dessen verfallen sie in eine Art "Koma", indem sie den Stoffwechsel stark zurück fahren, um die später fürs Laichgeschaft dringend benötigte Energie aufzusparen.
Ein anderes paar Schuhe ist die Fischerei auf die "braunen" verfärbten Lächse ab September, wo oftmals selbst die widerspenstigsten Fische nochmal an die Fliege gehen. Hier sollte eine klare Selbstbeschränkung der Fischer erfolgen und die Fischerei ab September/Oktober vollständig eingestellt werden (Leider verhalten sich, insbesondere in Irland, die einheimischen und Gastangler nicht immer nach dieser Regel), denn jetzt handelt es sich wirklich um laichbereite Fische. Sie sind angefüllt mit reifen Laichprodukten und haben eine prächtige Laichfärbung angelegt.

Generell ist zu dem Problem zu sagen: ein toter Lachs ist ein toter Lachs, egal wann gefangen. Deshalb bin ich (wie schon öfters hier geäußert) neben der erwähnten zeitlichen Einschränkung auch für eine radikale Beschränkung der Entnahme durch Angler. Das hilft den Beständen mehr als eine spitzfindige Diskussion wann denn nun Laichfische Laichfische sind und wann nicht. C&R halte ich bei der Lachsfischerei sowieso für fehl am Platze (aber das ist eine andere Diskussion).
Zu dem Thema Salzwasserfischerei: später in der Saison beginnen sich die Gonaden der Lachse sogar schon während der Wanderung im Salzwasser zu entwickeln, so dass man selbst dort auf "Laichfische" angeln würde.

Mein Fazit: frisch aufsteigende Lachse und Meerforellen befischen: ja, aber mit der nötigen Selbstbeschränkung, Einstellen des Fischens nach der Entnahme des Limits, kein Zurücksetzen gefangener Fische und Verbot der Fischerei ab Spätsommer/Herbst. Und alles wird gut.
Zuletzt geändert von greypanther am 04.11.2009, 13:40, insgesamt 3-mal geändert.
Gruß
Klaus


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.

Beitragvon Jürgen Anacker » 04.11.2009, 12:15

hallo markus,

da gebe ich dir recht!

man kann wirklich erkennen (beim ausnehmen)...wie sich die laichmasse über die monate ändert und vergrößert.

wobei es halt ein unterschied ist...ob der fisch (hecht) dann schon so prall ist (wie im januar/februar)...weil er kurz vor dem ablaichen ist!

und das will ich damit vermeiden :wink:

gruss, jürgen
Jürgen Anacker
 

Beitragvon Maggov » 04.11.2009, 13:06

Hi Klaus,

das was Du schreibst wurde mir in der Diskussion bei den Absteigern auch klar. Deshalb hatte ich auch drauf verlinkt. Du kennst mich - ich bohre so lange bis ich es verstanden habe und deshalb dachte ich dass das Lesen des erwähnten Threads (ca. ab der 3-ten Seite) genau in Deine Argumentationsrichtung geht.

Deshalb - und wegen dem traditionellem Aspekt gehe ich bei der Lachsfischerei nicht so dogmatisch an das Thema ran wie wenn jemand auf nicht anadrome Fischarten in der Schonzeit fischt und gebe Dir recht dass die Fragestellung beim Lachs durchaus schwieriger ist.

Dein Fazit kann ich durchaus nachvollziehen.

LG

Markus
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Beitragvon montgommery » 04.11.2009, 18:37

@Norweeger
Woher hast Du diesen link? Bist Du oefters in der Gegend?

Den Link kann man bei "Bergens Sportfisker" einsehen. Die haben ebenso ein kleines aber feines Forum mit jeder Menge Tipps über das Fischen hier im Vestland. Ich selbst wohne in Osøyro und war dieses Jahr allerdings nicht all zu oft am Fluss. Vielleicht fehlt mir auch etwas die Geduld beim Lachsfischen. Ich fische jedenfalls wesentlich lieber auf Forellen oder im Fjord auf kampflustige Pollacks die fantastische Drills liefern.

