Fliegenfischer! Eine Kameradschaft??

Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein.
(Bitte prüfe zuerst, ob nicht eine der nachfolgenden Rubriken geeigneter für Deinen Beitrag ist).

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Fliegenfischer! Eine Kameradschaft??

Beitragvon Christian Jan » 04.11.2011, 11:53

Liebe Kollegen,

um die Erfahrungen der letzten Jahre zusammenzufassen und um das Thema meines Threads zu beanworten: JA

Vor einigen Wochen passierte mir ein ganz dummes Missgeschick, ich verlor den Kescher eines Freundes. Obwohl dieser dies mit "Hätte mir ja auch passieren können", kommentierte, war das ein unschönes Gefühl. Ich stellte im Forum die Frage nach einer Bezugsquelle für diesen, nicht mehr gebauten, Kescher.

Jürgen, Frank, Ulf, Ronald und Eckat brachten mich in dem Thread auf den richtigen Weg. Nach einer netten Email eines Forumsmitgliedes lag einige Tage später genau dieses Model in meinem Briefkasten und dies noch bevor der Betrag für den Kescher auf dem Konto eingegangen sein konnte.

Sofort nach Erhalt bin ich zu dem Unternehmen meines Freundes gefahren und habe den Kescher übergeben. Mann, hat der sich gefreut.

Ganz großes DANKESCHÖN an MARKO auf diesem Wege.

Zum Betreff dieses Themas: Nochmals ein klares JA
Gruß

Christian Jan


______________
Zwei Verdurstende kriechen in der Wüste auf ein Wasserloch zu. Als sie dessen Rand mit letzter Kraft endlich erreicht haben, fragt einer den anderen mit krächzender Stimme: "Steigt was?"
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Re: Fliegenfischer! Eine Kameradschaft??

Beitragvon Frank. » 04.11.2011, 13:14

Wir freuen uns mit dir, lieber Christian Jan!

Dein Frank
Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
Franz Kafka
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Re: Fliegenfischer! Eine Kameradschaft??

Beitragvon Philzlaus » 04.11.2011, 14:33

Sehr löblich aber ich bin mir sicher dass man so eine Hilfsbereitschaft auch in anderen Bereichen hat. Es sind immer die Menschen dahinter und es gibt immer ein paar Hilfsbereite und welche die es nicht sind. Wobei ich sage muss dann von seiten Fliegenfischer auch manchmal ein extrem rauher Wind weht wo man ein gewisses elitäres bzw radikales Denken nicht ganz ausschliessen kann.
gruss
Philipp
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Re: Fliegenfischer! Eine Kameradschaft??

Beitragvon webwood » 04.11.2011, 19:23

Lieber Philpp,

nach meine persönlichen Erfahrung möchte ich dir widersprechen. Ich durfte schon so viele nette Menschen durch unser Hobby kennenlernen.
Klar mag man den Einen mehr und den Anderen vieleicht weniger. Einige sind sogar meine Freunde geworden. Ein elitäres Gehabe konnte ich noch niemals unter Fliegenfischern feststellen. Wozu auch, wir haben doch die gleiche Passion. Dass schlimmste was mir bisher passiert ist, als ich einen Mitangler traf und ich eigentlich fischen wollte war, dass ich erstmal die ganze Pracht seiner selbstgebundenen Fliegen eingehend präsentiert bekam.
Frank hat mal irgenwo hier im Forum geschrieben, dass wir FliFi,s eigentlich keinen ADAC bräuchten. Ich fische nun auch schon seit einiger Zeit und Frank hat einfach recht. Es bleibt gar nicht aus, viele nette Leute kennen zu lernen, wenn man mit der Fliege fischt. Das Verückte daran ist, ein Jeder von uns sucht wohl die Einsamkeit und Stille und geniest es, ganz ungestört zu fischen und dennoch eint diese Eigenbrödler irgenwas.....
Das führt jetzt aber wohl zu weit - bin ja kein Philosoph.

TL

Thomas
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Re: Fliegenfischer! Eine Kameradschaft??

Beitragvon eod-iedd » 04.11.2011, 20:27

Hallo Leute!

Auch von mir ein ganz eindeutiges JA.
Ich bin erst seit einem guten Jahr mit der Fliege
unterwegs.
Hab noch nie einen Kurs oder dergleichen besucht,
aber gerade durch sehr nette Forums- Bekanntschaften
hab ich in diesen ersten Lehrjahr gelernt.
Auch beim Fliegenbinden ist schon wirklich durch die
Hilfe sehr toller Freund schon sehr viel weitergegangen.
Bisher habe ich nur sehr nette und hilfsbereite Fliegenfischer
kennengelernt und schon einige tolle Freundschaften sind in
diesem ersten Lehrjahr entsanden.
Morgen und übermorgen treffe ich wieder wie auch schon im
Vorjahr zwei von diesen bei den Fliegenfischertagen an
der Salzach inmitten der herrlichen Salzburger Stadt.

