Geruchsstoffe beim Fliegenfischen

Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein.
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Re: Geruchsstoffe beim Fliegenfischen

Beitragvon AlexWo » 20.07.2013, 22:42

Carl Phillip Emanuel hat geschrieben:
AlexWo hat geschrieben:
Thomas E. hat geschrieben:So einen "Fliegenfischer" hab ich in meiner Funktion als Fischereiaufseher schon aus dem Verkehr gezogen.


Lieber Alex,

Dann hast Du ja bestimmt in dem mit dem Delinquenten vorher abgeschlossenen Fischereierlaubnisvertrag eine wasserdichte Formulierung des Begriffes "Fliegenfischen". Die tät mich dann schon interessieren...

NB: der LAV Brandenburg hat da nicht so präzise Vorstellungen, daß z.B. Forellenteig zum Rausschmiss führte: http://www.landesanglerverband-bdg.de/d ... erordnung/, dort Abschnitt 3.2.3 "Definition Flugangel".

Gruß, Norbert


Mmmmh, brauchte ich nicht, da in der Erlaubnis stand: "Nur künstliche Fliege oder Streamer.*

Bei uns in Bayern hat halt alles seine Ordnung! ;)

VG

Alex
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Re: Geruchsstoffe beim Fliegenfischen

Beitragvon sebsonic » 20.07.2013, 22:42

ChrystalShrimp hat geschrieben:"Steht der Fisch ein Tick zu weit, ist oft der Tellerrand zu breit..." :wink:


*prust* :lol: YMMD

t, cu seb
Beste Grüße, Sebastian
sebsonic
 
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Re: Geruchsstoffe beim Fliegenfischen

Beitragvon Bernd Ziesche » 21.07.2013, 07:37

Guten Morgen Norbert,
vielen Dank für den Link. Dort ist ja zumindest die Rede von: "Es dürfen gleichzeitig zwei künstliche Flugangelköder (Fliegen) verwendet werden." Ok, man hätte natürlich noch definieren müssen, dass ausschliesslich künstliche Köder verwendet werden dürfen. :) Ansonsten hast Du Recht, und man hat keine Handhabe.

Hi Alex,
Danke Deines Nachtrages. Das "freiwillig auferlegte Handicap" empfinde ich sehr anders: Ich finde, dass wir Fliegenfischer gerade zu nach einem Weg suchen, wie wir den Fisch überlisten können. Dabei geht es natürlich darum, ihn zu fangen, also auch mehr/besser zu fangen. Kein Fliegenfischer (den ich kenne) sucht nach einem Weg des weniger Fangens. Derzeit studiere ich wie besessen die Meeräschen. Gestern z.B. hatten wir einige Exemplare, die auf eine unserer Fliegen zu schwammen und bei einem Abstand von ca. 1m massiv Kehrtwendung machten. Ich weiss (noch) nicht, ob es am Geruch oder der Optik der Fliege lag, vermute aber, dass es der Geruch war. Die Fliegen hatten wir jeweils bewegungslos präsentiert. Schnur und Vorfach konnten (in jener Situation) nicht gesehen werden.
Bezüglich Deines Vereinskollegens bin ich denn Deiner Meinung, was die Einschätzung betrifft, dass es kein Fliegenfischen ist, wenn man einen Naturköder anbindet. Wenn man allerdings seine Fliegen ein wenig in Maden baden lässt, hätte ich ihn (Deinen Kollegen) nicht vom Gewässer verbannt! Dann bleibt ja die künstliche Imitation, und lediglich halte ich es für clever, einen Hauptgeruch aufzulegen, um die anderen (nicht gewollten) Gerüche zu überdecken.

