Fischtraining statt sportobjekt!

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Fischtraining statt sportobjekt!

Beitragvon ludaiko » 22.12.2009, 02:41

Hallo Freunde.
Ich möchte mal einen Gedankenansatz loswerden und würde mich über Rückmeldungen freuen.
Es geht um das Thema des Angels ohne den Fisch töten zu wollen. Ein Argument habe ich in diesen vielen heissen Diskusionen noch nicht entdecken können.
Wenn ein Fisch mit der Angel gefangen wird und so zurückgesetzt wird, dass er überlebt, dann speichert er diese Erlebnis unter der Rubrik "negativ Erlebnis" ab und ist in Zukunft vorsichtiger unterwegs. Somit wird er eventuell nicht von einem anderen Fischer gefangen der seine Schleimhaut verletzt oder in abschlägt. Ausserdem wird er seltener Opfer einer Hechtattake da er einfach besser aufpasst.
Kann man den Sinn des Fischens ohne töten nicht darin begründen dass man zum einen einen Urtrieb des Menschen befriedigt zum anderen aber auch den Fisch trainiert und ihn so überlebensfähiger macht?

Würde mich sehr über eure Standpunkte freuen,
Gruss ludaiko

P.s.: es gibt natürlich auch "dumme" Fische, die nichts mit diesem negativ Erlebnis anfangen können und es sofort wieder vergessen. Neulich fing ich ein und denselben Hecht innerhalb von 5 Minuten zwei mal. Er kann doch gar nicht solche Schmerzen gehabt haben und solch einen Stress dass er 3 Tage nichts mehr frisst. Er fand es (Interpretationssache) vielleicht gar nicht so schlimm, konnte mit dem Erlebnis nichts anfangen, hat es direkt vergessen und konnte kurz darauf erneut Jagd auf meinen Streamer machen.
ludaiko
 
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Re: Fischtraining statt sportobjekt!

Beitragvon Hardy » 22.12.2009, 08:52

ludaiko hat geschrieben:...Kann man den Sinn des Fischens ohne töten nicht darin begründen dass man zum einen einen Urtrieb des Menschen befriedigt zum anderen aber auch den Fisch trainiert und ihn so überlebensfähiger macht?...


moin

Neuer Beruf, Fischtrainer! Dolle Sache, das! :lol:

Aber ernsthaft, wem gegenüber willst du das so argumentieren? Deinen nichtfischenden Mitbürgern oder deinem (vielleicht schlechten) Gewissen gegenüber?
Wer Fische fängt um sie hinterher eben nicht dem Wasser zu entnehmen, sollte zu diesem Tun bedingungslos stehen und es auch offensiv vertreten.
"Ich befriedige einen Urtrieb des Menschen und benutze dafür den mir intellektuell unterlegenen Fisch als (Sport-, Spaß-)Objekt!"
Alles andere ist IMHO Heuchelei.


ludaiko hat geschrieben:...es gibt natürlich auch "dumme" Fische, die nichts mit diesem negativ Erlebnis anfangen können und es sofort wieder vergessen. Neulich fing ich ein und denselben Hecht innerhalb von 5 Minuten zwei mal. Er kann doch gar nicht solche Schmerzen gehabt haben und solch einen Stress dass er 3 Tage nichts mehr frisst. Er fand es (Interpretationssache) vielleicht gar nicht so schlimm, konnte mit dem Erlebnis nichts anfangen, hat es direkt vergessen und konnte kurz darauf erneut Jagd auf meinen Streamer machen.


Sicherlich werden Fische über Negativerlebnisse konditioniert. Sonst wären sie schon länger aus den Bächen und Flüssen verschwunden. Allerdings sind sie auch instinktgesteuert. Das bedeutet eben zu gewissen Zeiten alles zu fressen, was sie kriegen können, damit der nächste Winter nicht der letzte wird. Auch das sicherlich über Jahrtausende konditioniert.
Daraus zu schließen, Fische würden keinen Schmerz empfinden, halte ich für zu kurz gegriffen.
Ein Hecht beispielsweise, der einen Barsch verschluckt, hat bestimmt kräftige Halsschmerzen, bis er ihn unten hat. Das hindert ihn aber sicher nicht daran, den nächsten Barsch zu packen, den er kriegen kann.

Ich bin zwar selbst Fisch, aber eben nicht Fisch genug um beurteilen zu können, was ein echter Fisch beim Anblick eines Kunstköders empfindet.
Hier mag es wie bei uns Menschen sein. Es gibt intelligente und leider auch eine ganze Menge nicht ganz so intelligente.
Auf die Fische übertragen bedeutet das wohl, dass der gut konditionierte eben beim nächsten Mal vorsichtiger agiert, während der etwas tumbere den Streamer noch einmal attackiert und schlußendlich doch im Kescher des C&D-Fischers landet. Evolution ist halt kein Ponyhof. :roll:

Groetjes
Hardy
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Re: Fischtraining statt sportobjekt!

