Initiative gegen die Verwendung von Widerhaken

Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein.
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Re: Initiative gegen die Verwendung von Widerhaken

Beitragvon henkiboy » 17.12.2012, 19:27

Hallo Andreas,
Meiner Meinung nach gibt es Fischarten, wie Huchen, Hecht und Aal

Denkst Du das die Aalfischerei angesichts von WKW's, massenhafter Glasaalentnahme für Südostasien und dem Schwimmblasenwurm noch zeitgemäß ist? Unsere holländischen Nachbarn haben es längst kapiert. Da kostet dich ein entnommener Aal 80 € und dein Angelgerät! Ein Hecht bleibt auch an einem Drilling ohne Widerhaken hängen und für den Huchen gilt für mich das gleiche wie für den Aal.
Grundsätzlich sollte gelten: Im Zweifelsfalle für den Fisch. Nur die Möglichkeit das der Fisch als Sieger aus der "Begegnung" hervorgeht macht die Fischerei doch wirklich spannend.
Ich will dir da nichts böses......aber man sollte sich als Angler meines Erachtens nach an die Gegebenheiten und Bestandsentwicklungen anpassen.

Gruss
Detlef
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Re: Initiative gegen die Verwendung von Widerhaken

Beitragvon webwood » 17.12.2012, 20:00

Meiner Meinung nach gibt es Fischarten, wie Huchen, Hecht und Aal sowie Gewässer (Put and Take) wo der Widerhaken vielleicht doch Sinn macht. Und sollte ich mal die Chance bekommen, auf Huchen zu fischen und der Widerhaken ist erlaubt, bleibt der genauso dran wie an der Lachstube der widerhakenbewährte Drilling.


Servus Andreas,

gerade beim Huchen, kannst du wohl niemals ausschließen einen untermaßigen Huchen zu fangen, ferner könnte eine große Forelle, gerade während der Lachzeit, deine Fliege nehmen. Zum Hecht hat Deltef schon alles gesagt und zu meiner Zeit als Wurmbader, kann ich mich entsinnen, daß gerade der Aal, wenn man nicht schnell ist, den Haken bis zum A.... runterschluckt.

TL

Thomas
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Re: Initiative gegen die Verwendung von Widerhaken

Beitragvon henkiboy » 17.12.2012, 20:09

Hallo Thomas,
und das prickelnde daran ist, dass der Haken mit der Zeit durchaus wieder aus dem Aal regelrecht "herauswachsen" kann...das ist wissenschaftlich belegt und damit erwiesen...! Nur....ohne Widerhaken geht das sicherlich besser und schneller als mit!
Egal......der Aal ist seit Jahren für mich aus genannten Gründen eh kein Thema mehr!!!

Gruss
Detlef
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Re: Initiative gegen die Verwendung von Widerhaken

Beitragvon Neubrandenburger » 23.12.2012, 23:45

148

Dat is nüscht :doubt:
Liebe Grüße,
Ben
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Re: Initiative gegen die Verwendung von Widerhaken

Beitragvon dreampike » 24.12.2012, 11:19

@ henkiboy: Wenn ein Gewässer aufgrund aufwändiger Besatzmaßnahmen und natürlichem Nachwuchs einen so hohen Huchenbestand aufweist, dass man sogar welche mit der Angel fangen kann, warum sollte dann nicht eine maßvolle Entnahme (1 pro Angler pro Saison z.B.) vertretbar sein???
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Re: Initiative gegen die Verwendung von Widerhaken

Beitragvon sebastian_waf » 24.12.2012, 12:49

Hallo zusammen,

ich werde diese Initiative nicht unterzeichnen, weil ich finde, jeder soll selbst entscheiden ob mit oder ohne.
Ich selbst angel auf Forellen immer ohne Widerhaken. Beim Hecht jedoch lasse ich ihn dran, außer ich Binde die Streamer auf Wallerhaken, da kommt der sofort ab.
Jeder der ernsthaft C&R betreibt, fischt fischschonend. Zumindest die Angler die ich kenne.
Aber es gibt ja auch Angler, die ihren Fisch mitnehmen wollen (laut Gesetz ist der Angler ja auch dazu verpflichtet, sofern der Fisch Maßig ist und es keine anderen Bestimmungen des jeweiligen Gewässers verbieten). Warum soll es denen dann verboten werden mit Widerhaken zu angeln.

Ich sehe auch eine weitere Angriffsfläche seitens der Tierschützer auf uns.
Wenn wir uns öffentlich dazu äußern ohne Widerhaken zu fischen und dies per Gesetz verankern, heißt es doch im Umkehrschluss nichts anderes als, dass wir die Fische nur zum Spaß fangen. Dies ist doch ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz (auch hier wieder, wenn es Gewässerspezifische nicht anders regeln).