LG/Herbert
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Re: Fliegenfischer! Eine Kameradschaft??

Beitragvon Maggov » 06.11.2011, 10:06

Hi Christian,

ein schönes Posting! Ich habe hier genau die gleichen Erfahrungen gemacht und muss Dich deshalb warnen: Das ganzes verstärkt das Flyfi-Fieber noch mehr!

Ich bin mir sicher die Helfer freuen sich sehr über Dein Posting und vielleicht bist es Du irgendwann der jemand anders genauso einen Riesen-Gefallen erweisen wird.

LG

Markus
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Re: Fliegenfischer! Eine Kameradschaft??

Beitragvon henkiboy » 06.11.2011, 19:53

Hallo Freunde,
auch auf die Gefahr hin, dass ich mir hier wieder einige "bitterböse" Kommentare einfange: Es gibt da eine klare Trennung zwischen Theorie und Praxis. Sprich zwischen dem "Fischer" und dem "Foristen"
In der Praxis habe ich bisher (gottlob) kaum negative Erfahrungen gemacht. Im Gegenteil!
Man begegnet sich beim Fischen, fragt untereinander wie es läuft, tauscht eventuell Erfahrungen oder bisweilen sogar Fliegen aus und trennt sich wieder. Stets ist man per "Du". Begegnet man sich dann nach einem längeren Zeitraum wieder, so hat es fast den Eindruck, als wenn man sich schon ein Leben lang kennt. Standesdenken oder Neid: keine Spur!
Schöne heile Welt! Oder???????

Ganz anders sieht die Situation leider innerhalb der Forenkultur aus!
Wehe man ist anderer Meinung als das Gros der Foristen! Wehe dem jemand vertritt eine gegensätzliche Meinung wie einer aus der "Forenprominenz"!
Dann steht man "Ruckzuck" unter verbalem Sperr-/ Dauerfeuer und kann sich kaum mehr erwehren!
Eigenartigerweise würde man sich auf freiem Feld (in der Praxis) nie an die Wäsche gehen bzw. eher ein Glas Bier miteinander trinken, wie sich gegenseitig anzubleffen oder gar zu beschimpfen.
Was ist ursächlich? Ich denke die Anonymität des Internets ist der springende Punkt. Was ist schon ein "Nickname", ein "Avatar" oder eine "Signatur"? Im unpersönlichen Internet kann ich es ja krachen lassen. Kaum einer kennt mich persönlich und wem ich da verbal an die Wäsche gehe ist mir ja eh vollkommen egal. Ob ich wirklich Ahnung habe zählt auch nicht...........Hauptsache ich kann mit "gefährlichem Halbwissen" glänzen, mich wichtig tuen oder einfach nur provozieren.
Im schlimmsten Fall wird es irgendein "Mod" oder "Admin" (in seiner Freizeit) ja wieder richten.
Themen wie "Besatzstrategien", das "Kormoranproblem", "Ökologie" und "Natur- /oder Tierschutz" sind in der Anonymität des "Netzes" kaum sinnvoll zu diskutieren, da solche Themen regelmäßig ausarten oder der "Feind" (NABU, Peta etc.) mitliest.
Viele, oder sagen wir mal "die meisten" wirklichen Größen unserer Passion nehmen daher gar nicht an dem aktiven "Forenleben" teil, weil sie intelligent genug dafür sind sich dieser unpersönlichen und teils übertiebenen "Kultur" zu entziehen. Entweder sind sie als "Pseudonym" unterwegs oder lesen nur mit und lachen sich einen ab!

Nein.......ich bin da ganz anderer Meinung........am Wasser trifft das vorher geschilderte positive Gemeinschaftsgefühl, welches Standesdenken, Herkunft und Wissensvorspung unberücksichtigt lässt voll zu. Man steht sich Auge in Auge gegenüber und teilt die gleiche Leidenschaft. Hinter der Tastatur zählt das alles aber nicht. In der Anonymität ist man der "Depp", der mögliche "(Fischerei)Konkurrent" oder gehört einfach nicht dazu (zum Club der "Elitären").

Denkt einfach mal drüber nach! Danach dürfte wahrscheinlich so mancher Beitrag, der mit "scharfer" Tastatur geschrieben wurde, bzw. so manche PN oder Mail gegenstandslos werden.