Beitragvon felix » 22.12.2009, 10:39

ludaiko hat geschrieben:Wenn ein Fisch mit der Angel gefangen wird und so zurückgesetzt wird, dass er überlebt, dann speichert er diese Erlebnis unter der Rubrik "negativ Erlebnis" ab und ist in Zukunft vorsichtiger unterwegs. Somit wird er eventuell nicht von einem anderen Fischer gefangen der seine Schleimhaut verletzt oder in abschlägt. Ausserdem wird er seltener Opfer einer Hechtattake da er einfach besser aufpasst.
Kann man den Sinn des Fischens ohne töten nicht darin begründen dass man zum einen einen Urtrieb des Menschen befriedigt zum anderen aber auch den Fisch trainiert und ihn so überlebensfähiger macht?


Also ehrlich gesagt, habe ich über diesen Ansatz jetzt herzlich lachen müssen - das halte ich schon für eine sehr übertriebene "Rechtfertigung".
Ich halte das so, wenn mich jemand fragt: Einige Fische landen bei mir am Herd, dienen also ganz simpel der Nahrung. Der zurückgesetzte Rest ist auch einfach argumentiert: Angeltrieb und Freude an der Jagd!
Ich bin da ganz ehrlich - soll man das ruhig als "Fehler" oder "Quälerei" einstufen - letztlich sind diese Argumente ja auch richtig. Trotzdem steh ich dazu, dass ich gerne angle...
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Beitragvon Forstie » 22.12.2009, 11:30

Hi ludaiko,

ja, das war auch so ziemlich mein letztes Argument, mit dem ich mein Gewissen veräppelt hab/ veräpple.

Nur finde ich, dass der Erfolg der "Erziehung" fraglich ist. Was bringt es mir, wenn die Forelle, nachdem ich sie gefangen habe, auf Trockenfliegen skeptischer reagiert, am nächsten Tag aber der dicke Tauwurm vorbeidümpelt?

Mein persönliches Problem ist, dass ich Forellen garnicht gerne esse. Hört sich echt blöd an, ich kann aber leider meinen Geschmack nicht betrügen.

Da ich nicht nur mit der Fliege fische, sondern auch regelmäßig auf große Karpfen geangelt habe, ist das Thema C&R schon seit langem eines, das mein Gewissen beschäftigt. Der Vorteil des Fliegenfischens ist es da noch, dass ich die Fische, die ich vorwiegend fange, wenigstens sinnvoll verwerten kann, was ja beim Karpfenfischen meistens nicht mal der Fall ist.

Ich weiß auch nicht, warum mein Bewußtsein in den letzten Jahren eine solche Entwicklung durchlaufen hat. Ist es einfach die Vernunft?
Auf jeden Fall habe ich für mich selbst die Lösung gefunden, dass ich weniger fischen gehe und auch nur dann, wenn ich entweder die Fische, die ich fange, selbst essen will (Barsch, Zander etc.), oder jemanden habe, der gerne mal wieder einen Fisch von mir haben will. Ob ich das Karpfenangeln komplett stecke, weiß ich noch nicht.
Das wird sich wohl zeigen, wenn ich nächstes Jahr meinen Jagdschein habe. Wenigstens muss ich mir dort nicht die Frage stellen, ob das Stück Wild überleben soll, nachdem ich es geschossen habe. :wink:

Letztendlich ist mir mittlerweile ein ehrlicher Angler, der seine Fische (in einem dem Gewässer verträglichen Maße) fängt, um sie genüsslich zu essen, lieber, als einer, der nur C&R betreibt und auch noch meint, sich dafür vor allen rechtfertigen zu können. Von mir aus kann man schon reines C&R betreiben, jedoch muss sich ein solcher vor sich selbst verantworten können. Ethisch gesehen gibt es in meinen Augen mittlerweile keine sinnvolle Begründung für reines C&R.

Gruß,

Martin
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Beitragvon Philzlaus » 22.12.2009, 12:22

Oder so!. Am besten wir schiessen jetzt jeden Mensch einmal an damit er lernt das Waffen böse sind er vielleicht vorsichtiger damit umgeht. Vielleicht erreichen wir dadruch eine friedlichere Welt :idea:
gruss
Philipp
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Beitragvon Eckat » 22.12.2009, 12:28

Moin

Und bei jedem C&R wird der Fisch markiert. Wer dann einen Fisch mit mehr als einer Markierung fängt hat selbigen wegen mangelnder Lernfähigkeit des Fisches aus dem Genpool zu entfernen. :wink:

ludaiko hat geschrieben:P.s.: es gibt natürlich auch "dumme" Fische, die nichts mit diesem negativ Erlebnis anfangen können und es sofort wieder vergessen. Neulich fing ich ein und denselben Hecht innerhalb von 5 Minuten zwei mal.