Vielmehr sollte man sich dafür einsetzen, dass ein angeln mit mehr als einem Haken pro Angel nicht erlaubt ist. Ebenfalls sollte man sich dafür einsetzen, dass es nicht nur ein Mindestmaß gibt, sondern auch ein Höchstmaß.

Ich habe auch noch vor kurzem mitbekommen, dass einem Verein mit einer Anzeige gedroht wurde, weil dieser auf seiner Seite im Internet, öffentlich Fotos vom Gemeinschaftsangeln veröffentlichte. Der Tierschützer sah dadrin keine Gemeinschaftsangeln sondern ein Wettkampfangeln. Soviel zu der zuvor genannten Angriffsfläche.


Lieben Gruss

Sebastian
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Re: Initiative gegen die Verwendung von Widerhaken

Beitragvon Frank. » 27.12.2012, 23:27

sebastian_waf hat geschrieben:Aber es gibt ja auch Angler, die ihren Fisch mitnehmen wollen


Lieber Sebastian,

eigentlich wollte ich mich zu diesem Thema nicht mehr zu Wort melden, weil ich dachte, dass alles gesagt sei. Offenbar ist das aber noch immer nicht angekommen.

Ich bin ein MITNEHMER.
Es gibt zum Beispiel Angeltage, da weiß ich, dass ich fünf Forellen (oder zwei Hechte, zwei Zander) nach Hause bringen soll, weil wir Besuch zum Fischessen eingeladen haben.

Ohne Beute komme ich überhaupt nur ganz selten heim. Wir essen sehr, sehr gerne Fisch.

Aber selbst an solchen Tagen, an denen ich auf eine Maximalbeute aus bin: Auf die fünf Fische, die ich entnehme, fange ich durchschnittlich mindestens fünf andere, die ich eben nicht entnehmen kann oder will - weil sie zu klein oder zu groß sind, weil ich sie nicht essen will, weil sie Schonzeit haben, weil … …

Genau um diese Fische geht es mir. Diese Fische will ich mit möglichst geringen Verletzungen zurücksetzen. Deshalb verzichte ich auf Widerhaken.
Die Fische, die ich esse, fange ich ohne den Angstbart ganz genauso. Aber ich möchte nicht, dass ein Fisch verludert, weil ich ihn unabsichtlich gefangen habe. Ich hasse sogenannte "Kollateralschäden". Ich finde es widerlich, dass so viele Fische bei der industriellen Fischerei als "unnützer Beifang" tot über Bord geworfen werden. Wenn ich Fisch kaufe, kaufe ich ausschließlich solchen aus nachhaltiger Fischerei (ich weiß, den Angaben der Verkäufer kann man nicht immer trauen).

Nein, dass ich auf Widerhaken verzichte, das heißt keineswegs, dass ich Fische nur zum Spaß fange!

Der generelle Verzicht auf Widerhaken würde nicht dazu führen, dass in unseren Gewässern weniger Fische entnommen werden würden. Aber sehr wohl dazu, dass sehr viel weniger Fische als "Kollateralschaden" sterben würden.

Dein Frank
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Re: Initiative gegen die Verwendung von Widerhaken

Beitragvon sebastian_waf » 28.12.2012, 00:31

Hi Frank,

ich kann dich da voll und ganz verstehen.
Aber es gibt viele Angler die C&R betreiben. Für die ist das aus meiner Sicht, wie schon bereits erwähnt, nur eine weitere Angriffsfläche.

Ich finde es auch nicht schön mit ansehen zu müssen, wenn ein kleiner Fisch sich das Maul zerfetzt, nur weil ein Widerhaken am Haken war. Aber ich bin der Meinung, dass man dies nicht per Gesetz verbieten kann/soll, weil dies in meinen Augen die Grundsteinlegung für weitere Einschränkungen sein wird. Einschränkungen die den Fischen zu gute kommen aber auch Einschränkungen die für uns Angler als negativ erscheinen werden.

Ich sehe bei einem ungeübten Angler nicht die Gefahr bei dem Widerhaken sondern vielmehr der Umgang mit der Kreatur. Dann wird ein untermassiger Fisch gefangen und ins trockene Grass gelegt um den Haken zu lösen. Das ist für den Fisch fatal und ich denke da ist ein Widerhakenloser Haken nicht mehr von Bedeutung. Klar, habe ich keinen Widerhaken, dann kann ich den Fisch schnell im Wasser lösen (mit Widerhaken geht dies aber auch). Aber das wird ein ungeübter Angler nicht schaffen, weil der ja am Anfang seiner Prüfung lernt, einen Kescher zu verwenden um den Fisch sicher zu landen.

