Von Einem der auszog mit der 2H das Fürchten zu lernen!

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Re: Von Einem der auszog mit der 2H das Fürchten zu lernen!

Beitragvon CPE » 01.07.2017, 20:01

Moin alle,

Winston hatte sich an def Ostsee ohne Tape gelöst und kurze Zeit später zerlegt. Insbesondere Orvis, Redington und Mackenzie 2H tun das nicht. Allerdings kontrolliere ich nun oft, vielleicht alle 10-12 Würfe. Ich war damals bei dem Winston-Unfall noch grün hinter den Ohren.

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Re: Von Einem der auszog mit der 2H das Fürchten zu lernen!

Beitragvon Dietmar0671 » 01.07.2017, 20:13

Ich bin in 5 Minuten wieder zurück, gehe fischen, unbedingt alle 5 Minuten neu lesen
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Re: Von Einem der auszog mit der 2H das Fürchten zu lernen!

Beitragvon AlexWo » 02.07.2017, 07:31

CPE hat geschrieben:Moin alle,

Winston hatte sich an def Ostsee ohne Tape gelöst und kurze Zeit später zerlegt. Insbesondere Orvis, Redington und Mackenzie 2H tun das nicht. Allerdings kontrolliere ich nun oft, vielleicht alle 10-12 Würfe. Ich war damals bei dem Winston-Unfall noch grün hinter den Ohren.

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Hallo Nobert,

meine Loop-Ruten, mit Graftolin eingeschmiert, lösen sich auch nicht....

LG

Alex
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Re: Von Einem der auszog mit der 2H das Fürchten zu lernen!

Beitragvon Achim Stahl » 02.07.2017, 16:05

Moin,

AlexWo hat geschrieben:
CPE hat geschrieben:Moin alle,

Winston hatte sich an def Ostsee ohne Tape gelöst und kurze Zeit später zerlegt. Insbesondere Orvis, Redington und Mackenzie 2H tun das nicht. Allerdings kontrolliere ich nun oft, vielleicht alle 10-12 Würfe. Ich war damals bei dem Winston-Unfall noch grün hinter den Ohren.

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Hallo Nobert,

meine Loop-Ruten, mit Graftolin eingeschmiert, lösen sich auch nicht....

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Meine Winston-Ruten (und alle anderen) stecke ich sorgfältig zusammen, lösen sich auch nicht... :wink:


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Re: Von Einem der auszog mit der 2H das Fürchten zu lernen!

Beitragvon fly fish one » 28.08.2017, 14:27

Er kam die Gaula, die Orkla und den Mandalselva; mit kühnem Blick, der Laksjäger an den Ufern.

Jetzt müsst Ihr Euch nur noch das Bild vom Meterlachs denken, dann wäre es perfekt, oder???

6,5 Tage insgesamt an allen 3 Flüssen Lachsfischen. 2 Lachse verloren, einen an der Gaula und einen am Mandal, ein paar Anfasser, das war's. Einer der 2 verlorenen am ersten Tag an der Gaula nach ein paar Stunden, dieses Erlebnis hat mich restlos für das Lachsfischen eingenommen. Er hing geschätzte 15 Sekunden an der Leine und zog ordentlich Schnur trotz einigermaßen fester Bremse. Er war sicher nicht riesig, aber auch kein Kleiner.

Ich war so überrascht, dass ich nur noch mit Kulleraugen zusehen konnte wie die Bremse rauschte. Ich war wie erstarrt und zu keiner Regung fähig. Gerade als ich mit einer Hand die Bremse weiter dämpfen wollte - wurde die Leine schlaff.
Aber keine Spur von Enttäuschung oder Trauer, sonder lauter Glückshormone ließen mich mitten in der Gaula tanzen. Sie sind da, Sie sind real, Sie nehmen meine Tube, an meiner Winston - unfassbar!! Es hätte nicht viel gefehlt und ich hätte Rotz und Wasser geheult.

