Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Was macht FLIEGENFISCHEN aus? Hier darf nach Herzenslust gefachsimpelt werden! Auch Termin- und andere Ankündigungen passen hier herein.
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Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitragvon moma » 19.06.2016, 15:02

Ein ethisches Thema… es liegt mir aber am Herzen.
Sollen wir als Fliegenfischer auch gewisse Werte vertreten? Ich denke schon!

Das Fliegenfischen ist ja die schonendste und edelste Art des Fischens:
- Man muss sich auf die Natur einlassen und identifizieren können um überhaupt erfolgreich zu sein.
- Man ahmt die Natur nach.
- Das Fliegenfischen ist eine Kunst, bei der Können, aber vor Allem Respekt zum Tier im Zentrum stehen “müssen“.

Der Fischer, die Rute, die Fliege, das Wasser, der Fisch… was anderes gibt es nicht, oder doch? Geht es auch um Leistung, muss man jemandem was beweisen?
Da ich immer öfter Fotos von Fischern sehe die ihre gefangenen Fische wie eine Trophäe hochhalten frage ich mich in welche Richtung wir langsam gehen? Junge, aber auch alte Fliegenfischer denken, vielleicht, dass es wie beim Sport um Leistung geht… Viele Fische fangen…, große Fische fangen…, schnell Fotografieren…, online stellen… Stress und Angeberei!!
Man sieht oft Vater und Sohn, die sich im Netz protzig mit ihrem Fang zeigen… und natürlich auf Komplimente warten…
Wie erziehen wir unsere Kinder, wenn wir sie am Wasser mitnehmen?

Der Fisch ist kein Sportgerät und ist als Lebewesen zu respektieren, ganz unabhängig davon ob wir es dann essen oder nicht!

Auch Reiseberichte sind “oft“ nichts anderes als eine reine Selbstdarstellung…
Zusätzlich werden überteuerte Fischergeräte und Marken gekauft und bewusst zur Schau gestellt… Günstiges Material wird auch hier im Forum nicht selten schlecht gemacht…
Um was geht es langsam bei den Fliegenfischern?? Ich staune oft nur mehr und kann manche Gruppen, Foren und soziale Medien nicht mehr besuchen…

Ob man jetzt mit dem Wurm fischt oder mit der Fliege… die ethische Frage stellen sich offensichtlich nur mehr wenige… Fliegenfischen ist halt schick und elitär…

Ich habe hier natürlich bewusst etwas pessimistisch geschrieben, aber die Tendenz in dieser Richtung ist für mich eindeutig und offensichtlich.
Vielleicht hat da jemand Lust zu diskutieren…

Grüße
Markus
Zuletzt geändert von moma am 19.06.2016, 17:21, insgesamt 1-mal geändert.
moma
 
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitragvon Flots » 19.06.2016, 16:01

Danke Markus für diesen Post !
Gerade das fast schon krankhafte abfotografieren, schön hochhalten oder auf eine Schotterbank zerren und möglichst schön Drapieren von Fischen ist leider eine sehr verbreitete Unsitte. Das stresst die Fische enorm.
Ich fische seit über 30 Jahren mit der Fliegen und habe etliche Kapitale und auch einige seltene Fische gefangen, es gibt kein Einziges Foto davon; stattdessen sammle ich die Fliegen mitdenen ich solche
Fische gefangen habe, in einer eigenen Holzbox, beschriftet mit Datum und Ort. Es genügt die Fliegen anzuschauen und die Erinnerungen an die Fänge kommen wieder.

LG Theo
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitragvon felix » 19.06.2016, 16:05

Ich denke einmal, Dir geht es um das ewig junge Thema "es wird alles immer schlechter".

Gerade beim Fliegenfischen finde ich das überhaupt nicht - wenn man sich durch die einschlägige Literatur kämpft kann man recht gut feststellen, dass die Zurschaustellung von grossen Fischen doch stark nachgelassen hat und der Respekt vor Fisch und Gewässer stark zugenommen hat.
Klar gibts auch heute immer wieder Ausnahmen, aber wie ich finde deutlich weniger, weil sich ja auch viel mehr kritische Stimmen finden, die gleich einen Verstoss gegen irgendetwas orten.
Ich finde ganz ehrlich, dass Deine These gar nicht stimmt...
Servus Felix
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitragvon orkdaling » 19.06.2016, 16:20