Zu den "Aromaten": Diese lassen sich NICHT über den Geruch definieren. Nun möchte ich hier allerdings keine Chemiestunde aufziehen. :mrgreen: Ich wäre allerdings sehr vorisichtig zu behaupten, dass Du keinerlei aromatische Verbinden auf Deinen Fliegen hast, lieber Alex. Ganz im Gegenteil. Ich würde darauf wetten, dass Du hier schlicht falsch liegst, und Dir dessen nur nicht bewusst bist. Nur soviel: Durch die Änderung der funktionellen Gruppen an AROMATEN kann man färbende Eigenschaften von diversen Farbstoffen steuern. :wink:
Wenn Du nun also Aromaten als nicht zulässig definierst, verbannst Du möglicherweise DEINE Fliegen von Eurem Gewässer. Unabhängig dessen, dass Du ein Chemielabor zwecks Analysen bräuchtest.

Hugh Falkus war offensichtlich ein Pragmatiker :).Ich reihe mich da gerne ein: und habe auch schon einmal eine Garnele auf meine Fliege gesteckt, um zu sehen, wie einige Lachse (in einem glasklaren norwegischen Fluss) reagieren würden. Als Fliegenfischen empfand ich das nicht mehr!

Möglicherweise hätte ich am liebsten eine geruchsneutrale Fliege. Allerdings wird es diese niemals geben. Bleibt für mich die Frage, ob ich bei der einen oder anderen Fischart, welche primär über den Geruchssinn arbeitet, die chemischen Gerüche meiner Fliege zu überdecken versuchen möchte.
Lieben Gruss
Bernd
Bernd Ziesche
 

Re: Geruchsstoffe beim Fliegenfischen

Beitragvon Bernd Ziesche » 21.07.2013, 08:36

Eine interessante Anmerkung eines (fliegenfischenden) Biologen aus Canada:

"Bait and added scents (Gerüche) are illegal in some streams because they do induce a deeper take by fish. That deeper take is more likely to result in a fish mortality in a catch and release situation."

Gruss
Bernd
Bernd Ziesche
 

Re: Geruchsstoffe beim Fliegenfischen

Beitragvon salat » 21.07.2013, 09:00

hmmm ... also das gezielte eintauchen oder bestreichen (der fliegen) in geschmacks und geruchstoffen war nicht das erste das mir bei diesem titel in den sinn gekommen ist.
ich sehe das sich nicht unbedingt zum trend entwickeltn (beim fliegenfischen)

ganz im gegenteil -- mir ist also das gegenteil von "anlocken" - das "abstossende", der widerliche mief von naphtalin oder sonstwelchen brutalen china-benzol oder DDT mit denen bälge und fliegen behandelt werden durch den kopf -- die nase gegangen.

ich hatte mal in meiner unkenntnis und unwissenheit irgendwo (also bei askari) billige bälge bestellt ... die ich aber wegwerfen musste.
die haben gerochen als wären sie monate lang in dem zeug mariniert worden, ja sie haben regelrecht von irgend einer öligen substanz getrieft !
abgesehen davon dass man die nur im freien (100m vom haus weg) hätte lagern können (vom geruch her), die eben irgendwie "verklebt" oder "verölt" waren -- hätte ich das zeug beim binden auch nicht an die finger kriegen wollen!
(die finger haben schon nur vom händeln des materials, also auspacken, fast "unreinigbar" gestunken)

>> dass auf so eine mief-fliege jemals ein fisch gebissen hätte ... bezweifle ich doch wehement !

gruess,
cedi
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Re: Geruchsstoffe beim Fliegenfischen

Beitragvon CPE » 21.07.2013, 09:46

AlexWo hat geschrieben:in der Erlaubnis stand: "Nur künstliche Fliege oder Streamer.* Bei uns in Bayern hat halt alles seine Ordnung! ;)


Dann hast Du als ordentlicher Bayer bestimmt eine universale Definition der "künstlichen Fliege" ([url]http://www.heise.de/tr/thema/künstliche-Fliege[/url]) parat...