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Gruß Monty
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Beitragvon Philzlaus » 04.11.2009, 19:29

greypanther hat geschrieben:Einstellen des Fischens nach der Entnahme des Limits, kein Zurücksetzen gefangener Fische


Da kannst du es aber auch gleich ganz bleiben lassen. Was ich so gesehen hab bei manchen Anbietern, ist das Entnahmelimit 1 Fisch am Tag. Da würde dann keiner mehr soviel Geld locker machen wie es jetzt schon der Fall ist
gruss
Philipp
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Beitragvon greypanther » 04.11.2009, 20:00

Philipp hat geschrieben:Da würde dann keiner mehr soviel Geld locker machen wie es jetzt schon der Fall ist

Genau da liegt das Problem vieler kontinentaler Fischer, dass Fische (und nicht die Fischerei!) gegen Geld aufgewogen werden müssen und weswegen das - in meinen Augen - unselige C&R in der Lachsfischerei propagiert wird.

Philipp hat geschrieben:Was ich so gesehen hab bei manchen Anbietern, ist das Entnahmelimit 1 Fisch am Tag

Wo ist das Problem? Ein Fisch pro Tag würde (im Erfolgsfalle) 7 Fische die Woche bedeuten. Wäre das ein schlechtes Ergebnis? Und, diese Zahl an Lachsen muss erst einmal gefangen werden.
Das "Mengenproblem" stellt sich eh überwiegend für "residente" Angler, welche die Gelegenheit haben, die ganze Saison zu fischen. Für den Gastangler dürfte eine solche Regulation irrelevant sein, da es recht unwahrscheinlich ist, dass er während eines kurzen Urlaubs von ein bis zwei Wochen das Limit erreicht geschweige denn übertreffen könnte.
Außerdem, und das sollte mal deutch gemacht werden, ist das Fischen und nicht das Fangen die Regel beim Lachsangeln. Aus diesem Grund gingen strenge Regeln vor allem gegen die Interessen der lokalen Angler, die sich aus leicht zu erkennenden Gründen natürlich mit allen Mitteln dagegen wehren.
Gruß
Klaus


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Beitragvon flatfischer » 04.11.2009, 20:41

Philzlaus hat geschrieben:Das mit dem Lachs ist natürlich so eine Sache. Er zieht zum Laichen in die Flüsse aber den Rest Jahres lebt er im Meer und wird dort nicht hungern. Naja dann müsste man ihn halt dort fangen. Mehrforelle fängt man auch im Meer an der Küste. Warum dann nicht auch den Lachs? Spricht was dagegen ausser die Bequemlichkeit und Abendteuerlust der Fischer? Und das in der Laichzeit.. tztztz


Tja, leider spricht z. B. dagegen, dass Lachse im Gegensatz zu Meerforellen ihre Fressgründe nicht an der Küste, sondern auf hoher See haben.

Sorry Phillip, aber ich habe immer mehr das Gefühl, dass Du mit dem überwiegenden Teil Deiner Beiträge einfach nur provozieren willst. Ansonsten kann ich nicht verstehen, wie ein absoluter Anfänger, der nach eigenem Bekunden vor zwei Monaten seine erste Fliegenrute gekauft hat, sich hier teilweise aufführt, als wenn er der Experte im Fliegenfischen ist.

Eins Deiner Zitate:"Es werden sogar Angelreisen nach Island angeboten". Welch unglaubliche Neuigkeit in Lachsfischerkreisen....

Um Dieter Nuhr zu zitieren: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die ....... halten".

Nimm bitte meine Worte nicht persönlich, aber weniger Beiträge sind manchmal mehr. Es gilt hier nicht die in vielen anderen Foren scheinbar übliche Regel: "Es wurde schon alles gesagt, aber noch längst nicht von jedem".