Der hätte zum Beispiel sofort entnommen werden müssen. Die folgenden Hechtgenerationen werden durch solche Exemplare doch vollständig degeneriert.

Gruß Eckat
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Beitragvon Matthias B. » 22.12.2009, 15:13

Also ich finde ja, das schreit nach einer PISA-Feldstudie für Fische :lol:
Irgendwann wird es dann heissen:" Auf Barsche fische ich nichtmehr, die sind mir zu dumm!" :lol: :lol: :lol:

Mal im Ernst... Ich release JEDEN Fisch, den ich nicht verletzt habe! Wenn sowas dann doch mal vorkommt, meine Schwiegereltern essen derart gerne Fisch, da gibt es dann nichtmal ne Beilage dazu. Fisch pur...*schauder*
Ich sehe das auch als Jagdtrieb, der ausgelebt werden muss, weil es sonst zu anderen unschönen Geschichten kommen könnte. Wer weiß, wieviele von uns schon amok gelaufen wären, wenn wir nicht fischen würden. Ich wohl sicherlich :lol: :lol: :lol:
Ich steh zu meinem C&R! Ich entnehme halt jeden Fisch, den ICH verwerten kann. Da ich leider Gicht habe, darf ich keinen Fisch essen. Problem für mich vom Tisch...

Und jetzt tight lines...


Gruß vom Niederrhein

Matthias
“There is no greater fan of fly fishing than the worm.”
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Beitragvon ludaiko » 22.12.2009, 15:57

Mir ist schon klar dass es hier nur um die Rechtfertigung vor dem eigenen Gewissen geht. Allerdings möchte bzw. kann ich nicht auf Fliegenfischen verzichten und suche somit einfach Argumente um mir nicht so viele schlechte Gedanken zu machen. Dass ich mit den Fischen respektvoll umgehe ist selbstverständlich und darüber werde ich mir immer gedanken machen.
Ich habe auch schoneinmal über ein Verzicht des Fischens nachgedacht. Ja sogar ein Jahr lang praktiziert (fragt mich nicht wie ich das ausgehalten habe...). Jedoch ist Fliegenfischen, neben Fussball und dem weiblichen Geschlecht eine der drei großen Fabels in meinem Leben. Und ich werde einfach unglücklich wenn ich meinen Jagdtrieb nicht befriedigen kann.
Auf der anderen Seite möchte ich nicht Fische abschlagen und dann selbst mich zum essen quälen nur um einen Grund zum angeln zu haben. Die Idee mit dem Hookless Fishing ist eigentlich gar nicht schlecht. Problem ist nur dass ich die Fische so liebe dass ich sie mir anschauen und fühlen möchte. Natürlich nicht in dem ich ihnen die Schleimhaut zärtlich runterstreichle...ich denke ihr wisst wie ich das meine.
Es ist und beibt die Frage ob die Befriedigung eines Urtriebes ausreicht um Fische Stress auszusetzten. Ich finde es ist auf jeden Fall besser als Fische abzuschlagen und zu essen ohne es wirklich zu wollen. Selbst wenn es das Gewässer hergeben sollte.
Vielleicht sollte man beim CuR auch zwischen grossen und kleinen Fischen (lange Drillzeit, kurze Drillzeit) und / oder Fried- und Raubfischen unterscheiden.
Rotfedern und Barsche sind Stress gewohnt, da sie ständig auf der Hut sein müssen. Hechte kennen keine Feinde und leiden deswegen eventuell mehr unter Stress. Am besten starten wir mal eine Umfrage unter den Fischen wen was mehr beeinträchtigt und ob es weniger schlimm ist von einem Fliegenfischer gefangen zu werden als von einem Wurmangler...Spass beiseite.

Was haltet ihr von solchen "ethischen Regeln":
Zur Triebauslebung fange ich nur
-Fische die natürliche Feinde haben (Stress gewohnt sind)
-Fische die nicht größer als 40cm(komt auf das jeweilige Gewässer an, hie rnur als Beispiel) sind. Den großen Mutterfisch der noch genug Kraft im Laichgeschäft lässt eben nicht anwerfen
-Drillzeit unter 3 min.
-kein Poweranschlag
...habt ihr noch Vorschläge?