Ich bin der Meinung das (im Internet) gerade dem ambitionierten "Unwissenden" stets geholfen werden sollte, das jeder das Recht hat seine Meinung zu äußern, ohne das der gehobene Zeigefinger gezeigt wird bzw. anschließend verbal rumgeprügelt wird!
Warum begegnet man sich im Web nicht genauso wie am Wasser: Höflich, hilfsbereit, ohne Vorurteile und sich gegenseitig respektierend?

Natürlich kann auch in "freier Wildbahn" mal etwas blödes passieren. So habe ich dieses Jahr Situationen gehabt, wo ich innerlich 'ne Krawatte bekommen habe. Als ich an der Königsseer Ache fischte, meinte ein Typ mir mit einer "Schwimmeinlage" die Stelle unbewußt madig zu machen (bin gleich wieder weg!). An der Ahr wahren es Kinder mit Hund, die mir 'ne Stelle versauten und hin und wieder sind mir auch Fischerkollegen mitten in den Hotspot gewatet. Aber was soll es? Soll ich mich da stundenlang drüber aufregen? Nöööö......der Klügere gibt nach.........ein Gewässer ist schließlich groß genug und sicher hat mich niemand absichtlich "schädigen" wollen.

nachdenkliche Grüsse
Detlef
Es gibt Tage, da beissen die Fische wie bekloppt und es gibt Tage da gehen Bekloppte fischen und beissen sich durch. An letzteren weiß der Angler im vorraus das er nur Spot und Hohn fängt!
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Re: Fliegenfischer! Eine Kameradschaft??

Beitragvon webwood » 06.11.2011, 20:41

Servus Detlev,
Natürlich kann auch in "freier Wildbahn" mal etwas blödes passieren

Weil es gerade dazu passt. Im August war ich an einem der besseren Pools an der Ammer. Gegenüber waren zwei Kids, so um die 15 Jahre, Bub und Mädel. Der junge Mann musste dann wohl seinem Mädel imponieren und sprang mehrmals vom Ufer aus in meinen Pool. OK-dachte ich mir, die Ammer ist für alle da und bin flussab zum nächsten Pool. Der Knabe ließ sich kurz darauf Flussabtreiben, planschte in meinem neuen Pool herum, kletterte ans Ufer und schlug dann mit einem Stock immer wieder ins Wasser. Jetzt war ich am Explodieren, Stocksauer bin ich auf seine Uferseite gewatet und habe mir den Knaben zur Brust genommen, bzw. wollte ich das tun. "Machst du das Absichtlich oder bist du blos noch blöde" so habe ich in angeblafft. Ein sehr einfältiges Gesicht, um das Wort Grenzdebil zu umschreiben, starrte mich erschrocken an. Der Bub kam gar nicht auf die Idee, dass er mir meine Fischerei versaut und ich wollte im fast die Kehle umdrehen.
Die Moral von der Geschicht? - Ich weiss es nicht. Ich hatte vor Ärger jede Menge Adrelanin im Blut und habe mich über mich selbst geärgert, weil ich mich so aufregen ließ.

Ohmmmmmmmm

Thomas
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AC875 am 6.9.2011

Beitragvon tea stick » 08.11.2011, 14:40

Hallo, was zum Schmunzeln:
Nach erfolgreich verlaufener weicher Landung in Montreal rollte die Maschine zum Gate und kam zum Stillstand; Anschnallpflicht wurde aufgehoben und die Passagiere rafften ihr Gepäck zusammen, standen im Gang herum und warteten darauf, freigelassen zu werden. Ein junger Mitreisender stand zu weit von der Staubox über mir und kam nicht an seinen Rucksack. Nett, wie ich nun mal nicht anders kann, reichte ich ihm sein Gepäck zu, aus dem ein rohrförmiges Gebilde ragte. Fragemodus an:"Was ham'Se denn da drin?""'Ne Angelrute." STRG+I[nteresse]:"Dachte ich mir. Aber was für eine?" "'Ne Fliegenrute." UMSCHALT[Sie->Du]: "Wo willste denn fischen? Und auf was?" Die Wartezeit verkürzten wir uns mit dem Austausch wichtiger Fliegenfischerei-Details und die umstehenden Passagiere konnten ein Schmunzeln kaum verbergen, waren sie doch Zeuge spontaner Kameradschaftsbildung unter Fliegenfischern...

Vielleicht liest der Kamerad diese Zeilen. Wir hatten als Kennwort im Forum "AC875" ausgemacht. Schließlich will ich wissen, ob er eine erlebnis- und erfolgreiche Angelreise hatte...