Gruß, Norbert
Zuletzt geändert von CPE am 21.07.2013, 20:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Geruchsstoffe beim Fliegenfischen

Beitragvon AlexX!! » 21.07.2013, 10:01

das noch kein Produzent eingesprungen und aromatisierte Schwimmmittel anbietet....??

Neversink ala European Caddis
Gink flavoured with Danica

wäre doch ne Lücke
und wenn es blos ein Foatant mit ohne Bitterstoffen ist

:)

Grüße
Alex
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Re: Geruchsstoffe beim Fliegenfischen

Beitragvon AlexWo » 21.07.2013, 10:33

AlexX!! hat geschrieben:das noch kein Produzent eingesprungen und aromatisierte Schwimmmittel anbietet....??

Neversink ala European Caddis
Gink flavoured with Danica

wäre doch ne Lücke
und wenn es blos ein Foatant mit ohne Bitterstoffen ist

:)

Grüße
Alex


Hi Alex,

erinnere mich noch daran, dass es im Katalog der Firma NDM München, ein Spray mit Mayfliegenduft angeboten wurde, glaub es war sogar ein Schwimm-Mittel!

@: Bernd: ich meinte das bewusste benetzen einer Fliege mit Geruchs-/Geschmackstoffen z.B. nen Streamer in Stintsosse tunken. Uebel nach Chemie riechende Fliegen zu waschen halte ich allerdings für "ERLAUBT". Habe ich selber noch nicht als nötig erachtet, ich befische allerdings auch keine Meeräschen... Wenn ich mal wieder am Mittelmeer sein sollte, werd ich mir aber nun schon überlegen, meine Fliegen mit aufs WC zu nehmen. ;)
Bernd, was hat Dich als Fliegenfischer daran interessiert, wie die Lachse in Norwegen auf Garnelen reagieren? Fischst Du eigentlich ausschliesslich mit der Fliege oder greifst Du auch mal zur Spinnrute?

Viele Grüsse

Alex
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Re: Geruchsstoffe beim Fliegenfischen

Beitragvon Martin 1960 » 21.07.2013, 10:42

Hallo und guten Tag wünsche ich Euch.

Tja, um Fliegen zum schwimmen zu bingen, ist doch nur Entenbürzelfett zulässig?

@Cedi
Triefende Bälge sind schon sehr extrem, extrem ärgerlich.

Mußte auch schon, frischgebunden, Naßfliegen, in einem Topf mit Wasser, köcheln lassen,
die rochen auch sehr stark nach Chemie.

Nun stell sich ja die Frage, warum den eine Fliege, die häufig genutzt wird, fängiger ist?,
weil sie häufiger genutzt wird?, oder weil sie gut gespült wurde?
Freundlicher Gruss, Martin

"jetzt kann ich es, ...." nur eine kurzer Moment!
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Re: Geruchsstoffe beim Fliegenfischen

Beitragvon Olaf Kurth » 21.07.2013, 12:17

Bernd Ziesche hat geschrieben: Dort ist ja zumindest die Rede von: "Es dürfen gleichzeitig zwei künstliche Flugangelköder (Fliegen) verwendet werden." Ok, man hätte natürlich noch definieren müssen, dass ausschliesslich künstliche Köder verwendet werden dürfen.


Wieso defninieren, lieber Bernd?

Künstliche Flugangelköder (umgangssprachlich "Fliegen") bleiben ausschließlich künstliche Köder!!!!


Bernd Ziesche hat geschrieben: Wenn man allerdings seine Fliegen ein wenig in Maden baden lässt, hätte ich ihn (Deinen Kollegen) nicht vom Gewässer verbannt! Dann bleibt ja die künstliche Imitation, und lediglich halte ich es für clever, einen Hauptgeruch aufzulegen, um die anderen (nicht gewollten) Gerüche zu überdecken.