http://grong.vgs.no/utdanningsprogram/S ... fault.aspx
Hier mal ein Beispiel welchen Stellenwert Fliegenfischen in N. hat.
Wahlfach Fliegenfischen, fuer die die mal in dieser Richtung weiter gehen wollen, sei es als Guide, Tourismusbranche oder Fischwirtschaft usw.
Letzte Woche waren die Mædchen in Løkken bei Trond Syrstad eine Woche in der Orkla fischen. Anschliessend bei uns hier im Skjenaldelva.
Fuer die Kinder und Jugendlichen gibt es organisiert vom Landesverband (NJFF) und den Ortsverbænden (ZB unser OJFF) jæhrlich den "Fiskesommer" (brauch ich wohl nicht uebersetzen). Sinn und Zweck der Uebung ist es die Teens an den Sport, die Natur, Umweltschutz heran zu fuehren.
Ich will hier nicht ueber Sinn und Zweck der Fischereipruefung diskutieren wie sie in D. zwingend erforderlich ist. Fuer mich ist das ueberfluessig wenn man das (Fliegen)Fischen schon in der Schule lernt. Jeder, nicht nur ein elitærer Kreis der es sich leisten kann. Stellt sich mir auch die Frage warum man diese (6-18 jæhrigen) vom Fischen ausschliesst und damit auch von so wichtigen Dingen wie Naturverbundenheit, Umweltschutz, Achtung vor der Kreatur Fisch usw.
Fuer mich jedenfalls ist es sehr eitel wenn Papa den Fischereischein machen kann und mit seiner Gang zum Fischen fahren darf. Die Kids aber kiffen auf`n Schulhof.
Dagegen ist es fuer mich nicht eitel mit schweineteuren Klamotten oder Ruten am Wasser zu erscheinen, jeder wie er will oder kann bzw was er fuer zweckmæssig hælt.
Gruss Hendrik
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitragvon moma » 19.06.2016, 16:55

felix hat geschrieben:Ich denke einmal, Dir geht es um das ewig junge Thema "es wird alles immer schlechter".

Gerade beim Fliegenfischen finde ich das überhaupt nicht - wenn man sich durch die einschlägige Literatur kämpft kann man recht gut feststellen, dass die Zurschaustellung von grossen Fischen doch stark nachgelassen hat und der Respekt vor Fisch und Gewässer stark zugenommen hat.
Klar gibts auch heute immer wieder Ausnahmen, aber wie ich finde deutlich weniger, weil sich ja auch viel mehr kritische Stimmen finden, die gleich einen Verstoss gegen irgendetwas orten.
Ich finde ganz ehrlich, dass Deine These gar nicht stimmt...


Hallo Felix,
Nein, nein… es wird nicht alles schlechter. Ich hab ja geschrieben, dass ich mich bewusst pessimistisch geäußert habe.

Der Respekt zur Natur hat zugenommen, da hast du sicher recht. Es wird auch mehr kontrolliert. Ob man aber auch ein Naturbewusstsein hat wage ich zu bezweifeln.

Die Zurschaustellung der gefangenen Fische hat durch die sozialen Medien enorm zugenommen! Was anderes zu behaupten entspricht nicht den Tatsachen.
Ob einer, der sich im Netz (auf Facebook oder in einem Forum) mit dem großen Fang inszeniert, den Fisch respektiert? Das bezweifle ich stark.

Ich stelle einmal die Frage: Wozu stellt man so ein Foto ins Netz? Welche sind die Gründe?
Einige, die die Frage ehrlich beantworten wollen erfahren vielleicht Interessantes über sich selbst...

Grüße
Markus
moma
 
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitragvon gespliesste » 20.06.2016, 02:21

Hallo Markus,

dein Post spricht mir in weiten Teilen aus dem Herzen, aber ich meine wir müssen auch vorsichtig sein uns nicht per Definition zu sehr über andere zu stellen.

moma hat geschrieben:Das Fliegenfischen ist ja die schonendste und edelste Art des Fischens:


Schonend hängt auch davon ab, wie man das Fliegenfischen ausübt und "edel" ist ein schwieriger Begriff. Es gibt auch viele vernüftige Fischer die mit anderen Methoden die "Kunst des Fischens" schonend und vielleicht auch "edel" ausüben. Es hat wohl kaum jemand so gut beschrieben wie Isaak Walton in seinem Buch "Der vollkommene Angler oder eines nachdenklichen Mannes Erholung". War wohl nicht umsonst eines der erfolgreichsten Bücher der Welt zu seiner Zeit.