Gruß Helge
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Beitragvon Philzlaus » 04.11.2009, 22:35

@flatfischer.. Tut mir leid wenn ich dich entzürnd habe aber ich weiss grad nicht was dich speziell so stört. Eigentlich will ich hier nur einen guten Informationsaustausch aber ich hab so das Gefühl was würde jedes Wort von mir auf die Waagschale gelegt werden. Sorry wenn es dich zb stört wenn ich schreibe was ich mir denke. Vielleicht ist das nicht gerade das diplomatischte aber ich denke in einem Forum sind alle Meinungen erwüscht. Sollte meine nicht erwünscht sein so kann ich ja gehen. Aja nur weil ich vor 2 Monaten mit dem Fliegenfischen begonnen hab heisst es nicht das mir das Fischen bzw auch das Jagen fremd ist.

@graypanther
Ich meinte vielmehr das es viele abschreckt wenn sie die Rute weglegen müssten wenn der erste Lachs an Land ist. Wenn ich mir da ein paar Berichte ansehe hier unter den Fernreisen dann war da schon einiges zu fangen. Mag da vielleicht aber auch Unterschiede geben wo man hinfliegt und wann. Und ich meinte genau das manche dann solche Fernreisen eher nicht machen werden bzw andere noch mehr Geld ausgeben um sich gewisse freiheiten beim fangen zu erkaufen, legal oder nicht legal.
gruss
Philipp
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Lachs und Schonzeit

Beitragvon Bäschwatz » 05.11.2009, 00:38

Ich habe von der Lachsfischerei in Norwegen keine Ahnung und will hier auch keine naseweisen Aüßerungen tätigen.
Ich hatte mal Gelegenheit, mit ein paar Norwegern die sehr gut deutsch sprachen, mich über das Lachsaufkommen in Norwegischen Flüssen zu unterhalten.
Das mit den Wildlachsbeständen Raubbau betrieben wird war gleich klar.
Zuerst kommen die gewerblichen Fischer. Die spannen die Netze quer durch die Flüsse.
Dann kommen die einheimischen Angler die damals zwei Lachse pro Monat fangen durften.
Anschließend die Angeltouristen, die auch noch was fangen wollten.
Irgentwann kamen die Lachse statt Anfang Juli erst Ende August. Und jedes Jahr etwas später und weniger.
Und der Laich der wenigen, die noch zum ablaichen kamen mußte noch über den nahrungsarmen Winter kommen.
Hinzu noch die Schadstoffbelastung aus der Luft und dem Regen.
Das war vor etwa 25 Jahren!!!
Wundert das jemanden, das die natürlichen Bestände langsam aufhören zu existieren?
Sicherlich ist es ein Erlebniß, nach wer weiß wohin zu fahren , um wenigstens ein mal einen ordentlich großen Lachs zu fangen.
Ich will das auch niemandem streitig machen.
Aber bevor ich mich an so einem Raubbau beteilige leier ich lieber Rotaugen Brassen Döbel und Barsche durch den Wolf.
Ich muß nicht jede Bachforelle in der Gefriertruhe haben.
Wir hatten Jahrelang ein- und zweijährige Forellen in die Bäsch und die Bäche die dort reinfließen gesetzt.
Viel Geld.Wenig Ergebniss.
Sind natürliche Bestände erst mal ganz weg , ist es schwer das rückgängig zu machen.
Gruß Thilo
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Beitragvon Norweeger » 05.11.2009, 09:50

