Nachtwächter unter uns

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Re: Nachtwächter unter uns

Beitragvon webwood » 10.05.2013, 18:30

Aus Erfahrung kann ich aber sagen das 99% der betreffenden "Kontrollorgane" allerorts absolut umgänglich sind.


und ich kenne einen, der einen kennt, der wo schon mal kontrolliert worden ist.
Dank dieser Erfahrung können wir dann sagen, nicht 99%, sondern sogar 99,3% aller Kontrollorgane sind allerorts absolut umgänglich.

Das ist doch schön!

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Thomas
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Re: Nachtwächter unter uns

Beitragvon Werbe » 10.05.2013, 20:13

Sorry,

"Si tacuisses, philosophus mansisses", gilt mindestens für die letzten drei- obwohl das mit den Philosophen ein wenig hoch gegriffen erscheint.

Da ich aber einen eineinhalbjährigen "Krieg" mit einem Fischereiaufseher bzw. seinen vorgesetzten Behörden führte, bei dem einige Behördenvertreter sich "Einläufe" seitens des zuständigen Ministeriums einsammelten, weiß ich, dass es solche und solche gibt-was aber auch schon der Eröffner des Fadens wusste.
Vielleicht sollte man es dabei bewenden lassen, statt eines übereifrigen Fischereiaufsehers gleich nach Fehlern in Postings zu suchen.

Gruß
Werner
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Re: Nachtwächter unter uns

Beitragvon dreampike » 12.05.2013, 13:02

Hi,

als ehrenamtlicher (und unbewaffneter) Fischereiaufseher hat man halt auch so seine Erlebnisse, die einen (zumindest an Teilen) der Menschheit verzweifeln lassen.

Gestern komme ich ans Fischwasser und sehe, wie ein ausschließlich auf Hecht fischender Vereinskamerad eine Tüte mit Fischabfällen von der Brücke herab in den See entleert :shock: (das ist bei uns in Bayern u.a. nach dem AVBayFiG §20 nicht erlaubt).

Daraufhin angesprochen: "Habe ich nicht gewusst, mache ich immer so! - :shock: :shock: ???

Ok, wo er denn den dazugehörigen Fisch habe? "Zu Hause, den habe ich daheim ausgenommen..." :shock: :shock: :shock: Das heißt, er ist heimgefahren, hat den Fisch versorgt und die Abfälle wieder mit an den See genommen ?!?.

Ok, im Fangbuch (Fänge müssen sofort mit Datum eingetragen werden) steht aber gar kein Hecht von heute drin: "Ja, das war ein Karpfen"

Karpfen mpssen auch eingetragen werden: "Ja, anderer Weiher, anderer Verein...".

Ok, wieso er denn keinerlei Karpfengerät in seinem Auto habe: "Habe ich von Freund Karpfen geschenkt bekommen"... usw.

Manchmal fällt es dann schon schwer, freundlich und höflich zu bleiben (gestern war es eindeutig zu schwer),
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Re: Nachtwächter unter uns

Beitragvon MEFO45 » 12.05.2013, 14:50

Hallo Wofgang,

danke für Deine Schilderung!

Genau das stelle ich mir unter diesem ehrenamtlichen Job vor: Die Gewissheit, dass ein Haufen Leute diese wichtige Arbeit nicht schätzen. Und dann Erlebnisse dieser Art, bei denen sich den meisten von uns sicher die Faust in der Tasche ballt! Welchen Idealismus muss man haben, um sich dieses immer wieder anzutun!

Und dann immer wieder freundlich sein. Und diesen Job trotzdem immer weiter verrichten. Denn dieser Job ist für uns alle, die wir für unsere Strecke zahlen und ungestört von solchen Frevlern unseren Aufenthalt in der Natur genießen möchten ungemein wichtig! Wir sollten uns alle freuen, wenn wir möglichst häufig kontrolliert werden. Oder haben wir etwa teilweise selbst etwas zu verbergen?

(Z.B. C & R...hmmm...)
Viele Grüße

MEFO
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Re: Nachtwächter unter uns

Beitragvon Maggov » 13.05.2013, 09:58

Hallo Detlef,

ich wollte die slowenischen Kontrolleure als vorbildlich darstellen bis ich Dein Posting gelesen habe.

Meine Erfahrungen dort waren durchweg positiv und nachdem dort wirklich jeden Tag und viel kontrolliert wird war ich durchweg angetan.

Kontrolleure mit Schußwaffen halte ich für absolut bedenklich!

@all:

Das war auch mein Rückschluß: es gibt einige Hilfssherifs die aber meiner Meinung nach nicht den ehrenamtlichen Job wie oben so top beschrieben wahrnehmen sondern die Marke tragen um sich als solche auf zu spielen. In diesem Fall finde ich weder Anzeigen noch Postings angemessen, man sollte das mit der Vorstandschaft / die Fischrechtsinhaber ausmachen. Jeder Fischrechtsinhaber der Lizenzen ausgibt wird ein massives Interesse daran haben dass sich Leute an dem Wasser wohlfühlen und wieder kommen. Sofern man sich an die Bestimmungen hält. Tut man dies nicht ist es aus meiner Sicht auch etwas "schwierig" sich zu beschweren dass der Ton nicht angemessen ist.

Deshalb mein Rat: In diesen Fällen einfach mal den Vorstand anrufen.

LG

Markus
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