Ich selbst habe früher jahrelang auf Karpfen geangelt. Ich habe immer mit einem Widerhaken geangelt und kein Karpfen ist dabei umgekommen. Ich habe mit 16, dass war vor 14 Jahren einen Karpfen von 32pfd bei uns im See gefangen. Ein Freund hat den ein Jahr zuvor zweimal mit dem selben Gewicht gefangen. Ca. 10 Jahre später wurde der Karpfen mit knapp 50 Pfd. gefangen. Und das bestimmt dreimal in Jahr. Immer mit Widerhaken und nie ist was passiert. Nur leider hat den Fisch ein ahnungsloser Angler umgesetzt.

Wie zuvor schon genannt, Fische ich auf Hecht fast nur mit einem Widerhaken und ich musste erst einen Hecht mitnehmen. Und ich angel fast nur auf Hecht, weil wir in Warendorf leider keinen Forellengewässer haben.

Ich bin der Meinung, dass die Pächter und die Vereine entscheiden sollen, wie an deren Gewässern geangelt werden darf.

Lg

Sebastian

P. S. Habt bitte Nachsicht mit meiner Rechtschreibung, aber ich poste den Beitrag von meinem Handy aus und T9 ist hin in wieder schneller als mein Auge :-)
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Re: Initiative gegen die Verwendung von Widerhaken

Beitragvon henkiboy » 28.12.2012, 09:27

Hallo Sebastian,
Aber ich bin der Meinung, dass man dies nicht per Gesetz verbieten kann/soll, weil dies in meinen Augen die Grundsteinlegung für weitere Einschränkungen sein wird. Einschränkungen die den Fischen zu gute kommen aber auch Einschränkungen die für uns Angler als negativ erscheinen werden.
Warum, denkst Du, könnte es zu weiteren Einschränkungen kommen? Ich sehe hier den Bezug nicht. Ob ein Fisch letztendlich abgeschlagen wird oder nicht.......der widerhakenlose Haken minimiert die physischen Folgen für das Tier. Das hat auch nichts mit Catch & Release zu tun. Im übrigen gibt es gut gestaltete Schonhaken, welche verhindern das ein Fisch sich von selbst löst. Siehe z.B. hier. Ich glaube eher an das Gute und denke das man uns die Petition im öffentlichen Ansehen eher positiv anrechnen wird.
Ich selbst habe früher jahrelang auf Karpfen geangelt. Ich habe immer mit einem Widerhaken geangelt und kein Karpfen ist dabei umgekommen.
Das ist leider ein sehr schlechtes Beispiel, da der Karpfen wohl einer der zähesten Burschen unter den einheimischen Fischen ist. Der erholt sich von fast allem, was ihm ein Angelfischer zumuten kann und wird diesbezüglich wohl nur vom Aal getoppt. Ein Salmonide ist da doch wesentlich "mimosenhafter", sprich leidet viel stärker an den Folgen von Stress bzw. Verletzungen. Ein relativ empfindlicher Fisch im Stillwasser ist übrigens der Zander.
Allen Freunden vom Widerhaken empfehle ich einen Blick auf den Hakentyp, den man bei Verfolgung des Links sieht. Ansonsten gilt natürlich: In den Kescher gehört nur das was man verwertet bzw. was man nicht mit Händen halten kann. Immer nasse Finger beim Kontakt zum Fisch und untermassige Fische niemals auf trockenen Untergrund (egal ob Sand oder Gras) legen.
Ich bin der Meinung, dass die Pächter und die Vereine entscheiden sollen, wie an deren Gewässern geangelt werden darf.
Gottlob gibt es dieses Instrumentarium ja auch ohne Petition schon und es wird ja auch an den meisten Fly-Only-Gewässern genutzt.

Gruss
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Re: Initiative gegen die Verwendung von Widerhaken

Beitragvon HansAnona » 28.12.2012, 09:34

Lieber Sebastian,

Dein Beispiel mit dem immer wieder gefangenen Karpfen zeigt, warum man gegen c&r sein muss.

Guten rutsch, Alf
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Re: Initiative gegen die Verwendung von Widerhaken

Beitragvon sebastian_waf » 28.12.2012, 10:50

Was das für weitere Einschränkungen seinen könnten, weiß ich nicht. Ich habe ja auch nur gesagt, ich kann mir vorstellen, dass es dann zu weiteren Einschränkungen kommen kann.

Das mit dem Karpfen finde ich kein schlechtes Beispiel. Weil die Initiative heißt "angeln ohne Widerhaken". Da gibt es keine Abgrenzungen ob Aal, Hecht, Forelle, Karpfen oder Zander.

