Mein Hausgewässer

Wie der Name schon sagt: Vor der Haustür fischt es sich fast immer am besten. In Deutschland gibt es eine Vielzahl großartiger "Fliegenwasser". Habt Ihr Fragen oder wollt Ihr eine Empfehlung aussprechen?

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Mein Hausgewässer

Beitragvon H.Treiber » 01.02.2018, 22:34

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Hallo
Ich möchte euch ein paar für mich wichtige Stellen vom Fischgewässers meiner Heimat vorstellen.
Es ist ein kleiner Wiesenbach mit verschiedenen Zuläufen und unterschiedlicher Gewässerstruktur.
Die Befischung ist jahreszeitlich sehr unterschiedlich.
Hier die ersten Bilder aus diesem Bereich.
Gruß H. T
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Re: Mein Hausgewässer

Beitragvon H.Treiber » 01.02.2018, 22:54

so sieht es jetzt aus
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Re: Mein Hausgewässer

Beitragvon H.Treiber » 02.02.2018, 19:54

in diesem Bereich beißen immer die Rotaugen
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Re: Mein Hausgewässer

Beitragvon H.Treiber » 04.02.2018, 20:44

ein Bild von heute an der Rodach
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Re: Mein Hausgewässer

Beitragvon H.Treiber » 04.02.2018, 22:35

Wir haben aber bis jetzt Glück an unseren Gewässer.
2013 hat das anders ausgesehen.
Gruß Hans
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Re: Mein Hausgewässer

Beitragvon Gammarus roeseli » 05.02.2018, 21:39

Servus Hans,

ich meine auf dem Foto 3 und 5 eine verstärkte Fällung von Calciumcarbonat -> „Milchig-grünes Wasser“ zu erkennen… Ist das Kieslückensystem mineralisch verschlammt? Gibt es noch Äschen und wie ist aktuell die Artenzusammensetzung und Artendichte bei den Fischen?

LG Christian
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Re: Mein Hausgewässer

Beitragvon H.Treiber » 06.02.2018, 20:57

Hallo Christian
Erst einmal Danke für die Interesse.
Nun zu deinen Fragen:
Für Äschen ist unser Gewässer leider nicht geeignet. Wir befinden uns hier in der Forellenregion.
Es finden sich hier hauptsächlich Bachforellen, alle Karpfenarten, Weißfische, Barsche, Aale usw.
Deine Beobachtungen sind auch bedingt richtig. Im Spätsommer haben wir manchmal eine geringe Belastung unseres Fischgewässers.
Bei den Messungen, die ich früher (vor ca. 10 Jahren ) immer durchgeführt habe, konnte ich jedoch in der Regel einen pH - Wert zwischen 8 und 9mg/l
und einen Sauerstoffgehalt zwischen 8 und 9mg/l feststellen.
Diese Werte lassen auf eine gute Wasserqualität schließen.
Auch die vorhandenen Bioindikatoren bestätigen eine gute beständige Wasserqualität.
Bei diesen Untersuchungen konnte ich als Hauptindikator die Bachflohkrebse und einzelne Eintagsfliegen Larven und Libellenlarven nachweisen.
Auch Gründlinge hatte ich manchmal entdeckt.
Ich hoffe natürlich, das sich die Wasserqualität in meiner passiven Zeit im Angelverein, nicht verschlechtert hat.
Gruß Hans
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Re: Mein Hausgewässer

Beitragvon H.Treiber » 06.02.2018, 21:33

noch etwas positives an unserem Gewässer.
Die Fischaufstiegshilfe am Seßlacher Wehr. Die funktioniert auch!!!
Gruß Hans
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Re: Mein Hausgewässer

Beitragvon H.Treiber » 07.02.2018, 22:54

Bei diesem Projekt ist die Fischtreppe entstanden.
Natürlich sind nicht alle Maßnahmen positiv verlaufen.
Von der naturnahen Gestaltung von Ufer- und Gewässerbett ist nicht mehr viel zu sehen.
Gruß Hans
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Re: Mein Hausgewässer

Beitragvon H.Treiber » 07.02.2018, 23:23

hier ein Link zu meinem Angelverein
der dieses Gewässer bewirtschaftet
http://www.angelverein-sesslach.de/
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Re: Mein Hausgewässer

Beitragvon AlexX!! » 08.02.2018, 01:57

hi,

schöner Bach, ich frag mich gerade, an welchen Umständen du fest stellst, das der Bach nicht für Äschen geeignet ist?