Diese wunderbare Landschaft, atemberaubende Flüsse einbettend, die Lachse springend, dass hat mich im wahrsten Sinne umgehauen. Der erste Fluß, wir standen direkt mit dem Wohnwagen dort, die Gaula, meine Blicke wie magisch anziehend, über Stunden, das Herz wollte aus der Brust springen vor Freude und Glück.

Dann traf ich Hendrik alias Orkdarling an der Orkla. Liebe Kollegen, was für ein wunderbarer Kollege! Seine Hilfbereitschaft geradezu rührend, aber das Wichtigste: Er ist der wahre und geborene Lachsjäger! Wenn andere fischen, er jagt! Man muss das so nennen. Die Vorbereitung des Lachstages, das Studium des Wetters und der Gezeiten, wenn er am Fluß die Löcher mustert, wie er die Ruten bewegt, weder Essen noch Trinken, die pure Konzentration, intensiv, die Luft knistert!

Ihn, nur Ihn alleine zu beobachten, waren eine grosse Inspiration und Vergnügen für mich. Er hat sich einen Doppelspey erarbeitet, der so herrlich unaufgeregt, die Leine einmal links und einmal rechts schlenkernd, so lässig und effizient ist, um anschließend 25 Meter Schußkopf (mit allem mitgerechnet) noch ohne Probleme viele Meter Running Line folgen zu lassen. Ich habe mit seinem 15 Füßer und dieser Leine mal versucht zu werfen! Ich habe den verdammten Kopf nicht mal annähernd aus dem Wasser bekommen! Lange Schußköpfe an 2H sind die Königsdisziplin im Fliegenfischen. Einhandfliegenfischen ist für Mädchen!

Die Leinen legen sich dabei so sanft auf das Wasser, dass du meinst da hat eben einer ne 3er Leine ausgelegt, wäre da nicht dieser lange Stecken in den Händen des Fischers! Es ist wirklich so, die Spey Leinen erlauben in den Händen von Könnern eine sanfteste Präsentation mit Schlaufen so eng wie mit den Einhändern. Hendrik hat es mir ständig vor Augen geführt.

Was alles schief gegangen ist und für euch zum Amüsement:

1) Die Tube aufs Ohr geknallt, weil ich meinte einen neuen Stil kreieren zu müssen. Die Leine von einer Seite auf die andere umlegend. Nur einmal war der Winkel zu spitz und im Moment wo ich denke, dass ich jetzt den Kopf direkt in meine Richtung ziehe - hängt er schon am Ohr! Allerdings ohne eingefädelten Widerhaken! Ich habe das nie mehr so gehandhabt! Manchmal ist Kreativität richtig gefährlich.

2) Ich hatte den Rio Scandi mit Wechselspitze (floating) und Poly Leader in Clear intermediate am Wickel. Meine Frage an Hendrik hinter mir fischend: "Paßt das so, Hasi, geht doch mit meiner Schmeißerei, oder? Hendrik: " Mmmmh ja, paßt so, Frank!" Ich, total happy über die Bewertung, montiere in grenzenloser Scheunentoregomanie die leicht sinkende Spitze mit sinkendem Polyleader - aaaaaarrrrrgllll!

Hendrik hinter mir: "Was machste denn da?" Ich: "Na diesen verschissenen Kopf aus dem Wasser würgen!" Hendrik: "Gib mal her die Winston!" Nimmt die Winston, bekommt den Kopf ohne Probleme aus dem Wasser, knallt das Ganze in die Running Line! Hendrik: "Da geht noch was!" Schnur noch einige Meter von der Rolle ziehen und schmeißt den verfluchten Scandi Kopf an den Horizont. Mir platscht die Kinnlade hörbar ins Wasser und außer Stottern und Fluchen nix weiter.

Was dann folgte, über einige Stunden, ist schönstes Lachsfischen mit Anleitung, Scherzen, Unterhaltungen über Norwegen, Lebensläufe, andere Kollegen, Bier- und Zigarrenpause, und die Sonne schien uns ins Gesicht.
Dann musste Hendrik eigentlich gehen, die Familie wartete, wir standen immer noch an den Autos und redeten! Lieber Hendrik, Du warst großartig, die Orkla war großartig! Danke!! Leute, fahrt an die Orkla, hört auf den Hendrik und ihr werdet beschenkt.