Selbstverständlich darfst Du z.B. auf Meeräschen Deine Fliegen in alle Aromen oder in Maden- oder Wurmdosen stundenlang tunken und darauf hoffen, dass Du so besser und vor allem mehr Fische fängst. Wirklich clever ist das in meinen Augen aber nicht und es hat für mich auch nichts mehr mit Fliegenfischen zu tun.

Wenn Du allerdings an bekannten Juwelgewässern mit Deiner Methode auftauchst und Deine Fliegen entsprechend behandelst, bekommst Du Probleme - versprochen. In diesem Punkt muss ich Alex zustimmen, ich würde die Fischererei ebenfalls an Ort und Stelle unterbinden und die Erlaubnis einziehen.

Womit? Mit Recht - so einfach ist das.


salat hat geschrieben:ganz im gegenteil -- mir ist also das gegenteil von "anlocken" - das "abstossende", der widerliche mief von naphtalin oder sonstwelchen brutalen china-benzol oder DDT mit denen bälge und fliegen behandelt werden durch den kopf -- die nase gegangen.


Das ist zweifellos ein Nachteil, den jeder Fliegenbinder kennt. Dass uns Menschen viele Fische in gustatorischen und olfaktorischen Sinnesleistungen haushoch überlegen sind, ist ebenfalls bekannt. Aale im Bodensee können z.B. eine Schnapsglasmenge einer Flüssigkeit "riechen" wenn Du sie irgendwo an diesem großen Gewässer reinkippst.

Eine andere Theorie: Ich benutze schon seit ewigen Zeiten "Jil Sander Man" (die schwarze Serie), kombiniert mit meinen männlichen Ferromonen ist die Wirkung enorm. Wenn meine selbstgebundenen Fliegen nur wenige Moleküle dieses Geruchs annehmen, gibt es für die Fischen kein Halten mehr. An ungeraden Wochentagen kurz nach Neumond fällt das besonders auf. Oder sollte ich auf Franks "Bleu de Chanel" umsteigen?

Da fällt mir noch ein lieber Vereinskollege ein, der hat letztens gejammert, dass er so wenig fängt und er hat das möglicherweise seinen Schweißfüßen zugeschrieben. Sicherlich dringt der ein oder andere Geruchsstoff ins Wasser, aber kann das solch katastrophale Auswirkungen haben?

Fragen über Fragen................... schönen Sonntag allerseits............


Liebe Grüße,

Olaf
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
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Re: Geruchsstoffe beim Fliegenfischen

Beitragvon Maggov » 21.07.2013, 12:24

Bernd Ziesche hat geschrieben:Guten Morgen Markus,
worauf bezieht sich das (Dein) Wie?
Lieben Gruss
Bernd


Hallo Bernd,

In diesem Kontext auf eine Optische Imitation.

Worauf bezieht sich Dein Wie - nur auf das Fangen?

LG

Markus
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Re: Geruchsstoffe beim Fliegenfischen

Beitragvon webwood » 21.07.2013, 17:45

Mal angenommen, ein Balg stinkt nach Sch...e. Den Balg würde man doch sofort in die Tonne klopfen, den Gestank erträgt kein Binder, ergo mag in kein Fisch.
In meine Schwarzfischerjahren habe ich die dicksten Würmer im Misthaufen gefunden. Vieleicht liegt ja gerade im Mottenpulverduft mancher Fliegen das Geheimnis. Was einem Fisch das "Wasser im Munde zusammenlaufen lässt" muss ja nicht zwangsläufig des Anglers Nase schmeicheln.

Bei Trockenfliegen halte ich den Duft für völlig unerheblich, da ist der optische Reiz Auslöser . Das Schwimmittel mit "Maifliegenduft" (wie riecht wohl eine Maifliege?) halte ich für blanke Geschäftemacherei.
Was anders wäre bei Nymphen. Ich könnte mir einen Tauwurm binden und den dann mit ensprechenden Duftstoffen imprägnieren. Ich könnte dann aber auch gleich einen Tauwurm auf den Haken stecken oder für die Barben die Köder in Käseduft einlegen. Beide Köder werfe ich mit der Flugschnur und nicht mit deren Eigengewicht. Irgenwo sind sie auch noch künstlichen Ursprungs , also im Sinne des Gesetzes noch "künstliche Fliegen" Für mich persönlich ist die "Duftfischerei" keine Fliegenfischerei mehr.