Gruss


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Re: Mein Hausgewässer

Beitragvon H.Treiber » 08.02.2018, 21:20

Hallo Alex und sonstige Interessierte
natürlich könnten in der Rodach Äschen aufwachsen, wenn wir einen Besatz durchführen.
Ein Laichen dürfte jedoch wegen der fehlenden Kiesbänke und dem, zum größten Teil verschlammten Untergrund, nicht möglich sein.
Auch eine häufige Verschmutzung bei Hochwasser durch verstärkten Sedimenteintrag spricht nicht unbedingt dafür.
Gering ist auch das Nahrungsangebot an der Gewässeroberfläche durch Eintagsfliegen und Insekten und dann gibt es noch die Aussage:
" Unser Gewässer war schon immer ein Bachforellengewässer" Richtig ist dabei natürlich, das sich die heimische Bachforelle an das Gewässer angepasst hat.
Es werden aber jedes Jahr auch Bachforellen eingesetzt. Eine lobenswerte Aktion ist dabei der Besatz von einer standorttypischer Bachforellenbrut.
Dabei wurden Laichfähige Bachforellen entnommen, abgestreift, die Fischeier in der Brutstation in Aufseß bis zum Schlupf betreut und uns zum Einsatz wieder überlassen. Hier ein Link dazu: Lehranstalt für Fischerei in Aufseß | Bezirk Oberfranken.
Ein Nachteil ist noch: Die Äsche steht mehr im Freigewässer, das kommt natürlich dem Kormoran gelegen.
Gruß Hans T.
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Mein Hausgewässer

Beitragvon AlexX!! » 08.02.2018, 22:58

Hallo Hans,

du lässt mich gübeln.

Natürlich müssen die Habitate passen, das gilt natürlich für Äschen aber genaus so
auch für die Forellen, die Ihr ja mit Besatz stützt.
Von den Bildern lässt sich vermuten das ihr viele Staubereiche habt, die wirken natürlich
einer erfolgreichen Naturverlaichung entgegen. Sicher gibt es aber dennoch hinreichend
Strukturen wie Rauschen, Stromschnellen und Rieselstrecken die eine Naturverlaichung begünstigen.
Habt ihr einen Überblick wie hoch der Anteil des natürlichen Bestandes in eurem Gewässer ist?

meine Gedanken..

wenn die Äschen sich nicht von alleine vermehren, ist es kein Äschengewässer,
wenn sich die Bachforellen nicht von alleine vermehren, ist es dann trotzdem ein Forellengewässer?

beste Grüße
Zuletzt geändert von AlexX!! am 10.02.2018, 11:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mein Hausgewässer

Beitragvon fly fish one » 09.02.2018, 19:09

*auf der Coutsch, Bier, Schokolade statt Chips, beim Fredfernsehen " Fischökologen und Habitatsspezialisten"*

Los haut rein! :badgrin: :badgrin:

Euer Frank - kann auch Blutgrätschen

Und einen habe ich noch und einen habe ich noch: Schickt Sie blos nicht alle nach Oberbayern, wie neulich der Kollege, sonst bekomme ich bei dem Gedränge was dann entsteht Anfälle. Nein, nein, Rotaugengewässer sind ganz klasse! :p
Wathosenfetischist und Angeltheoretiker
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Re: Mein Hausgewässer

Beitragvon H.Treiber » 09.02.2018, 20:54

Hallo Alex
danke für die nette Begrüßung
und nun noch einmal ganz einfach erklärt.
Äschen hat es in dem Wasser noch nie gegeben.
Bachforellen sind dagegen in dem Gewässer schon immer heimisch. Es hat, und findet im geringen Maß noch immer, eine natürliche Vermehrung statt.
Aus den vorher genannten Gründen ist dieses jedoch nur noch bedingt möglich.
Wie wir das unterstützen habe ich ja auch schon erwähnt.
Wenn ihr in eurer Firma Autos baut, optimiert ihr ja auch diesen Vorgang und kauf euch nicht eine Maschine zum Herstellen für Panzer.
Gruß Hans
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