->gute Landemöglichkeit; nicht in schnelle Passagen releasen; nicht in überhitzte Gewässer releasen; wenn überhaupt, dann Fisch nur unter Wasser leicht berühren; Wiederhakenlos; kein Ultralight-Takle -> Als Standart was auch fürs Fischen auf Brotfische gilt

Grüsse!
ludaiko
 
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Beitragvon Zweihandwedler » 22.12.2009, 17:45

Ein Kumpel kam auch schon mal auf eine solche Idee, bei den Forellen endete es damit das nur noch die Wurmfischen gut gefangen haben.
Bei den Karpfen haben die Kochtopfangler deutlich weniger gefangen, Endergebnis: die terrorisieren seitdem den Gewässerwart um deutlich höheren Karpfenbesatz.

Bei unseren Forellenbesatz sieht unser Gewässerwart C&R nicht gerne, da es ihn lieber ist, das die Forellen entnommen werden und er kein Vogelfutter bezahlt hat.
MFG
Jürgen
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Beitragvon Philzlaus » 22.12.2009, 18:00

ludaiko hat geschrieben:Den großen Mutterfisch der noch genug Kraft im Laichgeschäft lässt eben nicht anwerfen


Sorry aber das glaub ich nicht!!
gruss
Philipp
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Beitragvon Forstie » 22.12.2009, 18:10

Dachte ich mir, dass DU das nicht glaubst.

Da hätte ich jetzt Wetten abschließen können, herrlich...

Gruß,

Martin
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Beitragvon Philzlaus » 22.12.2009, 18:32

Naja ned böse sein aber wenn da mal ne 2-3kg Forelle in Sicht ist und wer die nicht fangen will bei dem dreht sich die Welt anderst.
gruss
Philipp
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Beitragvon Trickyfisher » 22.12.2009, 20:21

Nun, bei mir ist die Sachlage völlig klar. Ich liebe Fisch und meine Süsse liebt Fisch. Wenn ich also beim FliFi ein schöne Forelle gefangen habe, dann entnehme ich sie auch und zaubere daraus ein fulminantes Festessen.
Allerdings lasse ich alle anderen an diesen Tag wieder frei.
Ebenso, wenn ich Hecht- oder Karpfenfischen gehe (bin eigentlich Allrounder).
Kurz gesagt, ich entnehme MANCHMAL einen Fisch, um ihn einer sinnvollen Verwendung zuzuführen, das ist für mich auch EINER der Gründe, Fischen zu gehen, ich würde allerdings nie die Kühltruhe vollmachen, davon halte ich genausowenig, wie von reinen C+R.
Meiner Meinung nach spricht nichts gegen gegen eine (sehr selektive) Entnahme, kommt aber natürlich auch auf´s Gewässer an.
Grüße
Johannes
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Beitragvon Streamer1 » 23.12.2009, 12:42

Hechte kennen keine Feinde und leiden deswegen eventuell mehr unter Stress.
Hechte sind allesamt traumatisiert. Dies resultiert aus schlechten Erfahrungen aus der Kindheit und im Jugendalter. :lol:

Meine Einstellung zu C&R ist die, dass man es am besten gar nicht diskutiert oder versucht, mit Argumenten zu hinterlegen.
Ich entscheide das immer spontan selbst, ohne mich zu rechtfertigen, es sei denn, ich befische reine C&R Gewässer, was sehr selten der Fall ist.
Wenn ich von 10 gefangenen Fischen 2 mitnehme und von den zurückgesetzten Exemplaren auch noch ein guter Teil untermaßig war, was meistens der Fall ist, dann kann ich mit dem Mittelweg gut leben. Stetige Entnahme und das Ausschöpfen von Limits ist nicht mein Ding, genausowenig wie reines C&R.
Wenn mich eine nichtangelnde Person danach fragt, was andauernd vorkommt, gehe ich meistens nicht ins Detail und behalte meine Meinung für mich.
LG
Anton
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Beitragvon derflow » 23.12.2009, 13:12

Klasse - mal wieder ne Diskussion über C&R :lol:

Die Meinungen darüber werden sicher immer auseinandergehen. Aus meiner Sicht hat jeder gut behandelte Fisch sehr gute überlebenschancen und wenn man Ihn nach seiner persönlichen Meinung fragen könnte wird er es sicherlich Vorziehen zurück in seine natürliche Umgebung zu kommen anstatt im Kochtopf zu schwimmen ...
Habe es bei der Karpfenangelei schon erlebt, dass exakt ein und derselbe Fisch innerhalb von 12 Stunden 2 mal gefangen wurde (inkl. ca. 6 Stunden Pause im Karpfensack !)
Ich persönlich setze fast alle Fische wieder zurück weil sie noch zu klein sind bzw. das Mindestmaß noch nicht erreicht haben :D . Beim Abhaken im Wasser stelle ich mich auch öfter mal sehr schusselig an, so dass der Fisch auch mal verloren geht :wink:
Gruß

Florian

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