Jahresrückblick 2012

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Jahresrückblick 2012

Beitragvon sebastian_waf » 31.12.2012, 14:53

Hallo zusammen,

das Jahr 2012 ist in paar Stunden vorbei und wir begrüßen feierlich das neue Jahr.
Wenn ich auf das Jahr 2012 so zurück blicke, muss ich sagen, dass war ein schönes Jahr mit vielen neuen Erlebnisse und auch Erfahrungen.

Vielleicht hat der ein oder andere in diesem Jahr ebenfalls etwas schönes erlebt, was er mit uns teilen möchte.
Nur zu, schreibt hier eure Erlebnisse nieder um die Schonzeit mit ein paar schönen Geschichten etwas zu versüßen.

Ich wage hier mal den Anfang.

Der Anfang 2012 gestaltete sich mit viel lesen und Überlegungen. Ich habe mich dazu entschlossen meine erste Fliegenrute aufzubauen. Anfangs wollte ich mir erst nur einen Blank kaufen, den ich günstig in einem Angelladen in Bochum sah. Es war ein Blank von Sage für nur 100€. Zwar handelte es sich um ein altes Modell, ca 10 Jahre alt. Aber für den Anfang sollte es ja reichen. Doch dieser Gedanke war schnell verworfen, weil ich mir beim einholen von Informationen immer wieder über die Ruten aus Bambus stolperte. Lange überlegte ich, was soll ich jetzt machen? Bambus oder Kohlefaser? Ich fing an mir einen Kostenplan aufzustellen. Schnell sah ich, dass der Bau von Bambusruten nichts für meine Portokasse war. Die Gedanken einer Bambusrute haben mich aber nicht in Ruhe gelassen, so dass ich weiter im Internet nachschaute und einen Bauplan für eine Hobellehre fand. Jetzt war kein halten mehr. Die Bambusrute wird gebaut. Für die Anschaffungen der Materialien habe ich meinen Kostenplan aufgeteilt. So dass ich die Beschaffung auf 3 Monate aufteilen wollte. Ich fing an mir die Sachen für die Hobellehre zu besorgen und verschwand zum Leidwesen meiner Freundin zwei Wochen im Keller. Die Abende und Wochenenden habe ich mit bohren, feilen und messen verbracht, bis eines abends die fertige Hobellehre vor mir und ich überglücklich war. Also ging es weiter. Als erstes flog der blöde Kostenplan weg und wurde mit meinen Sparbuch eingetauscht und ich bestellte mir alle noch erforderlichen Werkzeuge, Materialien und den Bambus.
So fing ich dann an zu hobeln, zu richten der Spleisse und zu fluchen. Meine Freundin sah mich in den nächsten vier Wochen nur noch morgens vor der Arbeit und abends als ich ins Bett gekommen bin. Das gab vorm schlafen gehen öfter mal lange Diskussionen. Aber den Inhalt habe ich am nächsten morgen schon wieder vergessen. Es wurde weiter gehobelt bis meine erste Rute fertig war. Bis Ostern folgten noch zwei weitere Ruten, so dass ich dann Ostern meine erste Forelle mit meiner Gespliessten fing. Das war ein unvergessliches Erlebnis.

Ich möchte mich hier noch einmal ganz besonders bei Teastick bedanken, ohne dessen Hilfe ich meine Ruten nicht hätte bauen können. Freimut, vielen vielen Dank dafür!!!!!

Dann wurde es auf jeden Fall wärmer und die Sonne lockte mich aus den Keller und schickte mich an Wasser. Ich habe viele schöne Fische mit den neuen Ruten gefangen. Große Döbel, schöne Forellen und meine ersten Äschen.
Naja, ich habe auch wieder mehr mit meiner Freundin gemacht. Die hatte ja einiges gut bei mir, sagte sie zumindest :-)

Der Frühling und der Sommer verging sehr schnell, da ich beruflich sehr eingespannt war. Ich war die Wochen über immer in Düsseldorf, da ich dort meine Baustelle hatte. So ist das leben als Bauleiter in einer großen Firma. Man kommt viel rum und sieht viel. Aber leider hat man wenig zeit zum angeln. So dass ich mich dann im Sommer entschlossen habe die Firma zu wechseln. Jetzt bin ich bei einer Firma, wo ich abends im eigenen Bett schlafe und auch mehr zeit für das fischen habe.

Wie gesagt, der Frühling und der Sommer waren schnell vorbei, so dass der Herbst an meine Türe klopfte. Man liest ja viel vom sogenannten Goldenen Herbst. Aber ich habe davon noch nie viel mitbekommen. Doch dieses Jahr war anders.