Ja, Fliegenfischer sind schon eine besondere Spezies; und ich schließe ausdrücklich Henkiboy's Sorgenkinder mit ein. Wie langweilig wäre es doch, wenn wir alle nur wohlerzogen wären...

Grüße

vom

Freimut
TL!
Fliegenfischer-Stammtisch in Rheinland-Pfalz
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Re: Fliegenfischer! Eine Kameradschaft??

Beitragvon MuddlerMinow » 18.11.2011, 19:54

Hallo in die Runde, das ist ein schöner Thread und läd zum philosophieren ein.
Dass Fischen verbindet, habe ich ohne Zweifel mehrfach in meinem nun 15 jährigen Fliegenfischerleben erfahren dürfen. Ob das Irland, Neuengland, Deutschland oder die Schweiz war.

Allerdings muss ich auch eines sagen: es war bei mir immer so, dass sich Kontakte die schon bestanden, durch das Fliegenfischen enorm verstärkt haben.
Ich habe noch nicht die Erfahrung gemacht, dass ich am Wasser oder am Flughafen einen Fliegenfischer kennengelernt habe. Wohl aber, dass Kontakte aus Beruf oder über Freunde durch das Fischen sehr enge Freunde wurden.

Ich habe am Wasser so manche Kuriosität erlebt, insbesondere mit Fischereiaufsehern. An der Maggia in der Schweiz auf einem Cross-Motorrad, mit Sonnenbrille und in echter Filmmanier: wir haben ihn den Terminator genannt. Er war am Ende aber sehr nett und hat uns ein paar Stellen und Fliegen empfohlen.

Ich finde man erkennt sehr schnell wie ein Mensch gestrickt ist, wenn man mit ihm Fischen geht: das fängt beim Gerät an (die sechser Rute mit Streamer oder das feine Rütchen mit Nymphe oder gar Trockenfliege), geht über Erlebtes beim Fischen (gleichermaßen bei Erfolg oder Misserfolg), bis hin zum Umgang mit der Natur (Stichwort Entnahme).

Ich denke aber, dass das Gros der Fliegenfischer eher zu den verantwortungsvollen und auch nachdenklicheren Menschen gehört: und wie sagt man so schön, gleich und gleich gesellt sich gern.

In diesem Sinne,
schönen Abend Euch,
Gabriel
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Re: Fliegenfischer! Eine Kameradschaft??

Beitragvon andi22 » 18.11.2011, 21:01

Hallo Leute

ich verstehe die Welt nicht mehr

Gabriel hat seine Antwort am 18.11.2011 um 20.54 reingesetzt

ich habe seinen Beitrag gelesen 18.11.2011 um 20.43 also 11 minuten bevor der Beitrag gesendet wurde oder überhaupt geschrieben wahr,ich werd ja verrückt,
das bedeutet doch -ich bin Hellseher- das is ja der Hammer

und ganz erlich ,ich hab wirklich nur 2 Jameson getrunken und ein Bier

Oh man,es Grüsst euch andi
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Re: Fliegenfischer! Eine Kameradschaft??

Beitragvon Hardy » 18.11.2011, 21:34

andi22 hat geschrieben:Hallo Leute

ich verstehe die Welt nicht mehr

Gabriel hat seine Antwort am 18.11.2011 um 20.54 reingesetzt

ich habe seinen Beitrag gelesen 18.11.2011 um 20.43 also 11 minuten bevor der Beitrag gesendet wurde oder überhaupt geschrieben wahr,ich werd ja verrückt,
das bedeutet doch -ich bin Hellseher- das is ja der Hammer

und ganz erlich ,ich hab wirklich nur 2 Jameson getrunken und ein Bier

Oh man,es Grüsst euch andi


..gib mal eben die Lottozahlen von morgen durch. Gerne per PN. Danke. :mrgreen:
Die Einladung an den Itchen geht dann am Dienstag nach Bekanntgabe der Quoten raus...

Groetjes
Hardy
Le ATSHO, c´est moi!
"Wer das Meer vor der Tür hat, braucht sein Boot nicht weit zu tragen"
Hardy K., GMofATSHO, "Große Worte" 3.Ausg. 1893, Kap. 2, Seite 672
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Re: Fliegenfischer! Eine Kameradschaft??

Beitragvon Michl » 23.11.2011, 20:19

Tag auch,
da hat Henkiboy ja ein schönes Fass aufgemacht.
Leider hat er aber recht.
Sehe das schon ähnlich.