Also, dass die Angler (Einheimische und Touristen) einen "Raubbau" betreiben kann ich ganz und gar nicht verstehen. Schliesslich liegt es meist an den aktiven Anglerne, denen zu verdanken ist, dass Schutzmassnahmen fuer den Lachs durchgefuehrt werden. Und dass mit den Netzen quer durch den Fluss wird, glaub ich, auch schon lange nicht mehr praktiziert. Anscheinend hat aber, dass Umdenken ja doch zu einem erfolg gefuehrt, anders waere es kaum vorstellbar, dass die dezimierten bestaende 25 Jahre durchhalten koennten. Ich seh momentan, zumindest in West-Norwegen, das groesste Problem in den Lachsfarmen. Sei es durch die Vermischung des genetischen Materials oder v.a. durch das massenhafte Auftreten von Lachslaeusen, welche v.a. die jungen, ins Meer anwandernden, Lachse sehr stark dezimieren. Ich glaube nicht, dass die Angler, welche nur einen verschwindend, kleinen Teil der ALchse entnehmen, einen grossen Einfluss auf die Dezimierung des Lachsbestandes haben!
...und ich spannte mein Cocktailschirmchen auf und schwebte davon...
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Beitragvon Rattensack » 05.11.2009, 14:48

Hallo,

Sorry aber die Diskussion über die Lachsfischerei hier find ich mit Verlaub sehr unglücklich.

Ein vernünftiges Management von Lachsbeständen sollte NUR im Fließgewässer WÄHREND der Laichwanderung stattfinden. Nur hier kann man gezielt managen, während weit draussen im Meer ein Lachs aus einem russischen Fluss mit tollem Bestand unselektiv genauso entnommen wird wie einer der letzten spanischen, französischen oder deutschen Lachse aus einer gefährdeten bzw. wieder zu restaurierenden Population.

Ein Aufsteiger hat das Maximum seiner Körpermasse erreicht und sollte sinnvollerweise GENAU DANN entnommen werden. Natürlich nur in dem Maß, wie es die jeweilige Population auch verträgt.

Das ganze hat mit der berechtigten Fischerethik bei der Bachforellenfischerei echt nichts zu tun.

Clemens
A curious thing happens when fish stocks decline: People who aren't aware of the old levels accept the new ones as normal. Over generations, societies adjust expectations downward .. (Kennedy Warne)
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Zum Thema Fischen während des Laichgeschäfts

Beitragvon Bäschwatz » 05.11.2009, 20:09

Ich will niemandem das Angeln verleiden.
Ich habe nur einen Teil von dem weitergegeben was mir dazu einfiel.
Ärgerlich ist das ich mir die Berichte die dieses Jahr zum Thema Lachs im ernsehen kamen nicht notiert habe .
Ich kann aus diesem Grund nicht sagen wann und auf welchem Sender.
Die unterschiedlichen Beiträge kamen über Norwegen,Kannada, Alaska und Sibierien. Im speziellen die Kola-Halbinsel.
Nach dem was ich da gesehen und gehört habe gehen die Lachsbestände langfristig dahin wo der Thun schon lange ist.
Leider.
Aber da muß ich mich auch selbst an der Nase ziehen.
Ab und zu Thun aus der Dose in Öl, oder Lachs mit Bandnudel.....
Na ja. Ich gebe zu das das nicht sehr konsequent ist.
Gruß Thilo
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Beitragvon Maggov » 06.11.2009, 11:13

Philzlaus hat geschrieben:@flatfischer.. Tut mir leid wenn ich dich entzürnd habe aber ich weiss grad nicht was dich speziell so stört. Eigentlich will ich hier nur einen guten Informationsaustausch aber ich hab so das Gefühl was würde jedes Wort von mir auf die Waagschale gelegt werden. Sorry wenn es dich zb stört wenn ich schreibe was ich mir denke. Vielleicht ist das nicht gerade das diplomatischte aber ich denke in einem Forum sind alle Meinungen erwüscht. Sollte meine nicht erwünscht sein so kann ich ja gehen. Aja nur weil ich vor 2 Monaten mit dem Fliegenfischen begonnen hab heisst es nicht das mir das Fischen bzw auch das Jagen fremd ist.