Frank - Laksheinilehrling 1. Lehrjahr

Tante Edit noch:
Achim Stahl gebührt der Dank für den Tip mit der Mandal!! Was für ein geiler Fluß!! Auch wenn ich wieder nur einen Lachs versemmelt habe, war das ein grosser Spaß! Ich bin von jetzt an dem Lachsvirus verfallen. Weitere Ruten und Setups werden folgen. 2018 greife ich voll an!!
Zuletzt geändert von fly fish one am 28.08.2017, 16:37, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Von Einem der auszog mit der 2H das Fürchten zu lernen!

Beitragvon dr-d » 28.08.2017, 14:46

hallo frank,


na also - geht doch.weiterhin viel spass und übrigens:

- schöner bericht! =D>


schöne woche


thomas
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Re: Von Einem der auszog mit der 2H das Fürchten zu lernen!

Beitragvon Cowie » 28.08.2017, 16:09

DANKE für den Bericht, Frank ! =D>

(gibt es auch noch Bilder zu sehen???)
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Re: Von Einem der auszog mit der 2H das Fürchten zu lernen!

Beitragvon orkdaling » 28.08.2017, 18:31

Moin moin,
lieber Frank, danke fuer die Blumen aber so gross brauchte der Strauss nicht sein :badgrin:
Leider war Hasi nur kurz hier und genau diese Tage war extrem Niedrigwasser und Knallsonne. War halt was zum Gewæsser erkunden und Wurftraining.
War eh eine schwierige Saison. Juni mit Hochwasser, 1m zwischen den Bæumen und dadurch wenig Angeltage, Juli war ganz gut mit durchwachsenem Wetter und Anfang Aug. nach etwas Regen und getiegenem Wasser war nochmal richtig gut. Di und Mi arbeiten und Do am letzten Tag mach ich frei um die Saison abzuschliessen. Heute die Schnapszahl vollgemacht, 33.
Ja Frank, nach dir war weiterer Besuch hier und er war erfolgreich. Zwischen den Sandbænken, entlang der langen Rinne und auch an der Schnelle an Ende der Zone.
War aber auch optimaler Wasserstand fuer diese Zone.
Aber ich muss noch was richtigstellen mit den 25m Kopf. Nee der ist 14,8m laut Hersteller, daran ein 15Ft Vorfach und daran ca. 1,5m 0,35 angeknotet (meine Flachwassermontage)
Und wenn du wieder hier bist dann werfen wir solange bis du das Ding mit deiner Winston raus bekommst :mrgreen:
Gruss Hendrik
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Re: Von Einem der auszog mit der 2H das Fürchten zu lernen!

Beitragvon Forelleke » 29.08.2017, 09:22

Sehr schön geschrieben Frank!

Danke,

Roel
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Re: Von Einem der auszog mit der 2H das Fürchten zu lernen!

Beitragvon Rene Königs » 29.08.2017, 09:44

fly fish one hat geschrieben:Die Tube aufs Ohr geknallt, weil ich meinte einen neuen Stil kreieren zu müssen. Die Leine von einer Seite auf die andere umlegend. Nur einmal war der Winkel zu spitz und im Moment wo ich denke, dass ich jetzt den Kopf direkt in meine Richtung ziehe - hängt er schon am Ohr! Allerdings ohne eingefädelten Widerhaken! Ich habe das nie mehr so gehandhabt! Manchmal ist Kreativität richtig gefährlich.


Hallo Frank,

das zeigt mal wieder das die Methode LdS immer noch zu 100% funktioniert :wink: Ansonsten weiter üben und dann ist das Tal der Tränen auch bald durchschritten :biggrin:

Danke fürs berichten =D>

LG
Rene
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Re: Von Einem der auszog mit der 2H das Fürchten zu lernen!