Ich treffe auch viele Fliegenfischer, auf die nach meinem Empfinden weder die Begriffe "schonend" noch "edel" passen und andersrum.

Fliegenfischen hat mittlerweile so oder so schon so ein Snob-Image. "Die Königsdisziplin beim Angeln" usw. Ich halte da gar nichts von und es lockt im Zweifel auch die falschen Leute an. Jedem, der sich beim Angeln mit den Grundsätzen der Natur auseinandersetzt, die Kreatur Fisch verantwortungsvoll behandelt und daraus keinen Leistungssport, Funsport oder Statussymbol macht, zolle ich gleichermaßen Respekt. Ich habe schon so einige Angler/Fischer bei meinen Reisen getroffen die nicht mit der Fliege gefischt haben und die mich in ihrer Art zu Angeln und ihrer Einstellung trotzdem tief beeindruckt haben.

Fotos von gefangen Fischen wurden schon immer gemacht und natürlich ist man auch stolz, wenn man einen tollen Fisch gefangen hat. Wir haben eine Vereinschronik, die ist mehr als 100 Jahre alt und schon damals wurden die Fische in der Wirtschaft über dem Tisch aufgehängt und alle standen stolz drum herum. Ich weiss was du meinst mit deiner Kritik in den neuen Medien, aber deshalb ist nicht jedes Foto von einem Fischer mit seinem Fang verwerflich. Auch beim Film "Aus der Mitte enstrpingt ein Fluss" macht der Vater von Paul ein Foto von seinem Sohn mit der kapitalen Forelle, da würde wohl nie jemand Anstoss nehmen ... Es hat halt heute einen neue Qualität und manchmal weiss man nicht ob nur für die Fotos gefischt wird, oder man fischt und dann auch mal ein Foto von einem tollen Fang macht.

LG,

Olaf
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitragvon flo staeuble » 20.06.2016, 06:37

ich finde, man kann es kaum herrlicher als olaf ausdrücken. daher versuch ichs aus gaudi ein wenig drastischer und arbeite deine thesen mal advocatus diaboli-mässig ab:-)

- Das Fliegenfischen ist ja die schonendste und edelste Art des Fischens:
schonend: naja. wenn du darauf abzielst, dass eine widerhakenlose trockenfliege dem ZURÜCKZUSETZENDEN fisch leichter aus der maulspalte zu entfernen ist als ein tauwurmbündel aus den eingeweiden, geb ich dir recht. das thema "schonend" ist aber nur relevant, wenns um c&r geht. und die ethischen dilemmas, die dem phänomen "tierquälerei zum scherz" - nichts anderes ist c&r - innewohnen, kennen wir alle:-))

edel: mein lieber schieber, woraus speist sich denn diese theorie? tweedsakko statt camouflage? oder doch eher 150 euro tageskarte statt 30 euro jahreskarte?
wie olaf schon andeutete: immer dann, wenn sich eine gruppe per se als die bessere definiert, wirds kritisch. wenn man ins tagesgeschehen schaut, ab und an sogar ekelhaft.

-Man muss sich auf die Natur einlassen und identifizieren können um überhaupt erfolgreich zu sein.
stimmt. aber wer mal versucht hat, in nem gewaltigen fluss nen zander zu suchen, weiss, dass dafür erheblich mehr hirnschmalz, vorbereitung, taktik und zeit notwendig ist, als ner im sekundentakt steigenden äsche ne kleine klinkhammer hinzuwerfen. wenns darum geht, ne besatzregenbogen woolig rauszubuggern, wirds noch klarer

- Man ahmt die Natur nach.
durch den kauf von hegers "kleine-graue-empfehlung?". durch das erfolgreiche binden einer rehhaarsedge? aber gut, zugegeben, dem fliegenbinden wohnt viel schönes und interessantes inne. ob das "edel" ist...naja. "edel" ist für mich, einer 5köpfigen syrischen familie 2 zimmer in seinem haus zu überlassen. aber das mag jeder sehen, wie er will.