Hallo Philzlaus,

dieses Thema haben wir Moderatoren schon ein paar mal an Dich adressiert nur zeigst Du Dich etwas "beratungsresistent".

Ich persönlich finde das Feedback vom Flatfischer passend und gar nicht erzürnt - das kommt in diesem Forum dann anders rüber. Mein Eindruck ist manchmal der Gleiche gewesen - alleine Dein Nickname zeigt ja dass Du einen eigenen Humor zu pflegen scheinst - oder sehr eigene Vorlieben...

Nochmals: Wir versuchen hier anders als in anderen Foren eine etwas formellere Art des miteinanders zu pflegen. Man sagt bitte und danke, man schreibt mal ein Hallo und v.a. stellt man Fragen ein um sich auszutauschen und zu diskutieren. Da kann man als "Neuling" jede Frage stellen und jede Meinung äussern - man sollte aber aufpassen dass das nicht besserwisserisch oder belehrend wirkt. Des weiteren sollte man aufpassen wie man seine Meinung einbringt wenn man sich noch gar nicht zu einem Thema informiert hat. Die Tatsache dass man ein paar Fische gefangen hat oder ein paar mal auf der Jagd mag zwar heissen dass einem das Thema nicht mehr fremd ist, das stimmt, nur dann einen auf Experten zu machen kommt halt meistens nicht besonders postitiv rüber.

Du hast auf eine ähnliche Frage (Fischen auf Fische in der Schonzeit) bei Deinem Traisenbericht rotzig geantwortet dass das Fischen schließlich per Gesetzt erlaubt sei und nimmst hier genau die andere Sichtweise ein. Das legt den Schluß von Flatfischer sehr nahe dass es Dir gar nicht um das Thema selbst geht.

In Punkto Diplomatie und Umgang bist Du somit grundlegend falsch gewickelt und wenn Du Dich nicht an die Regeln halten kannst dann wird das eher ein Intermezzo in diesem Forum.

Entiendes?

Markus
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Beitragvon Maggov » 06.11.2009, 11:21

Rattensack hat geschrieben:Hallo,

Sorry aber die Diskussion über die Lachsfischerei hier find ich mit Verlaub sehr unglücklich.

Ein vernünftiges Management von Lachsbeständen sollte NUR im Fließgewässer WÄHREND der Laichwanderung stattfinden. Nur hier kann man gezielt managen, während weit draussen im Meer ein Lachs aus einem russischen Fluss mit tollem Bestand unselektiv genauso entnommen wird wie einer der letzten spanischen, französischen oder deutschen Lachse aus einer gefährdeten bzw. wieder zu restaurierenden Population.

Ein Aufsteiger hat das Maximum seiner Körpermasse erreicht und sollte sinnvollerweise GENAU DANN entnommen werden. Natürlich nur in dem Maß, wie es die jeweilige Population auch verträgt.

Das ganze hat mit der berechtigten Fischerethik bei der Bachforellenfischerei echt nichts zu tun.

Clemens


Hallo Clemens,

auch wenn die Diskussion bisher unglücklich verlaufen sein mag so halte ich sie für absolut wertvoll. In dem von mir verlinktem Thread war die Fragestellung meinerseits genau die gleiche. Wenn man so weit weg von den anadromen Fischarten lebt und nicht in der Lage ist derartig geniale Trips wie Du zu unternehmen dann setzt man sich eben mit der Brille eines "Süßwasserfischers" mit dem Thema Lachs auseinander. In dieser Situation zeigt mir die Fragestellung von Baschwätz nur, dass er sich an seinem Wasser mit den Themen befasst die wir doch gerne fördern udn auch sehen wollen. Zu verstehen dass die Fische nicht immer aus dem Tanklaster kommen müssen sondern auch in einem Ökosystem selbsterhaltend leben können.

Mit Beträgen wie Deinem lassen sich hoffentlich die Unterschiede gut erklären.

LG

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