Beitragvon fly fish one » 29.08.2017, 14:49

Liebe Kollegen,

vielen lieben Dank. Es ist mir eine Ehre.

Nachdem Hendrik ein wenig mit mir gearbeitet hatte, kam ich stellenweise ganz gut klar. So zumindest mein Gefühl und die Weite. Ich schaffe das nur nicht konstant, wie die alten Hasen. Ein paar Meter flußab, etwas weniger/weiter im Wasser und schon verhungert die Leine wieder und ich bekomme den Kopf nicht zum Fliegen. Der Knackpunkt, hat auch Hendrik klar analysiert, ist die Rutenstellung am hinteren Stop zur Formung des D-Loop. Ich neige dazu, wenn das Umfeld schwieriger wird, viel zu weit auszuholen. Ich bin immer überrascht, wenn es mir gelingt, wie leicht der Kopf abhebt und fliegt.

Den Kopf im Doppelspey umzulegen geht mittlerweile ganz vernünftig. Das Ausrichten danach, der Leine in die neue Wurfrichtung und der hintere Rutenstop, dass sind die Punkte an denen ich weiter arbeiten muss. Ich muss aber sagen, dass ich wirklich nicht den Rio Scandi Short benütze, sondern den Rio Scandi. Der kommt mit den Wechselspitzen, 12 - 15 ft Leader und 0,5 m 0,40er Tippet auf ca. 17 - 18 Meter. Ich habe mal spaßeshalber die Wechselspitze weg gelassen und den Leader direkt an den Body gebunden. Damit habe ich dann nur noch einen kleinen Tacken über 10 Meter Länge. Den werfe ich ganz entspannt und immer auf ordentliche Weiten. Aber ich werde mir auf keinen Fall jetzt einen Scandi Short oder sogar einen Skagit Kopf zulegen.

Frank
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Re: Von Einem der auszog mit der 2H das Fürchten zu lernen!

Beitragvon orkdaling » 29.08.2017, 17:27

Moin moin,
jaja Frank, man sagt auch Timing dazu. Bist du zu langsam beim Umlegen sinkt dir die beschwerte Fliege oder der schwere Poly wieder ein.
Strømt das Wasser schnell von hinten und du stehst mitten im Fluss, ist nichts mit Loop aufbauen weils den wegspuelt wenn du zu langsam bist. Da hilt auch keine Gewalt weil nichts da ist was du beschleunigen kønntest.
Und richtig erkannt, Rute zu weit hinten ist wie abgeknicktes Handgelenk beim EH werfen, dann wirds ein Schnurbogen der vor dir ins Wasser fællt.
Genau wie eine zu weit nach vorn gesenkte Rute.
Zur Plumsfischerei, auch Skagit genannt, dann kannst du auch mit der Spinne losziehen :mrgreen:
Aber nochmal zur Weite, ist sicher ab und an notwendig , besonders an breiten Fluessen, gleichmæssige Strømung,Tiefe usw.
Wichtiger ist aber die Fliege zur richtigen Zeit am richtigem Ort (Einstand oder Wanderweg)
Und darum mach ich jetzt Schluss ,18 - 21 uhr Zone 5 :badgrin:
Gruss Hendrik
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Re: Von Einem der auszog mit der 2H das Fürchten zu lernen!

Beitragvon fly fish one » 29.08.2017, 17:58

Lieber Hendrik,
hau rein, Hasi!! Und ich will mit - zfix! Ich werde weiter üben und nächstes Jahr wuchte ich in der Orkla bei Dir die Lakse!

Dein Frank
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Re: Von Einem der auszog mit der 2H das Fürchten zu lernen!

Beitragvon fly fish one » 29.08.2017, 20:03

Cowie hat geschrieben:DANKE für den Bericht, Frank ! =D>

(gibt es auch noch Bilder zu sehen???)


Lieben Dank! Und für die fehlenden Bilder muss ich mich leider entschuldigen. Ich habe genau 2 und die taugen nicht für's Forum.

