Kochelsee, Loisachauslauf

Wie der Name schon sagt: Vor der Haustür fischt es sich fast immer am besten. In Deutschland gibt es eine Vielzahl großartiger "Fliegenwasser". Habt Ihr Fragen oder wollt Ihr eine Empfehlung aussprechen?

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Kochelsee, Loisachauslauf

Beitragvon Ralph Hertling » 11.03.2014, 21:46

Moin!
Dieses Jahr im Sommer (Juli/August) bin ich im Urlaub in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen.
Unter Anderem wollte ich es vielleicht mal am Auslauf der Loisach aus dem Kochelsee probieren.
Die Informationen aus dem Netz und dem Forum hier sind schon etwas älter.
Deswegen wollte ich hier in die Runde fragen ob Jemand in letzter Zeit dort war und mir mit ein wenig seiner Erfahrung weiter helfen kann.
Wo es Karten gibt ist klar.
TL
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Re: Kochelsee, Loisachauslauf

Beitragvon Ralph Hertling » 11.07.2014, 19:05

Servus!
Da es nun bald mit dem erwähnten Urlaub soweit ist möchte ich diese Frage nochmal aktualisieren ... vielleicht sieht es doch noch Jemand der von vergleichsweise aktuellen eigenen Erfahrungen kurz berichten kann.
Es würde mich freuen
TL
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Re: Kochelsee, Loisachauslauf

Beitragvon Postman76 » 17.07.2014, 13:23

Hallo Ralph,

vielleicht kann ich (ein wenig) helfen. Ich fische seit Jahre im oberen Teil der Loisach (noch in Österreich). Hierzu ein paar Erkenntnisse.
Ob die Loisach eingetrübt ist oder nicht spielt keine Rolle für den Fangerfolg, solange man es mit Streamern probiert.
Genau so ist es bei leichtem Hochwasser. Lass Dich also nicht von "dreckig&hoch" aus der Ruhe bringen wenn´s vor Deinem Besuch mal geregnet hat.

Wenigstens im oberen Teil hatte ich auch mit auffälligen Nymphen (RedTags usw.) Erfolg. Das ist wohl auch dem recht wilden Wasser geschuldet.
An ruhigen Stellen (Kehrwasser usw.) ging auch immer was auf Trockene, wobei man da nix Ausgefallenes braucht, ich denke die Größe macht hier den Ausschlag.

Hoffe das hilft ein wenig.

TL
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Re: Kochelsee, Loisachauslauf

Beitragvon HansAnona » 09.08.2015, 14:31

Hallo Petrijünger,

Aktuell von mir die Frage, rentiert es sich Ende August am Kochelseeauslauf bzw. In der folgenden Loisach zu fischen?

Danke schon mal für eure Einschätzung.

Liebe Grüße Alf
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Re: Kochelsee, Loisachauslauf

Beitragvon HansAnona » 22.09.2015, 16:26

So,

nun mal ein kleiner Erfahrungsbericht.

Ich war drei Tage dort, habe in der Zeit drei Äschen entnommen. 43, 38 und 39 cm. Das Mindestmass ist unklar, 38 oder 35 cm, Auf der Karte steht 38 cm, auf dem Begleitschein 35 cm.

Das Fischen dort ist richtig anspruchsvoll. Ich hatte mir gedacht im Seespiegel vor der Auslaufkante mit der trockenen Fliege zu fischen. Dort standen auch Äschen und Forellen in der aufsteigenden Strömung, aber:

- Wenn man sich durch den Schilfgürtel gekämpft hat, kann man ca. 50 cm in den See waten, dann beginnt man in schmierig-glitschigem Sediment einzusinken und in die Tiefe abzurutschen. Fischen dort ist nicht gerade lebensgefährlich aber Scheisze.
- am Auslauf könnte man auf die groben Blöcke klettern und es von hinten versuchen. 30 cm reißenden Wasser-Abzug über diese veralgten Blöcke haben mich davon abgehalten. Bin nicht lebensmüde.
- Hinter der Schnelle bis zur Brücke ist gutes Fischen für die Blinkerfraktion, jeden Tag wurden Forellen um die 50 bis 60 cm gefangen.
- oberhalb der Brücke links ist gut in die Rinne zu fischen, beschwerte Nymphe und Streamer. Hat aber nichts gebissen.
- Schönes Stück ca. 30 Meter unterhalb der Brücke beginnend watend ca. 50 m nach unten ist schönstes Flussfischen möglich. Ich hatte nur Bisse auf die Nassfliege am Ende der Trift.
Im Nebenkanal fängt man nur 10 cm große Äschenbrut, gierige Dinger, beißen noch auf 12er Fliegen.
- die 3 km bis zur Fischereigrenze Benediktbeuern sind enttäuschend. man läuft auf den Steilufer 2 m über dem Wasserspiegel. Die Loisach ist kanalartig begradigt, Fische sind in ordentlicher Größe vorhanden, sehen aber den Fischer von weitem und ziehen von dannen.
- eine Stelle ist ca. 1,5 km flussab der Straße, dort mündet ein Bach und man kann waten ohne zu versinken. Jede Menge Steigende Äschen, aber alle zwischen 9 bis 12 cm. Etwas weiter unterhalb konnte ich dann mit der Palaretta die Größeren verhaften.


Alles in allem nicht so wie ich es mir vorgestellt habe, ich bin einen Tag früher als eigentlich geplant wieder nach Hause gefahren.

Liebe Grüße, ALf
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Re: Kochelsee, Loisachauslauf

Beitragvon Headi » 05.04.2016, 10:37

Hallo,

eine kleine Ergänzung: bitte sehr aufpassen, dass man statt der vermeintlichen Regenbogenforelle nicht einen untermaßigen Huchen entnimmt. Passiert immer wieder und ist einfach schade :|.


Gruß
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Re: Kochelsee, Loisachauslauf

Beitragvon Helmut K. » 09.04.2016, 10:44

Im Grunde kann man diese beiden Fischarten nie verwechseln.
Der Huchen hat im Gegensatz der Regenbogenforelle nie schwarze Punkte auf den Flossen
Gruß Helmut
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Re: Kochelsee, Loisachauslauf

Beitragvon HansAnona » 10.04.2016, 09:29

Es dürfte auch ein Traum sein, dass an dieser Stelle ein Huchen an die Fliege geht.
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