Ich bin mit zwei Freunden ins Sauerland Gefahren und konnte meine ersten Äschen fangen. Ich angel schon seit 10 Jahren mit der Fliege, doch noch nie zuvor habe ich eine Äsche gefangen. An diesem Tag habe ich nicht nur meine erste Äsche gefangen, sondern auch meine erste Barbe. Was für ein Tag dachte ich mir nur. Zwei schöne Fische die ich bisher nur von Bildern kannte, fangen zu können.

Ca. drei Wochen später lockten mich aber wieder die Hechte ans Wasser. Ich fuhr früh morgens zu unseren Vereinssee und fing innerhalb einer Stunde nur einen kleinen Hecht. Irgendwas sagte mir, die Hechte wollen hier nicht. Also packte ich meine Sachen ins Auto und bin zu einen kleinen Bach gefahren. Hier sollte es was werden. Schnell baute ich meine Rute auf und zog los. Der erste Wurf brachte direkt einen Biss. Wahnsinn, heute knallt es, sagte ich mir. Und so kam es auch. Ich habe in zwei Stunden 8 Bisse gehabt und fünf Hechte bis ca. 80cm fangen können. Doch dann sagte mir der Blick auf die Uhr, ab nach Hause, Freundin wartet. Die wollte an diesem Tag mit mit einkaufen. Als ich dann zu Hause eintraff lag sie mit Kopfschmerzen im Bett und sagte mir, ich soll doch eine Fliege binden und danach fahren wir los. Welch blöde Idee dachte ich mir nur. Ich wollte wieder ans Wasser. Dann nahm ich die Katze, legte sie zu ihr ins Bett und fragte ob es ok sei, wenn ich wieder ans Wasser fahre. Die Katze ist bei dir und kümmert sich um dich:-). Sie lachte und sagte zu meiner Überraschung, dass ich fahren soll. Perfekt, die Sachen wieder ins Auto und los.
Als ich am Wasser angekommen bin dachte ich mir, das kann nicht gut gehen. Du wirst nichts mehr fangen. So ein Glück kannst du nicht haben. Egal dachte ich mir. Also ging es los. Der erste Wurf brachte mir wieder einen Hecht. Aber nur einen kleinen, der sich an der losen Leinen zum Glück von selbst befreien konnte. Geschätzte 10min später habe ich einen Nachläufer bekommen. Den Wellen an der Oberfläche nach zu beurteilen habe ich den Fisch auf 80-90 cm geschätzt. Ich habe den Fisch nicht mehr angeworfen und zog weiter. Das kann einem ganz schön schwer fallen, so einen Fisch nicht nochmal anzuwerfen. Aber ich wollte dem Fisch Ruhe geben und es später mit eine größeren Fliege probieren. Es zog mich dann 40 Meter stromab wo sich ein Wehr befindet. Dort setzte ich mich ins Gras und rauchte erst einmal eine Zigarette. Dann ging es weiter. Paar Würfe am Wehr brachten mir einen 70er Hecht. Das läuft ja wie bekloppt dachte ich mir und ging zurück zu der Stelle, wo ich den großen vermute. Schnell knüpfte ich eine Dicke Fliege, gebunden aus Bucktail an mein Vorfach und brachte sie zu Wasser. Langsam strippte ich die Fliege zu mir. Es Tat sich nichts. Nächster Wurf. Perfekte Landung, die Fliege landete direkt vorm anderen Ufer. Langsam einstrippen und Wie aus dem nichts tauchten wider diese Wellen hinter meiner Fliege auf. Mir schoss nur eins durch den Kopf. Schneller strippen, ganz schnell strippen und genau das Tat ich auch. Baaam, der Hecht packte zu und aus meiner Rute wurde plötzlich ein Halbkreis. Nach einem kurzen und harten drill konnte ich den Fisch landen. Was für ein Pferd dachte ich mir. So einen dicken Hecht habe ich noch nie gefangen. Ich habe ihn im Wasser schnell vermessen und gelöste. Ein Foto gemacht und dann ist er mir aus der Hand gerutscht. Er hat eine Länge von 92cm gehabt und geschätzte 7-8 kg auf die Waage gebracht.
Kurz nach dem der Hecht in der Tiefe verschwand blickte ich Flussauf und dachte ich sei benebelt. Das Wasser fing an sich zu schäumen und steigt innerhalb von drei Minuten um fast 50cm an. Es wurde oberhalb meiner Stelle die Wehre geöffnet. So ein Glück kann man doch nicht haben, sagte ich mir und bin überglücklich zum Auto gegangen.

Das waren paar von meinen Erlebnissen aus dem Jahr 2012.
Lasst von euch was hören.

Lg und einen guten Rutsch ins neue Jahr

Sebastian

Ps. Dieser Text entstand mit meinen Smartphone. Bitte habt Nachsicht mit evtl. Rechtschreibfehlern die ich nicht gefunden habe.
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