Obwohl natürlich Landschaft und Flüsse eine Würdigung durch Fotos absolut verdient hätten, war mein Geist in diesen Tagen nicht in der Lage, dass so weit zu abstrahieren und zu fokussieren um diese Eindrücke nicht nur im Geiste und im Herzen zu verewigen, sondern auch für Euch und für mich, um die lange Zeit zu überbrücken bis ich wieder an diese Orte komme.

Wer noch nie im Westen Norwegens war, die Fjorde zum Teil 100 km ins Land und soooo tief, dass Deine Tube vor Deinen Füßen im grundlosen schwarzen Nichts entschwindet (nebenan "parkt" die Aida xxxx), zum Teil riesige Flüsse entweder auf endlosen Sandbänken mäandern oder durch scharfe Klammen stürzen, zur Lakssaison an den Flüssen in jeder Kurve mindestens eine lange Rute steht, Wetter wechseln im 10 Minutentakt, Deine Hütte/Wohnmobil/Wohnwagen stehen IMMER mitten in der Szenerie, der hat was verpasst. Wer sowas mag, der kommt nach so einem Trip wie besoffen nach Hause!!

Dein Frank
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Re: Von Einem der auszog mit der 2H das Fürchten zu lernen!

Beitragvon orkdaling » 05.09.2017, 11:40

moin moin,
100 km lang? Frank schau mal unter Sognefjord. 204 km und etwas ueber 1300m tief, ist aber auch der Grøsste.
https://lakseelver.no/files/styles/body ... k=xialkeFK
Hier hab ich mal ein Bild gefunden mit roten und blauen Markierungen. Metli Zone liegt zwischen Orkanger und Fannrem und hat so etwa solche Verhæltnisse wie meine geliebte zone 5 mit 2 Sandbænken. Metli ist nicht mehr von Gezeiten beeinflusst aber sehr vom Wasserstand abhængig.
Die roten Punkte sind Fangplætze bei ueber 100 Kubik, die blauen bei gewøhnlichem Wasserstand und auch Niedrigwasser.
Und hier eine andere Zone, denken wir uns mal die Typen weg.
https://lakseelver.no/files/styles/full ... k=vJGb171S
Was sagt uns das Bild? Das wir hier je nach Wasserstand andere Ausruestung und anderen Wurfstil brauchen.
Høherer Wasserstand, kønnten wir nur auf dem Stein stehen und eine kurze (Switch) Rute reicht aus um an die deutlich sichtbare Kante zu gelangen wo dann der Fisch aufsteigen wuerde.
Weniger Wasserstand, vielleicht liegt der sichtbare Sandboden trocken, muessten wir in der Hauptstrømung fischen. Aber vorsicht, truebe und Regen, da kann der Lachs weiter an der Kante aufsteigen also nicht rein latschen.
Sonne, klares Wasser, dann wære eine 15Ft Rute mit langem Kopf vom Vorteil um die gegenueberliegende Seite zu befischen die Schutz vor direkter Sonne bietet.
Um an die roten und blauen Punkte in Bild 1 zu gelangen, man steht dort linksseitig, reicht ein Rollwurf um seine Sinkspitze mit beschwerter Fliege an die Kante zu bringen.
Die gegenueberliegende Seite in Bild 2, man steht rechtseitig, wuerde ich mit einem Double Spey anwerfen und das mit einer langen Rute.
Mit kurzer Rute und stændigen Menden wird die Fliege trotzdem hoch und von der Wand weg gezogen (Schnurbogen in der Strommitte)
Lieber Frank, nicht 2 oder 3 mal auslegen und Fische verschrecken, Double Spey (Richtungsænderung) und Fliege am getrecktem Vorfach wær meine Methode weil man manchmal nur 1 Versuch hat bei sommerlichen Bedingungen.
Gruss Hendrik
Und einen hab ich noch - ætsch - nur bei den blauen Punkten nehm ich einen sinkenden Poly, bei den roten reicht die Spitze mit S1/3 und an der Wand 15 Ft mit 0,35mm
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