- Das Fliegenfischen ist eine Kunst, bei der Können, aber vor Allem Respekt zum Tier im Zentrum stehen “müssen“.
"müssen". ja, stimmt, respekt vor dem tier ist eine schöne sache. ob der allerdings den gipfel seiner realisierung im c&r-lastigen fliegenfischen findet, halte ich für fraglich. nur ein gedankenspiel:
a) fisch 1 - eine 48er äsche - wird am 10er vorfach ("äschen sind sehr vorfachscheu!!") 13 minuten gedrillt und dann vollkommen übersäuert, aber doch zumindest "schonend" releast.
b) fisch 2 - ein schöner massiger zander - wird mit fischfetzen um mitternacht gehakt, nach kurzem drill geschädelt und ermöglicht einer 4köpfigen familie ein wunderbares mittagessen.
c) fisch 3 - wundervolle bachforelle - wird im wasser entdeckt und nicht gefangen. also gar nicht. auch nicht angeworfen oder so:-))

nun starte man in der fisch-community die umfrage "wer wurde am meisten respektiert".

nicht falsch verstehen. ich LIEBE fliegenfischen. und ich versuche, mein hobby mit so viel bedacht, umsicht und nachhaltigkeit zu betreiben, wie es mir nur möglich ist. aber zu einem besonders hochwertigen homo sapiens macht mich das meiner ansicht nach nicht.

liebe grüße vom flo.
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitragvon JottausB » 20.06.2016, 07:07

Moin,
Eitelkeit ist meiner Meinung nach mit ein Grund, warum ein Hobby betrieben wird.
Die Intensität hängt dabei vom Typus des jeweiligen Menschen ab.
Älteren gehen oftmals maßvoll und zurückhaltend damit um, wärend Jugendliche ein öffentliches Leben führen.
Heute bietet die multimediale Welt die ideale Plattform, sich und auch sein Hobby zu "inzenieren" ...
Wäre vor 30 Jahren mangels Computer/Smartphone einfach nicht möglich gewesen.
Meine Großmutter hat immer gesagt: "Alles hat seine Zeit!"

Gruß
Jürgen
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitragvon moma » 20.06.2016, 08:05

Ich hab ja eben bewusst alles überspitzt formuliert.

Die Antwort von Olaf kann ich persönlich unterschreiben...

Mit Flo bin ich zum Großteil ebenfalls einverstanden.

Kleine Bemerkung nebenbei: Für die Äschen habe ich nie einen feinerern Forfach als 12 - 14 benutzt. Es ging schon trotzdem. :)

Es kommt natürlich immer auf die eigene Sensibilität und Einstellung an.

LG
moma
 
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitragvon CPE » 20.06.2016, 09:27

Hallo Leute,

Eitelkeit ist die Nr. 1 der sieben Todsünden (Superbia, Hochmut, Stolz, Eitelkeit, Übermut). Nichts für mich, meine Antwort wäre also: 0,0. Mein Grund, Fliegenfischen zu betreiben ist da schon eher die Nr. 3: Luxuria, auch bekannt als Wollust (Ausschweifung, Genusssucht, Begehren).

TL, Norbert
La pêche on sèche est la pêche en nymphe, ce qu'est l'amour courtois est à la copulation.
CPE
 
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitragvon orkdaling » 20.06.2016, 10:34

Hallo,
@ Norbert - da bin ich voll bei dir.
Fangfoto - schon vor hundert jahren haben sogar die stolzen Rheinfischer ihren Lachsfang fotografiert, Nahrungserwerb.
Hab auch nichts gegen ein Foto vom stolzen Fænger der seine Fisch anschliessend nach Hause trægt.
Was mich anko... sind solche Videos mit Landung auf der Sandbank, Vermessen, Wiegen, Releasen - der Eitelkeit wegen.
Entweder im Wasser abhaken oder entnehmen, dazwischen gibt es nichts !
Selbst ein harpunierter Fisch schwimmt noch weg, nicht anders ist das mit gestressten, abgekæmpften und noch bei hoher Wassertemperatur bzw geringem Sauerstoffgehalt gefangenen Fisch, und dann noch die gesamte "Zeremonie" ueber sich ergehen lassen.
Aber vielleicht ist das gar nicht eitel - einfach nur dumm !
Gruss Hendrik
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitragvon Hans. » 20.06.2016, 10:40

Hallo in die Runde,

eitle Personen gibt es überall, egal ob mit der teuren Fliegenrute, der teuren Wathose, dem teuren iPhone, den teuren Alufelgen zum teuren Auto, der teuren Kleidung, etc. etc. etc., das war schon immer so und wird immer so bleiben.