Tight Lines

Thomas

PS. nach dem Verzehr von Kohl oder Hülsenfrüchten immer gegen den Wind werfen ;)
Angler sterben nie, die riechen nur so.
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Re: Geruchsstoffe beim Fliegenfischen

Beitragvon CPE » 21.07.2013, 21:06

Olaf Kurth hat geschrieben:Künstliche Flugangelköder (umgangssprachlich "Fliegen") bleiben ausschließlich künstliche Köder!!!!


Hallo Olaf,

Künstliche Fliegen sind ja so eine Sache. 2,4,6-Trithiaheptan z.B. ist mit das ekligste, was einem auf dem Teller unterkommen kann, weil es der relevante Bestandteil von "Trüffelöl" ist: Riecht wie weißer Trüffel, ist aber mit Erdöl wesentlich näher verwandt als mit dem feinen Original (z.B. Tuber magnatum).

Und wenn also ein seltsamer Waidmann auf die Idee käme, seine Blae & Black in eben diese Flüssigkeit zu tauchen, dann wäre nichts so künstlich wie dieser Gestank, ergo gerade durch die Pampe künstlicher als ohne. Da hat dann aber Dein Spruch "Womit? Mit Recht" etwas tönerne Füße.

Gruß, Norbert
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Re: Geruchsstoffe beim Fliegenfischen

Beitragvon L4nc3r » 22.07.2013, 01:49

AlexWo hat geschrieben:
Thomas E. hat geschrieben:Die englische "Legende" Hugh Falkus garnierte seinerzeit seine Meerforellenfliege bei schwierigen Bedingungen gern mal mit wenigen Maden,
hier mag die Bewegung und der Geruch eine wichtige Rolle für den Erfolg spielen.


So einen "Fliegenfischer" hab ich in meiner Funktion als Fischereiaufseher schon aus dem Verkehr gezogen. "Seine Begründung lautete: Wie soll man den die Nasen sonst fangen


Ahoi Alex,

Mich würde ja mal interessieren, was würdest du mit jemandem machen, der seine Bachflohkrebse mit Aalhaut bindet, vllt. Sogar schon selbst benutzt? ;)

MfG Benji
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Re: Geruchsstoffe beim Fliegenfischen

Beitragvon Bernd Ziesche » 22.07.2013, 02:59

salat hat geschrieben:die haben gerochen als wären sie monate lang in dem zeug mariniert worden, ja sie haben regelrecht von irgend einer öligen substanz getrieft !


Hallo Cedi ;)
den Fall hatte ich auch schon. Abgesehen davon muss ich nahezu die Luft anhalten, wenn ich meinen Bindeschrank öffne. Da staut sich bei solch warmen Wetter ein übler Geruch an. Es sind einfach zu viele Materialen mit verschiedenen Chemikalien behandelt, die in der Summe deutlich riechen... :roll:

AlexWo hat geschrieben:Bernd, was hat Dich als Fliegenfischer daran interessiert, wie die Lachse in Norwegen auf Garnelen reagieren? Fischst Du eigentlich ausschliesslich mit der Fliege oder greifst Du auch mal zur Spinnrute?


Hallo Alex,
es galt das alte Gerücht zu verifizieren, dass Lachse entweder die Garnele nehmen oder den Pool verlassen. Ein sich hartnäckig haltendes Gerücht. In jenem Fall passierte nichts von beidem. Ich besitze seit Langem kein anderes Angelgerät mehr. :wink:
Lieben Gruss
Bernd
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