wie einige von euch vielleicht mitbekommen haben war ich am freitag nachmittag an der fils.
jetzt gibts, wie versprochen, einen kurzen bericht.
morgens beim arbeiten schaute ich ungefähr jede viertelstunde, vielleicht auch mehr, auf mein handy um den pegelstand im auge zu behalten.
ok, 11:30 jetzt hab ich genug gearbeitet für heut, kurz noch ein bisschen papierkram und dann den großen roten knopf an meiner maschine mit gefühl reinknallen, ein lautes "ATHEN"(bedeutet "ade" bei uns in der firma) in die runde brüllen, mal kurz in ein paar schockierte gesichter sehen und lachen und weg.
teil eins des tage wär geschafft.
während der heimfahrt kurz durch den drive gedriftet und weiter, daheim kurz 2 cheeseburger inhaliert und das zeug ins auto geworfen, ich frag mich schon die ganze zeit wieso ich das nicht am abend davor gemacht hab, aber egal...
ab zum angelladen, karte gekauft und weiter zum wasser. alle geschwindigkeitsbegrenzungen auf dem weg konsequent ignorieren.
der plan war um 13:00 am wasser zu sein, 13:06 war ich es wirklich, das kratzt natürlich am ego.
endlich am wasser.......ooookkkeeeyyyy.......viel wasser, viel viel wasser....
aber das war mir ja schon klar, also rein ins wasser. ich bin ziemlich weit am unteren ende der strecke eingestiegen, wollte ja schließlich stromauf fischen.
der wasserdruck war schon beeindruckend, also vorsichtig waten. ich suchte mir die erste stelle und nymphte ein bisschen durch die gegend, wunderte mich ein bisschen über mein werfen, ich war und werde bestimmt nie der profiwerfer schlechthin, aber 5m ist noch nie ein problem gewesen.
ok, falscher rhythmus, nochmal werfen, wieder schlecht, nochmal und nochmal und nochmal.......GRRRRRR
depp....fädel doch mal die schnur durch alle ringe und am besten noch gerade.
gut, jetzt läuft es wenigstens besser mit dem punkt werfen.
also wander ich langsam flußaufwärts, meist machen mir aber tiefe rinnen das leben schwer und auch große steine, welche beim betreten durch den strömungsdruck umgedreht werden.
nach ca 20min kam dann definitv der höhepunkt des tages. durch eine doofe angewohnheit meinerseits, nämlich werfen und laufen gleichzeit, machte es ein zärtliches "platsch" und der kleine alex war etwas feucht geworden.
super, dachte ich mir. also raus aus dem wasser und mal das jäckchen auswringen.
ob naß oder trocken war jetzt sowieso egal, es fing an zu regnen, ich blieb also am ufer und lief ganz langsam die strecke ab um eine schöne stelle zu finden. ich fand sehr viele, doch das problem war meist, ein einsteigen war bei diesem wasserstand und durch die schlechte sicht im wasser sehr gefährlich. so konnte ich leider nicht alle stellen befischen welche ich mir ausgekuckt hatte, aber es gab doch sehr viel mehr stellen als ich dachte.
langsam aber immer trockener fischte ich mich zum oberen ende der strecke durch, kein anfasser, kein garnichts, nur ein gebrauchtes heftpflaster konnte ich auf meine nymphe fangen, besser als nichts.
als ich am ende ankam wechselte ich auf streamer mit einem geflochten 2,4m superfastsinking vorfach. das funktionierte mal überhaupt nicht, an dem geflochtenen vorfach verfingen sich alle algen die die fils zu bieten hatte.
ich konnte, ohne einen hänger zu haben, mein vorfach mit einer 6er rute nicht durch die strömung zu mir einholen. nach mehrmaligen zum ufer waten und wieder zurückwaten gab ich die geschichte mit meinem superfastsinking auf...
also wanderte ich, diesmal auf der anderen seite, die strecke wieder abwärts. von der anderen seite konnte ich noch ein paar der schönsten stellen erreichen, unter anderem eine schöne kiesbank, welche nichtmal vollständig überspült war. dort verbrachte ich die meiste zeit, links und rechts jeweils ein schöner tiefer gumpen, es roch förmlich nach fisch.
ich war alles in die gumpen was ich hatte, in jeder farbe und jeder tiefe, beschwert, unbeschwert....plötzlich ein biss...kontakt....und weg....
2 sekunden kontakt, dabei sollte es bleiben für den tag.
mein fazit für den hochwasser tag an der fils: muss man mal gemacht haben, aber ich bin doch mehr so der niedrigwasserfischer
ne, spaß beiseite, es war ein schöner angeltag, doch mir fehlt das das fische erspähen, das pirschen und das anwerfen auf sicht.
die dinge machen für mich auch einen nicht unwesentlichen reiz am fliegenfischen aus.
ich werde auf jeden fall mal wieder bei erhöhtem wasserstand gehen, doch davor muss ich mir eine bessere hochwasserstrategie überlegen/aneignen, denn hinfahren und "schau mer mal" klappt nicht so gut.
hier sind noch ein paar bilder
gruß alex