Übrigens hab ich mal einen aus dem Forum beim Fischen kennengelernt, er war mal bei uns am Bach dabei.
Da sind dann aus meiner Sicht Anspruch und Wirklichkeit doch recht weit geklafft. :shock:
Ist aber schon lange her und fast vergessen.

Mit dem letzten den ich persönlich getroffen habe war das viel besser, kein Wunder, ist ja auch Mod hier. :D
Nicht zu vergessen den Kollegen aus Sachsen der uns mal einen Tag geguidet hat!
Das ist dann schon das was man Kameradschaft nennen kann, obwohl das Wort ja gerade einen komischen Beigeschmack hat......

Gruß Michl
Die Beute ist unwesentlich, entscheidend ist nur das Gefühl.
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Re: Fliegenfischer! Eine Kameradschaft??

Beitragvon Neubrandenburger » 24.11.2011, 00:49

Moin,

stand ich neulich am Wasser. Fröhlich die fliegen schwingend, an einem hier schönem Stück Fluss, ein Dutzend weiterer Angler verteilten sich über den fischreichen Kilometer (Hechtsaison).

Keiner guckt den anderen an ... höchstens wenn der was fängt.

Plötzlich sehe ich noch so einen der ne "Wäscheleine" schwingt :D , neugierig gehe ich zu ihm, "Hey, du auch mit der Fliege hier?"
"Ja, du auch?" ... ein Wort gibt das andere ... "Was fischt du?" ... "Welche Klasse?" ... "Tolle Fliege, hast du die selber gebunden?" "Ja" "Ist dir echt gut gelungen, wollen wir mal zusammen binden? .... " "Wie?, den Schusskopf hast du selbst gebaut?" "Ja, willst mal werfen?" .... "Wow, wirft sich gut, zeig mir wie das geht" ...... "Kein Problem" :D

Und wir stehen da, kennen uns keine 10 Minuten und sind voll in unserem Element ... fast wie Freunde reden und reden wir, wir lachen, schnacken und amüsieren uns. Am Ende tauschen wir die Nummern aus und wieder haben sich 2 Menschen mit der selben Passion gefunden! Durch offene Ehrlichkeit ohne Neid oder Missgunst.

Ganz nebenbei bemerke ich die anderen Angler, sie gucken ab und zu verlegen über ihre Schultern was wir da so treiben (wir könnten ja einen Fisch gefangen haben) ........... und mir wird klar wie arm sie sind, denn sie wollen so etwas gar nicht, den Austausch zwischen einander meiden sie eher ... jeder will ja besser sein als der andere ... wie lächerlich ... sie haben jeden Sinn für eine wirklich interessante Fischerei verloren ... noch gibt es sie nicht diese amerikanischen Wettbewerbe bei uns ... aber genau das selbe machen sie ... sie fischen jeder für sich bis sie die Redaktion einer Regionalzeitung anrufen können um zu sagen "Ich hab hier einen echt großen Fisch, wollt ihr den ablichten?"

Fliegenfischer sind da einfach anders!

KLar, auch wir streben nach Erfolg und tollen Fischen, aber wir gehen damit irgendwie anders um. Auch kleine Fische in einer herrlichen Umgebung bereiten uns Freude. Weil wir sie wirklich überlistet haben!

Wenn man das mit Soldaten vergleicht, von denen es hundert Tausende gibt wie die normalen, die wirklich guten, die elitären, die absolut spezialisierten ... dann gibt es da immer noch eine Gruppe die hervor sticht, und das sind die Jetpiloten mit ihrer unglaublichen Auffassungsgabe, ihrem Gefühl dafür im Bruchteil einer Sekunde die richtige Entscheidung zu treffen .... dann kann man sagen dass sind die Fliegenfischer unter den Soldaten :wink:

Ich will damit sagen das wir uns ruhig elitär fühlen dürfen .......... ohne arrogant zu sein ... denn wer sich für das Fliegenfischen entscheidet der versucht einen wirklich interessanten weg der Fischerei zu gehen, mit allem was dazu gehört wie auch die Hege und Pflege der Natur.

Und die Menschen die genau das denken, Müssen einfach kameradschaftlich miteinander umgehen ... denn dazu gehört eine große Menge Verstand.

Es ist keine Arroganz, aber auf jeden Fall ein gewisses Niveau ... auf dem sich Fliegenfischer treffen.
Liebe Grüße,
Ben
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Re: Fliegenfischer! Eine Kameradschaft??

Beitragvon strikemike » 24.11.2011, 06:50

Hallo Ben,

Schöne Geschichte, bin da auch deiner Meinung. =D>

Grüße

Mike
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