Man darf nur nicht vergessen: Nicht jeder, der eine teure Fliegenrute hat und in einer teuren Wathose rumrennt -um bei uns Fliegenfischern zu bleiben- ist eitel. Es gibt auch Menschen, die sich einfach etwas gönnen!

Gruß,
Hans
Gefühlsmäßig ist der Unterschied zwischem einem Fisch und keinem Fisch eine der weitesten Entfernungen im Universum. David Profumo
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitragvon moma » 20.06.2016, 11:05

Eitelkeit ist nicht wenn man man mit teurem Gerät fischt... aber wenn man sich damit ständig in Szene setzt und wenn man gutes "preisgerechtes Gerät schlecht macht...

Wenn man dann Fische unnötig szrapaziert um anzugeben ist es schon eher Dummheit und Sadismus...
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitragvon tea stick » 20.06.2016, 11:51

moma hat geschrieben:Eitelkeit ist nicht wenn man man mit teurem Gerät fischt...

Nein, lieber Markus,
Eitelkeit ist naturgemäß einfach teuer! Das war schon immer so!
Dass teures Getackle und teure Bekleidung nicht unbedingt für überragende Qualität steht, erfahren wir hier ja immer wieder,
Und: Ich zumindest habe nicht die geringste Lust, in derartigen Klamotten als lebende Litfaßsäule herumzulaufen, ohne als Werbeträger dafür besonders entlohnt zu werden... (das fängt ja bei den Jeans schon an...). Im Gegenteil: Ich zahle dafür gar noch drauf, wenn ich mir ein solches Brand zulege!
Wer sein gutes Geld mit einem Fingerschnips verdient, mag sich derartige Eitelkeiten leisten, wer die aber nachahmen will, obwohl er sein Geld hart erschuften muss, ist nur dumm!
Zu der unwaidmännischen Trophäenfotografierei habe ich mich schon früher aufgeregt - heute rege ich mich nicht mehr auf. Aber Ihr tut recht daran, denen ständig auf den Auslösefinger zu klopfen (Man muss ja schon dankbar sein, dass sie nicht den Skizzenblock hervorziehen; bis das Bild fertig ist, hat der Fisch schon zu stinken begonnen. (Ach, ich rege mich ja immer noch auf!))

Genießt das Fischen, nicht die Gerätschaften!

wünscht Euch

der Freimut
TL!
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Re: Wieviel Eitelkeit verträgt das Fliegenfischen?

Beitragvon moma » 20.06.2016, 12:14

tea stick hat geschrieben:
moma hat geschrieben:Eitelkeit ist nicht wenn man man mit teurem Gerät fischt...

Nein, lieber Markus,
Eitelkeit ist naturgemäß einfach teuer! Das war schon immer so!
Dass teures Getackle und teure Bekleidung nicht unbedingt für überragende Qualität steht, erfahren wir hier ja immer wieder,
Und: Ich zumindest habe nicht die geringste Lust, in derartigen Klamotten als lebende Litfaßsäule herumzulaufen, ohne als Werbeträger dafür besonders entlohnt zu werden... (das fängt ja bei den Jeans schon an...). Im Gegenteil: Ich zahle dafür gar noch drauf, wenn ich mir ein solches Brand zulege!
Wer sein gutes Geld mit einem Fingerschnips verdient, mag sich derartige Eitelkeiten leisten, wer die aber nachahmen will, obwohl er sein Geld hart erschuften muss, ist nur dumm!
Zu der unwaidmännischen Trophäenfotografierei habe ich mich schon früher aufgeregt - heute rege ich mich nicht mehr auf. Aber Ihr tut recht daran, denen ständig auf den Auslösefinger zu klopfen (Man muss ja schon dankbar sein, dass sie nicht den Skizzenblock hervorziehen; bis das Bild fertig ist, hat der Fisch schon zu stinken begonnen. (Ach, ich rege mich ja immer noch auf!))

Genießt das Fischen, nicht die Gerätschaften!

wünscht Euch

der Freimut


Freimut, bin ganz deiner Meinung!

Hier will jemand das fotografieren rechtfertigen mit dem Spruch "das hat man ja früher auch schon gemacht"... Was ist denn das für ein Argument... Es war und ist unsesibel und reine Angeberei!
Ich werde das Fotografieren und Posten hier im Forum weiterhin kritisieren bis alle es satt haben...

LG
Markus
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