Ich finde der Begriff flyonly passt hier gerade absolut nicht. Weil auch hier eine Abgrenzung zum normalen angeln entsteht und bezugnehmend auf die Petition die ja schließlich jeden Angler betrifft sollten wir auch allgemein sprechen. Deswegen auch mein Beispiel mit dem Karpfen...


Alf,

ich kann dich nicht verstehen?! Erkläre mir das doch mal, warum du gegen ein gänzliches C&R bist?

Lg

Sebastian
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Re: Initiative gegen die Verwendung von Widerhaken

Beitragvon Hardy » 28.12.2012, 20:43

sebastian_waf hat geschrieben:Was das für weitere Einschränkungen seinen könnten, weiß ich nicht. Ich habe ja auch nur gesagt, ich kann mir vorstellen, dass es dann zu weiteren Einschränkungen kommen kann.

Das mit dem Karpfen finde ich kein schlechtes Beispiel. Weil die Initiative heißt "angeln ohne Widerhaken". Da gibt es keine Abgrenzungen ob Aal, Hecht, Forelle, Karpfen oder Zander.

...
Sebastian


moin,

ich würde eher befürchten, dass bei deinem Beispiel-Karpfen mit weiteren Einschränkungen zu rechnen wäre.
Warum dies bei einem Verzicht/Verbot von Widerhaken so sein sollte, erschließt sich mir eigentlich nicht. Jedenfalls könnte man das viel besser der nichtangelnden Bevölkerung verkaufen, als reines C&R. Und man darf sicher davon ausgehen, dass bei der Gesetzgebung nicht nur Angler beteiligt sind.


Groetjes
Hardy
Hardy
 

Re: Initiative gegen die Verwendung von Widerhaken

Beitragvon Bernd Ziesche » 30.12.2012, 15:05

.
Zuletzt geändert von Bernd Ziesche am 31.07.2013, 12:04, insgesamt 1-mal geändert.
Bernd Ziesche
 

Re: Initiative gegen die Verwendung von Widerhaken

Beitragvon Werbe » 30.12.2012, 16:31

Hallo Bernd

Bernd Ziesche hat geschrieben:Hier bei uns möchte ich weder unseren Kollegen, die keine Fliegenfischer sind, noch uns selbst vorschreiben, wie sich jeder zu entscheiden hat. Jede Fischerei hat ganz unterschiedliche Vorraussetzungen und ganz unterschiedliche Abhängigkeiten. Eine pauschale Vorschrift halte ich (nach allen Überlegungen) für unpassend.

Weiterhin einsetzen möchte ich mich allerdings für eine Initiative "FÜR den Einsatz von Haken ohne Widerhaken", nämlich immer dort, wo es mir - der Situation entsprechend - angebracht erscheint.


Danke, Du bringst das auf den Punkt, was ich genau so für mich als richtig erkenne und seit vielen Jahren praktiziere.

Gruß
Werner
Werbe
 

Re: Initiative gegen die Verwendung von Widerhaken

Beitragvon mario.s » 30.12.2012, 16:44

Hallo,
ich glaube die Mehrzahl oder wenigstens ein großer Teil der User dieses Forums sind eigentlich für die Verwendung von Schonhaken. Was mich angeht binde ich meine Fliegen und fische diese fast ausschließlich Widerhakenlos. Aber eben nur fast. Trotzdem bin ich ein Verfechter des Schonhakens und vertrete diese Meinung auch meinen Angelkollegen gegenüber. Aber wie Bernd schon eingangs geschrieben hat, es gibt Fische die schwer erarbeitet werden müssen wie eben der Lachs und die Meerforelle. Und genau dort und nur dort benutze ich keine Schonhaken. Man steht mitunter Tage, Wochen oder manchmal Jahre (wie beim Lachs) im Wasser und bekommt keinen Biss. Dann nach langer Zeit vielleicht der einzige Biss und diesen will man um keinen Preis versauen. Ob in dieser Situation der Widerhaken hilft, ist trotzdem mal dahin gestellt.
Auf jeden Fall kann ich somit nicht mit gutem Gewissen, obwohl ich es gern täte, diese Initiative nicht unterschreiben. :(
Ich würde mir auch einen entsprechenden Button an die Weste heften, doch stünde ich mit diesem in einem Lachsfluss, und meine Tubenfliege bammelt an der Rute wäre das schon ganz schön daneben. Ok. ich könnte einen einzelnen Schonhaken hinten dran haben, habe ich aber nicht.
Und ich denke so ähnlich geht es den Meisten hier. Schonhaken ja aber nicht zu 100% .

Schönen Gruß, Mario
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